Ausbildung NHP


A. J.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pathologie des Verdauungssystems, geeignet für medizinische Fachkräfte. Sie decken Themen wie Ursachen, Symptome und Therapien von Erkrankungen wie Gastritis, Ulcus, Ileus und Hernien ab. Auch seltene Krankheiten wie Zöliakie und Pankreaskarzinom werden behandelt. Die Lernkarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Ärzte, die ihr Wissen über gastrointestinale Erkrankungen vertiefen möchten.
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13
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
20.09.2016 / 26.05.2023

Lernkarten

Abklärung und Vorgehen bei Appendiztis

  • Anamnese
  • Labor: Entzündungszeichen
  • Rektaltemp: stärker erhöht als axillar (>1°C)
  • Palpatorsiche Abdomenuntersuchung (Druck- Loslassschmerz)
    • McBurney-Punkt
    • Lanz-Punkt
    • Blumberg-Zeichen
  • Schmerz bei rektaler Untersuchung
  • Bauchmuskelabwehrspannung
  • Tx: notfallmässige Spitaleinweisung da drohende Perforation- operative Entfernung (Appendektomie)

Morbus Crohn (Ileitis terminalis)

  • unspez. Entzündung mit Narbenbildung, die alle Abschnitte des Verdauungstraktes vom Mund bis zum Anus befallen kann

Symptome des Morbus Crohn

  • schleichend
  • kolikartige Schmerzen im re. Unterbauch
  • Hyperkrinie- schleimig, blutige Durchfälle
  • Dünndarm: Resorptionsstörung- Gewichtsverlust, Mangelerscheinungen, Wachstumsstörung
  • Dickdarm: wässrige Diarrhoe, Dehydrierung, Elektrolytverlust
  • Allgemeinsymptome: Abgeschlagenheit, Fieber
  • perianalle Fisteln mit Stuhlschmieren, anale Inkontinenz

Therapie und Verhaltensmassnahmen bei Morbus Crohn

  • Diät (faserstoffarme und kalorienreiche Kost, viel Flüssigkeit)
  • Lymphdrainage im beschwerdefreiem Intervall
  • Colon-Hydro-Therapie im beschwerdefreiem Intervall
  • Substitution von Vitaminen und Mineralstoffen bei Malabsorptionssyndrom
  • medikamentös- Cortison, Salofalk
  • Gesprächstherapie
  • OP bei Komplikationen

Komplikationen bei M. Crohn

  • Stenosen
  • Abszessbildung
  • verminderte Aufnahme von Nahrungsbestandteilen (Malabsorptionssyndrom)
  • Augenentzündungen
  • Gelenksentzündungen
  • andere Atoimmunerkrankungen

Prognose bei M. Crohn

  • chronisch rezidivierende Erkrankung (schubweise)
  • bei optimaler Therapie normale Lebenserwartung

Colitis ulcerosa

-Definition-

  • chronische Schleimhautentzündung des Dickdarms, schubweise
  • kontinuierliche Ausbreitung nach proximal

 Colitis ulcerosa

-Symptome-

  • blutiger, eitriger Durchfall mit Schleimbeimengungen
  • Ausbreitung vom Rektum nach proximal- Beschwerden vorwiegend im linken Unterbauch
  • krampfartige Schmerzen, Gewichtsverlust
  • Abgeschlagenheit, Fieber

Therapie und Verhaltensmassnahmen bei Colitis ulcerosa

  • Diät
  • medikamentös (Cortison- immunsuppresiv, entzündungshemmend))
  • Psychotherapie
  • chirurgische Intervention (Teilentfernung des Darms)

Gegenüberstellung Colitis ulcerosa und M. Crohn

Colondivertikel

  • Kolondivertikel sind sackförmige Ausstülpungen der Mukosa und Submukosa durch die Muskularis der Darmwand
  • Divertikulose = Auftreten mehrerer Divertikel

Ursachen für Divertikel

  • Veranlagung (Bindegewebsschwäche)
  • schlackenarme Kost ⇒ verzögerte Darmpassage ⇒ Obstipation ⇒ intraluminale Druckerhöhung

Symptome von Divertikeln

  • meist beschwerdefrei
  • wechselnde Stuhlgewohnheiten- Diarrhoe und Obstipation, Blähungen
  • entz. Divertikel (Divertikulitis): Schmerzen, Fieberschübe, anale Blutabgänge

Komplikationen der Divertikel

  • Divertikulitis
  • Perforation
  • Stenosen
  • Blutungen und Anämieentwicklung

Therapie bei Divertikeln

  • Diät (ballaststoffreich und viel Flüssigkeit, möglichst weicher Stuhlgang)
  • bei schweren Fällen chirurgische Intervention
  • Bindegewebsaufbau mit Schüssler
  • Antibiotika (Divertikulitis)

Colon- und Rektumkarzinom

  • Maligne Neoplasie im Bereich des Dick- und Mastdarms

Häufigkeit Colon- Rektumkarzinom

  • gehören zu den häufigsten Karzinomen in der westl. Welt
  • Manifestation im Alter von über 60
  • Häufigkeit nimmt stetig zu

Symptome Colon-/ Rektumkarzinom

  • Änderungen der Stuhlgewohnheiten, rektale Blutungen, dumpfe, kolikartige, abdominale Schmerzen
  • später: Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Schmerzen im Unterbauch und Anämie
  • Blut im Stuhl bedeutet bis zum erwiesenen Gegenteil: Karzinomverdacht!

Komplikationen bei Colon-/ Rektumkarzinom

  • Blutungen
  • Passagebehinderung (bleistiftförmiger Stuhl)
  • Perforation
  • Metastasen, v.a. in Leber

Definition Reizmagen und Reizdarm (Colon irritabile)

  • funktionelle chronische Magen- bzw. Darmbeschwerden ohne fassbare organische Ursache

Ursachen des Reizmagens und -darms

  • unklar, keine organische Ursache
  • psychische Störungen/ Belastungen
  • meist sensible Menschen

Symtome Reizmagen, -darm

  • (krampfartige Schmerzen) und Druckgefühl im Unterbauch
  • Blähungen
  • Verstopfung und/ oder Durchfälle
  • Karzinophobie
  • frühes Sättigungsgefühl
  • Aufstossen, Sodbrennen
  • Übelkeit, Erbrechen

Therapie des Colon irritabile

  • Gespräch (Therapie)
  • Erkennen und Beheben der stressauslösenden Faktoren
  • faserreiche Kost bei Verstopfung, eher faserarm bei Diarrhoe
  • meiden unverträglicher Nahrungsmittel
  • evtl. vorübergehend Medikamente
  • Entspannungsübungen, Yoga, Autogenes Training

Hämorrhoiden

-Definition-

  • chronische Vergrösserung eines analen Schwellkörpers

Ursachen für Hämorrhoidalprobleme

  • Schwäche der Venenwand (Bindegewebsschwäche),
  • fam. Veranlagung
  • jahrelange Obstipation (Pressen beim Stuhlgang),
  • Laxantienabusus
  • ausgiebig fettreiche Nahrung, reichlich Alkohol
  • längeres Sitzen und Bewegungsarmut
  • Schwangerschaft

Symptome Hämorrhoidalleiden

  • Schmerzen bei und nach Stuhlgang
  • Entzündung der Hämorrhoiden
  • Blutungen
  • Perianaljucken
  • Perianalekzem

Hämorrhoiden lassen sich in vier Stadien einteilen, je nach Befund

Therapie Hämorrhoidalleiden

  • Stuhlweichhaltung
  • Diät
  • med: Suppositorien
  • sorgfältige, aber nicht übertrieben Intimpflege
  • Bitterstoffe zur Tonisierung der Pfortadergefässe
  • evtl.OP
  • Bindegewebsaufbau

Leitsymtome die auf eine Leberstörung hindeuten

  • Ikterus (Gelbfärbung der Haut/ Lederhaut)
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Völlegefühl, Fettunverträglichkeit
  • Juckreiz
  • Oberbauchbeschwerden
  • dunkler Urin, heller Stuhl

Ikterus

-Definition-

  • Gelbliche Verfärbung der Haut, der Schleimhäute, sowie der Lederhaut der Augen von Ablagerung von Bilirubin im Gewebe

Ursachen eines Ikterus mittels Einteilung in prähepatisch, intrahepatisch, posthepatisch

  • prähepatisch (hämolytsicher) Ikterus: Erhöhung gebildeter Erythrozytenrhöhung der Bilirubinbildung  durch
    • verstärkte Hämolyse (Blutabbau) durch:
      • Malaria, fehlerhafte Erythrozytenbildung, vorzeitiger Abbau
  • Intrahepatischer (hepatuzellulärer) Ikterus:
    • akute oder chronische Schädigung der Leberzellen durch:
      • chronischer Alkoholabusus, Entzündungen (Virushepatitis)
  • posthepatischer (cholestatischer (Verschluss) Ikterus: durch:
    • Gallenstauung in der Leber
    • Abflussstörung der Galle durch:
      • Gallensteine, Tumoren, Pankreaskarzinom

Symptome Ikterus

  • Braunfärbung des Urins
  • entfärbter (heller) Stuhl
  • Juckreiz- Pruritis (durch Ablagerung von Gallensäure in der Haut)

Neugeborenen Ikterus

(physiologisch)

  • physiologischer Ikterus
  • 3-5 Tage nach Geburt Erhöhung des wasserunlöslichen Bilirubins
  • vermehrter Erythrozyten-Abbau und verminderte Bilirubinausscheidung durch die noch unreife Leber
  • Gefahr bei Frühchen:
    • Gehirnentzündung

Hepatitis

-Defintion-

  • Leberentzündung

Mögliche Ursachen einer Hepatitis

  • toxisch
  • viral

Mögliche Viren die zu einer Hepatitis führen

  • A, B, C, D, E

Viren die  nur akute Hepatiden herfvorrufen und Ansteckungsweg

  • A und E
  • durch Trinkwasser und Nahrungsmittel (Verunreinigungen mit Kotspuren)

 Viren mit möglichem chronischen Verlauf der Hepatitis und Ansteckungswege

  • B, C und D
  • alle Körpersäfte: d.h.
    • Blut zu Blut Kontakte (bereits kleine Blutmengen)
    • ungeschützter Sexualverkehr (bei Hep. B) auch durch Sperma- und Scheidenflüssigkeit
    • durch Geburt (Mutter mit Hep. B Übetragung auf Neugeborenes- sofortige Impfung nach Geburt kann dies verhindern)
    • 10% der Hep. B Infizierten entwickelt eine chronische Hepatitis

Symptome Hepatitis

  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Apptitlosigkeit, Blähungen, Verdauungsbeschwerden
  • subfebrile bis febrile Temperaturen
  • Ikterus
  • Braunfärbung Urin und heller Stuhl

Komplikationen einer Hepatitis

  • fulminante tödliche Verläufe
  • Leberschädigung (bei chron. Hep. B, C, D)
    • d.h. Leberzirrhose, Gefahr der Leberzellkarzinombildung

Leberzirrhose

-Definition-

  • Untergang des Parenchyms (funktionelle Gewebe eines Organs) mit Zerstörung der Läppchen- und Gefässstruktur der Leber und Ausbildung von bindegewebigem, narbigem Ersatzgewebe

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