PeTeOh One

Psypath Thouon One

Psypath Thouon One


S. C.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über psychische Störungen und deren Diagnostik, insbesondere für den mittleren Schulbereich. Sie konzentrieren sich auf verschiedene Persönlichkeitsstörungen, ihre Kriterien, Symptome und den Verlauf, sowie auf die Anwendung von Ratingskalen und deren psychometrische Aspekte. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Schüler, die sich mit psychologischen und medizinischen Konzepten vertraut machen möchten, da sie sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Anwendungen abdecken.
Cartes-fiches
171
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
02.01.2015 / 04.01.2015

Cartes-fiches

Vorteile von Fremdbeurteilungsverfahren

(3)

  • bei fast allen Schweregraden einer Störung einsetzbar
  • änderungssensitiv
  • gute Differenzierungsfähigkeit unterschiedlicher Schweregrade

Nachteile von Fremdbeurteilungsverfahren

(4)

  • zeitaufwändig
  • Training notwendig
  • kontinuierliche Supervision
  • meist keine Normen

Definition: Referenzwerte

inkl. Beispiel

= Vergleichswerte (Mittelwerte, Streuung) klinischer Populationen oder Gesunder

Bsp. Mittelwert und Streuung der Hamilton Skala für Depression in Stichproben stationär behandelter depressiver Patienten

Definition: Cut-Off-Werte (COW)

inkl. Beispiel

Definierter Grenzwert zur Trennung von Gruppen (meist klinische Gruppen oder unterschiedliche Schweregrade einer Störungsgruppe)

Bsp. ≤ 5 zur Trennung klinisch unauffälligen und auffälligen Patienten in der Bech-Rafaelsen-Melancholie-Skala (BRMS)

Definition: Prozentränge (PR)

inkl. Beispiel

= Relative Position eines Patienten in Bezug auf ein bestimmtes Merkmal innerhalb einer Vergleichsgruppe (z.B. Gesunder, Patienten)

Bsp. Patient mit einem PR = 95 in einem Depressionstest: nur 5% der Referenzgruppe haben höhere Werte

Definition: (Standard-) Normwerte

inkl. Beispiel

Relative Position eines Patienten auf der Skala des jeweiligen Normmassstabes (z.B. IQ = 100 +/- 15; T = 50 +/- 10; Vor. Normalverteilung)

Bsp. Patient mit einem IQ von 130 liegt 2 Standardabweichungen über dem Mittelwert der Normpopulation (überdurchschnittlich)

Instrumente zur syndromalen Diagnostik

  • methodische (Skalierung, z.B. numerisch/graphisch/verbal; zugrundeliegende Testtheorie)
  • inhaltliche (z.B. Themen/Bereiche; homogen/eindimensional versus heterogen/ mehrdimensional; Personengruppe, z.B. Gesunde - Patienten)
  • anwendungsbezogene (z.B. Normierung, Zeitdauer)

Möglichkeiten der Beurteilung von Skalenwerten

(2)

  • global = Die Einschätzung wird durch einen einzigen Wert auf einer umfassenden Skala repräsen-tiert, z.B. wie depressiv auf einer Skala von 1-100.
  • additv = Der Gesamteindruck kommt durch das Addieren einzelner Unterskalenwerte zustande

Anwendungen von Rating-Skalen

Anwedungsbezogene Aspekte (7)

  • Machen Sie sich mit dem Manual oder sonstigen Anleitungen vertraut.

  • Machen Sie sich mit der praktischer Anwendung vertraut (Durchführung, Auswertung, Interpretation).

  • Prüfen Sie den Indikationsbereich (Ist die Skala für meine Fragestellung geeignet bzw. für eine bestimmte Störungsgruppe geeignet?).

  •  Begründen Sie die Entscheidung für ein bestimmtes Instrument.

  • Stellen Sie die Qualifikation der Anwender und die Ausbildungsrichtlinien für die Anwendung sicher.

  • Wägen Sie Risiken und Nutzen für Patienten ab.

  • Beachten Sie die Praktikabilität.

Anwendungen von Rating-Skalen

Psychometrische Aspekte (4)

  • Machen Sie sich mit den psychometrischen Gütekriterien vertraut, und stellen Sie in Berichten heraus, wenn die psychometrischen Angaben unbefriedigend sind.

  • Setzen Sie die Population, für die das Instrument entwickelt wurde, in Bezug zum eigenen Indikationsbereich.

  • Referenzpopulationen (z.B. Normen) im Hinblick auf die eigenen Population vergleichen.

  • Prüfen Sie insbesondere Aspekte wie Sensitivität/Spezifität oder prädiktive Validität (Gefahr falscher Entscheidungen!).

Verschiedene Kategorien zur Einteilung von Ratingskalen

  • Selbst vs. Fremdbeurteilung
  • Ein- vs. Mehrdimensional
  • Beurteilung aktuell vs. Beurteilung über Zeitraum
  • Trait vs. State
  • Additive Skala vs. Globalksala
  • Graphisch vs. nicht-graphische
  • dichrotome vs. graduierte Beurteilung
  • Häufigkeit vs. Intensität

Study