Ausbildung NHP


A. J.
Diese Lernkarten behandeln endokrinologische und Stoffwechselerkrankungen auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie decken Themen wie Diabetes, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Nebenschilddrüsenprobleme und hormonelle Störungen ab, wobei auch Medikamente und deren Auswirkungen beleuchtet werden. Medizinstudierende und Fachkräfte profitieren von den detaillierten Erklärungen zu Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten, um ihr Verständnis für komplexe endokrine Erkrankungen zu vertiefen.
Karten
54
Lernende
7
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
11.10.2016 / 26.05.2023

Lernkarten

Struma (Kropf)

 

  • Def: Vergrösserung der Schilddrüse oder Teilen davon, unabhängig von Funktionslage und Entstehung
  • Ursachen:
    • Jodmangel- Überfunktion: Hyperthyreose/ Morbus Basedow, allg.Jodzufuhr sollte bei 150-300mcg liegen
    • Jod in hohen Dosen- Unterfunkion: Hypothyreose
    • Entzündungen: Thyreoiditis de Quervain, Hashimoto-Thyreoditis
    • Malignome
  • Sy: abhängig von Ursache
  • Kompl: Schluckbeschwerden, Autonomie, Karzinom
  • Ablärung: Labor, Sonografie, Feinnadelpunktion
  • Tx: Thyroxin-Sbstitution, chirurgische Enfernung, Radiojodtherapie, Tumorbestrahlung, Entz: entzündungshemmende Medikamente

Hyperthyreose

  • Def:
    • Überfunktion der Schilddrüse (vermehrte Hormonbildung, T3/T4+, TSH-)
  • Ät:
    • Morbus Basedow
    • andere ntzündungen der Schilddrüse
    • Tumoren
    • funktionelle Autonomie
    • äussere Zufuhr von Schilddrüsenhormonen (Medikamente)
  • Sy:
    • Struma (Kropf), nicht obligat
    • psychisch-motorische Unruhe mit feinschlägigem Zittern, Affektlabilität
    • warm-feuchte Haut, weiches dünnes Haar
    • Schweissausbrüche, Wärmeintoleranz
    • Durchfälle
    • Gewichtsabnahme trotz Heisshunger
    • Muskelschwäche
    • Tachycardie
    • evtl. Zyklusstörungen und Osteoporose
  • Kompl: somatische und psychische Belastung, Vorhofflimmern, thyreotoxische Krise (alles zu viel)
  • Abkl: Labor, Ultraschall, Szintigramm, Feinnadelpunktion
  • TX: nach Ursache
  • Sonderformen: M. Basedow, Hyperthyreosis factitia

Morbus Basedow (spez. Form der Hyperthyreose)

  • Def:
    • Autoimmune Schilddrüsenerkrankung mit Hyperthyreose
  • Ät:
    • B-Lymphozyten bilden Ak gegen TSH-Rezeptor
    • regen zum Wachstuim und zur Hormonproduktion an
    • bewirken eine Vergrösserung des Baufetts hinter dem Augapfel
  • Sy:
    • allg. Sy der Hyperthyreose
    • Exophthalmus: Heruastritt des Augapfels, langsamer Lidschlag, pat. sieht Doppelbilder
    • selten: prätibiales Myxoedem
  • Leitsypmptome Trias: Struma(Kropf), Exophthalmus, Tachycardie

Hypothyreose

  • Def:
    • Unterfunktion der Schilddrüse (Unterversorgung der Körperzellen mit Schilddrüsenhormonen t3 und T4)
    • häufiger ältere Menschen, Frauen
  • Ät: kann erworben oder angeboren (Schilddrüse nicht vorhanden oder Enzymdefekt) sein
    • primäre Hypothyreose:
      • Folge einer Autoimmunerkrankung (Hashimoto)
      • Schilddrüsen-OP oder Bestrahlung
      • Jodmangel
    • sekundäre Hypothyreose: (selten)
      • Hypophysenvorderlappen produziert zu wenig TSH
  • Sy:
    • leichte Ermüdbarkeit, allgemeine Schwäche
    • ständiges Frieren, Unvermögen zu schwitzen
    • Desinteresse, Konzentrationsschwäche
    • Gewichtszunahme
    • trockenes, brüchiges Haar
    • teigige, blass-gelbe Haut
    • rheumatische Beschwerden
    • Impotenz
    • Bradykardie
    • Obstipation

Hypercortisolismus

Cushing-Syndrom, M. Cushing

  • Def:
    • Krankheitsbild, das durch ständig erhöhten Cortisolspiegel entsteht
  • Ät: exogene Zufuhr von Cortisol (Medikamente),Tumoren der Nebennierenrinde (paraneoplastisch)
    • Cushing-Syndrom
      Primär Cortisol erhöht:
      Problem in NNR oder von
      aussen durch Medi zugeführt
    • Morbus Cushing (selten)
      Primär ACTH erhöht:
      Problem in HVL
  • Sy:
    • Veränderung des äussseren Erscheinungsbildes, Mondgesicht, Stammfettsucht, Mondgesicht, Büffel- bzw. Stiernacken, Muskelatrophie
    • glucocorticoidbedingte Osteoporose
    • Haut wird dünn, pergamentartig, Streifen in der Haut = Striae
    • schlechte Wundheilung
    • Hypertonie
    • Hyperglykämie: Steroiddiabetes
    • Muskelschwund
    • Menstruationsstörungen, Hirsutismus (männl. Haarwuchs) bzw. Impotenz
    • psych. Veränderungen
  • Tx: Ceres Ribes nigrum (schwarze Johannisbeere) beim Absetzen vom Cortison (ab 10mg, entspricht 5x dem körpereigenem = 50mg- normales körpereigenes Cortisol ca. 37,5mg), Phytocortal 3x 30 Trpf.

Warum darf nach längerer exogenen Einahme von Cortisol die Dosis nur schrittweise reduziert werden?

  • medikamentöse Zufuhr von Cortisol unterdrückt die körpereigene Produktion
  • Nebennniere braucht Zeit die  Produktion wieder anzupassen/ aufzubauen

Metabolisches Syndrom

  • Def:
    • = Wohlstandssyndrom
    • fasst Erkrankungen zusammen die aus Überernährung entstehen
      • Diabtes mellitus II
      • Hypertonie und kardiovaskuläre Folgen
      • zu hohe Blutfette
      • Adipositas

Diabetes mellitus

  • Def:
    • Zuckerkrankheit (Stoffwechselerkrankung)
    • absoluter oder relativer Mangel an Insulin
    • "honigsüsser Durchfluss"= osmotische Diurese bei sehr hohem Blutzucker

Typologien des Diabetes (nach Ursache)

  • Typ 1
    • autonom
    • Inselzellen des Pankreas komplett zerstört
    • es wird kein Insulin produziert
    • Manifestation im Kindesalter- juveniler Diabetes
  • Typ 2
    • Insulin wird produziert
    • jedoch weist Körper eine periphere Insulinresistenz auf- relativer Insulinmangel
    • ältere und übergwichtige Menschen
    • Vererbung
  • Typ 3 (spezifische Typen)
    • Krankheiten des Pankreas
    • andere hormonelle Störungen
  • Typ 4 Schwangerschaftsdiabetes
    • hormonelle Veränderungen

Symptome des Diabetes mellitus

  • Polyurie(grosses Harnvolumen) und vermehrter Durst (meist ersten Symptome eines Typ 1)
  • Leistungsverminderung, Müdigkeit, Gewichtsabnahme durch den hohen Wasserverlust und intrazellulären Hungerzustand
  • Hautveränderungen (schlechte Wundheilung, Juckreiz)
  • Sehstörungen
  • gehäuftes Auftreten von Infektionserkrankungen

bei Typ 1 - akut-

bei Typ 2- langsamer Prozess-

Komplikationen des Diabetes mellitus

  • akut:  Koma diabeticum
  • langfristig: diabetische Spätfolgen
  • Kompl. der Therapie: Hypoglykämie und hyperglykämisches Koma

Therapie des Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2

  • Typ1:
    • parenterale Gabe (spritzen) von Insulin
    • zusätzlich: Ernährung, Gewichtsoptimierung, Sport
  • Typ 2:
    • Umstellung Ernährung
    • Gewichtsabnahme
    • Änderung der Lebensgewohnheiten
    • Bewegung, Sport (Senkung des BZ)
    • Medikamente:
      • parenteral Insulin
      • orale Antidiabetika

Spätfolgen des Diabetes mellitus

  • durch langfristig erhöhten Blutzucker kommt es zu Zuckerablagerungen Störungen im Stoffwechsel
  • Auswirkungen:
    • Arteriosklerose (vor allen in kleinen Gefässen)
      • Diabebetische Retinopathie (Augenschädigung)
      • Diabetische Nephropathie Zerstörung der Nierenglomeruli- Niereninsuffizienz- Nierenversagen)
      • KHK- meist nicht bemerkt durch autonome Neurpathie- 50% der Diabetiker sterben an Herzinfarkt
      • zerebrovaskulärer Insult
    • Diabetische Neuropathie
      • Zerstörung der Nervenzellen: (erst periphere sensorische und motorische Nerven betroffen)
        • sehr gefährlich, Verletzungen an den Füssen werden nicht mehr wahrgenommen- Komplikationen
        • diabetischer Fuss

Coma diabeticum

  • Coma diabeticum:
    • Def: akute, unbeahndelt letale Erkrankung infolge eines Insulinmangels mit schwerer Stoffwechseldekompensation
    • Gründe:
      • Insulintherapie wurde vergessen
      • Insulinbedarf ist durch Infekte, Diätfehler oder Therapiemit anderen Medikamenten erhöht
      • Manifestationskoma(25%). Koma tritt ein bevor Diabetes diagnoistiziert wird
    • Tx:
      • Intensivstation, Pat. braucht dringend Insulin
      • Korektur des Wasser- und Elektrolythaushalts
      • unbehandelt: letal

Komaformen des Diabetes

  • Coma diabeticus
  • Hypoglykämischer Schock

Hypoglykämie

  • Def:
    • Unterzuckerung (BZ sinkt ab, wichtige Organe werden nicht mehr ausreichend versorgt)
    • Normalwert: 60mg/dl bzw. 3,3mmol/l
  • Ät:
    • nach Einnahme von Medis bzw. spritzen von Insulin
      • Erbrechen, Durchfall
      • Auslassen oder Verspätung einer Mahlzeit, zu geringe Kohlenghydratzufuhr
      • hohere körperliche Belastungen
    • Überdosis blutzuckersenkender Medikamente

Symptome/Komplikationen und Therapie einer Hypoglykämie/ Hypoglykämischen Schocks

  • Sy:
    • Hungergefühl
    • zittrige Hände, weiche Knie
    • blasses Gesicht und blasse Haut
    • ¨Kopfschmerzen
    • verschwommenes Sehen
    • ungenauer Gang
    • Ströungen der Sprache oder des Verhaltens
    • Schwitzen
    • abwesendes Verhalten
  • Kompl:
    • Bewusstlosigkeit = Hypoglykämischer Schock
    • lebensbedrohlich!!!
  • Dx/Tx:
    • Bz-Test
    • Traubenzucker oder andere Zucker, allenfalls Glucoseinfusion

Hypercholesterinämie

  • Def:
    • Erhöhung des Gesamtcholesterinspiegels
  • Ät:
    • genetische Veranlagung
    • unspezifische Veranlagung- Ernährung mitverantwortlich
  • Sy:
    • hoher Cholesterinspiegel macht keine Symptome
    • nur in extremen Fällen: gelbliche Fettablagerungen
    • früh einsetzende Arteriosklerose
  • Kompl:
    • Arteriosklerosefolgen

Definition und Häufigkeit Adipositas

  • Übergewicht

in den letzten Jahrzehnten extrem gestiegen, besonders bei Kindern und Jugendlichen

Ursachen Adipositas

  • genetische Disposition
  • Ernährung und Lebensweise
  • mangelnde körperliche Bewegung
  • seelische Faktoren: Stress, Einsa,mkeit, Depression und Frustration mit Esen als Belohnung
  • gewisse hormonelle Erkrankungen (z.B. Hypothyreose, Cushing-Syndrom)
  • appetitsteigernde Medikamente (z.B. Antibabypille, Antidiabetika, Antidepressiva)

Symptome des Adipositas

 

  • Atemnot und Kurzatmigkeit, Atemstillstände (Schlafapnoe-Syndrom)
  • orthopädische Probleme wie Kreuz-, Kniesbeschwerden (durch Überbeanspruchung und Abnutzung
  • psychische Probleme

Komplikationen Adipositas

(adipositas-assoziierte Erkrankungen)

  • Diabetes mellitus Typ II
  • Stoffwechselstörungen: Fettleber, Gallensteine, Gicht
  • Herz- Kreislauferkrankungen: Hypertonie, Arteriosklerose, cerebrale Insulte, KHK z.B. Angina pectoris, Herzinsuffizienz
  • Lungenerkrankungen: Dyspnoe, chronischer Sauerstoffmangel, Schlafapnoe-Syndrom, Schnarchen
  • Tumorerkrankungen: Prostata, Gebärmutter, Eierstöcke, Brust, Niere
  • Magen-Darm-Erkrankungen: Gallensteine, Fettleber, Refluxkrankheit
  • Gelenkbeschwerden: WS-Bereich, Hüftgelenke, Knie- und Sprunggelenke, frühzeitige Arthrose
  • Einschränkung der Lebenesqualität: Beweglichkeit, Kurzatmigkeit, Schwitzen, körperliche Hygiene
  • psychsoziale Konsequenzen: soziale Ausgrenzung, Depressivität, Ängstlichkeit, vermindertes Selbstwertgefühl

Therapie des Adipositas

  • Diätberatung (z.B: Reduktions- und Trennkost)
  • Verhaltenstherapie (Erlernung eines neuen Essgefühls, Sressabbau)
  • Regelmässige Bewegung (Ausdauertraining)
  • Medikamentöse Therapie (Appetithemmer)
  • Chirurgischer Eingriff (Magenverkleinerung- nur in Extremfällen)

Ursachen für die Überfunktion einer Drüse

  • autonomes Adenom (häufig)
  • Karzinom (weniger häufig)
  • Autoimmunkrankheit
  • exogene Zufuhr als Medikament (z.B. Cortison)
  • Psyche

Ursachen für eine Unterfunktion einer Drüse

  • Agenesie (nicht vorhanden)
  • Aplasie
  • Entfernung
  • Ischämie
  • Entzündung
  • Trauma
  • genetisch bedingter Enzymdefekt
  • Endorganresistenz (Diabetes mellitus II)
  • Substanzmangel zur Hormonherstellung

Erkrankungen des HVL

  • Unterfunktion: Hypopituitarismus (Hypophysenvorderlappeninsuffizienz)
  • Überfunktion: Akromegalie, Prolaktinom

Hypophysenvorderlappeninsuffizienz

Hypopituitarismus

  • Ursachen: OP, Bestrahlung, Blutung, Ischämie, autoimmun
  • Symptome: Ausfall des
    1. Wachstumshormons GH+: Hypoglykämieneigung, bei Kindern Kleinwuchs
    2. der Geschlechtshormone FSH und LH: Ausbleiben der Regel, Libido- und Potenzverlust, Verlust der Schambehaarung
    3. der Schilddrüsenhormone TSH: Müdigkeit, Apathie, Kälteempfindlichkeit, Gewichstzunahme, Obstipation, Bradycardie
    4. der Nebennierenrinde Cortisol: Adynamie, Schlappheit, Übelkeit, Erbrechen, wächsrne Haut
    5. des MSH: Blässe
  • Leitsymptome: Ausbleiben der Regel, Hautblässe ("Wachsgesicht"), Müdigkeit, Adynamie
  • Extremfall: hypophysäres Koma aufgrund Mangel an T3/T4 und Cortisol
  • => Hypothermie, Hypotonie, Bradycardie, Hypoglykämie, Hypoventiilation
  • TX: Behandlung der auslösenden Ursachen, lebenslange Substitution der fehlenden peripheren Hormone, bei Kindern Gabe von Wachstumshormonen
  • Prog: lebensbedrohlich

Akromegalie

  • Def: Überproduktion voo Wachstumshormon GH
  • Epi: selten, am häufigsten im Alter zwischen 30 und 60
  • Ät:
    • wahtsumshormonproduzierendes Adenom der Hypophyse
    • Produktion von GH  durch ein Karzinom
  • Sy: Riesenwuchs, Vergrösserung der Akren (Hände und Füsse), untherapierbarer Diabetes mellitus
  • Kompl: Gefahr! Organvergrösserung und Diabetes mell. => Arteriosklerose => Herzinfarkt
  • Abklärung: Labor, Bildgebung
  • Tx: OP oder Bestrahlung des Tumors, Medikamente

Prolaktinom

  • Def: Adenom des Hypophysenvorderlappens mit einer Überproduktion von Prolaktin; häufigster Hypophysentumor
  • Sy:
    • Frauen: Amennorrhoe, Milchfluss;
    • Männer: Verlust der Liido und Potenz, Gynäkomastie
  • Kompl: Sterilität, Sehstörungen wegen der Kompression der Sehnervenkreuzung
  • DD: Schwangerschaft, Stillzeit, gewisse Medikamente (Östrogene, Psychopharmaka, Antihistaminika)
  • Abklärung: Labor, Bildgebung
  • TX: Dopaminantagonisten (Dopamin hemmt Prolaktinausschüttung), evtl. OP

Erkrankungen des Hypophysenhinterlappens

Diabetes insipidus

  • Def: ungenügende Ausschüttung von ADH => mangelhafte Rückresorption von Wasser in der Niere => massiv erhöhte Harnausscheidung (bis 20Liter/Tag)
  • Ursache:
    • zentral: ungenügende Ausschüttung ADH aus dem HHL durch z.B. Tumoren oder Scädel-Hirn-raumen
    • renal: fehelnde Ansprechbarkeit der Niere auf ADH
  • Sy: vermehrte Harnauscheidung, erhöhter Durst (Polydipsie), unkonzentrierter Harn it nierdrigem spezifischem Gewicht
  • Kompl: massive Flüssigkeitsverluste (hypertone Dehydration)
  • DD: psychogene Polydipsie, Diabetes mell., Diuretikamissbrauch
  • Abklärung: Durstversuch (Urin müsste hell bleiben, bei anderer Ursache würde er dunkel, also konzentrierter)
  • TX: Behandlung der Grundursache, Zentral: medikamentös mit synthetischem ADH, renal: andere Medikamente

Hyperthyreosis factiti

(Sonderform der Hyperthyreose)

  • übermässige Einnahme von Schilddrüsenhormonen
  • Hamburger-Thyreotoxikose

Thyreoiditis de Quervain

  • Schilddrüsenentzündung
  • Ursache: unklar
  • sy: druckschmerzhafte Schilddrüse, Fieber, Krankheitgefühl, bei genetischer Veranlagung, oft nach viralem INfekt
  • Hyper- => Hypothyreose => Normalisierung
  • Spontanheilung innerrhalb 6 Monate
  • Überbrückung der Symptome mit Cortison

Hashimoto-Thyreoditis

  • Schilddrüsenentzündung
  • Ursache: autoimmun bedingt
  • Sy: Hypothyreose
  • v.a. Frauen
  • lebenslange Substitution mit Eltroxin

Schilddrüsenmalignom

  • Def: bösartige Neoplasie der Schilddrüse
  • Epi: selten
  • Ursachen: Struma, , Metastasen, genetische Veranlagung, ionisierende Strahlen aus der Umwelt (Fukushima, Tschernobyl)
  • Sy: derbe Knoten

Hyperaldosteronismus

  • Def: übermässige Sekretion von Aldosteron aus der NNR
  • Ät:
    • primär
      Problem in NNR:

      Adenom produziert
      Aldosteron
      => Conn-Syndrom
    • sekundär
      Problem anderswo, z.B. Niere (Nierenarterienstenose NAS)
      NNR wird sekundär zur Produktion von Aldosteron angeregt
  • Sy: Hypertonie, Hypokaliämie, Muskelschwäche, Krämpfe
  • DD: Diuretikaeinnahme, Abführmittelmissbrauch, übermässiger Lakritzgenuss

NNR-Insuffizienz

  • Primär:
    • Problem in NNR, Zerstörung durch Autoimmunkrankheit, Metastasen, Tbc
      = Morbus Addison
  • Sekundär:
    • Problem in HVL => ACTH↓ => Cortisol ↓ => Aldosteron, Androgene normal
  • Tertiär:
    • Cortisol, Aldosteron als Medi => NNR-Atrophie

Morbus Addison

-primäre NNR-Insuffizienz-

  • Def: verminderte oder fehlende Produkton aller NNR-Hormone
  • Ät: autoimmun, Tbc, Metatasen
  • PG: Störungen der Mineral-, Wasser und Säure-Basen-Haushalt, Stoffwechselstörungen
  • Sy:
    • Müdigkeit, Schwäche, Hypoglykämie
    • Hypovolämie: art. Hypotonie, Schwindel, Tachykardie, Gewichtsverlust
    • Übelkeit, Erbrechen
    • Verlust der Sekundärbehaarung bei Frauen
    • HVL: ACTH↑ => MSH↑ => Braun(Schleimhäute!)
  • Kompl: Addison Krise: Erbrechen, Hypoglykämie, Schock, Koma (Norfallset)
  • Tx: Substitution

sekundäre NNR-Insuffizienz

  • Ät: Ausfall der ACTH-Produktion wegen:
    • Hypophysentumor
    • OP
    • Unfall
  • Sy: Müdigkeit, Schwäche
  • Tx: lebenslange Substitution

Menopause

  • die letzte Regelblutung

Klimakterium

  • Zeit nach der Menopause

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