Pflanzenschutz - Pflanzenschutzmittel

Fachbegriffe rund um Pflanzenschutzmittel

Fachbegriffe rund um Pflanzenschutzmittel


A. K.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über Pflanzenschutzmittel und deren Wirkungsweise, geeignet für den mittleren Bildungsbereich. Sie behandeln verschiedene Wirkstoffe, ihre Aufnahme und Verteilung in Pflanzen, sowie Methoden zur Anwendung und Bekämpfung von Schädlingen. Landwirte und Gärtner profitieren von diesem Wissen, um Pflanzen effektiv zu schützen und nachhaltig zu bewirtschaften.
Flashcards
126
Students
30
Language
German
Category
Agriculture
Created / Updated
15.11.2012 / 13.02.2026

Flashcards

Nebenwirkung

Erwuenschte oder unerwuenschte Wirkung eines Wirkstoffs zusaetzlich zur Hauptwirkung.

Nematizid

Giftstoff, der Fadenwuermer (Nematoden) abtoetet

Netzmittel

Verbessern die Benetzung und Verteilung des Spritzbelages (Wasserfilm statt Wassertropfen)

Oral

Aufnahme ueber den Mund

Pestizid

(falsche) Sammelbezeichnung fuer Pflanzenschutzmittel; urspruenglich umfasst der Begriff eine groessere Gruppe von Stoffen

Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis

Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis ist ein vom Bund(BUWAL) , (in der BRD von der BBA Braunschweig) zusammengestelltes Verzeichnis aller im jeweiligen Land zugelassenen Pflanzenschntzmittel (in BRD ?.und anerkannter Pflanzenschutzgeraete) (erscheint jaehrlich neu).

Pflanzenstaerkungsmittel

Pflanzenstaerkungsmittel sind Stoffe, die die Widerstandsfaehigkeit von Pflanzen gegen Schadorganismen erhaehen, Pflanzen vor nichtparsitaeren Beeintraechtigungen schuetzen oder fuer die Anwendung von Schnittpflanzen bestimmt sind. Sie unterliegen nicht der Zulassung durch das Pflanzenschutzgesetz (PflSchG). Laut BVL vom 05.11.2007 werden Gibberellinsaeurehaltige Produkte zum 31. Maerz 2008 von der Liste der Pflanzenstaerkungsmitel gestrichen. Grund fuer diese Entscheidung sind die wachstumsregulatorischen Wirkungen der Gibberellinsaeure. Einzige Ausnahme sind die Blumenfrischhaltemittel, da diese Mittel der gesetzlichen Definition von Pflanzenstaerkungsmitteln entsprechen.

Pheromon

Botenstoff zwischen Individuen einer Art; zB. Sexuallockstoffe, Warnstoffe, Versammlungslockstoffe, Markierungsstoffewerden zur biotechnischen Schaedlingsbekaempfung und Befallsueberwachung , zB. in Fallen eingesetzt

Phosphorsaeureester

chemische Gruppen von Insektengiften mit breitem Wirkungsspektrum; mehrere sind speziell gegen saugende Insekten wirksam (Beruehrungsgift, Nervengift). Bei Mensch zusammenziehen der Muskeln fuehrt zum Tod. Gegengift: Atropin

praeventiv

vorbeugend, prophylaktisch

prophylaktisch

vorbeugend, praeventiv

protektiv

schuetzend

Protektive Mittel

Mittel, die vorbeugend, vor einem sichtbaren Befalle eingesetzt werden

PSM

Pflanzenschutzmittel

Pyrethrum

natuerliches Insektengift, Pflanzenextrakt aus einer Bluete aehnlich der Margerite (weisse Asteraceae der Subtropen, Hauptanbau Hochland Kenja); synthetisch nachgeahmteWirkstoffe werden als Pyrethroidebezeichnet (z. B. Permethrin). Alle Mittel auf Pyrethrumbasis werden durch das Licht innerhalb von Stunden abgebaut.

Raeuchermittel

Mittel, das beim Verbrennen oder Verschwefeln eine wirkstoffhaltigen Rauch zur Bekaempfung von Schaedlingen abgibt. Verwendung in geschlossenen Raeumen

Raeuchern

Raeuchern ist das Verbrennen oder Verschwelen von festen (oder fluessigen) Mitteln.

Repellent

Mittel, das Schaedlinge abschreckt, sich auf der behandelten Flaeche niederzulassen oder von einer behandelten Pflanze zu fressen.

Residuale Mittel

Pflanzenschutzmittel, welche auf der Pflanzenoberflaeche verbleiben.

Residualherbizid

Der Wirkstoff wirkt ueber laengere Zeit im Boden auf Keimlinge oder durch die Aufnahme von Pflanzenwurzeln.

Resistenz

Resistenz ist die ererbte Widerstandsfaehigkeit eines Organismus gegen Schaediger. a) Schaedlinge und Krankheitskeime koennen resistent werden gegenueber chemischen Substanzen (wir unterscheiden: Echte Resistenz, Verhaltensresistenz, morphologische Resistenz (z.B. Haare, Stellung). Resistenzzuechtung: Kulturpflanzenzuechtung um sie widerstandsfaehig zu machen (schorfresistente Aepfel) Widerstandsfaehigkeit von Schaedlingen und Unkraeutern gegenueber haeufig eingesetzten Giften, oder Widerstandsfaehigkeit von Kulturpflanzen gegen ihre Schaedlinge. Siehe Resistenzzuechtung; Resistenzverhinderung.

Rodentizide

Pflanzenbehandlungsmittel, die auf Nagetiere (Maeuse und Ratten) wirken.

Rueckstaende

Reste, bzw. Abbauprodukte, zB. von Pflanzenschutzmitteln in Nahrungs- oder Futtermitteln

Saatbeizmittel

Gift zum Schutze von Saatgut gegen Krankheiten und Schaedlinge

Schaumbremser

Zusatzstoff in Pflanzenschutzmitteln, verhindern ein starkes Aufschaeumen beim Herstellen der Bruehe

Schwebefaehigkeit

Faehigkeit von feinen, unloeslichen Teilchen, in einer Spritzbruehe lange in Schwebe zu bleiben

selektiv

gezielt nur einen ganz bestimmten Schaedling, Pilz usw. oder eine Unkrautart/-gruppe vernichtend (von Selektion = Auswahl)

Selektive Mittel

Mittel, die nur gegen eine bestimmte Gruppe oder gegen eine einzige Art von Schadorganismen eine Wirkung haben

Spritzen

Applikationsmethode, bei der das Pflanzenschutzmittel mit viel Wasser verduennt wird (schwache Konzentration) unter Druck ueber Duesen ausgebracht wird

Staeuben

Applikationsmethode, Pflanzenschutzmittel werden als Pulver mit Hilfe eines Geblaeses zerstaeubt

Streptomyzin

Erstes Antibiotikum gegen Tuberkulose. Heute wird es in der Medizin kaum mehr verwendet und wird unter strengen Einschraenkungen zur Feuerbrandbekaempfung in Obstanlagen verwendet.

Streuen

Applikationsmethode, Pflanzenschutzmittel werden in Form von Granulaten von Hand oder mit Streugeraeten ausgebracht

Suspension

Gleichmaessige, feine Verteilung eines unloeslichen festen Stoffes in einer Fluessigkeit

Synergismus

Steigerung der Wirkung bei gleichzeitigem Einsatz / Aufnahme von zwei verschiedenen Stoffen / MittelnWirkungssteigerung bei gleichzeitigem Einsatz zweier Mittel

Synthetische Pflanzenschutzmittel

Pflanzenschutzmittel, deren Wirkstoffe kuenstlich hergestellt werden

systemisch

indirekte Wirkung eines Pflanzenbehandlungsmittels ueber den Pflanzensaft, der Wirkstoff wird von der Pflanze aufgenommen und mit dem Pflanzensaft im Innern der Pflanze verteilt.

Systemische Wirkung

Wirkstoff wird von der Pflanze aufgenommen und in der Pflanze ueber Phloem oder Xylem verteilt .

therapeutische Wirkung

kurative, heilende Wirkung

Tiefenwirkung

Wirkung eines Mittels nach Eindringen in das pflanzliche Gewebe, zB. von der Blattoberseite bis zur Blattunterseite, aber ohne Transport in den Leitbahnen der Pflanze

Totalherbizid

Herbizid, das ñ alle Pflanze vernichtet

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