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Jehlifisch Universität, Herbstsemester 2013
Jehlifisch Universität, Herbstsemester 2013
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Lernkarten
Was sind die Grundannahmen der Theorie der sozialen Identität?
(Teamzusammensetzung)
– Individuen streben danach, ihre Selbsteinschätzung zu erhalten bzw. zu verbessern
– Ein Teil der Selbsteinschätzung beruht auf der sozialen Identität, die sich aus der Mitgliedschaft in verschiedenen Gruppen ergibt
– Zur Erhaltung einer positiven sozialen Identität streben Individuen nach einer positiven Abgrenzung zwischen ihrer Gruppe und relevanten Vergleichsgruppen
Was sind die Ausweikungen der Theorie der sozialen Identität auf Individuen, Gruppen und Organisatioen?
(Teamzusammensetzung)
– Individuen besitzen zahlreiche verschiedene soziale Identitäten (Mann/Frau, Inländer/Ausländer, HSGler/ETHler), die zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Bedeutung haben
--> Effekte des In-Group Bias (mehr Vertrauen, bessere Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe) und der Out-Group Diskriminierung (Vorurteile etc. gegenüber Nichtmitgliedern) auf Team- und Organisationsebene
Wann tritt identitätsbasiertes Handeln vermehrt auf? Nenne verstärkende Faktoren.
(Teamzusammensetzung)
– Neuigkeit und Besonderheit der Gruppenzugehörigkeit
z.B. nach der Verleihung des Bachelortitels
– Konflikt mit anderen relevanten Gruppen
z.B. WHU Euromasters; Fussballfans vs. Handballfans
– Spezielle Erwähnung
z.B. Singen der Nationalhymne an US-Schulen, etc.
Was ist bei negativen Vergleichsergebnissen zu tun? Nenne Strategien.
(Teamzusammensetzung)
– Individuelle Mobilität
z.B. Verlassen der eigenen Gruppe, Beitritt zur prestigeträchtigeren Gruppe
– Soziale Kreativität
z.B. Wechsel der Vergleichsdimension: „Meister der Herzen“, etc.
– Sozialer Wettbewerb
z.B. direkte Konfrontation mit entsprechender Out-Group
Wie heissen die drei Konflikte die im Umgang mit Diversität beachtet werden müssen (Konfliktmanagement)?
- Aufgabenkonflikt
- Beziehungskonflikt
- Prozesskonflikt
Erkläre was Social Loafing ist.
(Teamprozess)
• Social Loafing beschreibt den Effekt, dass Menschen im Team häufig weniger Anstrengungen in die Zielerreichung investieren als allein
• Einzelne Teammitglieder ruhen sich auf Kosten der anderen Teammitglieder aus
• Dadurch insgesamt geringere Gruppenleistung
Wie kann Social Loafing reduziert werden?
(Teamprozess)
– Transparenz der Leistungen und Ergebnisse der einzelnen Teammitglieder
– Vergabe von bedeutungsvollen Aufgaben
– Möglichkeit innerhalb des Teams eigene Aufgabe auszuwählen
Nenne 4 Empfehlungen für Führungskräfte für erfolgreiche Teamarbeit.
- Bewusstes Zusammenstellen diverser Teams
- Umgang mit Konflikten
- Förderung einer gemeinsamen, übergeordneten Identität
- Schaffung einer Diversity- und Wertschätzungskultur
Nenne Empfehlungen für Führungskräfte für die bewusste Zusammenstellung diverser Teams.
– Vermeidung von starken Faultlines (z.B. M-60J, M-60J, W-20J, W-20J versus M-60J, W-60J, M-20J, W-20J)
– Diverse Teams v.a. für komplexe Aufgaben nutzen, die Abkehr von Routine erfordern
Nenne Empfehlungen für Führungskräfte für den Umgang mit Konflikten.
– Beziehungskonflikte vermeiden bzw. offen ansprechen, diskutieren und überwinden
– Aufgabenkonflikte zulassen und durch Diskussionsregeln, Brainstorming, etc. positiv nutzen
– Prozesskonflikte am Anfang diskutieren, später vermeiden
Nenne Empfehlungen für Führungskräfte für die Förderung einer gemeinsamen, übergeordneten Identität.
– Vermittlung der übergeordneten Gemeinsamkeiten (Firmenkultur und -identität, etc.)
– Spezielle Teambuilding-Massnahmen, Förderung informeller Kontakte, etc.
Nenne Empfehlungen für Führungskräfte für die Schaffung einer Diversity- und Wertschätzungskutlur.
– Förderung von intensiven Diskussionen & Empathie, offenes Ansprechen von Unterschieden
– Aktive Kulturgestaltung
– Team-basierte Anreiz- und Entlohnungssysteme
Beschreibe die Phase Forming im Tuckman-Modell.
• Kennenlernen
• Unsicherheit
• Orientierungssuche
• Abhängig vom Team Leader
• Zugang zu einzelnen Mitgliedern
• Herausfinden von akzeptablem Verhalten in der Gruppe
• Gegenseitige Erwartungen
• Gruppenbildung
Beschreibe die Phase Storming im Tuckman-Modell.
• Persönliche Positionierung
• Meinungsäusserung und Festlegung von Positionen
• Ausdruck von Unterschieden (kulturell, Meinungen, Werte)
• Verhandlung von Positionen und Rollen
• Powerplay und Hierarchiebildung
• Gefährliche Phase für Stereotypen und Verlassen der Gruppe
• Reaktion auf Leadership
Beschreibe die Phase Norming im Tuckman-Modell.
• Intensives persönliches Einbringen und Commitment
• Offener Austausch von Gefühlen
• Gruppenidentifikation und Wir-Gefühl
• Kooperation, Konsens und Respekt
• Effizienz und Effektivität in Aufgabenerfüllung
• Selbstvertrauen
• Vereinbarung von gemeinsamen Zielen, Standards, Regeln, Rollen, Arbeitsorganisation
Beschreibe die Phase Performing im Tuckman-Modell.
• Jedes Individuum ist ein wichtiger Teil der Gruppe
• Corporate Identity der Gruppe
• Individuelle Ideen werden zum Teil des Erfolgs ganzen Teams
• Gegenseitige Akzeptanz
• Kollaboration
• sich um andere kümmern
• Teammitglieder sind abhängig voneinander
• Effektive Performance (Identifikation mit Aufgabe und Gruppe)
Wie kann die Führungskraft wärend der Forming Phase im Tuckman-Modell unterstützend wirken?
• Orientierung geben
• Rollen klar machen
• Arbeitsprozesse klar machen
• Teambuilding Massnahmen fördern
Wie kann die Führungskraft wärend der Storming Phase im Tuckman-Modell unterstützend wirken?
• Emotionale Reaktionen managen
• Bei Konflikten einschreiten
• Hilfe und Unterstützung anbieten
Wie kann die Führungskraft wärend der Norming Phase im Tuckman-Modell unterstützend wirken?
• Gruppennormen entwickeln und festhalten
• An gegenseitiger Akzeptanz arbeiten
• Gemeinsamkeiten betonen
Wie kann die Führungskraft wärend der Performing Phase im Tuckman-Modell unterstützend wirken?
• Leistungsfähigkeit aufrecht erhalten
• Erfolgreiche Zusammenarbeit weiter fördern, neue Mitglieder integrieren
• Rückfall in vorherige Stadien verhindern
Beschreibe die Arbeitsgruppe des Katenbach-Modells.
Eine Gruppe, bei der keine anspruchsvolle Leistungsanforderung oder Leistungs-chance besteht, die ihre Umwandlung in ein Team erfordern. Die Mitglieder interagieren vor allem um Informationen, „best practices“ oder Perspektiven auszutauschen und Entscheidungen zu treffen, die das einzelne Mitglied bei seiner Leistung innerhalb seines Verantwortungsbereiches unterstützen.
Beschreibe das Pseudo-Team des Katenbach-Modells.
Eine Gruppe, bei der eine anspruchsvolle Leistungsanforderung oder Leistungschance bestehen könnte, die jedoch kein Augenmerk auf kollektive Leistung legt und sie nicht wirklich anstrebt. Die Gesamtleistung von Pseudo-Teams ist geringer als das Gesamtpotenzial der einzelnen Mitglieder.
Beschreibe das potenzielle Team des Katenbach-Modells.
Eine Gruppe, bei der eine anspruchsvolle Leistungsanforderung besteht und die versucht, ihre Leistungskraft zu verbessern. In der Regel wird jedoch eine grössere Klarheit über das gemeinsame Anliegen, gemeinsame Leistungsziele sowie einen gemeinsamen Arbeitseinsatz benötigt. Ein potenzielles Team hat noch keine gemeinschaftliche Verantwortlichkeit entwickelt (Wir-Gefühl).
Beschreibe das echte Team des Katenbach-Modells.
Eine kleine Gruppe von Personen, deren Fähigkeiten einander ergänzen und die sich gleichermassen für eine gemeinsame Sache, gemeinsame Leistungsziele und einen gemeinsamen Arbeitseinsatz engagieren und gegenseitig zur Verantwortung ziehen - mit klarem Wir-Gefühl.
Beschreibe das Höchstleistungsteam des Katenbach-Modells.
Eine Gruppe, die dieselben Bedingungen erfüllt wie das echte Team, deren Mitglieder sich darüber hinaus jedoch besonders stark für die persönliche Entwicklung und den Erfolg ihrer Mitstreiter einsetzen. Das Hochleistungsteam übertrifft alle anderen ähnlichen Teams beträchtlich an Leistung und es übertrifft alle Erwartungen, die an seine Mitglieder gestellt wurden. Identifikation und Lerneffekte, Begeisterung und Leidenschaft sind sehr hoch.
Zähle die sechs Grundsätze für die Zusammenarbeit von Höchstleistungsteams auf die Katzenbach und Smith gefunden haben.
Auf was sollten die Führungskräfte beim Aufbau von Teamleistung achten?
• Dringlichkeit vermitteln, anspruchsvolle Leistungsstandards setzen und Richtung vorgeben
• Mitglieder nach Fähigkeit und Fähigkeitspotential und nicht nur nach Persönlichkeit auswählen
• Klare Verhaltensregeln festlegen
• Unmittelbare leistungsorientierte Aufgaben und Ziele festlegen
• Team regelmässig mit frischen Informationen herausfordern
• Viel Zeit zusammen verbringen
• Hohe Relevanz von positivem Feedback, Anerkennung und Belohnung erkennen
--> Führungskräfte müssen selbst auch gute "Teamplayer" sein
Was besagt das Superleadership-Modell von Manz & Smis.
--> Superleadership führt Personen dazu, sich selber zu führen
• Fokus: Selbst-Führung
• Führungsverhalten:
– Selbst-Führung und positive Gedankenmuster fördern
– Führung zwischen Teammitgliedern verteilen
– Regulation von Teamgrenzen unterstützen
--> Das Team als gemeinsame Führungskraft
Wie ruft mein einen organisationaler Wandel herbei?
Strategische Führung:
Anpassung an die Umwelt
--> organisationaler Wandel
Wie wirkt man auf die Organisationskultur?
Strategische Führung:
Einfluss auf System und Strukturen
--> Organisationskultur
Warum organisationaler Wandel?
„Es ist weder die stärkste Spezies, die überlebt, noch die intelligenteste, sondern diejenige, die sich am besten an den Wandel anpassen kann.“
Charles Darwin (1809 - 1882)
„Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, dann muss es auch anders werden.“
Georg Christoph Lichtenberg (1742-99)
Was sind Auslöser von Wandel?
- Zunehmender Wettbewerb
- Sich ändernde Kundenanforderungen
- Technologische Entwicklungen
- Internationalisierung
- Finanzieller Druck
- Gesetzliche Veränderungen
- Wechsel der Geschäftsführung