Personalmanagement, Teil 3 - Personalassistent NbW 2013

6. Personalerhaltung - 7. Personalbeurteilung - 8. Personalentlöhnung

6. Personalerhaltung - 7. Personalbeurteilung - 8. Personalentlöhnung


D. M.
Diese Lernkarten behandeln das Thema Personalmanagement auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Lohnpolitik, Personalbeurteilung und Arbeitsplatzbewertung, wobei Begriffe wie Leistung, Anforderung und Beurteilung zentral sind. Die Karteikarten erklären, wie Lohnpolitik gestaltet wird, welche Faktoren die Lohngestaltung beeinflussen und wie Lohngerechtigkeit sichergestellt werden kann. Sie richten sich an Personalverantwortliche und Führungskräfte, die eine faire und marktgerechte Entlöhnung ihrer Mitarbeiter gewährleisten möchten.
Karten
46
Lernende
22
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
06.09.2013 / 08.03.2022

Lernkarten

Erklären Sie kurz den Begriff "Personalerhaltung". Nennen Sie Beispiele von Personalerhaltungsmassnahmen.

Darunter versteht man alle Aktivitäten im Rahmen des Personalmarketings, welche darauf zielen, die Erhaltung (Verbleib im resp. Bindung ans Unternehmen) und Zufriedenheit bestehender Mitarbeiter zu erreichen resp. erhöhen.

8-tung:
Personalerhaltung ist kein eigentlicher Personalprozess, sondern das was im HR-Management gut und richtig getan wird.

Beispiele:

  • faires, transparentes Lohnsystem
  • attraktive Weiterbildungsmassnahmen
  • pro-aktive Kommunikation
  • gut ausgebildete Vorgesetzte

Was versteht man unter dem Begriff "betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)"?

Definition i.e.S.:
BGM ist ein umfassendes Verständnis vom Umgang mit dem Thema  Gesundheit in der Unternehmung. - Es umfasst Prävention, den professionellen Umgang mit Absenzen und die konsequente sowie frühzeitige Reintegration in den Berufsalltag.

Definition i.w.S.:
Betriebliche Gesundheitsförderung umfasst alle Massnahmen von AG, AN und der Gesellschaft zur Verbesserung und dem Wohlbefinden am Arbeitsplatz.

Welcher Nutzen bringt eines betrieblichen Gesundheitsmanagements?

  • höhere Arbeitszufriedenheit
  • geringere Personalfluktuation
  • tiefere Personalgewinnungskosten
  • Steigerung der Produktivität und Arbeitsqualität
  • besseres Unternehmensimage und Betriebsklima
  • tiefere Personalnebenkosten und Betreuungsaufwand
  • Rückgang der Fehlzeiten durch Krankheit und Unfalls
  • Senkung der Krankheits- und Unfallkosten

Nennen Sie die 3 Säulen eines BGM-Modells.

Erläutern Sie den Inhalt der 3 Säulen kurz.

1. Säule: Prävention

Befasst sich mit vorbeugenden Massnahmen. Damit soll eine Absenz verhindert werden. Die Tätigkeiten erfolgen vor einem allfälligen Krankheits- bzw. Unfallausfall.

--> Gefahren vorbeugen durch Einführung und Einhaltung von Arbeitssicherheit- & Gesundheitsrichtlinien sowie Appell an die Eigenverantwortung jedes einzelnen MA

2. Säule: Präsenzmanagement

Es geht unternehmensseitig darum, alles zu unternehmen, dass MA oft und gesund am Arbeitsplatz sind.

Vorgesetzten sollen frühzeitig Auffälligkeiten in der Leistung und Verhalten erkennen und MA darauf ansprechen. --> Frühwarnsystem

3. Säule: Case Management

Dabei geht es um die berufliche Reintegration der MA nach längerer krankheits- bzw. unfallbedingter Absenz mit Unterstützung und Betreuung durch einen Fallmanager, der sich in der Berufslandschaft und in Sozialversicherungsfragen gut auskennt.

Nennen Sie mögliche Massnahmen zur Prävention von krankheits- und unfallbedingten Arbeitsausfälle, die primär auf die Wissensvermittlung und Unterstützung des MA zielen.

  • Schulungen z.B. im Umgang mit Stress, gesunder Ernährung
     
  • Kurse und Training am Arbeitsplatz
    z.B. zum Heben/Tragen von Lasten resp. Ergonomie am Arbeitsplatz
     
  • Informationen über gesunde Lebensweise
     
  • Beteiligung an Fitnessabos, -aktivitäten
     
  • Gesundheitszirkel
     
  • langfristig ausgelegte Laufbahnplanung
     
  • Infoveranstaltungen über den Umgang mit legalen und illegalen Drogen

Zählen Sie Massnahmen oder Instrumente eines Präsenzmanagements auf.

  • Sensibilisierung und Schulung der VG zum Präsenzmanagement
     
  • Gespräche mit dem / durch den Vorgesetzten während und nach einer Absenz
     
  • Aufbau einer fairen, offenen aber verbindlichen Gesprächskultur --> systematische Rückkehrgespräche nach jeder Absenz
     
  •  Aufbau und Einsatz EDV-gestützter Systeme und Analysetools in Form eines "Präsenzspiegels", der Absenzen übersichtlich darstellt
     
  • Durchführen von "Kümmerngespräche" beim Erkennen von bestimmten Absenzenmustern

Welche Themengebiete sind Gegenstand/Inhalt eines Case Managements?

  • Fragen bezüglich (Teil- oder Voll-)Renten rund um IV / SUVA und BVG
     
  • Berufsberatung
     
  • Qualifizierungs- und Umschulungsmassnahmen bei Unmöglichkeit der Wiederaufnahme der früheren Tätigkeit

Erklären Sie den Begriff "Burnout".

Dies ist eine Erkrankung die sich über einen längeren Zeitraum schleichend entwickelt.

Dies ist ein Zustand emotionaler Erschöpfung, innerer Leere und reduzierter Leistungsfähigkeit.

Man hat sich seelisch und körperlich völlig verausgabt und der besagte "Tank" ist leer.

Nennen Sie typische Burnout-Syndrome.

psychische Symptome:

  • Erschöpfung
  • Niedergeschlagenheit
  • Angst
  • Aggressivität

somatische Symptome:

  • Müdigkeit
  • Schlafstörung
  • Kopfschmerzen
  • Anspannung

kognitive Symptome:

  • Konzentrationsstörungen
  • Entscheidungsunfähigkeit
  • Unlust
  • Resignation

Verhaltenssymptome:

  • zögerlich statt anpackend
  • Rückzug aus dem sozialen Leben
  • aufbrausend
  • hoher Alkohol- oder/und Suchtmitel-Konsum

Nennen Sie mögliche Ursachen die zu einem Burnout führen.

  • sehr leistungsorientierte Menschen mit Übereifer und übertriebenem Enthusiasmus
     
  • hohe Erwartungen an sich selbst
     
  • Vernachlässigung des privaten Umfeldes zur Erreichung der selbstgesteckten hohen Ziele
     
  • Freizeit und Ausgleich zur Arbeit treten immer häufiger in den Hintergrund
     
  • Über- oder Unterforderung
     
  • ausbleibendes Lob für Leistungen
     
  • wenig empfundene Wertschätzung

Was sind mögliche Massnahmen um Burnout zu verhindern?

  • regelmässige Standortbestimmung zu folgenden Punkten:

    - sind Ansprüche und Realität im Gleichgewicht?
    - ist man seinen Aufgaben noch gewachsen?
    - hat man sich realistische Ziele gesteckt?
    - kann man die Erwartungen erfüllen?
     
  • Achten auf die gesendeten Signale des Körpers und der Seele
     
  • gezielte Förderung und Erhaltung der eigenen Ressourcen wie z.B.:

    - gesunder Lebensstil (Schlaf, Nahrung, Erholung)
    - Bewegung/Sport
    - Hobbies
    - Familie/Freunde

Erklären Sie den Begriff "Boreout".

Dies bedeutet sich im Job zu langweilen und nichts tun und ergibt sich aus den 3 Elementen Unterforderung, Langeweile und Desinteresse.

Ergebnis des Arbeitszeit-Absitzen und das Warten auf den Feierabend ist eine grosse Unzufriedenheit

Welche Gründe führen zu einem Boreout?

  • falsche Berufswahl
    --> kein Interesse am gelernten Beruf,
    von Anfang an das Falsche tun 
     
  • man hat den falschen Job oder Unternehmen gewählt oder beides
    --> unterfordert, keine Identifikation
     

Wie kann man Boreout verhindern?

durch die Kombination der folgenden 3 Elemente kann Borout vorgebeugt werden:

  • Sinn
    die Arbeit soll sinnvoll sein und der Spassfaktor gehört dazu
     
  • Zeit
    Zeit soll mit herausfordernden Tätigkeiten ausgefüllt sein. Jedoch eine ausgewogene Balance zw. Arbeits- und Freizeit ermöglichen
     
  • Geld
    Faire Entlöhnung ist wichtig. Bei Lohnmaximierung läuft man jedoch Gefahr, die beiden anderen Faktoren zu vernachlässigen

Was versteht man unter dem Begriff "Mobbing"?

Der Begriff bedeutet aus dem engl. übersetzt ein Anpöbeln oder Schikanieren einer Person.

Dabei soll eine Person an ihrem Arbeitsplatz isoliert, ausgegrenzt oder sogar vom Arbeitsplatz "entfernt" werden.

Welche 3 Faktoren müssen kumulativ vorliegen, damit man von Mobbing sprechen kann?

  • Person wird belästigt, beleidigt, ausgegrenzt oder mit unwürdigen Aufgaben beauftragt, d.h. schikaniert.
     
  • wenn sich die betroffene Person in einer unterlegenen Position - d.h. Täter-Opfer-Beziehung - befindet
     
  • systematisch, häufig und wiederholt auftretende Handlungen (1x pro Woche) über einen längeren Zeitraum (mind. 6 Monate)

Zählen Sie verschiedene Formen von Personalbeurteilungen auf.

  • Feedback, Lob und konstruktive Kritik im Berufsalltag
    --> einfach - schnell - unmittelbar
     
  • Beurteilung der Probezeit
     
  • Arbeitszeugnisse
     
  • Mitarbeitergespräch als systematische Standorbestimmung

Für welche Personalprozesse ist die Personalbeurteilung eine wichtige Informationsquelle?

  • Personalentwicklung
    --> Planung von Schulungsmassnahmen
    --> individuelle Beratung & Förderung des MA
    --> Beförderungs- & Nachfolgeplanung
     
  • Personalentlöhnung
    --> Leistungsbezogene Lohnfindung
     
  • Personalplanung
    --> der richtige MA am richtigen Arbeitsplatz
     
  • Personaltrennung

Welche Ziele verfolgt die Personalbeurteilung?

  • eine objektive, transparente und nachvollziehbare Beurteilung der Leistung und des Verhaltens des Mitarbeiters
    --> Standortbestimmung für MA
     
  • Möglichkeit Weiterbildungs- & Entwicklungsmassnahmen gemeinsam zu definieren, die Umsetzung zu initiieren, den Erfolg der Massnahmen zu messen und zu besprechen
    --> gesamtheitliche Beförderungs- & Nachfolgeplanung
     
  • dem MA beraten und helfen, die von ihm erwarteten Leistungen (in fachlicher & menschlicher Hinsicht) optimal zu erfüllen
     
  • Grundlage schaffen für leistungsbezogene, einheitliche und  faire Lohnfindung 
    (einheitlich definierte Kriterien der Lohnsteuerung und so objektiv wie mögliche Messung)
     
  • Motivation und Wertschätzung für MA
     
  • Infoquelle für weitere Personalprozesse
     
  • gute Grundlage bilden für das Arbeitszeugnis

Erklären Sie den Begriff "Management by Objectives (MbO)".

Heisst direkt übersetzt: Führen durch Zielvereinbarung.

Dies ist eine Führungstechnik, bei welcher der VG und der MA gemeinsam Ziele vereinbaren.

"Wie" die Ziele erreicht werden, liegt im Verantwortungs- und Kompetenzenbereich des MA.

Beschreiben Sie in 4 Schritten die Vorgehensweise in der Praxis beimFührungsmodell "Management by Objectives".

  1. Der MA formuliert die Ziele selbst - als Entwurf oder Vorschlag
     
  2. Der MA nennt darüber hinaus eigene Entwicklungsziele oder Schwerpunkte für den Entwicklungszeitraum
     
  3. Der VG überprüft die Entwürfe aller MA auf Übereinstimmung mit den Abteilungs- & Unternehmenszielen
     
  4. VG einigt sich mit MA auf die konkreten Ziele. Diese werden für verbindlich erklärt und sind verpflichtend für den Beurteilungszeitraum.

Welche zwei Kategorien von Zielen kennen Sie?

Nennen Sie diese und erläutern Sie diese kurz.

  • Verhaltensorientierte Ziele

    diese Kategorie steht im konkreten Zusammenhang mit dem persönlichen Verhalten des Stelleninhabers. Beispiele:

    - Teamfähigkeit und Sozialverhalten
    - Verantwortungsbewusstsein
    - Kollegialität und Loyalität
    - Kommunikationsstil

     
  • Funktionsorientierte Ziele

    sind leistungs- bzw. ergebnisorientierte Ziele, die direkt mit dem Job/Funktion zusammenhängen.  Beispiele:

    - Umsatz oder Kosten
    - Qualität oder Termintreue
    - Anzahl erfolgreich erledigte Projekte

Was gilt es bei einer Zielvereinbarung zu beachten?

  • Mix von verhaltens- und funktionsbezogenen Zielen definieren
     
  • Ziele sind unabhängig von ihrer Art immer so festzulegen, dass diese beobachtbar, konkret und messbar sind

Nach welcher Regel können Ziele festgelegt werden?

Erklären Sie stichwortartig diese Regel.

Ziele sollten nach der SMART-Regel festlegen:

S  PEZIFISCH               (specific)
M ESSBAR                   (measurable)
A  NSPRUCHSVOLL    (achievable)
R  ELEVANT                 (relevant)
T  ERMINIERT              (time related)

Auf was sollte man bei der Vorbereitung eines Personalbeurteilungs-Gespräches achten?

  • die letzten Beurteilungen studieren
     
  • Hauptaufgaben und -ziele des MA nochmals studieren
     
  • Notizen machen: Bsp. für Lob und Kritik
     
  • auf Einwände des MA vorbereitet sein
     
  • Entwicklungsmassnahmen / Karriereschritte überlegen
     
  • rechtzeitige Einladung und genügend Zeit nehmen
     
  • angenehmer Raum und ungestörte Umgebung

Auf was sollte man bei der Durchführung eines Personalbeurteilungs-Gespräches achten?

  • Gesprächseinstieg:
    über Verlauf informieren sowie Ziel und Nutzen des Gesprächs erklären
     
  • mit positiven Punkten beginnen wie z.B. Dank für den Einsatz
     
  • Kritik klar und direkt anbringen, aber in konstruktiver und wertschätzender Art
     
  • bei Einschätzung des MA aktiv zuhören und allfällige Differenzen ausdiskutieren
     
  • Erwartungen betreffend künftigen Zielen und Verhalten klar kommunizieren
     
  • gemeinsam Schwerpunkte setzen und hilfreiche Massnahmen vereinbaren
     
  • neue, anspruchsvolle Ziele gemeinsam vereinbaren
     
  • gemeinsam Zukunft, Absichten und Erwartungen des MA diskutieren
     
  • MA motivieren sich weiter zu bilden
     
  • keine unhaltbaren Versprechungen machen
     
  • Abschluss mit wertschätzender Zusammenfassung und kritischer Gesprächsreflektion

Was gibt es für Gefahren bei der Durchführung einer Personalbeurteilung?

  • Beurteilungsfehler durch subjektive Wahrnehmung
     
  • keine objektive Beurteilung durch den VG
    (wegen Sympathie - Antipathie)
     
  • persönliche Situation (z.B. schlechte Stimmung) des Beurteilers vor/beim Gespräch
     
  • VG ist generell zu nachsichtig, vorsichtig oder zu kritisch
     
  • keine Einigung bzgl. Beurteilung zw. VG und AN

Zählen Sie verschiedene Beurteilungsfehler auf und erklären Sie diese kurz.

  • Halo- bzw. Überstrahlungsefekt

    ein besonderes Merkmal oder spezielle Eigenschaft überstrahlt alle anderen und verhindert differenzierte Betrachtung
     
  • Stereotypen / Vorurteile

    das Gegenüber wird unbewusst aufgrund einer einzelnen Beobachtung "schubladisiert" und Vorurteile lassen sich nicht ausschalten
     
  • Kontrasteffekt

    Bei diesem Effekt profitiert ein MA, der in einem schwachen Teamumfeld arbeitet. Weil er sich von den "Low Performern" abhebt, wird er trotz seiner durchschnittlichen Leistungen besser bewertet (zu gut!) als dies isoliert betrachtet oder in einem starken Team wirklich ist.
     
  • Sympathie / Antipathie

    hat im Rahmen der MA-Beurteilung nichts zu suchen. Es zählen nur Fakten, Leistung und objektive Verhalten
     
  • Stimmungseffekt

    Je nach Stimmungslage werden gleiche Situationen anders wahrgenommen. Eine ausgeglichene Stimmungs- und Gefühlslage ist für PB-Gespräche Bedingung.
     
  • Selbstbezug- bzw. Projektionseffekt

    Wiederfinden der eigenen Werte, Vorstellungen oder Eigenschaften im Gegenüber birgt die Gefahr, dass dies sehr wohlwollend betrachtet wird, da der Beurteiler sich im Gegenüber bestätigt sieht.
     
  • Primacy-Effekt

    Dieser Effekt beschreibt das Phänomen, dass die erste Information/Eindruck die Meinung resp. Beurteilung stärker prägt als die folgenden.
     
  • Recency-Effekt

    Bei diesem Effekt werden in der Beurteilung kürzlich erfolgte Ereignisse stärker bewertet werden als länger zurückliegende.

Erklären Sie das Prinzip der 360° Grad Beurteilung.

Bei dieser Personalbeurteilungsmethode wird der MA nicht nur durch den direkten VG beurteilt.

Er wird zusätzlich von weiteren Personen mit verschiedenen Funktionen und Beziehungen aus verschiedenen Hierarchiestufen beurteilt. Dies sind i.d.R. folgende Personen:

  • direkte Arbeitskollegen
  • Kunden/Lieferanten
  • Mitarbeiter

Diese vier Dimensionen geben dann eine Beurteilung aus 360° Grad.

Worauf ist bei der Einführung eines Qualifikationssystems zu achten?

  • einheitlicher Einsatz und Kriterien für alle
    MA-Gruppen
     
  • System muss für alle Hierarchiestufen einsetzbar sein
     
  • sorgfältige Schulung der Beurteiler vor dem Einsatz des Systems
     
  • das System muss verständlich, klar und einfach im Einsatz sein

In welcher Rechtsquelle ist die Lohngleichheit festgelegt?

in der Bundesverfassung und im Gleichstellungsgesetz

Nennen Sie Gründe für die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau.

  • diskriminierendes Verhalten
     
  • Arbeitswelt ist geprägt von typischen Frauen- und Männerberufen, die unterschidliche Lohnniveaus haben

Was gehört zum Personalaufwand im engeren Sinn, was im weiteren Sinn?

Als Personalaufwand im engeren Sinn gelten:

  • der Lohn (inkl. 13. Monatslohn)
  • Bonus und andere Prämien
  • Sozialversicherungen (AHV, IV, ALV, EO)
  • zweite Säule (PK / BVG)
  • Beiträge an die Krankenversicherung

--> Gehälter und Sozialleistungen

 

Personalaufwand im weiteren Sinn:

  • Kosten für Personalmarketing
    (Gewinnung & Erhaltung
  • Aus- und Weiterbildungskosten
  • Trainee Programme
  • Freistellungskosten (Abfindung & Outplacement)
  • Auslandsentsendungen (Expatriats)

--> Kosten für Rekrutierung, Personalentwicklung,
-freistellung, usw.

Welche Informationsquellen helfen, eine faire wie marktgerechte Lohnpolitik zu betreiben?

  • generelle Informationen und  Wissen über den Arbeitsmarkt
     
  • persönliches Netzwerk
     
  • Studien und Publikationen zum Lohnthema
     
  • Informationen von Branchenverbänden
     
  • Lohnvergleichsstudien von Marktforschungsunternehmen
     
  • Bundesamt für Statistik
     
  • Informationen von Gewerkschaften

Was für eine Aufgabe muss das HR prinzipiell ausführen, damit der Lohn den Anforderungen der Stelle gerecht und fair wird/ist?

 

 

Es muss eine Arbeitsplatzbewertung durchgeführt werden, bei welcher die Arbeitsschwierigkeit jeder Stelle und die Anforderungen an den Stelleninhaber bewertet werden.

Nennen Sie die zwei Verfahren zur  Arbeitsplatzbewertungs und erklären Sie diese kurz.

summarisches Verfahren

Die einzelnen Anforderungen an die Stelle und benötigten Kompetenzen des Stelleninhabers werden gesamthaft betrachtet und bewertet
und mit Quervergleichen zu anderen Stellen abgestimmt.

Danach wird eine Reihenfolge nach dem Rangreihenverfahren erstellt.

--> Bewertung der Gesamtanforderungen an die Stelle
 

analytisches Verfahren

Die verschiedenen Anforderungen werden einzeln betrachtet und bewertet. Basis für die Anforderungen ist ein Kompetenzenmodell.

Aus den einzeln bewerteten Unterkriterien wird eine Summe gebildet, welche die Gesamtbewertung der Stelle ergibt.

--> Bewertung der Einzelkriterien der Gesamtanforderungen.

Erklären sie den Begriff "Lohnpolitik".

Die Lohnpolitik - als Teil der Personalpolitik - definiert die Rahmendbedingugen für die Lohnfindung (Gestaltung der Entlöhnung) eines Unternehmens.

D.h. es wird schriftlich festgelegt, wie die verschiedenen Lohnbestandteile "gemixt" werden, d.h. aus welchen Komponenten sich der Lohn zusammensetzt.

Nennen Sie das Ziel der Lohnpolitik.

Ziel der Lohnpolitik  ist ein faires Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen und Erwartungen der Firma und den Mitarbeitern.

D.h, Ziel ist ist die Lohngerechtigkeit.

Nennen Sie die zwei Dimensionen der Lohngerechtigkeit.

  • Leistungsgerechtigkeit
     
  • Anforderungsgerechtigkeit

Wie kann die Leistungsgerechtigkeit bei der Lohnbestimmung sichergestellt werden?

  • jährliche (periodische) Messung der Leistung nach folgenden Kriterien:

    - Quantität und Qualität der Arbeit
    - Verhalten im Team, gegenüber VG &Kunden
    - usw.
     
  • grösstmögliche objektive und gerechte Beurteilung durch Einhaltung von folgenden Anforderungen an Beurteilungssystem und -prozess:

    - Miteinbezug der Mitarbeiter bei Beurteilung
    - klare Kriterien
    - einheitliche Kriterien
    - definierte Beurteilungsstufen

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