Pathologie

Verdauungstrakt

Verdauungstrakt


Janine Wüthrich
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über Pathologien im medizinischen Bereich, insbesondere für Berufslehrlinge. Sie decken Ursachen, Symptome, Therapien und Definitionen von Erkrankungen wie Hepatitis, Leberzirrhose, Gastritis und Pankreaskrankheiten ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für angehende Mediziner und Pflegekräfte, die sich auf die Diagnose und Behandlung von Leber- und Magen-Darm-Erkrankungen vorbereiten.
Cartes-fiches
98
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3
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
06.11.2016 / 02.02.2020

Cartes-fiches

Ulkus: Definition? wo treten diese auf?

= Defekt von Schleimhaut / Haut.
im Duodenum (12-Fingerdarm) = Ulucs duodeni, selten im Magen

Ulkus: Symptme:

können gefässreiche, tiefe Wandschichten freilegen und zu massiven Blutungen führen.
- Oberbauchschmerzen, die durch Essen / Milch gelindert werden. Einige Stunden später aber wieder auftreten.
- Übelkeit, Appetitlosigkeit

Ulkus: Ursachen? V.a. gefährdete Pers?

- Helicobacter pylori
- Medi-Nebenwirkungen
- Stress --> zu viel Säure im Magen, z.B: post OP
- unbehandelte Gastritis ist die Vorstufe vom Ulkus
Raucher und Alkoholiker sind v.a. gefährdet.

Ulkus: Befunde?

pos. Stuhlantigentest auf Helicobacter pylori
pos. Hämoccult
Nachweis durch Endoskopie -> Gastroskopie & Biopsie

Ulkus: Komplikationen?

- akute Blutung: im Magen/Darm (Haematemesis = Bluterbrechen, Meläna = Blutstühle) mit Entwicklung eines hypovolämischem Schock. -> tritt auf wenn Ulkus tiefe Blutgefässe eröffnet.
- Perforation: Ulkus dringt durch ganze Magen-/ Darmwand -> Magen-/Darminhalt gelangt in freie Bauchhöhle => Peritonitis
- Pylorusstenose: Verengung Magenausgang: durch narbige Abheilung der dortigen Geschwüre.
- Übergang ins Karzinom: Duodenalgeschwüre bleiben immer gutartig.
 

Ulkus: Therapie?

PPI (=Protonenpumpenhemmer: Säurehemmer, Pantoprazol) und 3 kombinierte Antibiothika gegen Helicobacter

Magen-, Speiseröhrenkrebs: Ursachen:

Nikotin- und Alkoholkonsum

Ösophaguskarzinom: Symptome?

Schluckstörungen
Husten wegen Speichelaspiration

Magenkarzinom: Symptome?

Gewichtsverlust,
Übelkeit,
Appetitlosigkeit

Magen-, Ösophaguskarzinom: Befunde?

chronische Blutungsanämie
pos. Hämoccult
BSR erhöht
Nachweis durch Gastroskopie & Biopsie

Magen-, Ösophaguskarzinom: Verlauf? Ösophaguskarzinom Therapie?

Metastasierung in Leber.
Lebervergrösserung
Schlussendlich Leberversagen mit Ikterus
- Ösophaguskarzinom operieren.

Frequenz norm Stuhlgang

3x/Tag - 3x/Woche Stuhlgang

Diarrhoe: Definition?

= Durchfall
Unterschied in 3 Hinsichten:
- Menge: mehr als 3x/Tag
- Frequenz: häufiger
- Qualität: wässriger
 

Diarrhoe: Ursachen?

Infektionskrankheiten: durch Viren, Bakt: Kolibakterien, Salmonellen, Parasiten
Toxisch: verdrobende Lebensmittel (Staphylokokken)
Nervös: Angst (Prüfungsanst)
weitere Ursachen: Laktoseintoleranz, Zoeliakie, Colon irritabile (IBS), Abführmittel, ...

Diarrhoe: Symptome?

- Akut: wässriger Druchfall mit Fieber bis 38.5 Grad ohne Krämpfe & Blutungen -> weniger bedrohliche Infektion mit E. coli / Lamblien
- Alarmzeichen: Fieber >38.5 Grad, Bauchkrämpfe und blutige Durchfälle
- baldige Abklärung bei: Kinder <4J, Gewichtsverlust >10% des Körpergewichtes.
- chronische Durchfälle: endoskopisch abklären

Diarrhoe: Therapie:

Wasser mit Zucker / Salz
Keine feste Nahrunng
vorübergehende Laktoseintoleranz

Obstipation: Definition?

= Verstopfung
Unterschied in 3 Hinsichten:
- Menge: zu wenig
- Frequenz: zu selten
- Qualität: zu hart

Obstipation: Ursachen?

- Funktionell: Stuhldrang inorieren  und  Gang zur Toilette hinauszögern. Zu wenig ballaststoffreiche Nahrung.
- Verlängerte Passagezeit: durch Dickdarm (slow transit) oder Störung in Stuhlvorgangsteuerung (outlet obstruction)
- Mechanisches Hindernis im Dickdarm: z.B: DIckdarmkrebs oder eingeengte Darmlichtung
- Anderes: als Nebenwirkung von Neuroleptika, Opiate, Eisen, anderen Medis.

Obstipation: Therapie?

Ernährungsgewohneiten ändern.
Quellmittel: Leinsamen, Flohsamen, Feigen
Förderung ausgeglichener Darmflora durch Bifidusbakterien
Faserreche Kost: un- oder schwer verdauliche Ballaststoffe pflanzlicher Herkunft in Präparaten oder Rohkost, Früchten, Hafer, Vollkornbrot, ...

Colon irritabile: Definition?

= Reizdarm, IBS = Irritable Dowel Syndrome
Phasenweise auftretende, krampfartige 'Bewegungsstörungen' des Dickdarms.

Colon irritabile: Ursachen?

keine organische Ursachen, Darm ist gesund, aber überempfindlich
evt. Gastroenteritis voraus
= psychosomatische Krankheit

Colon irritabile: Symptome?

immer wieder leichte Bauchschmerzen bis schwere Bauchkrämpfe
viel Blähungen und Windabgang
Schmerzen durchs Essen eher verstärkt
abwechslungsweise obstipiert oder Diarrhoe oder nur eines von beiden.
Besserung nach Stuhlgang.

Colon irritabile: DD? Therapie?

DD: Laktoseintoleranz
Harmlose Erkrankung welche durch blähungshemmende Mittel behandel wird:
   Fenchel-Krümmes-Anis-Tee,
   Pfefferminzöl,
   Stuhlregulierende Mittel wie Leinsamen,
   Iberogast, Spasmocanylase

Zöliakie: Synonym? Definition? Folge?

= Sprue = Glutenintoleranz
Erkrankung des Dünndarmes.
Lebenslange Unverträglichkeit gegenüber Gluten (Bestandteil von Weizen, Roggen, Hafer, Gerste).
Bei der Einnahme von Gluten führt es zu einer chronischen Schädigung der Dünndarmschleimhaut -> Zotten werden abgebaut und die Dünndarmschleimhaut wird abgeflacht (Zottenatrophie)
Folge: Nahrungsbestandteile können nicht mehr vom Körper aufgenommen werden --> Malabsorption.

Zöliakie: Symptome?

Wachstumsstörungen, Untergewicht
Blässe
chronische Durchfälle, Blähungen
Appetitlosikeit
Malabsorption: Eisen-, Vitaminmangel -> weil es nicht mehr aufgenommen werden konnte.
 

Zöliakie: Diagnosestellung durch? Befunde?

Diagnosestellung durch: Gastroskopie & Duodenumbiopsie
Laborbefunde: Eisenmangelanämie, Folsäuremangel, AK gegen t-Transglutaminase (=Enzym zum Weizenabbau), tiefer Spontanquick

Zöliakie: Therapie?

Lebenslange glutenfreie Ernährung -> Schleimhaut kann sich wieder aufbauen & Beschwerden verschwinden.

Kolonkarzinom: Definition?

= Dickdarmkrebs
von der Dickdarmschleimhaut ausgehender bösartiger Tumor
Entsteht meist auf der Oberfläche von gutartigen Dickdarmpolypen.
Dickdarmpolypen können bluten, bleiben oft jahrelang gutartig, sind aber ein Entstehungsrisikofaktor für ein Kolonkarzinom.

Kolonkarzinom: V.a. bei? Ursachen?

v.a. bei Pat. >60J, Übergewicht, Ernährungsgewohnheiten: viel tierisches Fett, Weissmehl, Zucker, Protein
Ursachen: sind genetisch bedingt und kommen familiär gehäuft vor.

Kolonkarzinom: Symptome?

Gewichtsverlust
Änderung der Stuhlgewohnheiten
Verstopfung oder Durchfall
Blutiger Stuhl
Leistungsknick: oft müde

Kolonkarzinom: Befunde? Diagnosestellung?

Bei Rektaluntersuchung / Palpation des Bauches ist Tumor tastbar.
pos. Hämoccult -> Frühzeichen
Diagnosestellung: Koloskopie mit Biopsie

Kolonkarzinom: Komplikationen?

Ileus, Perforation, Blutung
Metastasierung in Mesenteriallymphknoten oder via Blut in Leber.

Kolonkarzinom: Therapie?

OP befallene Darmstücke werden entfernt
Liegt Karzinom nahe am Darmausgang -> Stoma, Kolostomie = künstlicher Darmausgang in Bauchwand anlegen.

Appendizitis: Ursache?

= Blinddarmentzündung
Appendix (Wurmfortsatz) endet blind & enthält viel lymphatisches Gewebe
-> Durch Verengung (Narbe / Kotstein) gibt es eine Schleimstauung & bakt Infektion des ganzen Appendix.

Appendizitis: v.a. bei? Symptome?

v.a. bei Pers zwischen 10. - 20.J
Bauchschmerzen in Nabelgegend, später rechter Unterbauch
-> Dehnungsschmerz (M. Iliopsoas spannt über Blinddarm -> schmerzt) deshalb gebückte Haltung.
Übelkeit, gelegentliche Verstopfung
mässiges Fieber
Bei Bauchuntersuchung kommt es zur Abwehrspannung
& lokale Peritonitis um Appendix
 

Appendizitis: Befunde? DD?

CRP meist erhöht
Abdomenultraschall Appendizitis sichtbar.
DD: Bei Frauen EUG (=Extrauteringravität), Adnexitis (=Eileiterentzündung)

Appendizitis: Komplikationen? Therapie?

Blinddarmperforation
Therapie: laparoskopische Appendektomie innerhalb 24-36h

Divertikulitis des Dickdarms: Definition?
Divertikulose?

lokale Ausstülpung der Darmschleimhaut durch die Muskelschicht der Darmwand wegen Altersschwäche der Muskulatur.
Divertikulose = Anhäufung von Divertikel, Entzündung der Divertikel = Divertikulitis

Divertikulitis: Lokalisation?

v.a. im Sigmoid

Divertikulose & Divertikulitis: Symptome? Diagnosestellung?

Divertikulse: macht keine Symptome.
Divertikulitis= akutes / chonisches Krankheitsbild.
Akutfall: Schmerzen ähnlich wie bei Appendizitis nur im linken Unterbauch.
chon. Verlauf: Verdauungsbeschwerden, evt. kolikartige Schmerzen, häufig schmierige, blutige Stühle
Diagnosestellung: endoskopisch

Étudier