Ausbildung NHP


A. J.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über Pathologien des Urogenitaltrakts, einschließlich Definitionen, Ursachen, Symptomen, Komplikationen und Therapien. Sie decken eine breite Palette von Erkrankungen ab, wie Nierensteine, Prostatitis, Hodenentzündungen und Gebärmuttersenkungen. Medizinstudenten und Fachkräfte profitieren von den detaillierten Informationen, um Diagnosen zu verstehen und Behandlungsoptionen zu erkennen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
18.09.2016 / 26.05.2023

Flashcards

 

Polyurie

  • Harnmenge >2 Liter/ 24h
  • Leitsymptom von übermässigem Trinken (Polydipsie), verschiedener Nierenerkrankungen, Diabetes mellits oder Diabetes insipidus, Medikamenteneinnahme (Diuretikum) oder andere Erkrankungen

Normale Harnmenge

  • 1-1.5Liter/ 24h

Anurie (Definition, Ursachen, Symptome, Komplikationen)

  • Harnmenge < 0.1Liter/ 24h
  • Ursachen:
    • prärenal: Schock
    • renal: z.B. chronisch destruierende Nephropathie
    • postrenal: z.B. beidseitiger Harnleiterverschluss durch Harnleitersteine, Blutgerinnsel, Papillennekrosen, extraurethrale Tumorkompression
  • Symtome: nach Ursache
    • Begleitoedeme, kardiale Insuffizienzzeichen, Atemnot (infolge Überwässerung)
    • Exikkose (wenn Anurie inflge Flüssgkeitsmangel entsteht)
  • Komplikationen:
    • Hyperkaliämie mit Herzrhythmusstörungen
    • evtl. Überwässerung und Blutdruckerhöhung
  • Eine Anurie muss sofort abgeklärt werden!!!

 

Pollakisurie

  • Zunahme der Miktionshäufigkeit
  • ohne Erhöhung der Gesamturinmenge
  • Leitsymptom für unterschiedliche Erkrankungen des unteren Harntraktes (z.B. Harnwegsinfekt, Prostatahyperplasie, Harnblasenkarzinom, Harnleiterstein)
  • Miktionsmenge sehr gering

Nykturie

  • nächtlich auftretender Harndrang
  • Folge von abendlichen sog. Trinkstössen
  • Leitsymptom: Herzinsuffizienz
  • evtl. bei Schlafstörungen
  • Hauptsymptom der Prostatahyperplasie

Dysurie

  • erschwerte, schmerzhafte Miktion
  • Leitsymptom einer Abflussbehinderung der unteren ableitenden Harnwege
  • z.B. Prostatahyperplasie oder Blasenentzündung
  • Störung geht meist mit einem nicht unterdrückbaren Harndrang einher

Zähle mögliche Nierenanomalien auf.

  • Nummerische Anomalien:
    • Nierenagenesie: Fehlen einer oder extrem selten beider Nieren
  • Formanomalien:
    • Hufeisennieren
  • Nierenhypoplasie:
    • zu kleine Niere, Zwergniere
  • Lageanomalie:
    • ektope Anlage einer Niere = Beckenniere
    • Senk-/Wanderniere=> sekundäre Verlagerung ins Becken
  • Zystische Anomalien
    • Zystenniere (bilateral vererbte Entwicklungsstörung der NIeren mit zahlreichen Zysten)
    • Nierenzysten (meist isoliert=solitär)
  • nicht jede Missbildung pathologisch, Risiko für Infektionen oder spätere Niereninsuffizienz erhöht

Zähle mögiche Ursachen eines Harnwegsinfekt auf. Nenne die häufigsten Ursachen einer HWI beim Mann.

  • Schlechte Immunabwehr
    • Diabetes mellitus
  • hormonelle Veränderung
    • Schwangerschaft
    • Wechseljahre
  • angeborene oder erworbene Verlegungen der urinabführenden Organe
    • Steine
    • Tumore (Prostataadenom = beim Mann die häufigste Ursache eines HWI)
  • Bakterien
    • E.Coli (am häufigsten)
    • andere: Proteus-, KLeb-siellen-, Enterobacter, Serratia- und Pseudomonasinfektionen

Zystitis (Definition, Ursachen, Symptome, Komplikationen)

Definition: Blasenentzündung

Ursachen: bakt. Besiedlung mit E. coli, begünstigt durch folgende Faktoren

  • Frauen bevorzugt durch kurzen Urethra
  • Frauen bei hormoneller Dysbalance (SS, Klimakterium)
  • Frauen: häufiger GV (Honeymoon-Cystitis)
  • Stoffwechselstörungen (Diab. mell.)
  • Harnabflusstörungen (anat. Anomalien, Prostathyperplasie, Prostatakarzinom, Blasensenkung)
  • neurogene Blasenentleerungsstörung (Diskushernie, Querschnittslähmung)
  • Fremdkörper (Katheter)
  • Durchnässung, Unterkühlung ⇒ verminderte Durchblutung, Abwehr reduziert

Symtome: Unterbauchschmerzen, Dysurie, Pollakisurie (Harndrang), Nykturie, kein Fieber!!!

Komplikationen:

  • aufsteigende Infektionen
    • Nierenbeckenentzündung (Pyleonephritis)
  • Blutungen
  • chronische Zystitis
  • Blutvergiftungen (Urosepsis)
  • Entwicklung einer Reizblase (überaktiv)

 

Akute Pyelonephritis (Definition, Ursachen, Symptome, Risikofaktoren, Therapie)

Definition:

  • bakterielle Entzündung des Nierenbeckens

Ursachen

  • Folge einer Zystitis
  • Steinleiden (Nierensteine)
  • Schwangerschaft
  • Vesikorenaler Reflux

Symtome wie Zystitis

  • zusätzlich Flankenschmerzen
  • systemische Entzündungszeichen: Fieber, Schüttelfrost, Schweissausbrüche
  • gastrointestinale Beschwerden und Kopfschmerzen

Komplikationen

  • septische Streuung in den Kreislauf = Urosepsis
  • bei rezidivierenden Infekten: Ausbildung pyelonephritischer Schrumpfnieren mit der Gefahr der Niereninsuffizienz

Therapie

  • Antibiotika
  • evtl. Beseitigung der zugrundeliegenden Ursache (Stein)
  • viel trinken (Spüleffekt)
  • Bettruhe, Schmerzbehandlung, Fiebersenkung
  • engmaschige Betreuung da Gefahr der Urosepsis

 

Nephro- und Urolithiasis (Definition, Häufigkeit und Ursache, Symptome und Abklärungen, warum bewegt sich ein Kolikpatient bewegt und der Peritonitis Patient still liegt, Differentialdiagnose, Therapie und Prognose)

Definition

  • Nephrolithiasis: Steine in Nieren oder Nierenbecken
  • Urolithiasis: Steine in den ableitenden Harnwegen

Häufigkeit

Das Harnsteinleiden ist eines der häufigsten urologischen Krankheitsbilder. Über 5% der Bevölkerung sind davon betroffen.

Ursache

Wenn die Konzentration einzelner Substanzen im Urin einen Grenzwert überschreiten, bilden sich Kristalle. Verbinden sich mehrere Kristalle, so entsehen schliesslich Steine.

  • unzureichende Flüssigkeitszufuhr, Schwitzen
  • hoher Fleischkonsum
  • familiäre Disposition
  • Harnstauung, Harnwegsinfekte
  • metabolische Störung

Symptome und Abklärungen

  • Leitsymptom ist die Nieren- bzw. Harnleiterkolik, ausgelöst durch Einklemmung eines Steines. (akut und heftig einsetzende, meist einseitigee, krampfartige, wiederholte auftretende Schmerzen (=Kolik)
  • je nach Lage des Steins strahlt de Schmerz in den Rücken, Unterbauch oder ins Genitale aus.
  • oft Brechzeiz und Erbrechen
  • fehlender Stuhl- und Windabgang
  • Hämaturie

Warum bewegt sich ein Kolikpatient bewegt und der Peritonitis Patient still liegt?

Ein Patient mit einer Peritonitis liegt zur Vermeidung von Schmerzen still, der Kolikpatient bewegt sich

Differentialdiagnose

  • alle Krankheitsbilder die zu einem akuten Abdomen führen können
  • Herzinfarkt
  • gyn. Erkrankungen wie Adnexitis, ...
  • "Steinkoliken" ohne Stein , wenn z.B. bei einem Tumor der Niere Blutgerinnsel den Harnleiter verstopfen oder nekrotische Nierenpapillen abgestossen werden und so Schmerzen auslösen

Therapie

  • bei akuter Kolik
    • Spasmolytika, Analgetika
    • Stegerung dr Flüssigkeitszufuhr und Bewegung
    • Steinauflösung (Litholyse)
    • extrakorporale Stosswellenlithotripsie: Zerstörung des Steins durch Stosswellen
    • OP
    • Vermeidung von RF

Prognose

90% gehen spontan ab, da Steine gerne rezidivieren. Steinprophylaxe wichtig!

Klimakterium (Definition, Ursachen)

  • Wechseljahre
  • Übergangsphase von der Geschlechtsreife der Frau zum Senium (Alter)
  • Störung der Eizellreifung, unregelmässige Menstruation (Postmenopause)bis zum letzendlich kompletten Ausbleiben (Menopause)
  • hormonelle Umstellung: Versiegen der Östrogenproduktion (durch Verschwinden der Eier im Ovar im Alter) - physiologisch

Menopause

  • letzte Menstruationsblutung
  • ca. um das 50. Lebensjahr

Klimakterische Beschwerden aufzählen

  • vegetativ: Hitzewallungen, schwitzen, Schwindel, psych. Instabilität, Depressionen, Schlafstörungen
  • organisch: Atrophie von Vulva, Vagina, Brüsten; Urininkontinenz, trockene Haut, Haarausfall
  • Gewichstzunahme
  • Osteoporose
  • Veränderung der Blutfettwerte (erhöhtes kardiovaskuläres Risiko)

Definition Fibroadenom und Häufigkeit

  • Def: benigner Mamma-Tumor
  • Häufigkeit: Altersgipfel bei 20-25 Jahre
    •  

Mammakarzinom (Definition, Häufigkeit, Symptome, Ursachen, Abklärung,)

Defnition

  • Brustkrebs
  • maligne Neoplasien die vom Brustgewebe ausgehen

Häufigkeit

  • jede 10. Frau
  • Anstieg vom 20.-40. Lebensjahr
  • danach wieder Anstieg in Postmenopause
  • häufigste Todesursache bei Frauen zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr

Symptome

  • selten ziehende Schmerzen
  • Sekretion aus der Brustwarze
  • derber, schmerzloser, tastbarer Knoten
  • Einziehung der Haut oder Brustwarze
  • Brustwarzenhochstand, Brustasymmetrie

Ursachen

  • familiäres Vorkommen (Familienanamnese)
  • Kinderlosigkeit, nicht stillen
  • frühe Menarche, späte Menopause
  • späte Erstschwangerschaft
  • Alter über 40
  • Mammakarzinom der Gegenseite
  • Adipositas

Abklärung

  • Selbstuntersuchung
  • Jahreskontrolle
  • Definitive Diagnose durch Biopsie, d.h. Histologie von operativ gewonnenem Material

Uterusmyom (Definition, Symtome, Komplikationen, Prognose)

Definition

  • gutartige, von der glatten Muskulatur ausgehende Tumoren
  • meist im Myometrium
  • selten ausserhalb oder in Gebärmutterhöhle ragend

Symtpome

  • meist symptomlos
  • verstärkte, verlängerte Regelblutung, Zwischenblutungen = Eisenmangelanämie
  • durch Verlagerung von Nachbarorganen Druckgefühl, Obstipation, Blasenentleerungsstörung
  • ziehende, dumpfe Schmerzen, oft im Kreuz
  • in 95% der Fälle verschwinden die Myome in der Menopause

Komplikationen

  • Blutarmut (Anämie)
  • äusserst selten maligne Entartung

Prognose

  • gut
  • in 95% der Fälle verschwinden die Myome nach der Menopause

 

Neoplasien der männlichen Fortpflanzungsorgane

  • Prostatahyperplasie
  • Prostatakarzinom

Benigne Prostatahyperplasie / Prostataadenom (Definition, Häufigkeit, Symptome, Komplikationen, Vorgehen Abgrenzung zu Prostatkarzinom)

Definition: Gutartige Wucherung der Prostatadrüse

Häufigkeit: 60% aller Männer über 60 betroffen

Symptome:

  • verzögerter Beginn der Urinentleerung
  • abgeschwächter Harnstrahl
  • Nachtröpfeln
  • das Gefühl einer unvollständig entleerten Blase
  • Pollakisurie
  • Nykturie

Komplikationen:

  • Restharn begünstigt Harnwegsinfekte, sowie die Entwicklung von Blasensteinen
  • akuter Harnverhalt (Unmöglichkeit Urin zu lösen)
  • Blasenstein
  • Niereninsuffizienz durch Rückstau

Abgrenzung zum Prostatakarzinom

  • Miktionsanamnese
  • Rektalpalpation
  • MRI, Ultraschall
  • Tumormarker: PSA
  • Prophylaxe: jährliche Vorsorgeuntersuchung ab 45.Lj

 

 

Prostatakarzinom (Definition, Häufigkeit, Symptome, Komplikationen, Abklärung bei Prostatakarzinom)

Definition:

Maligne (bösartige) Entartung des Prostatagewebes

häufigste Karzinom des Urotrakts, dritthäufigste bösartige Tumor des Manes nach dem Lungen- und Kolonkarzinom

Häufigkeit:

Das Prostatakarzinom ist das häufigste Karzinom des Urogenitaltrakts und der dritthäufigste bösartige Tumor des Mannes nach dem Lungen- und Kolonkarzinom.

Symptome:

  • vor Metastasierung Symptome wie Prostataadenom
  • Blut im Urin (Hämaturie) = immer Tumorverdacht!!!
  • Symptome die durch Metatsasen hervorgerufen werden:
    • lumbosakrale Schmerzen mit Ausstrahlung in Hüfte und Oberschenkel durch Knochenmetastasen
    • Gewichts- und Appetitverlust
    • Tumoranämie
    • urämische Symptome, Nierenversagen
    • Lymphödem (Lymphkotenmetastasen)

Komplikationen:

  • Miktionsprobleme wie bei der Prostatahyperplasie
  • Komplikationen durch die Metastasen

Abklärung:

wie bei Prostatahyperplasie:

  • Miktionsanamnese
  • Rektalpalpation
  • Ultraschall
  • Tumormarker: PSA

 

 

Erläuterung Urosticks

  • Combur-Test
  • erlaubt die Bestimmung bis zu 11 Parametern zur Erstellung des kompletten chem. Urinstatus, einschliesslich der Sedimentbestandteile Leukozyten und Erythrozyten
  • die wichtigsten Parameter:
    • pH- Wert
    • Leukozyten
    • Nitrit
    • Protein
    • Glucose
    • Keton
    • Bilirubin
    • Blut

Urethritis (Definition, Formen, Symptome, Komplikationen, Therapie, Prävention)

  • Def: Harnröhrenentzündung, mit Ausfluss und Dysurie, häufig Geschlechtskrankheiten
  • Formen: nicht-gonorrhoisch, gonorrhoisch (Tripper)
  • Sy:
    • Ausfluss, evtl. morgendlich "Bonjour-Tröpfchen"
    • Brennen und Scherzen beim Waserlassen
  • Kompl.:
    • Keimaszension (Frauen: Entz. Uterus, Eileiter, Ovarien; Männer: Entz. Prostata, Samenblase)
    • Sterilität
    • postentz. Stenosen (Urethrastriktur) beim Mann
    • bakt. oder reaktive Arthritis
  • Dx: Anamnese, Urinbefund, Erregernachweis
  • Tx: häufiges trinken und Wasserlassen, Antibiotika, Sexualpartner mitbehanden
  • Präv: Kondome benutzen

Urosepsis (Definition, Epidemiologie, Patogenese, Symtpome, Komplikation, Abklärungen, Therapie, Sonstiges)

  • Definition Sepsis mit Verbrauchskoagulopathie (Aufbrauchen der Gerinnungsfaktoren mit nachfolgender Blutungsneigung)
  • Epidemiologie: häufigste Form der Sepsis
  • Patogenes:
    • Harnstau (infolge von Steinen, Tumoren, Nierenbeckenabgangsstenose u.a. angeborene Urinabflussstörungen), Harnwegsinfekt (häufigster Keim: E. Coli)
    • die Kombination von Stauungsniere und HWI ist der typische Auslöser einer Urosepsis
    • begünstigende Faktoren: red. AZ, Diab. mell., Malignome, Immunsuppressiva, langdauernde Antibiose, Leberinsffizienz
  • Symtpome: schubweise fiebrige Errankung bis hin zum Schock
    • Bewusstseinstrübung
    • rasche Verschlechterung des AZ
    • septische Fieberschübe mit Schüttelfrost; plötzlich stark ansteigendes Fieber
    • Tachypnoe
    • klassischerweise therapierefraktäre Hypotonie und Tachykardie
  • bei allen urologischen Erkrankungen und Eingriffen, auf die Fieber folgt, muss an eine Urosepsis gedacht werden!
  • Komplikation: lebensgefährlich, Mortalität liegt bei über 50%
  • Abklärungen:
    • Harnwegsinfektdiagnostik
    • Labor: Entz.parameter, Blutkultur
    • bildgebende Dx: Stauung im Urotrakt
    • Kreislaufüberwachung: BD, Puls
  • Therapie: Intensivmediinishce Therapie mit Antibiose und allfälliger Schockbehandlung, Beseitigung der evtl. bestehenden Abflussbehinderung
  • Sonstiges:
    • akutes Abdomen DD infizierte Stauungsniere
    • bei älteren Pat. können unklare Kreislaufzusammenbrüche auf eine Sepsis hinweisen
    • nicht immer mit Fieber einhergehend!

 

Glomerulonephritis (Definition, verschiedene Formen nennen)

  • Def: Sammelbegriff verschiedener Nierenerkrankungen mit meist immunologisch bedingter Entzündung der Glomeruli
  • Unterscheidung  nach Verlauf und Morphologie in:
    • akute postinfektiöse GN
    • chronische GN

Akute postinfektiöse Glomeruonephritis

  • Ät: 1-2 Wochen nach Streptokokken-A Infekt (z.B: Tonsillitis) lagern sich Ag-Ak-Komplexe in Glomeruli ab
  • Sy:
    • Hämaturie, Proteinurie (Blut und Eiweisse im Urin)
    • Abgeschlagenheit,, Kopf- und Gliederschmerzen
    • Hypertonie
    • Ödeme, meist Lidödeme
  • Kompl:
    • Nephrotisches Syndrom mit Ausbildung von Lungen-, Hirnödem;
    • Anurie
  • Dx:
    • Anamnese: vorangegangener Infekt
    • Urinbefund: Hämaturie, Proteinurie
    • Blutbefund: erhöhter Anti-Streptolysin-Titer
  • Tx:
    • engmaschige Gewichts- und Laborkontrolle (Ödem)
    • Penicillin bei Streptokokkeninfekt
    • Behandlung der Komplikationen
  • Prog: 80% Ausheilung, selten Übergang zur Chronizität oder Tod

Chronische Glomerulonephritis

  • Def: chronisches Stadium der Glomerulonephritiden mit schleichendem Krankheitsbeginn
  • Ät: meist unklar, selten Hinweis auf durchgemachte GN
  • Sy:
    • Hämaturie, Proteinurie
    • Hypertonie
    • langsam fortschreitende Symptomatik einer Niereninsuffizienz
  • Tx: symptomatisch, vrgl. Niereninsuffizienz

Nephrotisches Syndrom (Definition, Ursachen, Symptome, Komplikationen)

  • Definition: Sammelbegriff für Nierenerkrankungen die durch folgende Merkmale gekennzeichnet sind:
    • Proteinurie > 3,5g/ Tag
    • Hypoproteinämie
    • Ödeme
  • Ursachen: Ursachen der Glomerulonephritis (80%), wobei am häufigsten die ideopathische Glomerulonephritis
  • Symtome:
    • Ödeme (Lidödeme, Hirn- und Lungenödem)
    • Hypertonie
    • Kopfschmerzen
  • Komplikation: akutes Niernversagen, erhöhte Thrombosegefahr: Lungenembolie

Vesikouretraler (vesikorenaler) Reflux

Chronische Pyelonephritis (Definition, Symtpome, Komplikation, Abklärungen, Therapie, Prognose,

  • Def: chronische Entz. des Nierenbeckens und der Niere mit narbiger Deformierung des Nierenkelchsystems
  • Sy: uncharkteristisch
    • Abgeschlagenheit
    • Kopf- Rückenschmerzen
    • Übelkeit und Gewichtsabnahme
    • Fieber, Hypertonie, Anämie
    • bei Kd. mit Gedeihstörungen ohne klare Ursache und über längere Zeit vermindertem Allgemeinzustand ist eine chronische Pyelonephritis auszuschliessen!!!
  • Kompl:
    • Urosepsis
    • Schrumpfniere, Niereninsuffizienz
    • Hypertonie
  • Abkl: Anamnese, Urinbefund, Blutbefund, Sonographie, Urographie
  • Tx: gezielt Antibiotika, OP
  • Prog: abhängig von rechtzeitiger Ursachenbeseitigung

Akute Niereninsuffizienz

=> akutes Nierenversagen (ANV)

Definition, Ursache, Symtome, Komplikationen

  • Defintion: reversible Krankheit mit Oligurie/ Anurie und Anstieg der harnpflichtigen Stoffe (Harnstoff, Kreatinin) im Blut
  • Ursachen:
    • prä-renal: ischämische Nierenschädigung: RR-Abfall, Volumenmangel, Schock, Nierenarterienverschluss
    • intra-renal: entzündlich oder immunologisch: Glomerulonephritis etc., toxische Nierenschädigung: bakt. Toxine, Hämolyse, kPntrastmittel, Medikamente etc.
    • post-renal: Abflussbehinderung der Harnwege: Steine, Prostathyperplasie, Tumore, ...
  • Symtome: Oligurie, Anurie, Ödembildung, rasche Ermüdbarkeit, Übelkeit
  • Kompliakationen
    • Überwässerung- Ödeme Lunge o. Hirn, Hypertonie, Herzinsuffizienz
    • Hyperkaliämie
    • metabolische Azidose
    • Urämie
    • Infektanfälligkeit

Chronisches Nierenversagen (CNV)

Definition, Ursachen, Symptome und Komplikationen

  • Definition: Irreversible Schädigung des Nierengewebes mit Abnahme des Glomerulumfiltrates
  • Ursachen: Glomerulonephritis, diabetische Neuropathie, schwere Hypertonie, Arteriosklerose, chronische Pyelonephritis, Analgetikanephropathie: NSAR
  • Symtome:
    • allg.: Müdigkeit, Foetor uerämicus (typischer Mundgeruch), Bläse (Anämie), Cafe au lait farbige trockene Haut mit Juckreiz
    • ZNS: Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, ...
    • Kreislauf: Hypertonie, Herzrhythmusstörungen, Perikarditis
    • Lunge: Lungenödem, Pleuritis, vertiefte Atmung
    • Magen-Darm-Trakt: urämische Gastroenteritis mit Erbrechen
    • Blut: Anämie
    • Osteoporose

Urämie

  • Urin im Blut

Nierenzellkarzinom (Definition, Ursachen, Symptome, Komplikationen)

Definition 

  • Def: maligner Nierentumor, der aus den Tubulusepithelien hervorgeht

Ursachen

  • Ät + PG: höheres Alter, Rauchen, bergweicht, regelmässig Analgetika, Exposition genübe Cadmium, Blei und Asbest, Männer doppelt so häufig wie Frauen

Symptome

  • Sy: Bechwerden meist erst im fortgeschrittenen Stadium, Hämaturie und Flanenchmerzen, klassische Symptome wie Fieber, Nachtschweiss, Gewichtsverlust, sind palpierbar

Komplikationen

  • Kompl: Varikozele beim Mann, Metastastasierung hämatogen: Lunge, Knochen, Leber, Gehirn, kantralaterle Niere, Nebenniere, regionale Lympknotenmetastasen

Urothelkarzinom (Definition, Ursachen, Symptome, Komplikationen)

Definition

maligne Entartung des Urothels, 90% in Harnblase

Ursachen

Folgende Risikofaktoren führen gehäuft zu Urothelkarzinomen

  • chronische Entzündungen,
  • Kanzerogene: aromatische Amine (Benzidin etc. in Farben- Berufsanamnese), Rauchen

Symptome

schmerzlose Hämaturie

Komplikationen

Metastasierung

Hämaturie (Mikro- und Makrohämaturie unterscheiden, Ursachen, Ableiten der diagnostischen Konsequenz, einteilen schmerzhaften und schmerzlosen Gründen, Anamnese, Abklärung)

  • Def: Beimischung von Erythrozyten (Blut) im Urin (Rotfärbung)
  • Unterscheidung in
    • sichtbare (=Makro) Hämaturie
    • mikroskopisch nachweisbare  (=Mikro) Hämaturie
  • Ät: Steinleiden, Tumore, Glomerulnephritis, Zystitis, Pyelonephritis, Prostatiis, Uretritis, Trauma, Antikoaulanzienüberdosierung, Mensblutung
  • Einteilung nach Schmerzen:
    • schmerzlos: Tumor, Störung der Blutgerinnung
    • schmerzhaft: Steine, Entzündung
  • Therapie: Anamnese (Schmerzen?), Labor: Urinsediment
  • Vorgehen bei einer Hämaturie: Mikrohämaturie: Ursachenforschung, Makrohämaturie: sofort therapiebedürftig

Oligurie

  • Urinmenge <0,5l/ 24h
  • Flüssigkeitsmangel: Durst, Fieber, Durchfall, Herzinsuffizienz, Nierenfunktionsstörung

Algurie

  • starke Schmerzen bei der Miktion

Strangurie

  • stärkste krampfartige miktionsabhängige Beschwerden

Definition Restharn und Nachträufeln + Ursache

  • Def: unvollständige Blasenentleerung
  • Symptom für
    • eine Obstruktion
    • neurologisch bedingte Schwäche
    • Uterus myomatosus (=>Harnblasenverdrängung)
  • Folge: Nachträufeln

Unterschied zwischen Anurie und Harnverhalt

  • Harnverhalt: trotz normaler Urinproduktion und voller Blase ist keine Miktion möglich
  • Anurie: fehlende Urinproduktion

Study