Ornithologie Zugverhalten

Vogelzug und Zugverhalten

Vogelzug und Zugverhalten


C. C.
Diese Karteikarten behandeln das Zugverhalten von Vögeln auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie konzentrieren sich auf verschiedene Arten wie Schwalben, Limikolen und Greife, sowie auf deren Brutgebiete, Zugrouten und Anpassungen an den Winter. Die Karteikarten eignen sich besonders für Ornithologie-Enthusiasten und Forscher, die sich für die komplexen Muster und Herausforderungen des Vogelzugs interessieren.
Karten
91
Lernende
11
Sprache
Deutsch
Kategorie
Naturkunde
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
03.02.2015 / 19.11.2025

Lernkarten

Sommervogel?

Brüten im Sommer in Region. Ungleich "Brutvogel", letzteres umfasst auch Jahresvögel

Übersommerer

Während Sommer anwesend ohne zu brüten (oft nicht vollständig ausgewachsene JV)

Zwei Faktoren, möglichst viele Nachkommen zu produzieren? 

1. eigene Überlebenswahrscheinlichkeit steigern

2. Anzahl Nachkommen pro Fortpflanzungszyklus steigern 

Wenn Überlebenswahrscheinlichkeit durch Zug stark verbssert werden kann, werden weniger Bruten (kurze Aufenthaltszeit im Brutgebiet) in Kauf genommen

Was ist ein umgekehrter Teilzieher ? Beispiel?

Ein Teil der Individuen bleibt das ganze Jahr im Winterquartier, ein Teil zieht nördlicher um zu brüten (Bsp. Gänsesäger)

Natürliche Gefahren auf dem Vogelzug?

Geografie (Gebirge, Wüsten, Meere)
Wetter (Stürme, Kälteeinbrüche)
Prädation

Menschliche Bedrohungen Vogelzug

Jadg und Fang;
Kollision mit Gebäuden, Strom-Anlagen
Lichtverschmutzung
Verlust von Rastplätzen

Anpassung an winterliche Verhältnisse?

Ernährungsanpassung, Verhaltensanpassung, körperliche Anpassung

Anpassung der Winterernährung

- breites Nahrungsspektrum (z.B. Kohlmeisen) oder
- Spezialisierung auf Nahrung, die auch im Winter vorhanden ist (Schwarzspecht: holzbewohnende Insekten, Fichtenkreuzschnabel: Koniferensamen)
- Anlegen von Vorräten (Tannenhäher)

Verhaltensanpassung im Winter?

Aufsuchen geschützter Orte (Schutz vor Wind, Niederschlag und extremen Temperaturen)
Schlafen in Gruppen (z.B. Gartenbaumläufer, Schwanzmeisen)
Aufplustern, Sonnenbaden, Senkung Fluchtdistanz

 

Körperliche Anpassung im Winter?

dichteres Federkleid, Fettpolster, Wärmeaustauschsysteme, Senkung Körpertemperatur

Körperliche Veränderungen vor dem Zug?

Fettdepot - Rückbildung von Organen - Unterbruch / Beendigung Mauser                 

Vorteile der Schwarmbildung?

Geringeres Prädationsrisiko
leichteres Auffinden von Nahrungsquellen, Thermiken oder anderer Ressourcen
Energieersparnis durch Formationsflug
Verbesserung der Orientierung

 

Zugdistanz KZ?

ca. 700 bis 2000km

Zugdistanzen LZ

Mindestens 3500km, bis 10'000km und mehr

Tyische LZ

Weisstorch, Greifvögel wie Wespenbussard oder Scharzmilan, Baumfalke, viele Limikolen, Seeschwalben, Segler, Schwalben, Zweigsänger, Schnäpper

Hauptzugrichtungen? Ostzieher?

Schleifenzug?

Hauptzug: West- (häufiger) und Ostroute (Neuntöter, Sumpfrohrsänger, Klappergrasmücke)

Schleifenzug: Weg- und Heimzugroute unterschiedlich

Breitfront - Schmalfront-, Trichter- und Fächerzug?

Breitfront: die meisten Individuen einer Art verlassen Brutgebiet ungefähr in der gleichen Richtung und kommen in Gebieten, die in Zugrichtung vom Brutgebiet liegen, etwa gleich häufig als Durchzügler vor (jhäufigste Formation)

Schmalfront: Zugweg konzentriert sich auf schmalen Korridor, z.B. Kranich, Segelflieger bei Meerengen

Trichte-/Fächerzug: Bilden sich erst im Verlaufe des Zugs, wenn sich Individuen an Hindernissen sammeln (und nachher wieder auseinanderfliegen (Fächer)

Arten mit hoher Brutortstreue?

Mauersegler, Rauchschwalbe

Art mit jährlich verschobenem Brutort

Waldlaubsänger

Fortbewegungsweisen beim Zug?

Ruderflug (am häufigsten); Gleitflug (Greife, Störche), Formationsflug (regelmässiger Wechsel der Position der einzelnen Vögel), schwimmend, zu Fuss (Pinguine)

Zuggeschwindigkeit, Grössenordnung?

Abhängigkeit Zuggeschwindigkeit von Körpergrösse, Tag-/Nachtzug,

50-200km/Tag.

Grössere Arten schneller als kleinere, Nachtzieher schneller als Tagzieher

Typische Wegzugdauer LZ - Verhältnis zu Heimzugdauer?

Wegzug LZ: durchschnittlich 3 Monate; Heimzug 1-1,5 Monate 

Wann ziehen LZ Kleinvögel sowie Limikolen und Entenvögel- Ausnahmen davon?

Nacht- und Einzelzieher.

Ausnahmen: Schwalben und Segler

Vorteile Nachtzug?

Zeiteinteilung: Tageslicht kann für Nahrungssuche genutzt werden; (für Fluginsektenjäger nicht notwendig)
Orientierung an Sternen
weniger Turbulenzen, schwächere Winde
kühlere Temperaturen, damit weniger Überhitzung / Dehydrierung
geringeres Prädationsrisiko
 

Zughöhe?

normale Umstände: 90% der Vögel unter 2000m Höhe, mehrheitlich auch unter 1000m
Überqueren Meere, Wüsten: 1000m bis 6000 m
Hohe Gebirge: >6000
Nachtzieher ziehen höher als Tagzieher, schnellere Zieher höher als langsamere

Möglichkeiten der Orientierung von Zugvögeln?

Landmarken
Sonnenkompasss+innere Uhr (Richtungsorientierung)
Sternenkompass (Rotationszentrum) (Richtungsorientierung)
Magnetkompass (Inklination, d.h. Winkel der Feldlinien mit Erdoberfläche) Richtungsorientierung

Zielorientierung noch ungeklärt
 

 

Methoden der Vogelzugforschung?

Freilandbeobachtung (Tagzieher)
Beringung u.a. Markierung
Radarbeobachtungen
Telemetrie (Sender, Nachteil: Geringe Richweite)
GPS (zu schwer für Kleinvögel)
Geodatenlogger (Helligkeit im tagesverlauf: Bestimmung der Position des Vogels). Vogel muss zum ablesen wieder eingefangen werden, d.h. eignet sich für Arten mit hoher Brutorttreue
Isotopenanalyse Rückschluss auf Überwinterungsgebiet

Wann ziehen KZ?

Tagzieher, Bsp. Finken; Ausnahme Rotkehlchen, Singdrossel, Feldlerche (letztere zieht Tag und Nacht)

Wann ziehen Greife und Störche?

LZ und KZ ziehen am Tag wegen Thermik

Welche Falken sind LZ und warum

Rotfuss- und Baumfalke: Sind Insektenjäger (Turm- und Wanderfalke: Vogel- und Kleinsäugerjäger)

Was ist Schleifenzug? Bsp

Hinflugstrecke unterscheidet sich von Rückzugstrecke; Bsp: Neuntöter   

Rückkehr von Mehl-, Rauchschwalbe, Alpen- und Mauersegler

Ende März: Alpensegler
Anfag April: Rauchschwalbe
Mitte April: Mehlschwalbe
Ende April: Mauersegler

Zugverhalten Bachstelze?

SV und KZ; in CH: TZ

Zugverhalten Gebirgsstelze

SV und KZ; In der Schweiz SV, weicht in tiefere Lagen aus

Zugverhalten Schafstelze

LZ, in Schweiz häufiger DZ

Reine Insektenfresser, welche im Winter hierbleiben?

Wintergoldhähnchen

Welche Rallenart ist LZ

Wachtelkönig, Tüpfelsumpfhuhn (Zwergsumpfhuhn und kleines Sumpfhuhn)

Welche der folgenden Vogelpaare ziehen im Herbst zuerst weg und wann?

Mauersegler / Alpensegler
Teichrohrsänger / Sumpfrohrsänger
Rauchschwalbe / Mehlschwalbe

Mauersegler vor Alpenegler (Anfang August/Ende August)
Sumpfrohrsänger vor Teichrohrsänger (Anfang August / Mitte August)
Mehlschwalbe vor Rauchschwalbe (zweite Hälfte Okt / Ende Okt)
 

Zugpaare Zweigsänger

Gartengrasmücke (LZ) - Mönchsgrasmücke (KZ)

Zugpaar Schwalben

Uferschwalbe (LZ) und Felsenschwalbe (KZ)

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