Bodenkunde


L. Z.
Diese Lernkarten behandeln die Prozesse und Faktoren der Bodenbildung auf universitärem Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Bildung von Bodenhorizonten durch Verwitterung, die Verlagerung von Mineralen wie Ton und Eisen sowie die Anreicherung von Salzen und Karbonaten. Die Karteikarten erklären auch Turbationsprozesse, die den Boden durchmischen, und Redoximorphose, die zu charakteristischen Farbmustern führt. Besonders nützlich sind diese Lernkarten für Studierende der Geographie, die sich mit den komplexen Prozessen der Pedosphäre vertraut machen möchten.
Flashcards
47
Students
16
Language
German
Category
Geography
Level
University
Created / Updated
12.06.2014 / 25.10.2024

Flashcards

5. Redoximorphose

Erkläre diesen Prozess, aus welchen beiden Teilprozessen besteht er?

In nassen Böden mit mangelnder Belüftung werden Fe- und Mn-Hydroxide durch Reduktion von Fe(III) zu Fe(II) und Mn(III)/Mn(IV) zu Mn(II) aufgelöst und durch Diffusion und Massenfluss abgeführt (Bleichung). Die Reduktion erfolgt meist durch metallreduzierende Bakterien, welche Fe(III) oder Mn(IV) als Elektronenakzeptor in der Atmung verwenden können. An Stellen mit höherem O2-Partialdruck werden Fe(II) und Mn(II) wieder oxidiert und fallen als Hydroxide wieder aus
==>schwarze Mn-Hydroxid-Konkretionen; Fe-Hydroxid-Rostfleckung = hydromorphe oder redoximorphe Merkmale

--> Vergleyung und Pseudovergleyung

Was sind die Folgen der Redoximorphose?

Charakteristische Farbmuster im Boden, die man als Hydromorphe ode redoximophre Merkmale bezeichnet --> Lassen auf Staunässe oder Grundwasservernässung schliessen. Kann aber auch irreführen.

5. Redoximorphose

Erkläre den Teilprozess der vergleyung

1. ständig nasser Unterboden (Gr-Horizont)
2.Fe und Mn werden reduziert
3.Diffusion oder kapilarer Aufstieg der Mn(II)- und Fe(II)-Ionen in darüberligenden zeitweise oxidierten Horizont Go
4.Oxidation und Ausfällung der Mn-/Fe-Oxiden in der Nähe von luftgefüllten Grobporen
==>Rostfleckung und Konkretionen

Wichtig: Gley stehen ständig unter Grundwasser Einfluss

5. Redoximorphose

Erkläre den Teilprozess der pseudovergleyung

1.Dichter Unterboden mitgeringer Wasserleitfähigkeit (Sd-Horizont)
2.Regenperiode: Grobporen des darüberligenden Sw-horizontes füllen sich
3.Wasser und gelöste org. Substanzen infiltrieren den Boden
4.Fe und Mn werden an Porenwänden und Aggregatoberflächen reduziert und diffundieren in das Innere der Aggregate, wo noch Restsauerstoff vorhanden ist
5.Oxidation und Ausfällung von Fe und Mn

==>Rostfleckung und Mn-Konkretionen im Innern der Aggregate

 

Gib die typischen Horizontabfolgen von Gleyen und Pseudogleyen

Gley: Ah - Go - Gr <-- Go: Oxidierter Gleyhorizont, Gr: reduzierter Gleyhorizont

Pseudogley: Ah - Sw - Sd - C <-- Sw: wasserleitend, Sd,: wasserstauend

6. Turbationsprozesse

nenne die Definition und die Folgen der Turabtion

-Definition:bodenbildende Prozesse, bei denen Bodenmaterial eines oder mehrerer horizonte vermischt wird
- Folgen von Turbation:

  • Vermischung von Oberbodenmaterial und org. Substanz mit dem Unterboden
  • Entgegenwirkung der Auswaschung von Nährstoffen und der Versauerung des Bodens
  • Entgegenwirkung von stark abgegrenzten Bodenhorizonten
  • Schafft Poren und Bildung eines Aggregatgefüges -->Grosser Einfluss auf Wasser- und Lufthaushalt von Böden

6 Turbation

Erkläre die verschiednen arten der Turbation

11a.Bioturbation: Durchmischung des Bodens durch wühlende Bodentiere. Besonders intensiv in feinkörnigen Böden mit guten Wasser-, luft-, Temperatur- und Nährstoffverhältnissen für Bodentiere
-->Krümelgefüge, Gänge und Röhren entstehen

11b.Kryoturbation: in Böden, die regelmässig gefrieren, kommt es zur Bildung von Eislinsen und Eislamellen -->Bodenlagen werden angehoben. Beim Auftauen kommt es zur sackung und vermischung des Bodenmaterials.
besonnders ausgeprägte Kryoturbation im periglazialem Klimaraum

11c.Peloturbation: Mischung von Bodenmaterial durch einen Wechsel von Schrumpfen bei Austrocknung (+hineifallendes lockeres Bodenmaterial) und Quellen bei Befeuchtung
-->Bedeutend bei tonreichen Böden mit quellfähigen Tonmineralen (Smektite) in warmen, wechselfeuchten Klimaten ==>Polyederaggregate mit scharfen Kanten und glatten Flächen

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