Ausbildung NHP


A. J.
Diese Lernkarten bieten einen detaillierten Überblick über den passiven Bewegungsapparat, mit Fokus auf Knochen, Gelenke und ihre Funktionen. Sie decken Strukturen wie Wirbelsäule, Extremitäten, Becken, Thorax und Schädel ab, einschließlich spezifischer Knochen wie Femur, Tibia, Humerus und Rippen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachleute, die sich mit Anatomie und Physiologie des Bewegungsapparats vertiefen möchten.
Karten
95
Lernende
26
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
20.07.2016 / 14.05.2024

Lernkarten

Faktoren des Knochenwachstums und -umbaus

  • Belastung: durch Belastung Um- und Aufbau direkt stimuliert, fehlende Beanspruchung führtzur Abnahme der Knochenmasse und Stabilität
  • Hormone: Wachstumshormon- Somatotropin, Sexualhormone- Östrogen und Testosteron, Schilddrüsenhormone T3 und T4, sowie Calcitonin , Nebenschilddrüse- Parathormon
  • Ernährung: Mineralstoffe- Kalzium, Phosphat, Vitamin D bzw. D3

Wie ist ein echtes Gelenk aufgebaut?

  • Gelenkkopf
  • Gelenkpfanne
  • Gelenkkapsel
  • Gelenkspalt
  • Gelenkbänder (Ligamente)
  • Gelenkzwischenscheiben (Menisci)

Unechte Gelenke (Synarthrosen, Haften)

  • Bandhaften (Syndesmosen)
    • verbindung besteht aus straffem kollagenem Bindegewebe z.B. Fontanellen, Verankerung der Zähne im Kiefer
  • Knorpelhaften (Synchondrosen)
    • Verbindung besteht aus Knorpel z.B. Bandscheiben, Epiphysenfugen, Schambeinfuge, Verbindung der Rippen mit dem Brustbein
  • Knochenhaften (Synostosen)
    • Verbindung besteht aus Knochen, Verschmelzung von Knochen z.B. Kreuzbein,Verbindung von Scham-, Darm- und Sitzbein zum Hüftbein, verknöcherte Schädelnähte im Alter

Zeichnung echtes Gelenk samt Hilfsstrukturen

Echte Gelenke (Diarthrosen)

  • Scharniergelenk
    • Finger- und Zehengelenke, Glenk zwischen Humerus und der Ulna- Art. humeroulnaris
  • Kugelgelenk
    • Art. Coxae/ Art. humri (Schulter- und Hüftgelenk)
  • Zapfengelenk (Drehgelenk)
    • unteres Kpfgelenk zwischen dem Atlas und der xi
    • zwischen Ulna und Radius im Art. cubiti (Ellenbogengelenk- Art. radioulnaris proximalis)
  • Sattelgelenk
    • Daumengrund(wurzel)gelenk
  • Eigelenk
    • prox. Handgelenk
    • oberes Kopfgelenk: zwischen Os occipitale (Hinterhauptbein) und Atlas
  • flache Gelenke
    • Mittelfuss- und Mittelhandgelenke
    • Wirbelgelenke
  • kombinierte Gelenke
    • Art. genus (Kniegelenk)
    • Art. cubiti (Ellenbogengelenk)

Knochen des Hirnschädels (Neurocranium)

  • 1 Os frontale (Stirnbein)
  • 2 Ossa parietalia (Scheitelbeine)
  • 2 Ossa temporalia (Schläfenbeine)
  • 1 Os occipitale (Hinterhauptbein)
  • 1 Os sphenoidale (Keilbein)
  • 1 Os ethmoidale (Siebbein)
  • dazu gehören auch die drei Gehörknöchelchen des Mittelohrs
    • Malleus (Hammer)
    • Incus (Ambos)
    • Stapes (Steigbügel)

Knochen des Gesichtsschädels

  • 1 Os mandibulare (Unterkiefer)
  • 2 Ossa maxillaria (Oberkiefer)
  • 2 Ossa  zygomatica (Jochbeine)
  • 2 Ossa lacrimalia (Tränenbeine)
  • 2 Ossa nasalia (Nasenbeine)
  • 2 Conchae nasales inferiores 8untere Nasenmuscheln)
  • 2 Ossa palatina (Gaumenbeine)
  • 1 Vomer (Pflugscharbein)
  • 1 Os hyoideum (Zungenbein)

Schädelgruben

  • vordere Schädelgrube (Fossa crania anterior)
    • Os frontale (Stirnbein)
    • Os ethmoidale (Siebbein)
    • Os sphenoidale (Keilbein)
  • mittlere Schädelgrube (Fossa crania media)
    • Os sphenoidale (Keilbein)
    • innere Anteile des Schläfenbeins (Os temporale) = Felsenbeine
    • Türkensattel (Sella turcica) in der Mitte (Schutz der Hypophyse)
  • hintere Schädelgrube (Fossa cranii posterior)
    • Os occipitale (Hinterhauptbein)
    • Rückseite des Türkensattels
    • Felsenbeinpyramiden

Wo befindet sich die Hypophyse?

  • in der Mitte der Schädelbasis (in der mittleren Schädelgrube) befindet sich der Türkensattel
  • hier liegt gut geschützt die Hypophyse

Zusammensetzung der Wirbelsäule

  • HWS= 7 freie Wirbel C1-7, Lordose, 8 Halsnervenpaare
  • BWS= 12 freie Wirbel Th1-12, Kyphose, 12 Brustnervenpaare
  • LWS= 5 freie Wirbel L1-5, Lordose, 5 Lendennervenpaare
  • Os sacrum (Keuzbein) = 5 verschmolzene Wirbel, Kyphose, 5 Kreuzbeinnervenpaare
  • Os coccygeus (Steissbein) = 3-5 verschmolzene Wirbel, Kyphose, 1 Steissbeinnervenpaar

Bau eines Wirbelkörpers

  • 1 Wirbelkörper (Corpus vertebrae)
  • 1 Wirbelbogen (Arcus vertebrae)
  • 1 Dornfortsatz (Proc. spinosi)
  • 2 Querfortsätze (Proc. trans.)
  • 4 Gelenkfortsätze
  • Einschnitte für das Zwischenwirbelloch
  • Wirbelkanal (Canalis vertebralis)
  • die Brustwirbel weisen von Th1-10 noch zusätzliche Gelenkflächen für die Rippenansätze auf

Besonderheiten der Wirbelkörper im WS-Verlauf nennen

  • Atlas und Axis (1. und 2. Halswirbel), Atlas trägt den Kopf und hat keinen Wirbelkörper= Knochenring, Axis besitzt zahnartigen Fortsatz (Dens axis) der in den Atlas hineinragt
  • Vertebra prominens (C7), Dornfortsatz springt am weitesten nach dorsal
  • thorakale Wirbel mit Gelenkflächen für die Rippen (Th1-10)
  • Promontorium, der ventral vorstehende Oberrand des Sakrums, Übergang 5. Lendenwirbel zum Kreuzbein
  • Os sacrum

Erkläre wie an der WS C7, Th3, Th7 und L4 geortet werden kann

  • C7- Prominens- Kopf nach vorne fallen lassen, Prominens tritt stark hervor, leicht kopf hin und her drehen lassen, leichte Drehbewegung, bei 1. Brustwirbel keine Bewegung
  • Th3- 3. Brustwirbel- Verbindungslinie der beiden Schulterblattgräten (Spina scapulae)
  • Th7- 7. Brustwirbel- Verbindungslinie der unteren Schulterblattwinkel
  • L4- 4. Lendenwirbel- Verbindungslinie der höchsten Punkte der Darmbeinkämme

Aufbau und Funktion der Discus vertebralis (Bndscheiben)

Aufbau:

  • Anulus fibrosus (äusserer Ring aus Faserknorpel)
  • Nucleus pulposus (innerer Gallertkern)

Funktion:

  • Stossdämpfer
  • ermöglichen Bewegung

Knöcherner Aufbau des Thorax

  • Sternum
    • Manubrium sterni (Handgriff)
    • Corpus sterni (Brustbeinkörper)
    • Processus xiphoideus (Schwertfortsatz)
  • Costae (Rippen)
    • 1.-7. echte Rippen
    • 8.-12. unechte Rippen
      • 8.-10. verbinden sich mit der 7.Rippe und setzen über knorpeligen, ventralen Ende dirket ans Brustbein an
      • bilden die zwei Arcus costales (Rippenbögen), werden deshalb auch als Costae arcuariae bezeichnet
      • 11. und 12.Rippe sind nicht mit dem Rippenbogen verbunden, sind also frei, zuweilen auch als fliegende Rippen (Costae fluctuantes) bezeichnet
  • 12 Brustwirbel (BWS)

Erklärung Costovertebralgelenke

  • Brustwirbel Th1-10
  • Querfortsätze zusätzliche Gelenkflächen für Rippenansätze
  • echte Gelenke
  • ermöglichen Beweglichkeit des Brustraumes, zum einen wichtig für die Beweglichkeit des Zwerchfells und somit für die Atemmechanik

Knöcherne Zusammensetzung des Schultergürtels

  • Clavicula (Schlüsselbein)
  • Scapula (Schulterblatt)

Morphologische Strukturen des Schultergürtels (Fremdsprache)

  • Scapula- Schulterblatt
  • Spina scapulae- Schulterblattgräte
  • Clavicula- Schlüsselbein
  • Acromion- Schulterhöhe
  • Ariculatio sternoclavicularis- Brustbein-Schlüsselbeingelenk
  • Articulatio humeri- Schultergelenk
  • Processus coracoideus- Rabenschnabelfortsatz

Knochen der oberen Extremitäten

  • Humerus (Oberarmknochen)
  • Radius (Speiche)
  • Ulna (Ele) mit dem Olecranon (Ellen-Hakenfortsatz)
  • Manus (Hand)
    • Ossa carpi (8 Handwurzelknochen)
    • Ossa metacarpalia (5 Mittelhandknochen)
    • Ossa digitorum manus (14 Fingerknochen)

Gelenke der oberen Extremitäten

  • Schultergelenk (Articulatio humeri)
  • Ellenbogen-Gelenk (Articultio cubiti, besteht aus drei Teilgelenken)
  • (proximales) Handgelenk (Articulatio radiocarpalis)
  • Gelenke innerhalb der Hand

Knöcherne Zusammensetzung des Beckengürtels

  • 2 Ossa coxae (Hüftbeine)
    • Os pubis (Schambein)
    • Os ilium (Darmbein)
    • Os ischii (Sitzbein)
  • Os sacrum (Kreuzbein)

die wichtigsten Strukturen am Becken

  • Spina iliaca anterior superior- vorderer oberer Darmbeinstachel
  • Darmbeinkamm
  • kleines und grosses Becken
  • Sitzbeinhöcker (Tuber ischiadicum)
  • Schambeinfuge (Symphyse)

Unterteilung kleines und grosses Becken (Pelvis)

  • Trennlinie= Linea terminalis, verläuft durch den Symphysenoberrand und das Promontorium (Übergang L5 und Kreuzbein)
  • das grosse Becken (Pelvis major) wird seitlich durch die Beckenschaufeln des Darmbeins begrenzt
  • das kleine Becken (Pelvis minor) wird seitlich durch Schambein und Sitzbein begrenzt

Sakroiliakalgelenk (SIG)

  • früher Iliisakralgelenk (ISG)
  • Gelenk zwischen Drambein und Kreuzbein
  • wenig Beweglichkeit
  • oft blockiert

Knochen der unteren Extremitäten

  • Femur (Oberschenkelknochen)
  • Patella (Kniescheibe)
  • Fibula (Wadenbein)
  • Tibia (Schienbein)
  • 7 Ossa tarsalia (Fusswurzelknochen)
  • 5 Ossa metarsalia (Mittefussknochen)
  • 14 Ossa digitorum pedis (Zehenknochen)

Wichtige Strukturen der Knochen der unteren Extremitäten

  • grosser und kleiner Rollhügel- Trochantor major und minor
  • innerer und äusserer Knöchel- Malleolus medialis tibiae und Malleolus laterlis fibulae

Die wichtigsten Gelenke der unteren Extremitäten

  • Articulatio coxae (Hüftgelenk)
  • Articulatio genus (Kniegelenk)
  • Art. tibiofibularis (Schienbein-Wadenbein-Gelenk)
  • Art. talocruralis, Art. talotarsalis (oberes und unteres Sprunggelenk)

Aufbau und Funktion des Kniegelenks

Aufbau:

  • Seitenbänder
  • Kreuzbänder
  • Menisken
  • Patella
  • Patellarsehne

Funktion:

  • Scharniergelenk
  • zusätzlich mit einer beschränkten Rotationsmöglichkeit (nur bei gebeugtem Knie)

 

Längs- und Quergewölbe des Fusses

  • Längsgewölbe
    • medial stärker ausgeprägt als lateral
    • Stützpunkte Fersenhöcker und die Köpfchen des 1. und 5. Mittelfussknochens
    • krafttragende Basis ergibt ein Dreieck
  • Quergewölbe
    • überspannt zwischen den lateralen und medialen Anteilen der Fusswurzel- und Mittelfussknochen quer das Längsgewölbe
    • zudem sind sämtliche Fusswurzel- und Mittelfussknochen untereinander durch straffe Bänder verbunden
    • gibt Stabilität und Elastizität

Protraktion

  • Vorwärtsbewegung vom Schultergürtel, Beugung

Retraktion

  • Rückwärtsbewegung vom Schultergürtel, Streckung

Clavicula

Scapula

Humerus

Ulna

Radius

Manus (Hand)

  • Carpus (Handwurzel)
    • prox. Handwurzelreihe
      • Os scaphoideum )Kahnbein)
      • Os unatum (Mondbein)
      • Os triquetrum (Dreiecksbein)
      • Os pisiforme (Erbsenbein)
    • dist. Handwurzelreihe
      • Os trapezium (grosses Vielckbein)
      • Os trapezoideum (kleines Vielckbein)
      • Os captatum (Kopfbein)
      • Os hamatum (Hakenbein)
  • Metacarpus (Mittelhand)
    • 5 Ossa metacarpalia (Mittelhandknochen)
  • Ossa digitorum magnus (Fingerknochen)
    • 14 Phalangen (Fingerknochen, alle 3, ausser Daumen nur 2)

Articulatio cubiti (Ellenbogengelenk)

Articulatio humeri (Schultergelenk)

Articulatio manus (Handgelenk)

Étudier