Pflanzenschutz - Pflanzenschutzmittel

Fachbegriffe rund um Pflanzenschutzmittel

Fachbegriffe rund um Pflanzenschutzmittel


A. K.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über Pflanzenschutzmittel und deren Wirkungsweise, geeignet für den mittleren Bildungsbereich. Sie behandeln verschiedene Wirkstoffe, ihre Aufnahme und Verteilung in Pflanzen, sowie Methoden zur Anwendung und Bekämpfung von Schädlingen. Landwirte und Gärtner profitieren von diesem Wissen, um Pflanzen effektiv zu schützen und nachhaltig zu bewirtschaften.
Karten
126
Lernende
30
Sprache
Deutsch
Kategorie
Landwirtschaft
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
15.11.2012 / 13.02.2026

Lernkarten

Begasen

Begasen bedeutet, daõ das Mittel in Gasform den Boden oder Raum durchdringt

beizen

Aufbringen eines Pflanzenbehandlungsmittels auf Saatgut, Zwiebeln oder Knollen

Biologisch abbaubar

Stoffe, die durch Mikroorganismen oder andere Lebewesen restlos abgebaut oder zersetzt werden kaennen.

Biologische Pflanzenschutzmittel

Wirkstoffe beruhen auf natuerlichen Rohstoffen, die im Naturhaushalt vorkommen

Bioregulatoren

natuerliche Gegenspieler von Schadorganismen

Biozid

natuerliche oder synthetische Substanz, die einen oder mehrere Organismen abtoeten kann

Blattherbizid

Unkrautbekaempfungsmittel das bei Aufnahme durch die Blaetter wirkt

Bodenherbizid

Unkrautbekaempfungsmittel, die auf den Boden ausgebracht werden und dort auf keimende Unkraeuter oder ueber die Aufnahme durch die Wurzeln wirken.

Breitwirkende Mittel

Mittel wirken gegen eine grosse Gruppe von Schadorganismen, in der Regel auch Nuetzlinge

chlorierte Kohlenwasserstoffe

(CKW) chlorhaltige organische Verbindungen, in der Regel sehr schwer abbaubar

DDT

Dichlor-diphenyl-trichlorethan, Kontaktinsektizid mit hoher Widerstandskraft gegen Abbau (hohe Persistenz), CKW chlorierter Kohlenwasserstoff

Dispersion

feinste Verteilung eines Stoffes (disperse Phase) in einem anderen Stoff

Echte Loesung

stabile Loesung, z.B. Duengesalze geloesst in Wasser. Setzen sich nicht ab, muessen nicht aufgeruehrt werden.

Emulgator

Stoff, der die Mischung zweier an und fuer sich nicht mischbarer Stoffe ermoeglicht (z.B Oele in Wasser)

Emulsion

Mischung aus zwei nicht mischbaren Fluessigkeiten, in der durch einen Emulgator die eine in kleinsten Troepfchen in der anderen verteilt ist

Endotherapeutisches Produkt

Systemisch wirkendes Produkt.

Eradikative Wirkung

Diese Pflanzenschutzmittel koennen eine bereits laengere Zeit vorhandene Infektion erfolgreich bekaempfen (wenn schon Befallssymptome sichtbar sind). Bisher gibt es diese Wirkstoffe nur fuer die Bekaempfung von ektoparasitischen Pilzen wie den Mehltau.

Formulierung

Zubereitung eines Pflanzenschutzmittels (PSM); ein PSM beinhaltet neben dem Wirkstoff noch zahlreiche Begleitsubstanzen, z.B. Haftmittel, Netzmittel, Laesungsmittel u.v.a.

Fuellstoff

bei Pflanzenschutzmittel als Traegerstoff neben dem Wirkstoff. Dient der Verduennung und besserer Handhabung von PSM (z.B. Wasser, Alkohol, Talkpuder)

fungistatische Wirkung

das Wachstum von Pilzen hemmende Wirkung

Fungizid

pilztoetend, Sammelbezeichnung fuer Pilzbekaempfungsmittel

Gasphase

Gasfaermiger Zustand von bestimmten Substanzen oder Produkten, die dann im Boden oder an der Pflanze auf verschiedene Erreger wirken.

Giessbehandlung

Applikationsmethode, bei der der Wirkstoff durch Giessen ausgebracht wird

Granulat

Formulierungsart; grob- oder feingekoernt, angereichert mit einem Wirkstoff zum Streuen, sowie in neuerer Zeit in dieser Formulierung auch als Spritzmittel (nur einzelne Mittel)

Haftmittel

im Spritzmittel bereits vorhandener Zusatzstoff zur Verbesserung der Haftfaehigkeit des Belages auf der Pflanze. Nicht zu verwechseln mit Netzmittel

Halbwertszeit

Zeitraum, in dem die Haelfte der Rueckstaende eines Wirkstoffes abgebaut wird

Heissnebel

auf thermischem Wege erzeugter Nebel (Heissnebelgeraete)

Herbizide

Pflanzenschutzmittel, die auf Pflanzen wirken.

Hilfsstoff

1. Formulierungshilfsstoff zB. Traegerstoff, Netzmittel, Haftmittel, Emulgator, Stabiliator, Farbstoff, Vergaellungsstoff usw.2. Landwirtschaftlicher Hilfsstoff: Praeparat, das in der Landwirtschaft zur Verbesserung von Qualitaet und Ertragssicherheit eingesetzt wird

Inhalationsgifte

Inhalationsgifte siehe Atemgifte

Inkubationszeit

Zeitraum zwischen Infektion und Auftreten einer Krankheitserscheinung

Insektizid

insektentoetend, Sammelbezeichnung fuer Insektenbekaempfungsmittel

integrierbare Pflanzenschutzmittel

gemeinsam mit Nuetzlingen anwendbare Mittel

Juvenilhormon

Insektenhormon, das die Entwicklung der Larvenstadien steuert: Die spezifische Wirkung solcher Hormone versucht man in neuerer Zeit zur gezielten Bekaempfung bestimmter Schadinsekten einzusetzen

Kaltnebel

nichtthermisch, pneumatisch oder durch andere technische Verfahren erzeugter Nebel (Kaltnebelgeraete)

Koedermittel

Mittel, das neben der Aktivsubstanz eine vom zu bekaempfenden Schaedling als Nahrung bevorzugte Substanz oder einen Lockstoff enthaelt

Kontaktherbizid

Das Produkt wirkt nur dort, wo es mit der Pflanze in Kontakt kommt; es wird von der Pflanze nicht aufgenommen (= Abbrennmittel)

Kontaktmittel

Sammelbezeichnung fuer Pflanzenschutzmittel, die durch Kontakt mit einem Schaedling oder einem Krankheitserreger ihre Wirkung entfalten

Konzentration

Konzentration bezeichnet die Anteile im Gemisch, z. B. Gew.-%, Vol.-%, g/l, mg/kg

Kreuzresistenz

Schaderreger werden nicht nur auf einen Wirkstoff resistent sondern auch auf chemisch verwandte Wirkstoffe

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