Seminar + VL


M. M.
Diese Lernkarten thematisieren zentrale Konzepte der pädagogischen Psychologie auf universitärem Niveau, wobei Lernprozesse, Wissenserwerb und Hochbegabung im Fokus stehen. Sie beleuchten Modelle wie Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus, erklären Schemata, Gedächtnisarten und Metakognition und diskutieren Faktoren wie Übung, Routinisierung sowie die Rolle von Aktivität und Beobachtung. Studierende profitieren davon, um psychologische Grundlagen für Lehr-Lern-Settings zu verstehen und anzuwenden.
Karten
73
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Psychologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
12.10.2026 / 13.10.2026

Lernkarten

Rolle Kreativität bei Hochbegabung

  • Korrel. .20 - .40
  • teilweise überlappende konstrukte 
  • teil von hochbegabun gin gängigen theoretischen Modellen

=> es ist keine eins zu eines beziehung, niht so hoch wie mache denken

relevante Faktoren Testung

  • Hohe Sensitivität = wie viel richtig erkannt
  • Hohe Spezifität = wie viel falsch positiv
  • Prädiktiver Wert = wie stark geht trefferquote über zufallstrefferquote hinaus, qualität vorhersage
  • Ratz Index = wie viel/ wenig werden übersehen

Prädiktive Validität Intelligenz für Schulleistungen

  • IQ wichtiger Prädiktor: 25-45% der varianz
  • Vorwissen sagt aber teilweise beser vorher
  • Intelligenz = bereichsübergreifendes kogn. Leistungspotential
    • logisches schlussfolgern, räuml. vorstellungsvermögen, langzeitwissen, kzg abruf, denkgeschwindigkeit

Prädiktive Validität Arbeitsgedächtnis für Schulleistung

  • vorschulische Leistung zentral-exektuve Arbeitsgedächtnis ermögl. vorhersage Schrift, Sprach, Rechenfertigkeit (bis 6 jahre in zukunft)
  • vorschulische fähigkeit visuell-räuml. Informationsspeicherung als spezifischer Prädiktor für Mathematikleistungen

Arbeitsgedächtnis Rolle Intelligenz

  • Arbeitsgedächtnisaktivität für Wissensaufbau
  • verarbeitung verbale + visuell-räumliche Informationen 
    • e.g. lesen, schreiben, rechnen

Arbeitsgedächtnisbestandteile und Lesen

teils automatisiert

stärker zusammenhang lesekomptenz und phonologisches Bewusstsein als leistungsfähigkeit der schleife

 

Arbeitsgedächtnisbestandteile und Schreiben

  • phonologische Schleife
  • zentrale Exekutive

Arbeitsgedächtnisbestandteile und Rechnen

alle Komponenten (visuell räuml, phonologisch, zentrale exekutive)

  • jüngere kinder mehr visuell-räuml. Rechenstrategien
  • ältere mehr phonologische rechenstrategien

=> komplexe Aufgaben: phonologische Schleife für BEhalten, zentrale Exekutive für Lösungsprozesse

AGTB 5-12

Arbeitsgedächtnisbatterie für Kinder von 5-12 Jahren

  • Gedächtnisspannen ein-drei silbige Wörter, Ziffernspannen, Leistungen, Kunstwörter Nachsprechen => Funktionstüchtigkeit phonologisches Arbeitsgedächtnis
  • Corsi Block, Matrixspanne => Funktionstüchtigkeit visuell-räumlicher Notizblock
  • ziffern/farbspannen rückwärts, komplexe spannen, zählspanne (beim ersten messzeitpunkt) => zentrale Exekutive

Prädiktive Validität AGTB 5-12

  • bedeutsame Zusammehänge zw. Arbeitsgedächtniskomponenten + Schulleistungen 
    • Mittlere Korrel. phonologische Schleife + leistung
    • mittlere korrel. zentrale exektuvie + leistung 
    • etwas unter mittel korrel. notizblock + leistung (bei mathe is notizblock wichtiger als exekutive)
  • hohe korrel. zwischen Messzeitpunkten = Arbeitsgedächtnis stabil

=> 25% Schulleistungen aufklärung durch Arbeitsgedächtnis (dat is zieml. hoch)

Arbeitsgedächtnis und Lernschwierigkeiten

  • phonologisch: 50-65% korrelte Vorhersage -> gut
  • visuell-räuml: 1/5 der schwach spätere Schwierigkeiten (außer bei kurzfristig Rechnen) -> nicht gut
  • zentral-exektuvie: 1/3 der schwachen später Schwierigkeiten -> frühe vorschulische detektion besser als kurzfristig

=> alles zusammen 25% schulleisutngsvarianz aufklärung, vergleichbar mit IQ wert vorhersagen, besser als viele diagnose verfahren

Mehrspeichermodell des Gedächtnisses

  • Lernen als Informationsverarbeitung
  • Neue Informationen durchlaufen zwei temporäre Speichersysteme -> sensorische Register + KZG/ Arbeitsgedächtnis
    • Sensorisches Register: modalitätsspezif. Speicherung großer Infomengen für sehr kurze Zeit (selektive Aufmerksamkeit, nur kleiner Teil aufgenommener Infos wird weiter verarbeitet)
    • KZG/ AG: zentrale Verarbeitungsinstanz, serielle verarbeitung kleiner infosmengen, memorien + abrufen von infos aus LZG, bewusst, kontrolliert, begrenze zeitl. speicherung, begrenze kapazität (7 +- 2)
      • infos müssen für dauerhafte speicherung durch AG (ausnahme implizites lernen)
      • aktive verknüpfung, integration, auswahl + organisation -> wichitg für aktive infoverarbeitung 

 

Lernstrategien

  • Organisationsstrategie -> struktur, gruppierung, chunking -> gut bei sinnhaftem lernmaterial, vorwissengestütze gruppierung
  • Mnemotechnische Strategien (=künstl. brücken zu vorwissen erstellen) -> gut bei sinnlosem material also wenn man einfach auswendig lernen muss 
    • starke beanspruchung kogn. ressourcen, wenn strategie noch nicht genug routinisiert 
    • behaltensleistung lässt sich durch intensives, gezieltes training der Mnemotechniken steigern

Dynamische Arbeitsgedächtniskapazität

  • AG ist aktiv -> wechselbeziehung zwischen Speicherkapazität + Verarbeitung Lernmaterial
  • AG umfasst Verarbeitungsprozesse, diese bestimmen Kapazität mit
  • wenig effiziente Verarbeitungsprozesse belasten Kapazität

Arbeitsgedächtnismodell Baddeley

Belege für Unterscheidbarkeit Subsysteme des Arbeitsgedächtnis

  • Zweitafugaben-Paradigma: bei zwei Aufgaben die selbe Komponenten benötigten Interferenzen, bei zwei Aufgaben mit unterschiedl. Komponente keine Interferenzen

Phonologische Schleife

  • verbale Infos werden temporär verfügbar gehlaten (auch visuell aufgenommene)
  • phonologische Kodierung
  • Subsysteme
    • phonologischer Kurzzeitspeicher: kapazitätsbeschränkt, inhalte zerfallen schnell bei fehlender verwendung
    • Artikulatorischer Kontrollprozess: inneres vorsprehcne frischt gedächtnisspur im Kurzzeitspeicher auf
    • auditorisch präsentierte wörter direkter zugang zu Kurzzeitspeicher, visuell präsentierte Wörter umweg über artikulatorsischen Kontroll prozess = phonologische Rekodierung

Effekt der phoologischen Ähnlichkeit 

  • kurzfristige Erinnerlungsleistung bei ähnl. klingenden Wörtern stark verringert (auch bei ähnl. Bedeutung, da aber weniger stark)
  • Erklärung: phonologisch ähnl. Wörter werden beim Auslesen des phonologischen Kurzzeit-Speicher verwechselt
  • gilt als beleg für phonologische koderiung sprachl. Informationen

Wortlängeneffekt

  • erinnerungsleistung sinkt mit länge zu merkender wörter
  • Erklärung: kapazität phonologische schleife etwa soviel wie person in 2-sekunden aussprechen kann ("2 sekunden endlostonband") 
    • inneres vorsprechen längerer wörter mehr zeit = akrtikulatorische kontrollprozesse mehr beansprucht
    • beteiligung artikulatorischer kontrollprozess an phonologischer Rekodierung der Wörter
  • effekt verschwindet bei visueller präsentation + artikulatorischer unterdrückung  -> generell schlechter weils halt generell geblockt ist

visuellräumlicher Notizblock

  • Unterteilung in 2 komponente
    • visueller Kurzzeitspeicher: zwischenspeicher infos über form, farbe
    • innerer "schreiber": hält räuml. infos/ bewerungsinfos verfügbar, rehearsal prozess 
    • trennung visuell und räuml -> ventraler vs. dorsaler Pfad

Zentrale Exekutive Funktionen

  • Steuerung des gezielten Abrufs aus dem LZG 
  • Planung + Steuerung Aufmerksamkeit bei mehreren Aufgaben
    • (e.g. aufmerksamketiswechsel, multitasking, hemmung präpotenter reaktionen e.g. stroop)
  • fokussierung aufmerksmakeit auf bestimmte infos (und hemmung irrelevater Reize)

Arten der Aufmerksamkeitskontrolle

  • Halbautomatisches, routiniesiertes System: aufmerksamkeit wird effizient + ohne bewusste entschiedung auf konkurriende aufgaben verteilt
  • Überwachendes Aufmersamkeitssystem / supervisory attention System / SAS: in neuartigen Situationen/ nicht anwendbarkeit von routinen

=> SAS = zentrale Exekutive

Rolle  zentrale Exekutive bei ADHS

symptome impulsivität + unaufmerksamkeit folgen der störung der zentralen exektuvie (e..g störung dopamingesteuerte infosverarbeitung im präfontralen kortex also exekutive funktionen)

 

(und in basalganglien/ striatum/ fronto-striatalem system wegen bewegungssteuerung)

Bedeutung Arbeitsgedächtnissystem beim Lernen

  • infos für dauerhafte speicherung müssen über hilfsysteme verarbeitet werden -> phonologisch für sprachliches, visuell-räumlich für visuelles
  • grundlegende kogn. fertigkeiten brauchen substystem -> lese/vokabellernen phonologisch, denken + problemlösen zentrale exekutive

=> ressourcenbeanspruchung zentrale exektuive vorallem bei unzureichender routinisierung + fertigkeit, bei erwerb neuer lernstrategien (nutzungsdefizit)

Nutzungsdefizit

bei erlernen neuer lernstrategie nimmt leistung ab bevor sie zunimmt, weil dabei so viele kogn. ressourcen beansprucht werden dass man weniger aufnimmt

interindividuelle Unterschiede in Arbeitsgedächtnis Kapazität

  • personen haben unterschiedl, kapazität 
    • messung phonologische schleife durch einfache spannenaufgaben
    • messung visuell räuml. notizblock durch bspw. muster rekonstruktionsaufgaben
    • messung der zentralen exkutive mit komplexen spannenaufgaben (=> infos behalten, gleichzeitig neue aktiv verarbeiten, kogn. kotnrolle im Voredergrund) 
      • lesespanne: lesen und gleichzeitiges behalten wörter/ buchstaben
      • operation span: lösen rechenaufgaben, gleichzeitig buchstaben behalten 
      • wort/ ziffern rückwärtsspanne
      • n-back aufgaben

n-back-Aufgabe

können verbale, visuelle etc stimuli sein

einzelne items werden präsentiert, gleichzeitig in regel-unregelmäßigen abständen sagen was n-mal vorher dran kam

kogn. Ressourcen und Schulleistung

  • sowohl zentrale exektuvie, effizienz lesefähigkeit deutl. zusammenhänge mit schulleistung in deutsch 
  • interaktion, zusammenwirken: arbeitsgedächtnis moderiert zusammenhang effizient mit schulleistung, effizeinz (routinisierung) wichtiger je geringer arbeitsgedächtnis ist - kompensatorische beziehung
  • das war getestet durch: ELVES-Substest (satzverifikation) (Wortebene und satzebene)

Arbeitsgedächtnis und Lernstörungen

deutliche Niveauunterschiede in allen Arbeitsgedächtnismaßen (phonologische Schleife, visuell-räuml. notizblock, zentrale exekutive)

  • struktur arbeitsgedächtnis ist gleich für kinder mit und ohne lernstörung
  • für unterschiedl. lernstörungen unterschiedl. muster von defiiziten (also exekutive überall, phonologisch sprachl, visuell mathematisch etc)

Theore der kogn. Belastung (chandler + sweller)

unterscheidung in drei arten kogn. belastung beim lernen

  • intrinische kogn. Belastung: inhaltsbedingt -> komplexität lerngegenstand (elemtinteraktivität), vorkenntnisse (je mehr umso weniger belastung)
  • extrinische kogn. belastung: sachfremd -> art der präsentation (instruktionsdesign)
  • lernrelevante kogn. Belastung: durch (nicht direkt inhaltsbedingt, optional) lernförderl. kogn. aktivität -> kogn./ metakogn. lernstrategien

=> gesamtbelastung kogn. System durch überlappung 

erweiterte theorie kogn. Belastung (gerjets + hesse)

einfluss faktoren links, belastung rechts, flaschenhals = wie viel ergebnis

lernerkonzeptionen sind der erweiterte teil

Reduktion kogn. Belastung

geht bei der extrinsichen kogn. Belastung am Besten

  • durch gute lehre/ lehrmedien sorgen für geringe belastung
    • gut geschriebene texte, strukturierte präsi, keine verführerischen details

Verführerishce Details 

= infos, die itneresse wecken sollen, aber für eigentl. lernziel irrelvant sind (e.g. deko, musik, funfacts/ irrelevante infos etc.)

  • kann zwar motivieren aber verständnis zentrale inhalte leidet
  • v.a bei geringer arbeitsgedächtniskapaztitä neg. einfluss, bei hoher kann es wegen der motivation sogar pos. einfluss haben

Study