PEE3

PEE3, komplett.

PEE3, komplett.


I. R.
Diese Lernkarten behandeln die Analyse und Entwicklung von Personalqualifikationen und -kompetenzen im Bereich der Betriebswirtschaftslehre. Sie konzentrieren sich auf die Identifikation von Entwicklungsbedarfen, die Durchführung von Bedarfsanalysen und die Segmentierung von Weiterbildungsmaßnahmen. Die Lernkarten sind für Fachkräfte in der Personalentwicklung und Weiterbildung geeignet, die ihre Kenntnisse in der systematischen Planung und Umsetzung von Personalentwicklungsmaßnahmen vertiefen möchten.
Cartes-fiches
25
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
18.01.2014 / 15.03.2016

Cartes-fiches

Nenne Facts zur Ausbildung.

  • im Allgemeinen: berufliche Erst- oder Grundausbildung
  • im betrieblichen Umfeld sind das v.a.:
    • Ausbildung von Lernenden
    • Traineeausbildung von Mittel- und Hochschulabsolventen
    • vereinzelt auch: Anlernausbildung
  • Verantwortung bei: Staat und UN
  • Grundausbildung = Vorbereitung auf Berufabschluss
  • unterliegt daher bis zu gewissem Grad vorgegebenen Rahmenbedingungen (Modell-Lehrgänge, eidg. Abschlussprüfungen etc.)
  • UN v.a. für Umsetzung und Anwendung der schulisch erworbenen Kenntnisse, vermehrt sollte der persönlichen Entwicklung Bedeutung zugemessen werden
  • -> nicht nur fachliches know-how sondern auch Sozialkompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung spielen bei der Vorbereitung auf die selbständige Übernahme einer Aufgabe eine wichtige Rolle

Nenne Facts zur Umschulung.

  • = Erwerb neuer Qualis durch eine weitere berufliche Grundausbildung
  • immer mehjr Zweitausbildungen, wegen gewollter oder ungewollter Neuorientierung
  • in Zeiten von Personalknappheit unterstützen UN die Umschulungen der MA finanziell und zeitlich, um damit fehlende MA zu gewinnen 

Nenne Facts zur Weiterbildung.

  • Berufliche Weiter- o. Fortbildung dient zur Erhaltung, Verbesserung oder Erneuerung beruflicher Kenntnisse und Fähigkeiten
  • Voraussetzung: Grundausbildung und Erfahrung in einer beruflichen Tätigkeit
  • ist zentraler Aufgabenbereich der PEE
  • nur qualifizierte MA, die fachlich und persönlich "fit" sind, können die hohen Anforderungen der heutigen Arbeitswelt erfüllen
  • grundsätzlich zwei Zielrichtungen: Anpassungsweiterbildung. Aufstiegsweiterbildung.

Nenne Facts zur Anpassungsweiterbildung.

  • Zweck: notwendiges Wissen und Fähigkeiten aufgrund technischer o. anderer Entwicklungen aktualisieren, um wieder auf dem neusten Stand o. für zukünftige Entwicklungen gewappnet zu sein
  • dadurch sollen sowohl Professionalisierung, Leistungssteigerung als auch horizontale Mobilität und Einsetzbarkeit von MA erreicht werden

Nenne Facts zur Aufstiegsweiterbildung.

  • Zweck: gezielte und systematische Entwicklung spezifischer Kenntnisse und Fähigkeiten im Hinblick auf die Übernahme von höher qualifizierten Aufgaben vermitteln
  • Aufbau vorhandener Kompetenz sowie Vertiefung und Erweiterung, um Mehranforderung an Quali einer neuen Aufgabe zu erfüllen
  • förder somit vertikale Mobilität der MA

Was sind Ziele betrieblicher Aus- und Weiterbildung?

  • Form und Intensität der Weiterbildung in einem UN hängt von UN-Strategie, Personalpolitik und der daraus resultierenden Ausbildungspolitik ab
  • Marktpositionierung / Wettbewerbsfähigkeit erhalten o. erhöhen
  • Basisqualis sichern
  • Know-how aktualisieren
  • Flexibilität und Einetzbarkeit der MA erhöhen
  • Weiterbidung als Zeichen der Kultur (lernende Organisation) etablieren
  • Image auf dem Arbeitsmarkt verbessern
  • MA binden
  • Nachwuchs sichern
  • Effizienz und Leistungsfähigkeit erhöhen
  • Motivation und Entfaltungsmöglichkeiten für MA bieten

Was ist Gegenstand der Aus- und Weiterbildung?

  • die Entwicklung von Kompetenzen, die für spezifische Aufgabe in einem Anforderungsprofil definiert sind
  • Kompetenzen sind in 4 Bereiche aufgeteilt; werden auch als Entwicklungs- und Förderungsebenen von MA bezeichnet; es gibt noch eine 5. Gruppe: Führungskompetenz, setzt sich jedoch grundsätzlich aus Eigenschaften und Merkmalen der anderen 4 Bereichen zusammen
  • gezielte Entwicklung führt zur notwendigen Handlungskompetenz für bestimmte Funktionen

Welches sind die 5 Komptenz-Bereiche?

  • Persönlichkeitskompetenz / Selbstkompetenz
  • Methodenkompetenz
  • Fachkompetenz
  • Sozialkompetenz
  • Führungskompetenz

Was sind mögliche Eigenschaften und Merkmale der Persönlichkeitskompetenz/Selbstkompetenz?

  • Belastungsfähigkeit / Belastbarkeit
  • Lernbereitschaft
  • Loyalität
  • Risikobereitschaft
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Gerechtigkeitssinn
  • Eigeninitiative
  • Flexibilität
  • Offenheit
  • Überzeugungskraft

Was sind mögliche Eigenschaften und Merkmale der Methodenkompetenz?

  • Arbeitstechnik
  • Methodik/Didaktik
  • Analysefähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Konzeptionelle Fähigkeiten
  • Ganzheitliches Denken
  • Abstraktionsvermögen
  • Umsetzungsfähigkeit
  • Vernetztes Denken
  • Informationsverarbeitung
  • Kreativitätstechnik

Was sind mögliche Eigenschaften und Merkmale der Fachkompetenz?

  • Generalistenwissen
  • Spezialistenwissen
  • Sprachkenntnisse
  • EDV-Kenntnisse

Was sind mögliche Eigenschaften und Merkmale der Sozialkompetenz?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Kooperationsbereitschaft
  • Einfühlungsvermögen
  • Vorbildverhalten
  • Konsensfähigkeit
  • Kritikfähigkeit

Was sind Schlüsselkompetenzen?

  • Kompetenzen, die unabhängig von Position und Fachbereich einsetzbar und für die erfolgreiche Leistungserbringung entscheidend sind
  • Schlüsselkompetenzen sind schwieriger zu entwickeln, da es sich vorwiegend um Persönlichkeits-, Methoden- und Sozialkompetenzen handelt
  • z.B. Vernetztes Denken, Ganzheitliches Denken, Konfliktfähigkeit, Teamgeist, Lernfähigkeit, Offenheit für Neues, Belastbarkeit, Entscheidungsfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Selbstvertrauen usw.

Nenne Facts zur Ausbildungsbedarfsermittlung.

  • Bedarfsanalyse ist das eigentliche Herzstück und Grundlage für alle weiteren Aktivitäten im Rahmen der Aus- und Weiterbildung
  • Auswertung liefert: Info über Ziele, Inhalte, Trainingsmethoden, Massnahmepläne, Lernumfeld usw.
  • auf die Zukunft gerichtete Personalbedarfsplanung und gegenwärtige Personalbestandsplanung (unter Berücksichtigung der prognostizierbaren Veränderungen und zukünftigen Anforderungen) ist unabdingbare Voraussetzung für systematische PEE
  • drei Komponenten der Bedarfsermittlung

Zwischen welchen drei Kompontenten der Bedarfsermittlung wird unterschieden?

  • Analyse der Organisation/UN
    • liefert Infos aufgrund strategischer Ausrichtung, Businesspläne, Führungsphilosophien & -grundsätze, gesamtunternehmerischen Entwicklungen
    • führt zur Definition des kurz- und langfristigen qualitativen und quantiativen Personalbedarfs
  • Analyse der Aufgaben- und Stellenanforderungen (SOLL-Quali)
    • erfasst die zur Aufgabenbewältigung erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten, Einstellungen, welche für eine Position wichtig sind
  • Analyse der Qualis / des Potenzials von Personen (IST-Quali)
    • ermittelt vorhandene Fähigkeiten und Kenntnisse sowie Entwicklungspotenziale einer Person

Wann entsteht Entwicklungsbedarf?

  • wenn Abweichungen vom Idealzustand vorhanden sind
  • es werden alle 3 Komponenten berücksichtigt und anhand einer IST-SOLL-Analyse (GAP Analyse = Lücken-Analyse) der effektive Entwicklungsbedarf bestimmt

Wie funktioniert die Ausbildungsbedarfsermittlung?

UN-Strategie -> Entwicklungsbedarf <- GAP-Analyse

GAP-Analyse <- Aufgabenbezogene aktuelle und zukünftige Anfoderungen (SOLL): Kenntnisse, Fähigkeiten, Verhalten

GAP-Analyse <- Aktuelle Qualis / Potenzial eines Stelleninhabers (IST): Kenntnisse, Fähigkeiten, Verhalten

Nenne Facts zur Analyse der Organisation/UN.

  • bei Bestimmung des UN-bezogenen Aus- und Weiterbildungsbedarfs liegt der Fokus auf gesamt-UN Entwicklungen: geben Anlass zur Aus- und Weiterbildung einzelner Pers., Personengruppen o. des gesamten Personalbestandes
  • dabei aktuelle und zukünftige Situation des UN berücksichtigen
  • in weiterer Analyse überprüfen, in wie weit die Entwicklung individuell unterschiedlichen Einfluss auf die einzelnen Stellen hat: stellen- und personenbezogenen Bedarf sauber eruieren
  • Analyse braucht einige Zeit, konkrete AWB-Massnahmen z.T. daraus nicht definierbar
  • prüfen, ob UN-Probleme überhaupt mit PEE-Massnahmen lösbar sind; sonst verlorenes Geld

Analyse der Organisation/UN. Nenne Gründe, aufgrund welcher ein Entwicklungsbedarf entstehen kann.

  • kürzlich eingeführte oder geplante neue Technologien
  • Kundenfeedbacks / Reklamationen
  • geplante oder sattgefundene Fusionen
  • Fluktuations- und Vakanzenzahlen
  • Höhe der Fehlzeiten
  • Fehlerquote
  • zu wenig umgesetzte Qualitätsvorstellungen
  • mangelnde Innovation
  • Image- oder Rufpobleme
  • Betriebsklima und Kultur
  • eine Neuverteilung der Komptenzen
  • ungenügende Arbeitszufriedenheit und Motivation
  • Marktveränderungen und Konkurrenzverhalten
  • Änderung der UN-Strategie
  • Einführung von neuen Produkten
  • Veränderung der UN-Grösse
  • Veränderung der Managementkultur
  • Erschliessung neuer Märkte
  • organisatorische Veränderungen / Abläufe
  • Änderung der UN-philosophie
  • Einführung von Qualitätssystemen
  • rechtliche Veränderungen
  • neuer Marktauftritt

Nenne Facts und Instrumente der Aufgaben- und Anfoderungsanalyse (SOLL).

  • Grundlage:
    • die für eine Stelle definierten Haupt- und Nebenaufgaben
    • sämtliche gesamtunternehmerischen Entwicklungen, die Einfluss auf die einzelnen Stellen haben
  • Überprüfung:
    • sind vorhandene Unterlagen aktuell?
    • Anpassung an neue Gegebenheiten und Anforderungen
    • aktuelle und zukünftige Anfoderungen beachten!
  • Instrumente:
    • Arbeitsanalyse
    • MA-Befragungen
    • Stellenbeschreibungen
    • Anforderungsprofile
    • Zielvereinbarungen

Nenne Facts der Personen- und Qualifikationsanalyse (IST).

  1. Ermittlung vorhandener MA-Quali und Entwicklungspotenzialen
  2. Gegeünberstellung gegenwärtige MA-Qualifikation mit Anforderung der Stelle = Feststellen der Deckungslücke, die durch PEE geschlossen werden soll
  3. Analyse vornehmen
  4. Daten sammeln, gruppieren, priorisieren -> für Gliederung der Aktivitäten für ein späteres Ausbildungskonzept = Segmentierung der Weiterbildung nach unterschiedlichen Kriterien. Notwenidung aus pädagogischen und ökologischen Gründen

Nenne Instrumente der Personen- und Qualifikationsanalyse (IST). (Instrumente der Personalnayse und Mögl. zur Erfassung von Quali und Potenzialen)

  • Leistungsbeurteilung / Zielüberprüfung
  • Assessment Centers
  • MA-Befragungen / VG-Befragungen
  • externe Gutachten / verschiedene Tests
  • Potenzialbeurteilungsverfahren
  • Kundenbefragungen
  • Einstellungsgespräche

Aufgrund welcher pädagogischer Gründe ist die Segmentierung der Weiterbildung nach unterschiedlichen Kriterien - neben den ökonomischen Gründen - noch notwendig?

  • individuelle Leistungsfähigkeit, Lernpotenzial und Leistungswillend er MA bei AWB berücksichtigen
  • WB soll nicht auf Vorrat betrieben werden, sondern zielgerichtet auf Quali-erwerb für die derzeitige oder zukünftige Tätigkeit konzentrieren
  • Halbwertzeit (Dauer der Aktualität und Anwendbarkeit von erworbenem Wissen) wird immer kürzer:
    • massgeschneiderte Weiterbildungslösungen statt einmalige "Giesskannenveranstaltungen"
  • Anpassung des Anforderungsniveaus, Angleichen der WB in Breite und Tiefe den entsprechenden Anforderungen
  • Beachtung der Entwicklung des gesamten Menschen; keine einseitige (z.B. fachspezifische) Entwicklung der MA erreichen

Aufgrund welcher ökonomischer Gründe ist die Segmentierung der Weiterbildung nach unterschiedlichen Kriterien - neben den pädagogischen Gründen - noch notwendig?

  • Beschränkung auf betrieblich notwenidge und finanzierbare Massnahmen
  • nicht alle individuellen Bildungsbedürfnisse können befriedigt werden
  • Planung und gründliche Bedarfsermittlung inkl. Prio-setzung anhand der UN-Ziele hat grosse Bedeutung

Wofür bildet die gründliche und umfassende Bedarfsermittlung die Grundlage?

  • für die Erstellung eines Gesamtausbildungskonzeptes für die ganze UN
  • darin sind die wichtigsten Fragen und Grundsätze im Umgang mit dem Thema AWB in der UN geregelt und beschrieben

Étudier