Pensionskassenführung
Organisation, Eintritte und Austritte, Sozialversicherungen
Organisation, Eintritte und Austritte, Sozialversicherungen
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Flashcards
Wie sind die Bestimmungen betreffend Verzugszinsen bei Fälligkeit einer Austrittsleistung?
Die Austrittsleistung wird fällig mit dem Austritt aus der VE. Ab diesem Zeitpunkt ist die Austrittsleistung mit dem BVG-Mindestzinssatz weiterhin zu verzinsen. 30 Tage nach Eintreffen der vollständigen Überweisungsangaben ist zusätzlich 1% Verzugszins zu zahlen.
Zeigen Sie anhand eines Ablaufschemas die Arbeitsabläufe für einen Austritt aus einer Vorsorgeeinrichtung auf.
Prozess 1: Austrittsmeldung : Berechnung : Druck : Versand Dokumente (Info an Versicherten) : ev. Erinnerung
Prozess 2: Eingang Zahlungsinformation : Kontrolle : Erstellen Zahlungsauftrag : auslösen : Infos versenden
Welches sind die allgemeinen Grundsätze der Ordnungsmässigkeit?
- Bilanzwahrheit: systematisch, korrekte Bewertung
- Bilanzklarheit: eindeutig, übersichtlich
- Bilanzvorsicht: Realisationsprinzip, Imparitätsprinzip, Stetigkeitsprinzip, Vorsichtsprinzip, Bruttoprinzip;
Welches sind vorsorgetypische Geschäftsfälle? Nennen Sie drei Beispiele.
Alle die zu einer Veränderung des Vorsorgekapitals (Deckungskapitals) führen.
- Auszahlung einer Austrittsleistung
- WEF-Vorbezug
- Verzinsung der Altersguthaben der Aktiven
Welches sind vorsorgeneutrale Geschäftsfälle? Nennen Sie drei Beispiele.
Diese Geschäftsvorfälle stehen in keinem direktem Zusammenhang mit der eigentlichen Vorsorge.
- Kauf von Wertschriften
- Ablieferung der VST
- Honorare für den Experten
Wie wird das Rechnungswesen einer VE gegliedert?
1. Finanzbuchhaltung
2. Hilfsbereiche: Wertschriftenbuchhaltung, Beitragskonti (Schattenrechnung), Hilfs- und Buchungsjournal
3. Ergänzungsbereiche: Finanzplanung, Statistiken
Was ist die Aufgabe der Finanzplanung einer VE?
Dient zur Planung der Liquiditätsbereitstellung. Grundlage für den Anlageprozess und die Struktur der Asset Allocation.
Welches sind die Schwerpunkte für einen Finanzplan einer VE?
- Einnahmen und Ausgaben (laufendes und Folgejahr)
- Verwaltungskostenbudget
- Liquiditätsplan
- Anlagereglement
- Anlagestrategie
Nennen Sie die Besonderheiten der kaufmännischen Buchhaltung einer Vorsorgeeinrichtung.
- Gewinnerzielung ist nicht primäres Ziel
- Beiträge und Zahlungen möglichst optimal anlegen, unter Berücksichtigung von Sicherheit, Liquidität und Rendite.
- Aufbau und Gliederung der Bilanz und ER nach Vorgaben von Swiss GAAP FER 26
- Rechnungsperiode in der Regel gleich dem Kalenderjahr (zwingend für die Alterskonti)
Was versteht man unter einem internen Kontrollsystem IKS und welche Minimalvoraussetzungen kennen Sie?
Das IKS ist ein nützliches Führungsinstrument zur Kontrolle der ordnungsgemässen Geschäftsabläufe.
Minimalvoraussetzungen: Stellenbeschreibung, Vier-Augen-Prinzip, Unterschriftenregelung bei Zahlungen, Informations- und Reportingpflichten.
Was sollte ein Anlagebericht an den Stiftungsrat an Informationen und Aussagen beinhalten?
- Performance / Benchmarks
- IST Vergleich mit den formulierten Zielen / Begründungen
- getätigte Wertschriftengeschäfte
- Anlageübersicht nach BVV2
- Situation an den Geld- und Kapitalmärkten
Welche Voraussetzungen sollte eine PK erfüllen, um Direktanlagen in den Segmenten "Aktien Schweiz" und "Obligationen Fremdwährungen" aktiv bewirtschaften zu können?
- fundierte Fachkenntnisse
- gute Infrastruktur bez. Hard- und Software
- die Risikofähigkeit und Risikobereitschaft gegeben
- Stellvertretungen
- klare Anlagerichtlinien und Ziele
Welche Informationen und Unterlagen brauchen Sie, um als Portfolio-Manager eine Anlageentscheid fällen zu können?
- Liquidität gegeben
- Spielraum für Investment in der gewünschten Anlageklasse vorhanden
- gibt es bessere Alternativen
- wie sieht die Preissituation aus?
Welche Punkte sollte ein Referat über Kapitalanlagen vor dem Stiftungsrat beinhalten?
- Wichtigkeit effizienter Anlagetätigkeit und hoher Erträge
- gesetzliche Anlagerichtlinien und beschlossene Erweiterungen
- interne Richtlinien und Ziele
- grössere Veränderungen in der Anlagestruktur
- Anlageerfolg
- Anlagemöglichkeiten