Personalwesen HFW S4

4. Semester Personalwesen (Kretz)

4. Semester Personalwesen (Kretz)


N. E.
Diese Lernkarten behandeln das Personalwesen und richtet sich an Personen, die sich mit der Führung und Entwicklung von Mitarbeitern befassen. Sie umfasst Themen wie Mitarbeiterführung, Personalentwicklung, Konfliktmanagement und Kündigungsprozesse. Die Lernkarten bieten wertvolle Einblicke in die Kompetenzen und Maßnahmen, die erforderlich sind, um ein Unternehmen effektiv zu führen und die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.
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Créé / Mis à jour
29.06.2016 / 05.03.2020

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Talentmanagement – Definition ?

  • Die zentrale Aufgabe des Talentmanagements besteht darin, Humanressourcen (Kompetenzen) zu dem Zeitpunkt bereitzustellen, an dem sie vom Unternehmen gebraucht werden.
  • Dies bedingt, dass mittels den „richtigen“ Instrumenten und Methoden, die „richtigen“ Personen (Kompetenzen) für die „richtige“ Stelle identifiziert und zum Eintritt bzw. zum Verbleib und Hochleistung motiviert werden.

Talentmanagement – Ziel?

Auch wenn sich die Grundannahmen über die Umsetzung des Talentmanagements von Unternehmen zu Unternehmen bzw. von Autor zu Autor unterscheiden, so verfolgen sie dennoch ein einheitliches Ziel: die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern Dies wird mittels eines ganzheitlichen Management-ansatzes der Identifizierung und Auswahl, der Beurteilung und Entwicklung sowie der Motivierung und Bindung der Talente effizient und effektiv zu erreichen versucht.

Talentmanagement – Merkmale ?

Talent Management muss unternehmensspezifisch entwickelt werden und ist organisationsspezifisch zu bestimmen. Es ist abhängig von der Art der Produkte bzw. Dienstleistungen und der Art der Aufgaben. Des Weiteren ist es dynamisch zu verstehen, d.h. der Talentbegriff passt sich an veränderte organisationale Prioritäten an. 

Talentmanagement – Primäre Aufgaben?

  • Die Gewinnung von Talenten befasst sich mit der Marktseite des Talentmanagements. • Auf dem stark umkämpften Markt der Talente zeigt sich deutlich die Auswirkung des geänderten Anspruchsdenkens der Talente.
  • Früher fragten die Bewerber: „Was muss ich leisten, damit Sie mich anstellen?“. Heute hat sich diese Frage um 180 Grad gedreht: „Was bieten Sie mir, damit ich für Sie arbeite?“
  • Die erfolgreichen Unternehmen versuchen dieser geänderten Anspruchshaltung gerecht zu werden, indem sie in den Aufbau und die Pflege ihrer Arbeitgebermarke (Employer Branding) investieren.
  • Spezielle Talentprogramme und Talent Events sollen die positive Unternehmenskultur und das Image transportieren und zugleich die Arbeitgebermarke stärken.
  • Zudem wird mit dem Talent Relationship Management der Aufbau eines langfristigen Beziehungsgeflechtes von der Schule über die Universität und Betriebspraktikum zum festen Mitarbeiter aufgebaut.
  • Aktives Personalmarketing (Active Sourcing) und Mitarbeiterempfehlungsprogramme sollen die Anzahl der Bewerber erhöhen, die dann durch einen qualitativen, mehrstufigen Recruitingprozess laufen. 

Was ist Interne Identifikation? Wie wird dies gemacht?

  • Die Identifikation von Talenten befasst sich mit dem Suchen und Finden von Talenten innerhalb des Unternehmens.
  • Bevor die Suche losgeht, ist es erforderlich, sich zunächst ein Bild über die erfolgskritischen Schlüsselpositionen im Unternehmen zu verschaffen.
  • Sind die Schlüsselpositionen bekannt, so ist ein Kompetenzmodell zu entwickeln, das die jetzigen und zukünftigen Kompetenzen der Stelleninhaber abbildet.
  •  Das Kompetenzmodell und die Jobbeschreibungen sind dabei eine Voraussetzung für das Talentmanagement.
  • Nachdem die Positionen und Kompetenzprofile definiert sind, gilt es nun, eine Leistungs-und Potenzialanalyse der Stelleninhaber und der Talente durchzuführen.
  • Diese Analysen werden durch die unterschiedlichsten Techniken durchgeführt.
  • Angefangen mit Mitarbeiterbeurteilungsgesprächen durch die Führungskräfte -in Verbindung mit Selbst-und Fremdeinschätzungen oder auch mit Profilingtools-bis hin zu Assessment Centern durch die Personalabteilung oder mit externen Beratern. 

Prozess Talentmanagement ?

  1. Talente gewinnen
  2. Onboarding von MItarbeitenden
  3. Talente Identifizieren
  4. Potentiale entwickeln
  5. Mitarbeiter binden

Was macht die Leistungsfähigkeit der Team-Einheit aus?

  • Entwickeltes Wertesystem
  • Lernfähigkeit und Lernkompetenz
  • Funktionierendes Schnittstellenmanagement
  • Ausrichtung durch ein Zielsystem
  • Selbstorganisationskompetenz
  • Kollegialer Führungsstil
  •  Entwickelte Persönlichkeiten
  • Flexible Strukturen

Ziele von Teamentwicklungsaktivitäten ?

Das Hauptziel von Teamentwicklungsaktivitäten ist die Steigerung von Effektivität und Effizienz des gesamten Teams. 

eamentwicklung gilt als Schlüssel zu höheren Leistungen in Unternehmen, deren Produktions- oder Service-Einheiten modulartig aufgebaut sind. Einzelne Teams übernehmen dabei bestimmte Verantwortungsbereiche und können durch optimierte Abläufe und verbesserte Kommunikation untereinander die Leistung ihres Bereichs steigern. Entsprechend gründet sich Teamentwicklung auf den Erwerb neuen Wissens und die Verbesserung der Beziehungen zwischen den Teammitgliedern. Die Mehrheit der Maßnahmen ist nicht im streng fachlichen Bereich angesiedelt, sondern widmet sich auf anderen Ebenen dem Auffinden von Lösungs- oder Kooperationsansätzen, um das dafür notwendige Verhalten grundlegend im Team zu implementieren. 

  • Zielklärung und Ausräumen von Zielkonflikten, Klärung der Rollen und Aufgaben der Teammitglieder
  • Verbesserung der Kommunikation der Teammitglieder untereinander und nach außen
  • Entwicklung von Arbeitsstrukturen zwischen den Teammitgliedern und dem Außenraum, Verbesserung von Abläufen und Prozessen, Bearbeitung fachlicher Problemstellungen und Aufgaben
  • Förderung der sozialen Kompetenzen der Teammitglieder
  • Erkennen und gemeinsames Bewältigen von Problemen auf der Sach- und Beziehungsebene und
  • Optimierung von externen und internen Schnittstellen

Was bedeuted führung?

Führung bedeutet:

  • andere in Richtung auf ein angestrebtes Ziel beeinflussen zu können
  • eine Welt zu erschaffen, der die Menschen angehören wollen
  • Schutz geben, Entwicklung ermöglichen 

Welche Führungsstile gibt es?

  • Autoritäre Führung - enormer Entscheidungsspielraum des Vorgesetzten ohne jegliche Beteiligung seiner Unterstellten
  • Patriarchalische Führung - dominierender Entscheidungsspielraum des Vorgesetzen, der aber seine Unterstellten von seinen Entscheidungen überzeugen will.
  • Beratende Führung - Mitteilung des Vorgesetzten an seine Unterstellten über Entscheid, Möglichkeit zur Meinungsäusserung
  • Konsultative Führung - Mehr Mitsprachemöglichkeiten von den Unterstellten, Entscheid liegt aber beim Vorgesetzten
  • Partizipative Führung - Probleme werden den Unterstellten geschildert, diese unterbreiten Lösungsvorschläge, Vorgesetzte trifft aber Entscheidung.
  • Delegative Führung - Erarbeitung von Lösungsvorschläge durch Unterstellte, diese entscheiden auch im vom Vorgesetzten gegebenen Rahmen.
  • Demokratische Führung - Autonomes agieren und entscheiden durch Unterstellte. Rolle des Vorgesetzten ist Koordinator (unterstützt bei Entscheidungsfindung). 

Praxistipps für erfolgreiche Gespräche

  1. Bereiten Sie sich gut vor
  2. Behalten Sie das ganze Gespräch über immer Ihre Ziele im Auge
  3. Bemühen Sie sich um eine partnerschaftliche Einstellung
  4. Erst verstehen, dann verstanden werden
  5. Lassen Sie sich nicht “zuschütten”
  6. Lassen Sie sich nicht unterbrechen
  7. Fassen Sie sich selbst kurz
  8. Fragen Sie auf jeden Fall nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben
  9. Fragen, fragen, fragen
  10. Verwenden Sie eine klare und bildhafte Sprache mit vielen Beispielen 

Gesprächsführungstechniken?

  • 50 Prozent Regel
    • Der Effekt von einseitigen Monologen durch den Gesprächsführer ist begrenzt.
    • Für die Phasen der Problemlösung in einem schwierigen Gespräch sollten daher mindestens 50 Prozent der Energie zur Problemlösung vom Mitarbeiter aufgewendet werden.
    • Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass gemeinsam Lösungen entwickelt werden, die nachhaltig sind und vom Gegenüber akzeptiert sowie umgesetzt werden. 
  • Feedback – bitte handlungsrelevant
    • Aussagen mit allgemeinen Zuschreibungen ("Sie sind unkooperativ!") helfen dem Mitarbeiter ebenso wenig wie der Führungskraft.
    • Solche Aussagen können leicht als undifferenzierter Angriff auf die eigene Person verstanden werden, da kein konkreter Bezug zu einer Situation oder einem Arbeitsergebnis hergestellt werden kann. Die Folge können Gegenangriff oder Verteidigung sein. 
  • Die VW Regel
    • Vorwürfe (V) in Wünsche (W) verwandeln.
    • Anstelle von "Herr Müller, Sie sind unkooperativ" kann formuliert werden: "Herr Müller, ich wünsche mir, dass Sie in Zukunft kooperativer sind". • Vorwürfe lassen dem Gesprächspartner kaum andere Möglichkeiten als sich zu verschließen.
    • Wünsche hingegen sind zukunftsgerichtet und haben weniger Bedrohungspotenzial. 
  • Geteiltes Verständnis herstellen
    • Es ist ein Fehler davon auszugehen, dass wir alle das gleiche Verständnis von einer Aussage oder einem Begriff oder auch einem Ziel haben.
    • Beispielsweise kann die Führungskraft ein anderes Verständnis von Effizienz oder guter Zusammenarbeit als der Mitarbeiter haben. . 
  • Die "innere Haltung" des Gesprächsführenden
    • Die innere Haltung und Einstellung des Gesprächsführers hat einen wesentlichen Einfluss auf Qualität und Erfolg des Gesprächs. . 
  • Schlechte Botschaften und Emotionen
    • Müssen in einem Gespräch negative Botschaften und Informationen vermittelt (und gleichzeitig Veränderungen umgesetzt) werden, muss der Gesprächspartner Zeit zur emotionalen Verarbeitung der Nachricht haben.

Einzelarbeitsvertrag?

Einzelarbeitsvertrag (EAV)

Der Einzelarbeitsvertrag verpflichtet den Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin auf bestimmte oder unbestimmte Zeit zur Leistung von Arbeit im Dienst des Arbeitgebers bzw. der Arbeitgeberin und diese(r) zur Entrichtung eines Lohns (OR 319 Abs. 1). 

Normalarbeitsvertrag?

Normalarbeitsvertrag (NAV)

  • Beim Normalarbeitsvertrag werden für die einzelnen Arten von Arbeitsverhältnissen Bestimmungen über deren Abschluss, Inhalt und Beendigung aufgestellt (OR 359 Abs. 1). Zuständig zum Erlass sind der Bundesrat oder die Kantone (OR 359a).
  • Sie können bei wiederholter Lohnunterbietung in Branchen, wo es keine GAV gibt (z.B. Landwirtschaft, Hauswirtschaft), NAV mit zwingenden Bestimmungen zu Mindestlöhnen, Arbeitszeiten, Sozialleistungen und Ferien erlassen.
  • Diese NAV gelten für die ganze Branche und dürfen nur zugunsten der Arbeitnehmenden abgeändert werden.

Gesamtarbeitsvertrag?

Gesamtarbeitsvertrag (GAV)

  • Beim Gesamtarbeitsvertrag stellen Arbeitgeber oder deren Verbände und Arbeitnehmerverbände gemeinsam Bestimmungen über Abschluss, Inhalt und Beendigung der einzelnen Arbeitsverhältnisse der beteiligten Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf (OR 356 Abs. 1)
  • Darin definieren die Sozialpartner die Minimalbestimmungen (z.B. Minimallohn), die von den Einzelarbeitsverträgen nicht unterschritten werden dürfen.
  • Man unterscheidet zwischen allgemein verbindlichen (branchenspezifisch) und nicht allgemein verbindlichen GAV (nur für Verbandsmitglieder). 

Arbeitsvertrag und seine wesentlichen Inhalte ?

  • Parteien (Identifikation der Parteien mit Adresse)
  • Beginn und Dauer (befristet oder unbefristet)
  • Umfang (Pensum in %)
  • Arbeitsort
  • Entlöhnung
  • Arbeitszeit und Ferien
  • Probezeit
  • Kündigungsfrist 

Probezeit

  • Sofern nichts anderes verabredet ist, gilt der erste Monat als Probezeit.
  • Maximaldauer der Probezeit: 3 Monate • Die Kündigung kann während der Probezeit jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen ausgesprochen werden.
  • Die Probezeit muss für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleich lang sein.
  • Während der Probezeit besteht kein Schutz vor Kündigungen zur Unzeit.
  • Bei Krankheit oder Erfüllung einer nicht freiwillig übernommenen gesetzlichen Pflicht (v.a Militärdienst oder Zivildienst) verlängert sich die Probezeit um die Anzahl ganzer Arbeitstage, die wegen der Verhinderung weggefallen sind.

Kündigungsschutz bei Schwangerschaft und Niederkunft ?

1. Dienstjahr während max. 30 Tagen

2. – 5. Dienstjahr während max. 90 Tagen

Ab 6. Dienstjahr während max. 180 Tagen

Berufliche Altersvorsorge / Pensionskasse?

  • Die Altersvorsorge in der zweiten Säule basiert auf einem individuellen Sparprozess. Dieser beginnt mit 25 Jahren.
  • Bedingung ist aber ein jährliches Erwerbseinkommen zwischen 24’675 (= Koordinationsabzug) und 84’600 (koordinierter Lohn).
  • Der Sparprozess endet mit dem Erreichen des Rentenalters. Das während der Jahre auf dem individuellen Konto der Versicherten angesparte Altersguthaben dient der Finanzierung der Altersrente. 

Lebensversicherung Arten

  • Kapitalbildende Lebensversicherungen - Gemischte Versicherung - Sparversicherung mit wählbarem Todesfallschutz
  • Altersrenten-Versicherungen - Sofortbeginnende Altersrentenversicherung - Aufgeschobene Altersrentenversicherung
  • Risikoversicherungen - Erwerbsunfähigkeitsversicherung - Todesfallversicherung

Lohn bei Krankheit ?

  • Im ersten Dienstjahr ist der Lohn während drei Wochen zu bezahlen, nachher für eine entsprechend längere Zeit.
  • Wieviel das ist, hängt vom Kanton (und der entsprechenden Gerichtspraxis) ab, in dem die Arbeitsleistung erbracht wird.
  • Die Gerichte haben dazu Tabellen (sog. Skalen) aufgestellt, welche den Lohnanspruch nach Dienstjahren festlegen. 

Anreize für Arbeitgeber IV Bezüger einzustellen?

  • Arbeitsversuch
    • Vermittlung von Versicherten an Unternehmen
    • Test der Fähigkeiten während max. 6 Monaten
    • Person bezieht Taggelder oder weiterhin Rente
    • Bei Schäden beim Arbeitgeber haftet IV
  • Einarbeitungszuschuss
    • Falls Versicherter noch nicht alle Fähigkeiten mitbringt und eine Anlern- oder mit einer Einarbeitungszeit gerechnet werden muss.

Konfliktsymptome?

  • Verbal
    • offen und aktiv  --> Verbaler Angriff
    • verdeckt und passiv --> Ablenken
  • nonverbal
    • offen und aktiv  --> Aufregung
    • verdeckt und passiv -->  Unruhe Rückzug, Lustlosigkeit

Konfliktarten auf der Sachebene?

  • Zielkonflikte
    • Gegensätzliche Ziele und Interessen entstehen, wenn verschiedene Ziele im Widerspruch zueinander stehen.
  • Beurteilungskonflikte 
    • Unterschiedliche Informationen, Erfahrungen und Methoden entstehen, wenn zwar Einigkeit über das Ziel, nicht aber über den Weg, wie es erreicht werden kann, herrscht. 
  • Verteilungskonflikte
    • Weniger verfügbare Mittel als vorhandene Ansprüche entstehen immer dann, wenn um Gelder, Räume, Personal oder Posten gerungen wird.

Konfliktarten auf der Verhaltensebene?

  • Annäherungskonflikt
    • Eine Person steht zwischen zwei Zielen, die sie für gleich wertvoll hält, aber nicht gleichzeitig anstreben bzw. erreichen kann
  • Vermeidungskonflikt
    • Eine Person muss sich zwischen zwei Tatsachen entscheiden, die sie beide als Übel betrachtet
  • Annäherungs-Vermeidung-Konflikt
    • Eine Person steht vor einer Entscheidung, die ihr sowohl Wertvolles wie Übles bringt 

Interpersonale oder äussere Konflikte ?

  • Paarkonflikte
    • Identitätskonflikte
    • Distanzkonflikte
    • Entwicklungskonflikte
    • Rollenkonflikte
    • Konkurrenzkonflikte
  • Dreieckskonflikte
    • Koalitionskonflikt
    • Eifersuchtskonflikt
    • Rivalitätskonflikt
    • Delegationskonflikt
  • Gruppenkonflikte
    • Untergruppenkonflikte
    • Territorialkonflikte
    • Rangkonflikte
    • Zugehörigkeitskonflikte
    • Führungskonflikte
    • Reifungs- und Ablösungskonflikte
    • Verteidigungskonflikte

Interpersonale oder äussere Konflikte ?

  • Organisationskonflikte
    • Abteilungsegoismus
    • Herrschaftskonflikte
    • Doppelmitgliedschaft
    • Veränderungskonflikte
    • Verfassungs- und Legitimationskonflikte
  • Systemkonflikte
    • Interkulturelle Konflikte
    • Konflikte der Qualität und Quantität
    • Agrarkultur gegen Industrialisierung
    • Ökonomie gegen Ökologie
    • Religionskonflikte
    • Nationenkonflikte
  • Institutionskonflikte
    • Der Gegensatz zwischen Toten und Lebendigen
    • Der Gegensatz zwischen Individuen und Gruppen
    • Der Gegensatz zwischen Alten und Jungen
    • Der Gegensatz zwischen Männer und Frauen 

Warmer - kalter Konflikt Anzeichen?

  • Im heissen Konflikt sind die Emotionen leichter zu erkennen, da sie deutlicher gezeigt werden. Angriff und Verteidigung sind klar ersichtlich. Aufgrund der nicht unterdrückten Emotionalität können solche Konflikte auch leichter eskalieren.
  • Kalte Konflikte können in unterschiedlichen Varianten auftreten. Sie sind nicht selten schwer zu erkennen, da anstelle direkter Kommunikation eher feindseliges Verhalten an den Tag gelegt wird. Akteure sind tief enttäuscht voneinander, Frustration bestimmt die Gefühlslage und die Beteiligten erleben oftmals eine innere Leere und Kälte 

Grundmuster der Konfliktlösung 

  1. Flucht
  2. Vernichtung
  3. Unterwerfung bzw. Unterordnung
  4. Delegation an eine dritte Instanz
  5. Kompromiss
  6. Konsens 

Intervention – Unterstützung durch Dritte?

Zielgerichtete Interventionen sind Strategiemodelle, die vor allem von Drittparteien angewendet werden.

  • Moderation
  • Prozessbegleitung
  • Vermittlung
  • Mediation als Sonderform der Vermittlung
  • Schiedsverfahren
  • Machteingriff

Konfliktmanagement  - Intervention und Mediation

  • Intervention
    • Direktes Eingreifen
    • Unerwünschtes Phänomen beseitigen
  • Mediation
    • «Vermittlung», Beratung
    • Hilfe bei Einigung der Parteien
    • Moderation 
      • Die Parteien wollen „an einen Tisch“ sitzen und eine Lösung suchen
      • Sie dürfen nicht dazu gezwungen werden
      • Der Konflikt darf nicht zu stark eskaliert sein 

Personalinformation - Möglichkeiten

  • Persönliches Gespräch (Mitarbeiterqualifikation)
  • Teamsitzungen
  • Informationsmappen mit wesentlichen Informationen (Geschichte / Ziele etc. der Firma)
  • Das schwarze Brett
  • E-Mail / Rundschreiben
  • Newsletter
  • Mitarbeiterzeitung
  • Intranet
  • Screenimage (via Bildschirm)
  • App
  • Informationszirkel
  • Video-Konferenz

Personalabbau?

  • Intern
    • Arbeitszeitverkürzung
    • Aufgabenteilung
  • extern
    • Beendigung von festen und temporären Stellen

Austritt abwickeln?

Austrittsgründe gibt es zahlreiche (Kündigung durch den Mitarbeiter, Kündigung durch den Arbeitgeber, Ausscheiden aus dem Erwerbsleben). Je nach Kündigungsgrund sind nicht immer beide Vertragspartner zufrieden und es entstehen ungute Gefühle. Faires Verhalten und Fingerspitzengefühl wird von allen Beteiligten erwartet. Die Art und Weise, wie ein Anstellungsverhältnis beendet wird, rundet den Eindruck ab, der dem Mitarbeiter zum Unternehmen in Erinnerung bleibt. Ein Gespräch gleich nach Erhalt des Kündigungsschreibens kann helfen, Spannungen abzubauen und Missverständnisse aus dem Weg zu Räumen. Vielleicht ist es sogar möglich, eine erhaltene oder ausgesprochene Kündigung rückgängig zu machen. 

Aufgabenaufteilungen bei einem Austritt?

  • Mitarbeiter
    • Kündigung
    • Abschlussarbeiten
    • Pendenzenübergabe/ Materialrückgabe
  • HR
    • Bestätigung Erhalt der Kündigung 
    • Interne Austrittsmeldung (an Vorgesetzten Lohnabteilung, Pensionskasse) 
    • Klären der gegenseitigen Forderungen, Vereinbarungen 
    • Austrittstermin festlegen
    • Sozialversicherungen regeln 
    • Lohn-Schlussabrechnung veranlassen 
    • Zeugnisformular an Vorgesetzten und per Austrittsdatum erstellen 
    • Zeugnisübergabe 
    • Austrittsgespräch, Verabschiedung 
    • Personaldossier bereinigen 
  • Vorgesetzter
    • Klärendes Gespräch
    • Arbeitsorganisation während Kündigungszeit
    • Nachfolgeplanung 
    • Schlussqualifikation oder Zeugnisentwurf
    • • Schlusskontrolle und Verabschiedung

Austrittsgespräch ?

Austrittsgespräche führen: Worauf es ankommt Wichtig ist das Aufzeigen des Gesprächsziels und der behandelten Themen, das Vorgehen und insbesondere auch die Diskretionszusicherung. Das Gespräch sollte dem Austretenden auch ermöglichen, in seinem Interesse die Erfahrungen zu reflektieren und sich seiner Stärken und Schwächen bewusst zu werden – was dann auch ihn zu einem Austrittsgespräch motiviert. Ebenso dient ein Austrittsgespräch auch der Optimierung der Referenzauskünfte - und liegt dann auch im Interesse des Austretenden. Einige konkrete Beispiele interessanter und sinnvoller Fragen an austretende Mitarbeiter sind: • Was hat Sie damals dazu bewogen, bei uns zu arbeiten? • Welches ist der Hauptgrund für Ihren Weggang? • Gibt es noch andere – vielleicht sehr heikle oder versteckte Gründe? • Wir möchten aus Ihrer Kündigung lernen. Wo können wir uns wie verbessern? • Welche positiven Erinnerungen werden Sie an unser Unternehmen behalten? • Welches wird Ihre positivste, welches die negativste Erinnerung sein? • Wie würden Sie unser Unternehmen in einigen wenigen Sätzen charakterisieren? • Unter welchen Umständen wären Sie bereit gewesen, bei uns zu bleiben? • Welches waren Ihre drei wichtigsten Ziele und Anliegen und wie sehr wurden diese erfüllt oder allenfalls gar nicht erfüllt? • Gibt es Dinge, die bei Ihrem neuen Arbeitgeber wesentlich besser sind als bei uns?

Outplacement?

nter Outplacement versteht man alle Massnahmen, die dem Unternehmen und dem Gekündigten unter der Leitung eines externen Beraters eine einvernehmliche Trennung ermöglichen. Dem Ausscheidenden soll geholfen werden, eine seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Tätigkeit ein einem anderen Unternehmen zu finden. Dabei unterstützen das Unternehmen und der Berater alle Aktivitäten der ausscheidenden Person bei der Analyse des Arbeitsmarkts, der Erstellung der Bewerbungsunterlagen, beim Durchspielen von Bewerbungsgesprächen und ei der Einarbeitung in die neue Position. 

Themen

  • Relativierung und Aufarbeitung der subjektiv als katastrophal empfundenen Situation
  • Ermittlung des persönlichen Fähigkeitsprofils (Stärken, Schwächen)
  • Neudefinition von Karriere- und Berufszielen
  • Analyse der aktuellen Arbeitsmarktsituation
  • Ausarbeitung aussagefähiger Bewerbungsunterlagen
  • Gegebenenfalls Einleitung fachlicher Entwicklungsmassnahmen (Schulung, um wichtige Zusatzkenntnisse zu erwerben und damit die berufliche Basis zu erweitern)

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