Pflanzenschutz - Pflanzenschutzmittel

Fachbegriffe rund um Pflanzenschutzmittel

Fachbegriffe rund um Pflanzenschutzmittel


A. K.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über Pflanzenschutzmittel und deren Wirkungsweise, geeignet für den mittleren Bildungsbereich. Sie behandeln verschiedene Wirkstoffe, ihre Aufnahme und Verteilung in Pflanzen, sowie Methoden zur Anwendung und Bekämpfung von Schädlingen. Landwirte und Gärtner profitieren von diesem Wissen, um Pflanzen effektiv zu schützen und nachhaltig zu bewirtschaften.
Cartes-fiches
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Utilisateurs
30
Langue
Allemand
Catégorie
Agriculture
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
15.11.2012 / 13.02.2026

Cartes-fiches

Kumulation

Anreicherung eines Wirkstoffs in einem Organismus oder im Boden nach mehreren Behandlungen.

Kumulative Wirkung

erhoehte Wirkung eines Mittels im Koerper nach widerholter Aufnahme

kurativ

heilend, therapeutisch; Wirkung auf eine schon ausgebrochene Krankheit.

Kurative Mittel

Mittel, die erst bei einem bestehenden Befall eingesetzt werden (heilend)

Larve

z.B. Larvenstadien der Insekten. Je nach Art/Gruppe verschiedene NamenFalter, Schmetterling: Raupe Erdeulenfalter: Erdraupe; Wiesenschnacke: Erdraupe;Maikaefer: Engerling; Laufkaefer: Drahtwurm; Fliegen: Maden; Bienen, Wespen: Larven

Larvizid

Pflanzenschutzmittel gegen Larvenstadien

Lockstoff

synthetischer oder natuerlicher Stoff der Artgenossen anlockt; meist Sexuallockstoff (Pheromon)

Loesungsmittel

Zusatzstoff in Pflanzenschutzmitteln, bringen den Wirkstoff in Laesung

Lueckenindikation

Anwendungsbereiche, fuer die zugelassene Pflanzenbehandlungsmittel nicht geprueft und somit nicht vorgesehen sind

LV-Technik (LV = Low Volume)

Verspruehen eines Praeparats in hoher Konzentration mit wenig Wasser. Durch hohen Druck wird eine feine Traepfchenbildung erzielt.

Mehrfachrueckstaende

Wird bei einem Lebensmittel gleichzeitig mehr als ein Pflanzenschutzmittelwirkstoff nachgewiesen, spricht man von Mehrfachrueckstaenden.

Metabolismus

Biologische Umwandlung von Substanzen in der Pflanze, im Tier, im Boden, im Wasser und in der Luft.

Metaboliten

Umwandlungsprodukte einer Ausgangssubstanz.

Mittel mit Tiefenwirkung

Pflanzenschutzmittel, welche in die Pflanzengewebe eindringen und auch eine innerliche Wirkung erzielen

Molluskizid

Weichtier (Schnecken) -abtoetend. Sammelbegriff fuer Schneckenbekaempfungsmitteln

Nebeln

Applikationsmethode, bei der das Pflanzenschutzmittel mit wenig Wasser verduennt (hoch konzentriert) in kleinsten Traepfchen in geschlossenen Raeumen verteilt wird.

Nebenwirkung

Erwuenschte oder unerwuenschte Wirkung eines Wirkstoffs zusaetzlich zur Hauptwirkung.

Nematizid

Giftstoff, der Fadenwuermer (Nematoden) abtoetet

Netzmittel

Verbessern die Benetzung und Verteilung des Spritzbelages (Wasserfilm statt Wassertropfen)

Oral

Aufnahme ueber den Mund

Pestizid

(falsche) Sammelbezeichnung fuer Pflanzenschutzmittel; urspruenglich umfasst der Begriff eine groessere Gruppe von Stoffen

Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis

Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis ist ein vom Bund(BUWAL) , (in der BRD von der BBA Braunschweig) zusammengestelltes Verzeichnis aller im jeweiligen Land zugelassenen Pflanzenschntzmittel (in BRD ?.und anerkannter Pflanzenschutzgeraete) (erscheint jaehrlich neu).

Pflanzenstaerkungsmittel

Pflanzenstaerkungsmittel sind Stoffe, die die Widerstandsfaehigkeit von Pflanzen gegen Schadorganismen erhaehen, Pflanzen vor nichtparsitaeren Beeintraechtigungen schuetzen oder fuer die Anwendung von Schnittpflanzen bestimmt sind. Sie unterliegen nicht der Zulassung durch das Pflanzenschutzgesetz (PflSchG). Laut BVL vom 05.11.2007 werden Gibberellinsaeurehaltige Produkte zum 31. Maerz 2008 von der Liste der Pflanzenstaerkungsmitel gestrichen. Grund fuer diese Entscheidung sind die wachstumsregulatorischen Wirkungen der Gibberellinsaeure. Einzige Ausnahme sind die Blumenfrischhaltemittel, da diese Mittel der gesetzlichen Definition von Pflanzenstaerkungsmitteln entsprechen.

Pheromon

Botenstoff zwischen Individuen einer Art; zB. Sexuallockstoffe, Warnstoffe, Versammlungslockstoffe, Markierungsstoffewerden zur biotechnischen Schaedlingsbekaempfung und Befallsueberwachung , zB. in Fallen eingesetzt

Phosphorsaeureester

chemische Gruppen von Insektengiften mit breitem Wirkungsspektrum; mehrere sind speziell gegen saugende Insekten wirksam (Beruehrungsgift, Nervengift). Bei Mensch zusammenziehen der Muskeln fuehrt zum Tod. Gegengift: Atropin

praeventiv

vorbeugend, prophylaktisch

prophylaktisch

vorbeugend, praeventiv

protektiv

schuetzend

Protektive Mittel

Mittel, die vorbeugend, vor einem sichtbaren Befalle eingesetzt werden

PSM

Pflanzenschutzmittel

Pyrethrum

natuerliches Insektengift, Pflanzenextrakt aus einer Bluete aehnlich der Margerite (weisse Asteraceae der Subtropen, Hauptanbau Hochland Kenja); synthetisch nachgeahmteWirkstoffe werden als Pyrethroidebezeichnet (z. B. Permethrin). Alle Mittel auf Pyrethrumbasis werden durch das Licht innerhalb von Stunden abgebaut.

Raeuchermittel

Mittel, das beim Verbrennen oder Verschwefeln eine wirkstoffhaltigen Rauch zur Bekaempfung von Schaedlingen abgibt. Verwendung in geschlossenen Raeumen

Raeuchern

Raeuchern ist das Verbrennen oder Verschwelen von festen (oder fluessigen) Mitteln.

Repellent

Mittel, das Schaedlinge abschreckt, sich auf der behandelten Flaeche niederzulassen oder von einer behandelten Pflanze zu fressen.

Residuale Mittel

Pflanzenschutzmittel, welche auf der Pflanzenoberflaeche verbleiben.

Residualherbizid

Der Wirkstoff wirkt ueber laengere Zeit im Boden auf Keimlinge oder durch die Aufnahme von Pflanzenwurzeln.

Resistenz

Resistenz ist die ererbte Widerstandsfaehigkeit eines Organismus gegen Schaediger. a) Schaedlinge und Krankheitskeime koennen resistent werden gegenueber chemischen Substanzen (wir unterscheiden: Echte Resistenz, Verhaltensresistenz, morphologische Resistenz (z.B. Haare, Stellung). Resistenzzuechtung: Kulturpflanzenzuechtung um sie widerstandsfaehig zu machen (schorfresistente Aepfel) Widerstandsfaehigkeit von Schaedlingen und Unkraeutern gegenueber haeufig eingesetzten Giften, oder Widerstandsfaehigkeit von Kulturpflanzen gegen ihre Schaedlinge. Siehe Resistenzzuechtung; Resistenzverhinderung.

Rodentizide

Pflanzenbehandlungsmittel, die auf Nagetiere (Maeuse und Ratten) wirken.

Rueckstaende

Reste, bzw. Abbauprodukte, zB. von Pflanzenschutzmitteln in Nahrungs- oder Futtermitteln

Saatbeizmittel

Gift zum Schutze von Saatgut gegen Krankheiten und Schaedlinge

Étudier