Pharmakologie

Niere, Respirationstrakt, Magen-Darm-Trakt, Ernährung/Ernährungsbestandteile, Blut

Niere, Respirationstrakt, Magen-Darm-Trakt, Ernährung/Ernährungsbestandteile, Blut


Janine Wüthrich
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie, insbesondere für Medizinstudenten und Fachkräfte. Sie decken Themen wie Diuretika, Antitussiva, Expektoranzien und verschiedene Arzneimittelgruppen ab, einschließlich ihrer Wirkungen, Applikationsarten und therapeutischen Anwendungen. Die Karteikarten behandeln auch spezifische Präparate, ihre Vor- und Nachteile sowie wichtige Indikationen und Nebenwirkungen. Besonders nützlich sind sie für diejenigen, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Wissen über die Wirkmechanismen und Anwendungen von Medikamenten vertiefen möchten.
Karten
87
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
12.11.2016 / 05.05.2017

Lernkarten

Verdauungsmittel-Präparate?

 

Lacdigest bei Laktoseintoleranz
Panzytrat bei Pankreasinsuffizienz
Creon bei Pankreasinsuffizienz

Was sind Laxanzien?

 

Abführmittel

Wirkung Laxanzien?

beschleunigen Darmentleerung meist durch Volumenvermehrung im Darminneren
-> erhöhter Druck reizt Muskulatur und regt so Peristaltik an. Macht den Stuhl weicher.

Nenne 2 verschiedene Arten von Laxanzien und deren Wirkungsmechanismus.

 

- Quellstoffe: Arzneimittel quellt auf und nimmt Wasser auf.
- osmotisch wirkende Substanzen: Hält Wasser durch erhöhte Ionen-Konzentration zurück
- Darmgleitmittel: Klistiere und Suppositorien -> lösen Stuhlentleerungsreflex aus
- darmschleimhautirritierende Laxanzien

Indikation von Laxanzien?

 

Bei Opstipation,
zur Darmentleerung vor einer Darmuntersuchung / Eingriff

Präparate von Laxanzien?

 

- Quellstoffe: wie Leinsamen, Weizenkleie
- osmotisch wirkende Substanzen: Movicol, Duphalac
- Darmgleitmittel: Paragar Emulsion.
- darmschleimhautirritierende Laxanzien: Paragar Emulsion
   - Stuhlentleerungsreflex auslösend: Clyssie, Bulboid

Wichtig bei Laxanzien:

 

- unbedingt ausreichend Flüssigkeit zuführen.
- längere Einnahme kann zu Kaliummangel und zur Gewöhnung führen.
- Achtung, missbräuchlicher Konsum für Gewichtsreduktion.

Was sind Antidiarrhoika?

 

= hemmen Stuhlentleerung

Nenne ein Antidiarrhoika und dessen Wirkungsmechanismus:

 

- Hemmung der Darmperistaltik:
- Adsorption:
- Normalisierung der Darmflora:

Indikation für Antidiarrhoika? Wichtig?

 

bei starkem Durchfall
bakterieller Infekt zusätzlich antibiotisch behandeln.
Der Grosse Flüssigkeits- und Elektrolytenverlust muss ausgeglichen werden (nichtmedikamentös oder Elotrans)
Bei Säuglingen und Betagten kann es schnell zu einer bedrohlichen Situation kommen.

Präparate von Antidiarrhoika?

 

- Hemmung der Darmperistaltik: Imodium (=Opioid-ähnliches Arzneimittel)
- Adsorption: Kohle wie Norit
- Normalisierung der Darmflora: Perenterol, Bioflorin

Was bewirken Lipidsenker im Körper?

 

senken den Lipidspiegel (LDL & Cholesterol)

Indikation Lipidsenker?

 

bei veränderten Blutfettwerten -> erhöhte LDL-Werte, verminderte HDL-Werte.
Wenn diätetisch und durch Gewichtsreduktion / Bewegungsförderung kenne normalisierung erreicht werden konnte.
(Bei Entstehung von Arteriosklerose & Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, zerebrale & periphere Durchblutungsstörungen.)

 

Zusammenhang zwischen Hyperlipidämie, Arteriosklerose und den Folgeerkrankungen?

 

Artheriosklerose = Bei zu hohen Lipidwerten lagert sich Fett (LDL-Molekülen) an den Blutgefässwänden ab = Plaques. ->Gefässlumen wird verengt, was zu Herzinfarkt, Schlaganfall, PAVK, … führen kann.

Wichtigste Stoffgruppe der Lipidsenker? Präparat? Wie wirken diese?

 

Statine -> Atorvastatin, Pravastatin,
hemmen die zelleigene Cholesterin-Bildung durch Hemmung des wichtigsten Enzyms.

Nebenwirkungen Lipidsenker?

häufig sind gastrointestinale Beschwerden wie Obstipation, Völlegefühl, Diarrhö.
Muskelbeschwerden
Interaktion mit viele Medis wie z.B: Antikoagulanzien, Antibiothika, Herzglykosiden.

Typische Indikation für Thrombozytenaggretationshemmer?

 

bei Erkrankungen des arteriellen Systems, z.B:
St. n. CVI,
Herzinfarkt,
KHK,
PAVK
weiteren Gefässverschlüssen.

Typische Indikation für Antikoagulanzien?

 

zur Therapie und Prophylaxe von Thrombosen und Emblien eingesetzt, z.B:
tiefer Venenthrombose,
Lungenembolie,
Vorhofflimmern,
nach mechanischem Herzklappenersatz
bei längerer Immobilität: nach OP, …

Unterschied zwischen Thrombozytenaggregationshemmer und Antikoagulanzien?

 

- Tc-Aggregationshemmer: beeinflussen primäre Hämostase: hemmen das Verklumpen der Blutplättchen.
- Antikoagulanzien: beeinflussen sekundäre Hämostase: beeinflussen Blutgerinnung im venösen und im arteriellen Gefässsystem indem sie auf die Gerinnungsfaktoren einwirken.

Nenne verschiedene Antikoagulanzien-Gruppe und eine Thrombozytenaggregationshemmer- Gruppe:

 

Antikoagulanzien: Heparine, Cumarine, NOAK (=Neue orale Antikoagulanzien)
Tc-Aggregationshemmer: ASS

Antikoagulanzien: Wichtigste Kontraindikation?

 

- bei gastrointestinalen Ulzera
- operative Eingriffe

Antikoagulanzien: wichtigste unerwünschte Wirkung?

 

Blutungen aller Art: Nasenbluten, Hämatome, Hämaturie

Thrombozytenaggregationshemmer: Wirkung: Wirkungseintritt?

 

rasche Wirkung durch Aggregation der Blutplättchen.

Thrombozytenaggregationshemmer: Applikationsart?

 

peroral

Thrombozytenaggregationshemmer: Vorteile? Nachteile?

 

+ keine Laborkontrolle
+ rascher Wirkungseintritt

 

Thrombozytenaggregationshemmer: Präparat?

 

Aspirin Cardio
Clopidogrel
Plavix

Heparine: Wirkung? Wirkungseintritt?

 

sofortige Wirkung.
verstärken die Wirkung von Antithrombin und hemmen die Thrombozytenaktivität.

Heparine: Applikationsart?

 

parenteral: meist subkutan, im Spital i.v.

Heparine: Vorteile? Nachteile?

 

+ Laborkontrolle nur bei i.v. Applikation nötig.
- nicht zur Langzeittherapie geeingnet.

Heparine: Präparat?

 

Fraxiparin
Fragmin
Clexan

Cumarine: Wirkung? Wirkungseintritt?

 

hemmt Bildung der Vitamin-K abhängigen Gerinnungsfaktoren in der Leber (und damit auch die Prothrombinsynthese).
verzögerte Wirkung (erst nach einigen Tagen).

Cumarine: Applikationsart?

 

peroral

Cumarine: Vorteile? Nachteile?

 

+ Langzeittherapie, aber aufwändige Therapie für Pat.
+ gibt ein Antidot -> Gabe von Vitamin K (Konakion)
- Laborkontrolle nötig
- Bridging (=überbrückung) nötig bei Wechsel von Herparin auf Cumarin
- interagieren mit viele Medikamenten
- sind teratogen

Cumarine: Präparat?

 

Marcoumar
Sintrom

Cumarine: Antidot?

 

Vitamin K -> Konakion
Im Notfall Prothrombin verabreichen.

Cumarine: Besonderheit?

 

-  Langzeittherapie, aber aufwändige Therapie für Pat.
- gibt ein Antidot -> Gabe von Vitamin K (Konakion)
- Laborkontrolle nötig
- Bridging (=überbrückung) nötig bei Wechsel von Herparin auf Cumarin

 

NOAK: Wirkung? Wirkungseintritt?

 

Hemmen den Gerinnungsfaktor Xa oder direkt die Thrombinbildung.
rascher Wirkungseintritt

NOAK: Applikationsart?

 

peroral

NOAK: Vorteile? Nachteile?

 

+ orale Einnahme
+ weniger aufwändige Langzeittherapie
+ kein Monitoring
+ kein Bridging
+ wahrscheinlich geringeres Blutungsrisiko und weniger Interaktionen
- wenig Erfahrung
- teures Medikament

NOAK: Präparat?

 

Xarelto
Pradaxa
Eliquis

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