Pflanzen


T. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pflanzenbiologie auf Universitätsniveau, wobei der Fokus auf der Struktur und Funktion von Pflanzenzellen, insbesondere der Zelle, Wurzel, Blatt und Sprossachse, liegt. Sie behandeln Themen wie Transport, Aufnahme und Einlagerung von Stoffen, die Rolle der Vakuole und des Phloems sowie die evolutive Entwicklung von Pflanzen. Die Karteikarten sind ideal für Studierende der Biologie, die ihr Verständnis der pflanzlichen Physiologie und Anatomie vertiefen möchten, insbesondere in Bezug auf die Aufnahme und den Transport von Wasser und Nährstoffen sowie die Bildung und Funktion von Proteinen und anderen wichtigen Stoffen.
Flashcards
90
Students
9
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
16.02.2013 / 19.02.2024

Flashcards

Turgor

Der Druck, der auf die Zellwand ausgeübt wird, nachdem eine zellwandbesitzende Zelle durch Osmose Wasser aufgenommen hat und angeschwollen ist

Kollenchym

Festigungsgewebe wachsender krautiger Pflanzen, meist peripher; manchmal auch in der primären Rinde der Wurzel. Primärwand, v.a. Cellulose und Pektin; biegsam, nur mässige Festigkeit.

Sklerenchym

Zellen verschiedener Form und Grösse mit mehr oder weniger dicken, oft verholzten Sekundärwänden; im reifen Zustand lebend oder nicht.

Sklerenchymfasern

(v.a. im Spross) und Sklereiden (=Steinzellen; v.a. in Schalen von Früchten und im Rindengewebe von Holzgewächsen). Sekundärwand, v.a. Cellulose mit Lignin; Druck- und Zugfest

Phloem (Siebteil)

Transport von Assimilaten (d.h. Zuckern; oft Saccharose) und anderen organischen Verbindungen z.B. Aminosäuren (treibende Kraft: Osmose)

Xylem (Holzteil)

Transport von Wasser, Ionen und anorganischen Verbindungen von der Wurzel in Richtung Blatt (durch Transpirationssog)

Tracheiden (Xylem)

 

  • Langgestreckte, englumige Ein-zelzellen, mit spitzen Enden inein-ander greifend, Wände dort reich-lich getüpfelt (Hoftüpfel)
  • Leitungs- und Festigungsfunktion.
  • Evolutiv ursprünglich (bei Farmen und Gymnospermen fast ausschliesslich)
  • wenig effizient (hoher Strömungswiderstand)

Tracheen (Xylem)

 

  • Relativ kurze, weitlumige Zellen, Querwände durchbrochen oder aufgelöst (wenige cm bis 10 m lange Röhren).
  • Leitungsfunktion; zusätzlich Tracheiden und Holzfasern.
  • Evolutiv hoch entwickelt (Angiospermen)
  • sehr effizient (niedriger Strömungswiderstand)

Siebzellen (Phloem)

 

  • Langgestreckte, englumige Zellen, mit spitzen Enden aneinanderge-reiht, Wände dort mit Siebporen (vergrösserte Plasmodesmen)
  • Ohne Zellkern und Vakuole.
  • Mit Parenchymzelle verbunden
  • Evolutiv ursprünglich (Farne und Gymnospermen)

Siebröhren (Phloem)

 

  • Langgestreckte, weitlumige Zellen mit siebartig durchbrochenen Querwänden, teilweise eine einzige Siebplatte mit grossen Poren
  • Ohne Zellkern und Vakuole
  • Kernhaltige Geleitzellen, mit den Siebröhrengliedern durch zahlreiche Plasmodesmen verbunden
  • Evolutiv hoch entwickelt (Angiospermen)
  • Sehr effizient

Drüsenzellen

 

  • Bilden bestimmte Stoffe, die nach „aussen“ abgegeben werden
  • Stoffe im Cytoplasma gebildet
  • Vakuole klein
  • Meist einzeln, selten zu Geweben zusammengeschlossen
1) Speicherung im Innern der Pflanze in Sekretbehältern oder Harzgängen 2) Abgabe an die Umwelt (Duftstoffe, Nektar)

Absonderungszellen

Bilden im Cytoplasma Stoffe, die in die in die Vakuole abgegeben wer-den (intrazelluläre Sekretion/Exkretion)

Sekret

 

Für den Erzeuger nützliche Abscheidung a) Schutzfunktion: Gifte, Gerbstoffe, Wundverschluss b) Tieranlockung: Bestäubung, Samenausbreitung, Carnivorie

Exkret

 

Für den Erzeuger schädliche Ab-scheidungen (Stoffwechselschlacken, Ballast- oder Schadstoffe) a) Oxalatzellen mit Oxalatkristallen b) Salzdrüsen von Salzpflanzen

Wurzel

 

  • Verankerung der Pflanze
  • Aufnahme von Wasser und mi-neralischen Nährstoffen
  • Syntheseort wichtiger Pflanzen-stoffe u.a. von Hormonen; oft Reduktion von Nitrat und Syn-these von Aminosäuren
  • Speicherorgan

Wurzelhaare

Winzige, unmittelbar hinter der Wur-zelspitze wachsende Auswüchse der Rhizodermiszellen; dienen der Oberflächenvergrösserung und fördern so die Absorption von Wasser und Mineralstoffen

Perizykel

 

  • Meist einschichtig und paren-chymatisch
  • Normalerweise Ausgangsort für Seitenwurzelanlage

Zentralzylinder der Wurzel

Im Zentralzylinder sind die Xylemteile strahlenförmig angeordnet. Dazwischen liegt, durch Parenchymschichten getrennt, das Phloem. Das Leitgewebesystem ist in der Wurel radial angelegt.

Haftwurzeln

 

  • Dienen ausschliesslich der Haf-tung
  • Bei Kletterpflanzen z.B. Efeu

Stelzwurzeln

 

  • Bessere Verankerung
  • Z.B. bei Mangroven

Brettwurzeln

Stützfunktion

Zugwurzeln (Aronstab)

 

  • Tiefer Verankerung im Boden
  • Spross wird in den Boden gezogen

Luftwurzeln

 

  • Wasseraufnahme bei Epiphyten
  • Können Blattfunktion übernehmen und Photosynthese betreiben
  • Stabilisierung (z.B. bei Mangroven)

Pneumatophoren

In ständig durchnässtem Erdreich ist die O2 Versorgung der Wurzeln problematisch. Ausbildung von (negativ gravitropen) Atemwurzeln (=Pneumatophoren). Diese Wurzeln dienen der O2 Aufnahme)

Stolone

 

  • Oberirdisch
  • Achsenorgane
  • Erfüllen oft Speicherfunktion (Kartoffel)
  • Vegetative Vermehrung

Rhizome

 

  • Unterirdisch
  • Achsenorgan
  • Erfüllen oft Speicherfunktion (Kartoffel)
  • Vegetative Vermehrung

Kakteen

 

  • Sprossachse mit Speicherfunk-tion
  • Sprossachse mit Blattfunktion (Photosyntese)
  • Umwandlung von Blättern in Blattdornen
  • Stammsukkulenz

Dornen / Stacheln

 

Dorne sind in der Regel ganze Or-gane. Stacheln bestehen meist nur aus Epidermis.

Blattranken und Sprossranken

 

  • Sprossranke: Wein (Spross dient der Verankerung)
  • Blattranken: Viele Fabaceen (Erbse, Wicke), Kürbisgewächse

Blattmetamorphosen

Insektenfalle, z.B. Venusfliegenfalle, Kannenpflanzen

Tropismus

Gerichtete Bewegung von ortsfesten Pflanzen(teilen) zu einer Reizquelle hin (pos. Trop.) oder von ihr weg (neg. Trop.).

Nastie

Sammelbezeichnung für reversible Bewegungen ortsfester Pflanzen, deren Richtung unabhängig von der Reizrichtung ist.

Transposons

Transponierbare genetische Elemen-te; mobile DANN-Abschnitte, die als Agenzien des genetischen Wandels dienen.

Wachstum

Irreversible Grössenzunahme durch Zellteilung und Zellstreckung

Organogenese

Bildung von Organen

Morphogenese

Alle Formänderungen

Trichome (Pflanzenhaare)

 

  • Aus Epidermiszellen, einzellig oder mehrzellig
  • Reduktion der Transpiration (windstill) (H2O Dampf red. Transpiration)
  • Lichtstreuung (weisse Haare; Strahlenschutz) → Red. der max. Photosynthese
  • Frucht- und Samenhaare (z.B. Baumwolle)
  • Spezielle Aufgaben: Brenn- oder Drüsenhaare (z. B. Brennhaar der Brennessel)
  • Wurzelhaare (Aufnahme von H2O)

Sprossmeristem

 

  • Bildet die Blätter
  • Bildet den Stängel
  • Nach der Blühinduktion bildet es die Blüten
  • Es regeneriert sich selbst

Chimäre

Zwei befruchtete Eizellen, Zellen können unterschiedliche Genome haben

Phytohormone

 

  • Kleine, nicht proteinartige Moleküle
  • Syntheseort und Wirkungsort können identisch sein
  • Konzentrationsunterschiede zwischen Zellen sind oft relativ bescheiden
  • Vielfältige Wirkungen: der Effekt jedes einzelnen Hormons hängt stark vom Gewebe, dem Entwicklungsstadium und der eingesetzten Dosis ab

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