Pharmakologie 1

Pharmakologie

Pharmakologie


Michel Schärer
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen der Pharmakologie für Berufseinsteiger, mit Fokus auf Wirkstoffe, ihre Wirkungen, Wechselwirkungen und Anwendungsformen. Es werden Mechanismen wie Antagonismus, Biotransformation und Applikationsarten erklärt sowie Begriffe wie Galenik und Toxikologie vertieft. Ideal für Auszubildende in medizinischen Berufen, die ein fundiertes Verständnis für Arzneimittelwirkung und -sicherheit erlangen möchten.
Karten
59
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
09.11.2013 / 23.08.2026

Lernkarten

Medikamente mit geringerer therapeutischen Breite ? Gefahr ?

  • Bei höherer Dosierung besteht schneller die Gefahr für eine Vergiftung oder Nebenwirkungen. Mehr Kontrolle benötigt.

Wechselwirkung zwischen Arzneimitteln und Rezeptoren grob erklären ?

  • Bindung (Wirkstoff an Rezeptor)
  • Reaktion (Effektor)
  • Verstärkung
  • Gleichgewichtsänderung (Enymaktivierung, Proteinsynthese, Transmitterfreisetzung, Ionentransport)
  • Biologische Wirkung
  • Erfolg

Gibt Ausnahmen (Diuretika, Laxantien) unspezifisch

Affinität und Intrinsic activity ?

  • A: Fähigkeit eines Wirkstoffes, an einen Rezeptor anzubinden, je stärker die A umso längere Wirkung
  • I.a: Eine Grösse, die die Stärke des Wirkstoffes beschreibt, am Rezeptor auch eine Wirkung auszulösen

Agonist und Antagonist ?

  • Wirkstoff
  • Gegenspieler

 

Kompetitiver Antagonismus ?

  • Kompetiver Antagonist ist mit dem Agonisten im "Wetbewerb" um den Rezeptor

 

 

Nicht kompetitiver Antagonismus ?


  • Nicht kompetitiver Antagonist steht mit dem Agonisten nicht im "Wettbewerb". So kann aber trotzdem die gesamte Agonistenwirkung aufgehoben werden (verhindert Verformung Rezeptor)

Chemischer und funktioneller Antagonismus ?

  • Ch: Antagonist zerstört den Agonisten
  • F: Verschiedene Rezeptorensysteme. Wenn das eine System stärker wird, schwächt sich das andere ab

Synergismus, additiver und überadditiver Synergismus ?

  • S: Wirkung von kombinierten Stoffen ist höher als einzelne
  • AS: Addition von den Wirkstoffen (40%+40% = 80% Wirkung)
  • ÜaS: Gesamtwirkung ist grösser (40%+40% = 95% Wirkung)

Toleranz und Tachyphylaxie ?

  • Gewöhnung an einen Wirkstoff durch wiederholter Wirkstoffgabe, muss dadurch erhöht werden
  • Sehr schnelle Gewöhnung an ein Wirkstoff

 

Interaktion ? Praxisaltag ?

  • Gegenseitige Wechselwirkung zweier Medikamente
  • In Literatur oder Standarts nachzulesen

Nebenwirkungen von Medikamenten ?

  • Unerwünschte Arzneiwirkungen
  • Allergische Wirkung
  • Teratogene Wirkung (schädigung ungeborenes Kind)
  • Kanzerogene Wirkstoffe (Tumorwachstum auslösen oder fördern)
  • Mutagene Wirkstoffe (verändern das Erbgut)

Telefonnummer Toxikologie ?

145

Abhängigkeit ?

  • Verlangen ein Mittel immer wieder einzunehmen,
     Körperliche Entzugssymptome fehlen

Gewöhnung ?

  • Anhängigkeit, bei der aber im Verlauf die Dosis erhöht werden muss

Sucht ?

  • Durch ein Psychoaktiver Wirkstoff überwältigendes Verlangen, schwere körperliche Entzugserscheinungen

Swissmedic ?

  • Kontrollinstrument des Bundes

Medikamentenkategorien ?

  • A: Nur in Apotheken mit einmal gültigem Rezept (Betäubungsmittel, Zytostatika)
  • B: Nur in Apotheken mit mehrfach gültigem Rezept (Antibiotika, Diuretika, Herzkreislaufmittel, gewisse Analgetika)
  • C: Nur in Apotheken ohne Rezept (gewisse Schmerzmittel)
  • D: In Apotheken und Drogerien (ASS Analgetika, Naturheilmittel)
  • E: Alle Verkaufsstellen (Hustenbonbons, Zahnputzkaugummi, Vitamine)

Arzneimittelkompendium ?

  • Alle wichtigen Informationen über jedes in der Schweiz zugelassene Heilmittel

Generika ?

  • Patentschutz abgelaufen, andere Firmen können den Wirkstoff mit wenig Kostenaufwand herstellen. Qualität und Wirkung identisch zum Originalen

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