Ornithologie Zugverhalten
Vogelzug und Zugverhalten
Vogelzug und Zugverhalten
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Cartes-fiches
Sommervogel?
Brüten im Sommer in Region. Ungleich "Brutvogel", letzteres umfasst auch Jahresvögel
Übersommerer
Während Sommer anwesend ohne zu brüten (oft nicht vollständig ausgewachsene JV)
Zwei Faktoren, möglichst viele Nachkommen zu produzieren?
1. eigene Überlebenswahrscheinlichkeit steigern
2. Anzahl Nachkommen pro Fortpflanzungszyklus steigern
Wenn Überlebenswahrscheinlichkeit durch Zug stark verbssert werden kann, werden weniger Bruten (kurze Aufenthaltszeit im Brutgebiet) in Kauf genommen
Was ist ein umgekehrter Teilzieher ? Beispiel?
Ein Teil der Individuen bleibt das ganze Jahr im Winterquartier, ein Teil zieht nördlicher um zu brüten (Bsp. Gänsesäger)
Natürliche Gefahren auf dem Vogelzug?
Geografie (Gebirge, Wüsten, Meere)
Wetter (Stürme, Kälteeinbrüche)
Prädation
Menschliche Bedrohungen Vogelzug
Jadg und Fang;
Kollision mit Gebäuden, Strom-Anlagen
Lichtverschmutzung
Verlust von Rastplätzen
Anpassung an winterliche Verhältnisse?
Ernährungsanpassung, Verhaltensanpassung, körperliche Anpassung
Anpassung der Winterernährung
- breites Nahrungsspektrum (z.B. Kohlmeisen) oder
- Spezialisierung auf Nahrung, die auch im Winter vorhanden ist (Schwarzspecht: holzbewohnende Insekten, Fichtenkreuzschnabel: Koniferensamen)
- Anlegen von Vorräten (Tannenhäher)
Verhaltensanpassung im Winter?
Aufsuchen geschützter Orte (Schutz vor Wind, Niederschlag und extremen Temperaturen)
Schlafen in Gruppen (z.B. Gartenbaumläufer, Schwanzmeisen)
Aufplustern, Sonnenbaden, Senkung Fluchtdistanz
Körperliche Anpassung im Winter?
dichteres Federkleid, Fettpolster, Wärmeaustauschsysteme, Senkung Körpertemperatur
Körperliche Veränderungen vor dem Zug?
Fettdepot - Rückbildung von Organen - Unterbruch / Beendigung Mauser
Vorteile der Schwarmbildung?
Geringeres Prädationsrisiko
leichteres Auffinden von Nahrungsquellen, Thermiken oder anderer Ressourcen
Energieersparnis durch Formationsflug
Verbesserung der Orientierung
Zugdistanz KZ?
ca. 700 bis 2000km
Zugdistanzen LZ
Mindestens 3500km, bis 10'000km und mehr
Tyische LZ
Weisstorch, Greifvögel wie Wespenbussard oder Scharzmilan, Baumfalke, viele Limikolen, Seeschwalben, Segler, Schwalben, Zweigsänger, Schnäpper
Hauptzugrichtungen? Ostzieher?
Schleifenzug?
Hauptzug: West- (häufiger) und Ostroute (Neuntöter, Sumpfrohrsänger, Klappergrasmücke)
Schleifenzug: Weg- und Heimzugroute unterschiedlich
Breitfront - Schmalfront-, Trichter- und Fächerzug?
Breitfront: die meisten Individuen einer Art verlassen Brutgebiet ungefähr in der gleichen Richtung und kommen in Gebieten, die in Zugrichtung vom Brutgebiet liegen, etwa gleich häufig als Durchzügler vor (jhäufigste Formation)
Schmalfront: Zugweg konzentriert sich auf schmalen Korridor, z.B. Kranich, Segelflieger bei Meerengen
Trichte-/Fächerzug: Bilden sich erst im Verlaufe des Zugs, wenn sich Individuen an Hindernissen sammeln (und nachher wieder auseinanderfliegen (Fächer)
Arten mit hoher Brutortstreue?
Mauersegler, Rauchschwalbe
Art mit jährlich verschobenem Brutort
Waldlaubsänger
Fortbewegungsweisen beim Zug?
Ruderflug (am häufigsten); Gleitflug (Greife, Störche), Formationsflug (regelmässiger Wechsel der Position der einzelnen Vögel), schwimmend, zu Fuss (Pinguine)
Zuggeschwindigkeit, Grössenordnung?
Abhängigkeit Zuggeschwindigkeit von Körpergrösse, Tag-/Nachtzug,
50-200km/Tag.
Grössere Arten schneller als kleinere, Nachtzieher schneller als Tagzieher
Typische Wegzugdauer LZ - Verhältnis zu Heimzugdauer?
Wegzug LZ: durchschnittlich 3 Monate; Heimzug 1-1,5 Monate
Wann ziehen LZ Kleinvögel sowie Limikolen und Entenvögel- Ausnahmen davon?
Nacht- und Einzelzieher.
Ausnahmen: Schwalben und Segler
Vorteile Nachtzug?
Zeiteinteilung: Tageslicht kann für Nahrungssuche genutzt werden; (für Fluginsektenjäger nicht notwendig)
Orientierung an Sternen
weniger Turbulenzen, schwächere Winde
kühlere Temperaturen, damit weniger Überhitzung / Dehydrierung
geringeres Prädationsrisiko
Zughöhe?
normale Umstände: 90% der Vögel unter 2000m Höhe, mehrheitlich auch unter 1000m
Überqueren Meere, Wüsten: 1000m bis 6000 m
Hohe Gebirge: >6000
Nachtzieher ziehen höher als Tagzieher, schnellere Zieher höher als langsamere
Möglichkeiten der Orientierung von Zugvögeln?
Landmarken
Sonnenkompasss+innere Uhr (Richtungsorientierung)
Sternenkompass (Rotationszentrum) (Richtungsorientierung)
Magnetkompass (Inklination, d.h. Winkel der Feldlinien mit Erdoberfläche) Richtungsorientierung
Zielorientierung noch ungeklärt
Methoden der Vogelzugforschung?
Freilandbeobachtung (Tagzieher)
Beringung u.a. Markierung
Radarbeobachtungen
Telemetrie (Sender, Nachteil: Geringe Richweite)
GPS (zu schwer für Kleinvögel)
Geodatenlogger (Helligkeit im tagesverlauf: Bestimmung der Position des Vogels). Vogel muss zum ablesen wieder eingefangen werden, d.h. eignet sich für Arten mit hoher Brutorttreue
Isotopenanalyse Rückschluss auf Überwinterungsgebiet
Wann ziehen KZ?
Tagzieher, Bsp. Finken; Ausnahme Rotkehlchen, Singdrossel, Feldlerche (letztere zieht Tag und Nacht)
Wann ziehen Greife und Störche?
LZ und KZ ziehen am Tag wegen Thermik
Welche Falken sind LZ und warum
Rotfuss- und Baumfalke: Sind Insektenjäger (Turm- und Wanderfalke: Vogel- und Kleinsäugerjäger)
Was ist Schleifenzug? Bsp
Hinflugstrecke unterscheidet sich von Rückzugstrecke; Bsp: Neuntöter
Rückkehr von Mehl-, Rauchschwalbe, Alpen- und Mauersegler
Ende März: Alpensegler
Anfag April: Rauchschwalbe
Mitte April: Mehlschwalbe
Ende April: Mauersegler
Zugverhalten Bachstelze?
SV und KZ; in CH: TZ
Zugverhalten Gebirgsstelze
SV und KZ; In der Schweiz SV, weicht in tiefere Lagen aus
Zugverhalten Schafstelze
LZ, in Schweiz häufiger DZ
Reine Insektenfresser, welche im Winter hierbleiben?
Wintergoldhähnchen
Welche Rallenart ist LZ
Wachtelkönig, Tüpfelsumpfhuhn (Zwergsumpfhuhn und kleines Sumpfhuhn)
Welche der folgenden Vogelpaare ziehen im Herbst zuerst weg und wann?
Mauersegler / Alpensegler
Teichrohrsänger / Sumpfrohrsänger
Rauchschwalbe / Mehlschwalbe
Mauersegler vor Alpenegler (Anfang August/Ende August)
Sumpfrohrsänger vor Teichrohrsänger (Anfang August / Mitte August)
Mehlschwalbe vor Rauchschwalbe (zweite Hälfte Okt / Ende Okt)
Zugpaare Zweigsänger
Gartengrasmücke (LZ) - Mönchsgrasmücke (KZ)
Zugpaar Schwalben
Uferschwalbe (LZ) und Felsenschwalbe (KZ)