Human- & Physische Geografie

Vorlesungen & dazugehörigen Übungen von Humangeografie I Physische Geografie I

Vorlesungen & dazugehörigen Übungen von Humangeografie I Physische Geografie I


L. A.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die menschliche und physische Geografie auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie demografische Transformation, politische Ökologie, Asylverfahren und Klimawandel, wobei sie sich auf Faktoren wie Luft, Wasser, Eis, Energie und menschliche Aktivitäten konzentrieren. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Forscher, die ein tiefes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt entwickeln möchten.
Flashcards
181
Students
5
Language
German
Category
Geography
Level
University
Created / Updated
09.11.2016 / 31.12.2019

Lernkarten

Dauerfrost:

1 - Jahresmittel der Bodentemperatur

2 - Mittlere monatliche Minimumstemperatur

3 - Mittlere monatliche Maximumstemperatur

4 - Horizont der thermischen Nullamplitude

5 - Niefrostboden

6 - Auftauschicht

7 - Permafrostoberkante

8 - Permafrostboden

9 - Permafrostmächtigkeit

10 - Permafrostuntergrenze

11 - isolierter Talik

Veränderung des Permafrostes aufgrund Klimaerwärmung

1. Phase: rot

"sofort", innert Jahren nimmt die sommerliche Auftautiefe zu

 

2. Phase: orange

innert Jahren/Jahrzehnten verbiegt sich das Profil der JahresTemperatur

 

3. Phase: hellgrün

innert Jahrzehnten/Jahrhunderten wird das Klimasignal in die Tiefe transportiert

 

4. Phase: dunkel grün

innert Jahrhunderten erreicht das Signal die Permafrostuntergrenze

 

5. Phase: blau

nach mehreren Jahrhunderten/Jahrtausenden schmilz der Permafrost von der Basis her

im Zusammenhang mit der Trans Alaska Pipeline 20 natur- und humangeografische Aspekte und Abhängigkeiten

erdölfunde im bei der Nordküste von Alaska --> weil arktisches Schneeklima dort --> Nordküste im Winter vereist  --> Eisberge bedrohen die Tankerrouten --> grosse Gebiete mit kontinuierlichem Permafrost --> active layer taut im Sommer (vermehrt) auf --> Pipeline wird auf gekühlte Pfeiler gestellt --> weil Öl in der Pipeline ist 50°C --> weil maritimes Klima im Süden --> Südküste bleibt eisfrei --> die Pipeline überquert ganz Alaska, inkl. nördl. Polarkreis --> Denali-Fault verläuft durch Alaska --> häufige Erdbeben --> Einbau von Expansionloops, zigzaging --> Pipeline verläuft stellenweise auf Gleitschlitten --> extrem hohe Baukosten --> breite Flüsse queren Alaska --> viele Kunstbauten nötig --> z.B. Animal Crossings --> da viele wildlebende Tiere --> Gefahr der Ölverschmutzung --> Pipeline muss ständig überwacht und kontrolliert werden mit Flugzeugen

See-/Flusseis

Def.: dort schwimmendes, saisonales Eis -.-!!!

Bedeutung für Menschen:

Aufstauen, Eisblockaden (Überschwemmungen, Brücken), blockieren Schiffe

--> kann auch Wege, Brücken "generieren"

Dauer des saisonalen Auftreten in den letzten Jahrzehnten:

späteres Gefrieren bzw. früheres Auftauen: ≈5 Tage pro °C --> 2-3 Tage später/früher pro Jahrzehnt

(seit 1920 ca. 1.5°C wärmer)

Meereis

Eigenschaften & Entstehung, Einfluss auf den Energiehaushalt

Eigenschaften, Entstehung

gefrorenes Meerwasser + Schnee - einige dm bis m dick

Gefrierpunkt -1.8°C, kann bis zu 2m/Jahr wachsen

Einfluss auf Energiehaushalt

- grossflächige Schicht zwischen Meer & Atmosphäre, wo kein Energieaustausch stattfinden kann

- höhere Albedo als Wasser

- Absinken von kaltem, salinem Wasser (scheidet Salz aus beim Gefrieren --> zunehmende Dichte mit abnehmender Temperatur & zunehmender Salinität)

Meereisausdehnung über die Jahrzehnte:

Arktis: -3.8%

Antarktis: +1.5%

(thermisch sehr soliert - rundherum viel wasser, fliesst rundherum, Winde fliessen rundherum)

 

Meereis

mittlerer saisonaler Verlauf: Arktis

Meereis

mittlerer saisonaler Verlauf: Antarktis

Meereis

Hauptdriftrichtungen: Arktis

einige km im Jahr

Meereis

Hauptdriftrichtungen: Antarktis

Gletscher

Hauptfaktoren & Bedingungen:

Geografische Breite, Höhe/Topographie & Kontinentalität (Niederschlag)

--> Masse aus Schnee und Eis + Dicke --> Deformation

5 Typen:

- Talgletscher

- Domartige Gletscher (mit Abflussgletschern vergleichbar mit Talgletschern)

- polythermale/kalte Gletscher

- Hängegletscher (angefroren am Bett --> sehr kalt; Ablation durch Eisabbruch)

Kriterien:

- Grösse, Form und Topographie
- Temperaturregime (kalt, temperiert, polythermal)
- Umweltbedingungen am Zungenende/Bett (Ozean/See/Land)

Bedeutung für Menschen:

- Gletscher als Herd von Naturkatastrophen (Seeausbruch, Feststürze)

- Gletscher als wissenschaftliche Informationsquellen

- Gletscher zur Süsswasser (und Wasserstrom) Gewinnung

Gletscherfliessen:

- interne Eisdeformation (bei sehr kalten Gletschern v.a. diese Form)

- basale Bewegung (Gleiten)

Trends der letzten zwei Jahrzehnte

stark zurückgehend, v.a. in Zentraleuropa (je kleiner desto reaktiver)

1-1.4mm/Jahr Meerspiegelequivalent

Gletscher-Gunstphasen

Gletscher-Ungunstphasen

Hochstand 1850

1850 - 1880 Ungunstphase

1881 - 1897 Gunstphase

1897 - 1916 Ungunst

1916 - 1923 Gunst

1923 - 1961 Ungunst

1961 - 1984 letzter Vorstoss (Gunst)

ab 1984 Schwund (Ungunst)

Haupttrend der Klimaentwicklung (inkl. Gletscherverhalten)

Nebentrends

obschon versch. Erwärmungs- & Abkühlungsphasen (3x Abkühlung, 4x Erwärmung) ausmachbar, Haupttrend eine Erwärmung, d.h. grundsätzlicher Gletscherrückgang

je kleiner die Gletscher, desto reaktiver - d.h. flattern

bsp. gross (lange Anpassungszeit): grosser Aletschgletscher

bsp. klein (reaktiv, sensitiv): Pizol

Verhältnis Nähr-/Zehrgebiet 2:1

geringe Ausaperung

Akkumulation < Ablation

positive Gesamtmassenbilanz

Verhältnis Nähr-/Zehrgebiet 1:1

Aper

Ausaperung, Aperung

Aper bedeutet "schneefrei". 

Der Vorgang einer "Ausaperung" beschreibt das Abschmelzen einer Schnee- oder Eisdecke. "Apert" ein Hang "aus", kommt zwischen der Schneedecke der darunter befindliche Boden zum Vorschein bzw. verschwindet die Schneedecke ganz.

hoch liegende GWL

Endmoräne

wallförmige, oft das Tal querende hufeisenförmige Moränenablagerung eines Gletschers, der nach einer Vorstossphase für längere Ziet seine maximale Ausdehnung beibehielt.

Mittelmoräne

beim Zusammenfluss zweier Gletscherströmen entstehend durch Vereinigung der Seitenmoränen

Ufermoräne

am Rande heutiger Gletschervorfelder liegende, oft sehr mächtige Moränenkomplexe, welche aus Moränenschichten früherer holozäner Hochstände aufgebaut sind (z.Bsp. letzte Überschüttung durch Hochstand 1850/60).

Seitenmoräne

Schuttmaterial, welches am Rande eines Gletschers mittransportiert wird und noch aktiv in Bewegung ist (=/= Ufermoräne)

Schwemmebene (häufig auch Sander genannt, vom isländischen sandur)

ausgedehntes Flachgebiet (vor einem Gletscher) mit verzweigten Gerinnen, durch welches das Gletscherschmelzwasser abfliesst und wo es häufig zu Materialumlagerungen (Erosion/Akkumulation) kommt

Gletschervorfeld

Gebiet zwischen den Moränen der neuzeitlichen (bzw. postglazialen) Vorstössen (z.Bsp. Hochstand 1850/60) und den heutigen Gletscherumrissen

GWL: Gleichgewichtslinie

Linie, an der sich am Ende des Haushaltsjahres die Akkumulation und die Ablation die Waage halten

(bei ausgeglichenem Massenhaushalt Nähr- zu Zehrgebiet = 2:1)

Ablations-, Zehrgebiet

zumeist tiefer als Akkumulationsgebiet gelegen, ist dunkler

jährliche Menge der Ablation ist grösser als Menge der Akkumulation

Akkumulations-,Nährgebiet

2:1 zum Zehrgebiet bei ausgeglichenem Massenhaushalt

meist höher gelegen

jährliche Akkumulation ist höher als Menge der Ablation

aus Schnee wird Firn (Schnee, der länger als 1 Jahr liegt) und dann Gletschereis

ist heller als Zehrgebiet

Eisschilde

Charakteristika und Grössenordnung:

Antarktis 14 Millionen km²; Grönland 1,7 Millionen km² - vgl. gr. Aletschgletscher: 20-25 km

Ablation & Akkumulation: nur ca. Hälfte der Ablation durch Oberflächenschmelze, viel auch durch Kalbung; fast keine Akkumulation (sehr trocken)

sehr kaltes Eis - kann Eisströme enthalten (durch Druckschmelze)

 

2 Bsp. von Veränderungen in den letzten 2 Jahrzehnten:

- Leichte Massenzunahme im Innern

- Dünner werden in Küstennähe (--> mehr Oberflächenschmelze)

 

Kryosphäre als Klima-Indikator

Zeitskalen

4 Bsp. natürliche u/o athropogener Prozesse im Hochgebirge des 21. Jh.

  • kürzere Wintersportsaison
  • wärmere & längere Sommer (Diversifizierung zu Gunsten Sommertourismus)
  • mehr Wasser (Gletscherschmelze)
  • Rückgang d. Permafrostes --> mehr Steinschläge

globale Verteilung der Wasserressourcen

97% Salzwasser

3% Süsswasser

--> 0.3% in Seen & Flüssen ("trinkbar", 30% Grundwasser (inkl. Sümpfe & Permafrost), 69.7% permanente Schneedecke, Gletscher und Eisschilde

Eigenschaften von Wasser

• Spezifische Wärmekapazität
• Schmelz- und Verdampfungswärme (latente Wärme!)
• Dichte und Dichteanomalie
• Wasser als Lösungsmittel
• Oberflächenspannung (Kapillarität)

Wasserkreislauf

Komponenten & relative Wassermenge

Wasserhaushaltsgleichung für ein Einzugsgebiet

& konkret für die Schweiz

N = V + A + ΔS

N=Niederschlag, V=Verdunstung in [L/T], z. B. [mm/a]

A=Abfluss in [L³/T], z. B. [m³/s] oder [l/s]

ΔS=Speicheränderung

---

in CH: N=A+V 1500mm=1000mm+500mm (Zürich: NS 1'200mm)

- virtuelles Wasser

- Wasserfussabdruck

- grünes & blaues Wasser

- virtuell: bei der Herstellung und dem Transport von Industriegütern und Lebensmitteln verbrauchte, verdunstete oder verschmutzte Wasser

- Fussabdruck: Indikator für direkten und indirekten Wasserverbrauch eines Konsumenten oder eines Produzenten --> Wassermenge, die insgesamt von den Einwohnern eines Landes beansprucht wird

- grün: 65% - Menge an Regenwasser an, die im Boden gespeichert ist und im Laufe des Wachstumsprozesses von Pflanzen aufgenommen wird

- blau: 15% - Menge an Grundwasser oder Wasser aus Flüssen und Seen, die bei industriellen Produkten und im häuslichen Gebrauch verwendet wird, aber nicht mehr zurück geleitet werden kann

Vor- und Nachteile von Stauseen

+ Speicherung von Bewässerungswasser

+ CO2-neutrale Energie

+ Reduktion von Hochwasser

- Zerstörung von Lebensraum

- Störung d. Fischwanderung

- Wasserverluste durch Verdunstung

- weiterer Verlauf aabschneiden von Siltzufuhr (Nährstoffe)

Naturgefahr

Vulnerabilität

Risiko

--> am Bsp. Überschwemmung

thermo-haline Zirkulation

mittlere Verweilzeit

U=V/Q

U=Mittlere Umsatzoder Verweilzeit [T]

V=Volumen [L3]

Q=Durchfluss [L3/T]

Étudier