Organisieren und Führen HS15 VL1
Folien aus HS15 UniSG
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Lernkarten
Definition Führung
Führung als zielorientierte, wechselseitige und soziale Beeinflussung zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben in strukturierten Arbeitssituationen
Warum Führung?
Leistungssteigerung, Sinn stiften in sich schnell verändernder Umwelt, komplexe Produkte können nur durch koordinierte Zusammenarbeit vieler entstehen
Vergleiche Leadership vs. Management
Leadership: gestalten, erschaffen Neues und entwicklen, inspirieren, langfristiges Denken, Fragen Was?Warum?, Hintergragen Status quo, schaffen Vision und Sinn, Verändern Kultur, tun die richtigen Dinge
Management: Führen aus, verwalten, erhalten, denken kurzfristig, Frangen Wie? Wann?, akzeptieren Status quo, handeln innerhalb etablierter Kultur, tun die Dinge richtig
Aufgaben von Leadership
Richtung vorgeben: Vision entwickeln, Überblick geben, Strategien festlegen
Mitarbeiter koordinieren: Ziele kommunizieren, Engagement anstreben, Teams und Koalitionen aufbauen
Motivieren und begeistern: Inspirieren und anregen, Überblick geben, Strategien festlegen
Aufgaben von Managern
Planen und budgetieren: Agenden aufstellen, Stundenpläne festlegen, Ressourcen zuteilen
Organisation und Personalzuteilung: Strukturen geben, Stellen vermitteln, Regeln und Prozeduren vorgegeben
Kontrolle und Problemlösung: Anreize entwickeln, kreative Lösungen erstellen, Korrektur vornehmen
Erkläre das Splitt Egg Konzept
fundamentales Dilemmata der Führung: Dualität aus Leaderaufgaben und Manageraufgaben
Führungskraft muss Spagat zwischen Leader und Manager schaffen
Welche Arten von Führung kann man unterscheiden?
Indirekte/ Strukturelle Führung
Direkte/ Interaktive Führung
Erkläre Strukturelle/ indirekte Führung
Führung im weiteren Sinne
Stretegie: Ziele und Instrumente
Struktur: Aufgaben, Kompetenzen und Prozesse
Kultur: Werte und Dnke-/ Verhaltensmuster
Qualitative Personalstruktur: Qualifikation, Identifikation und Motivation
Erkläre interaktive/ direkte Führung
Führung im engeren Sinne
wahrnehmen, analysieren, reflektieren
informieren, kommunizieren, konsultieren,
entscheiden, koordinieren, kooperieren, delegieren
motivieren, identifizieren
entwickeln, bewerten, Feedback geben, belohnen/ bestrafen
Erkläre Kaskadierung
Botschaften des CEO oder Geschäftsführung werden in die gesamte Organisation über Hierarchiestgufen getragen
Erkläre die Bedeutung von Selbstmanagement
Unterschiedliche Erwartungen/ Anforderungen an Führungskräfte von Vorgesetzen und Mitarbeiter:
Stressbewältigung, Gefahr des Burnout
Nur wer sich selbest führen kann, kann andere erfolgreich führen
Erkläre Bennis vier Schlüssel zu guter Führung
Vier Schlüssel guter Führung:
- Management von Aufmerksamkeit
- Management von Sinn
- Management von Vertrauen
- Management des Selbst
Nenne weitere Konzepte zum Selbstmanagement von Führungskräften
Eisenhower Matrix, Pareto-Prinzip, A-B-C-Priorisieren, ALPEN-Methode, Kiesel-Prinzip
Definition: emotionale Intelligenz
nicht-kognitive Kompetenz, wahrnehmen, nutzen, verstehen und beeinflussen von eigenen und anderen Emotionen
empirische Ergebnisse von emotionaler Intelligenz und Führung
starker Zusammenhang zu transformationalem Führungsstil
höhere Teamleistung
stärkere emotionale Bindung zur Organisation und höheres Commitment zur karriere
höhere Arbeitszufriedenheit
Wie kann emotionale Intelligenz gefördert werden?
alte Gewohnheiten verändern
Nutzung verschiedener Trainingsmethoden
organisationale Kultur notwendig, die Lernen unterstützt
gezieltes Feedback, positives Verhalten betonen
Positive Vorbilder
Erkläre die Stresstheorie nach Lazarus
Stressoren aus der Umwelt werden von Personen unterschiedlich Wahrgenommen. Dabei gibt es eine Primäre und eine Sekundäre Bewertung
Was sind mögliche Stressoren/ Reize?
Seltenes Lob, Sandwichposition, Zeitdruck, Leistungsdruck, Spagat zwischen Manager und Leader, Arbeitsunterbrechungen, Wettbewerbsdruck, Kommunikationsanforderungen, Entscheidungsdruck
Wie können Stressoren aufgeteilt werden?
Externale (Arbeitsbezogene Stressoren
Internale (Personenbezogene Stressoren)
Was sind personenbezogene Stressoren?
Emotionen: negative Affektivität
Kognitionen: zu hohe Ansprüche/ Ziele
Verhalten: ineffektive Handlungsregulation
Qualifikation: fehlende Kompetenzen
was sind arbeitsbezogene Stressoren?
aufgabenbezogen: Unter- oder Überforderung, Unterbrechungen
arbeitsorganisatorisch: fehlende/ schlechte Materialien
physikalisch: Lärm, Hitze, Schmutz
zeitlich: Arbeit auf Abruf, Zeitdruck
sozial: fehlende soziale Unterstützung, Konkurrenz, Mobbing, Rollenkonflikt
Wann führen diese Stressoren zu Stress?
wenn eine Person eine Diskrepanz zwischen der Anforderung und den zur Verfügung stehenden Ressourcen vorfindet
Was sind Symptome von Stress?
körperlich: erhöhte Herzfrequenz, Blutdrucksteigerung, Stresshormone, Herz-Kreislauferkrankungen
psychisch: Anspannung, Frustration, Ärger, Resignation, Depression, Burnout
Verhalten: Leistungsschwankungen, Nachlassende Konzentration, Fehlzeiten, Konflikte/ Streit, Aggression
Wie können Ressouren zur Bewältigung von Problemen und Schwierigkeiten aufgeteilt werden?
Personale Ressourcen
Situative Ressourcen
Was sind mögliche personale Ressourcen?
Psychische Ressourcen: Kohärenzsinn, Hardiness, Selbstwirksamkeit
Situationskonstante Ressourcen: Problemorientiertes Handeln, Nutzen sozialer Unterstützung
Physiologische Ressourcen: körperliche Fitness, starkes Immunsystem
Was sind mögliche Situative Ressourcen?
Handlungs- und Entscheidungsspielräume
Zeitliche Spielräume
Kontrolle
Vollständige und ganzheitliche Aufgaben
Vielfältige Aufgaben
Soziale Unterstüztung
Was versteht man unter der Primärbewertung?
Wahrnehmung der Umweltsignale als positiv, irrelevant oder potentiell bedrohlich
Was versteht man unter der Sekundärbewertung?
Bewertung, ob die Situation mit den vorhandenen Ressourcen bewältigt werden kann. Wenn ja: Eustress
Wenn nein: Distress
Was versteht man unter Distress und Eutstress?
Distress: Negativ, nicht gewünschter Typ von Stress, leistungshinderlich
Eustress: Positiv, gewünschter Typ von Stress, leistungsförderlich
Was sind mögliche Ressourcen von Führungskräften?
Grosser Handlungs- und Entscheidungsspielraum, Kommunikations- und Kooperationsmöglichkeiten, Selbstwirtksamkeit, Selbstführung, Monetäre Sicherheit, soziale Unterstützung, Status, Entwicklungsmöglichkeiten
Fazit: Was ist Leadership?
- Die richtigen Dinge tun, nicht nur auf Manageraufgaben konzentrieren, direkte Führung teilweise durch indirekte Führung ersetzen, Selbstmanagement