Pathologie 5. Semester

Allgemeine Pathologie

Allgemeine Pathologie


Miriam Schell
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über pathologische Prozesse und Erkrankungen, die im universitären Studium relevant sind. Sie behandeln Themen wie Tumoren, Entzündungen, Allergien und spezifische Krankheiten wie Tuberkulose und Sarkoidose. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten, da sie detaillierte Informationen zu Pathomechanismen, Diagnostik und Therapieoptionen bereitstellen, die für das Verständnis und die Anwendung in der klinischen Praxis essenziell sind.
Cartes-fiches
59
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
22.05.2013 / 23.05.2021

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Basaliom

 

Das Basaliom ist ein maligner Hauttumor, der lokal infiltrierend und destruierend wächst, aber nicht metastasiert. Früher wurde das Basaliom deshalb als semimaligne bezeichnet.

Furunkel

kleiner Abszess, ausgehend von einem Haarfolikel

Allgemeinreaktion einer Entzündung

Fieber: Sollwertverstellung im Hypothalamus (Endotoxine, IL-1, TNF, PGE2), Schüttelfrost

Leukozytose: Granulozytose und Linksverschiebung

Plasmaproteine: akutes-Phase-Protein, BSG- Erhöhung, (chronisch: Hypergammaglobulinämie)

Katabolie mit Gewichtsverlust

Fibrinöse Entzündung

- Extravasale Aktivierung des Gerinnungssystems mit Ausbildung von Fibrinpolymeren

- Beseitigung des Exsudats durch Organisation oder Abstoßung (an Oberflächen), oft Narbenbildung

Sonderformen:

- pseudomembranös kruppös: nur Epithel nekrotisch

- pseudomembranös- nekrotisierend (Diphterietyp): tiefergehende Nekrose mit Kapillareröffnung

eitrige (purulente) Entzündung

Eiter: Neutrophile und ihre Zerfallsprodukte

eitrig- katarrhalisch: an Schleimhäuten, u.U. mit Schleimbeimengung (eitrige Bronchitis)

abszedierend: Ausbildung von Einschmelzungsherden im Gewebe mit Nekrose und Wall aus Entzündungszellen (pyogene Abszesse im Myocard)

phlegmonös: diffuse Durchsetzung lockeren Gewebes durch entzündetes Filtrat und Bakterien (Appendizitis, Erysipel)

 

Granulom

Knötchenförmige Ansammlung von Entzündungszellen (Lymphozyten, Histiozyten -> orstständige Makrophagen im Bindegewebe) bei chronischer Entzündung

epitheloidzellig: kleinherdig, nicht verkäsend (Sarkoidosetyp), verkäsend (Tuberkulosetyp)

mischzellig: Katzenkratzkrankheit, pseudotuberkulös

histiozytär: rheumatoid, FK- Granulome

 

Sarkoidose/ M. Boeck

- nicht verkäsendes Epitheloidzellgranulom

- entzündliche Systemerkrankung unbekannter Ursache

- befallene Organe: Lunge, Leber, Haut, Herz

-Verlauf: chronisch, respiratorisch Insuffizient und Rechtsherzversagen möglich

 

Tuberkulose

chronische Infektionserkrankung

- zentral verkäsende Nekrose ( eine durch Mycobakterien entstandene krümelige, weißlichgelbe Nekrosemasse)

- über Tröpfcheninfektion, Nachweiß im Sputum, Magensaft

- Pathogenität: wachsartige Glykolipide der Zellwand (Makrophagen phagozitieren Tuberkelbakterien ohne Abtötung)

Begriffe:

Simon'scher Spitzenherd: durch blande Streuung an Stellen mit guter Ventilation und geringer Perfusion, heil als Spitzenschwiele ab

Tuberkulom: entsteht durch Konfluenz vieler tuberkulöser Granulome (kann verkalken)

Kaverne: Hohlraum durch Aushusten des nekrotische Zentrums bei Bronchialanschluss

kalter Abszess: tuberkulöse Gewebeeinschmelzung ohne typische Symptomatik der akuten bakteriellen Infektion

Unabhängigkeit von Wachstumssignalen durch Protoonkogene

  • Überexpression von Wachstumsfaktoren -->autokrine Stimulation der Rezeptoren-->kontinuierliche aktivierter Rezeptor -->Wachstumssignal
  • Überexpression von Transkriptionsfaktoren -->Zellteilung (z.B. MYC-Gen)
  • Überexpression von Cyclinen

Missachtung von Signalen der Wachstumshemmung durch Verlust von Tumorsupressorproteinen

  • Funktionsverlust des Retinoblastom-Proteins--> Zelle geht ins S-Phase über
  • Funktionsverlust P53-Protein-->bei Zellschaden keine Reparatur/Apoptose
  • ist APC (=Adenomatous polyposis coli) mutiert (oder bei WNT-Bindung) wird b - catenin  nicht abgebaut-->als Transkriptionsfaktor im Zellkern wirksam--> Zellproliferation

Unterdrückung/ Umgehung der Apoptose:

  • Überexpression von anti-apoptotischen Proteinen à Unfähigkeit zum Zelltod (bcl2 in follikulärem Lymphom)
     

Uneingeschränkte Potenz zur Replikation:

Telomeraseaktivität

Potenz zur Angiogeneseinduktion

  • VEGF = Vascular Endothelial Growth Factor, induziert Angiogenese

 

Potenz zur Invasion (und Metastasierung)

  • Verlust der Zell-Zell-Kontakte
  • Degradation der Basalmembran
  • Kontakt zu extrazellulären Matrixproteinen, Rezeptoren – Integrine
  • Motilität auch überwiegend durch Integrine
  • Invasion mithilfe proteolytischer Enzyme

Veränderungen bei Onkogenen „gain of function“, dominant:

  • Punktmutation – aktivierend (RAS --> Reguliert Wachstumsprozesse)
  • Amplifikation (= gezielte Vermehrung von DNA-Abschnitten) – HER2, MYC
  • Translokation ( 14;18)-->z.B. blc2-Überexpression

Veränderungen bei Tumorsupressorgenen „loss of funktion“, rezessiv

  • Punktmutation – inaktivierend (p53) -->Zellteilung trotz Schäden/ keine Apoptoseeinleitung
  • Deletion – 13q14 –> Retinoblastom
  • Loss of heterozygostiy (LOH)

Epigenetische Veränderungen

  • Hypermethylierung der Promotern von Supressorgenen (p16) -->Methylierung der CpG-Dinukleotide in Promotrregionen = Inaktivierung des nachgeschalteten Gens = Transkriptionshemmung
  • mircoRNA Disregulation  (microRNA spielen eine wichtige Rolle in der Genregulation)

Umweltfaktoren

  • Chemische Karzinogenese: Targets RAS, p53 z.B. Aflatoxin (Pilzgift)
  • Strahlung: UV (Pyrimidin-Dimere) ->Hautkrebs, Ionisierende Strahlung (Leukämie, Schilddrüsen-CAs
  • Erreger: RNA-Viren (human T-cell leukemia virus type 1), HPV 16/18 (Cervix-CA), EBV (Burkitt-Lymphom), Hep B und C (hepatozelluläres CA durch Induktion einer Hepatitis, KEINE viralen Onkogene), Heliobacter pylori  (Gastritis, Atrophie, Intestinale Metaplasie -> Magen-CA, MALT-Lymphom)

Tumorimmunologie

  • Immundefizienz -> erhöhte Tumorinzidenz
  • Tumorantigenge (Antigene, die von Krebszellen produziert werden und in der Lage sind eine Immunantwort auszulösen)
  • Antitumormechanismen: Zytotoxische T-Zellen (mit Tumormaterial geimpfte dendritische Zellen), Natürliche Killerzellen (diverse Rezeptoren), Macrophagen (reaktive Sauerstoffradikale, TNF), Antikörper (Therapeutische nutzbar z.B. bei CD20)

Étudier