OPM Kapitel 1

Lernkotrollfragen

Lernkotrollfragen


M. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, insbesondere im Kontext von Unternehmensprozessen und -gestaltung. Sie behandeln Themen wie die Differenzierungspotenziale durch innovative Prozessgestaltung, verschiedene Arten von Unternehmensprozessen, das St. Galler Managementmodell, und die De-Konstruktion von Wertschöpfungsketten. Zudem werden horizontale und vertikale Integration, die Bedeutung der Ablauforganisation, und die Herausforderungen für Unternehmen in Ländern wie der Schweiz, Deutschland und Österreich erläutert. Diese Lernkarten sind besonders nützlich für Studierende und Berufstätige in der BWL, die ihr Verständnis für betriebliche Abläufe und strategische Unternehmensführung vertiefen möchten.
Cartes-fiches
12
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5
Langue
Allemand
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
07.12.2014 / 12.12.2015

Cartes-fiches

Was sind die wesentlichen Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung über die letzten 250 Jahre?

  • Technische Erfindungen und Innovationen

  • Produktionssysteme und vernetzte Infrastruktur

    • Produktionskonzepte

    • Fertigungsverfahren

    • Transportsysteme

Nennen Sie anhand vier konkreter Beispiele, mit welchen ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen die damals neuen Fabriksysteme die gesellschaftliche Entwicklung beeinflusst haben?

Ökonomische:

  • Effizientere Produktionsmethoden

    • Günstigere, für viele erschwingliche Produkte

  • Erstellung neuer Transportsysteme

    • Transport von Güter und Menschen

Ökologische:

  • Verbrauch von natürlichen Ressourcen

    • Umweltbelastung

    • Politische und militärische Sicherstellung von Rohstoffen

Soziale:

  • Konzentration von Arbeit an einem Ort

    • Landflucht, dadurch rasantes Wachstum von Städten

  • Manuelle, repetitive Arbeit

    • Gründung von sozialen Bewegungen

Vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmen in Ländern wie der Schweiz, Deutschland und Österreich?

  • Wettbewerbssituation intensiviert durch Internet und Globalisierung

  • Unternehmen müssen sich noch stärker auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren

  • Effiziente und effektive Nutzung erneuerbarer Rohstoffe

Grösste Chance haben Unternehmen, welche Technologien und Ressourcen im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung optimal einsetzen

Geben Sie zu den vier Leistungserbringer-Gruppen Gewinnungsindustrie, Zulieferindustrie, Investitionsgüter, Konsumgüter, Handel und Dienstleistungen typische Produkte (Leistungsangebote) sowie Kernprozesse (Haupttätigkeiten) an, Nennen Sie zu jedem Betriebstyp entsprechende Schweizer Wirtschaftszweige (Unternehmen)!

siehe Bild

Wie kann die Gesamtheit der wirtschaftlichen Güter unterteilt werden? Erläutern Sie die Begriffe resp. deren Unterschiede!

Wertbestimmung eines Gutes:

  • Realgüter > materielle und immaterielle Güter

  • Nominalgüter > existieren nur in virtueller Form (Schulden, Forderungen, Liquide Mittel)

Natur eines Gutes:

  • Materielles Gut > Herstellung im industriellen Sektor

  • Immaterielles Gut > Rechte, Lizenzen, Patente und DL

Nutzung eines Gutes:

  • Investitionsgut > dient zur Herstellung eines anderen Gutes

  • Konsumgut > dient zur direkten Bedürfnisbefriedigung

Nutzungsdauer eines Gutes:

  • Verbrauchsgüter > wird durch die einmalige Nutzung verbraucht

  • Gebrauchsgüter > dient über eine längere Zeit der selben Bedürfnisbefriedigung

Objekt an Dienstleistungen:

DL können an Gegenständen oder an Lebewesen erbracht werden

Weshalb hat die Ablauforganisation und somit die Gestaltung von Geschäftsprozessen an Bedeutung gewonnen?

  • Faktoren Zeit, Kosten, Qualität und Flexibilität sind wettbewerbsentscheidend

  • Diese Faktoren werden massgebend von der effektiven und effizienten Gestaltung des Leistungserbringungssystems geprägt

  • Organisationsstrukturen müssen sich primär an der horizontalen Perspektive (Ablauforganisation) ausrichten

  • Strucure follows Process follows Strategy

Weswegen sind, neben den unternehmensinternen Prozessen, die über-/zwischenbetrieblichen Geschäftsprozesse für die Wertschöpfung und den Markterfolg von Unternehmen ein wichtiger Erfolgsfaktor?

Jedes Unternehmen ist in eine überbetriebliche Wertschöpfungskette, bestehend aus Zulieferern und Abnehmer eingebettet.

1.1Erläutern Sie die Begriffe „horizontale Integration“ und „vertikale Integration“ sowie „Vorwärtsintegration“ und „Rückwärtsintegration“!

Vertikale Integration:

Zusammenfassung von aufeinanderfolgenden Wertschöpfungsstufen, die in einem Käufer- Verkäufer- Verhältnis stehen.

  • Werden Aufgaben eines Lieferanten übernommen > Rückwärtsintegration

  • Werden Aufgaben eines Kunden übernommen > Vorwärtsintegration

Horizontale Integration:

  • Zusammenführung von Unternehmen, die im selben Markt tätig sind und ergänzende Produkte anbieten

Was verstehen Sie unter De-Konstruktion von Wertschöpfungsketten? Erläutern Sie die anhand eines Beispiels!

Bestehende Wertschöpfungsketten werden in einzelne Aktivitäten aufgegliedert (Destruktion) und kreativ zu neuen Geschäftsmodellen zusammen gefügt (Konstuktion):

Unbundling Business Models:

  • Trennen und koordinieren verschiedener Geschäftsmodellen zu geringeren Kosten

    • Privatbanken, Telekommunikationsmarkt

Long Tail Business Models:

  • Massgeschneiderte Leistungsangebote an eine sehr grosse Zahl neuer Kunden zu geringen Kosten

    • Online Tauchbörse (E-bay, Ricardo)

Multi-Sided Platforms:

  • Dem Ausgangsmodell Einnahmequellen hinzufügen

    • Google (Adwords), Apple (iTunes)

Free as a Business Model:

  • Nicht zahlende Kunden werden von zahlenden Kunden subventioniert

    • 20 Minuten, Skype

Open Business Models:

  • Erwerb von F&E Know-how kann weniger teuer sein und zu kürzeren Produkteinführungszeiten führen

Pharma-Industrie, Haushalt (Procter&Gamble)

Was zeichnet das St. Galler Managementmodell in Bezug auf die Betrachtungsweise eines Unternehmens aus?

Im Modell werden je drei zentrale Begriffskategorien unterschieden:

Umfeld der Unternehmung:

  • Umweltsphären

    • Gesellschaft, Natur, Technologie, Wirtschaft

  • Anspruchsgruppen

    • Kunden, Lieferanten, Staat, Konkurrenz, NGO’s, Mitarbeiter, Kapitalgeber

  • Interaktionsthemen

    • Ressourcen, Normen und Werte, Anliegen und Interessen

Innensicht der Unternehmung:

  • Ordnungsmomente

    • Strategien, Strukturen, Kulturen

  • Unternehmensprozesse

    • Führungsprozessen, Kernprozesse, Unterstützungsprozesse

  • Entwicklung

    • Erneuerung, Optimierung

1.1Welche drei Arten von Unternehmensprozessen werden Unterschieden? Nennen Sie dazu je einen typischen Geschäftsprozess!

  • Führungsprozesse

    • Aufgaben, die mit der Lenkung, Gestaltung und Entwicklung von zweckorientierten, soziotechnischen Organisationen zu tun haben

      • Normative Orientierungsprozesse

      • Strategische Entwicklungsprozesse

      • Operative Führungsprozesse

  • Kernprozesse

    • Aktivitäten einer Unternehmung, die unmittelbar auf den Kundennutzen ausgerichtet sind

      • Kundenprozesse (Akquisition, Bindung, Markenführung)

      • Leistungserstellungsprozesse

      • Innovationsprozesse

  • Unterstützungsprozesse

    • Interne Dienstleistungen für einen effektiven Vollzug der Kernprozesse

      • Personalwesen

      • IT

1.1Welche Differenzierungspotenziale können durch eine innovative Prozessgestaltung entwickelt werden?

Wettbewerbsentscheidende Merkmale wie:

  • Zeit

  • Kosten

  • Qualität

  • Flexibilität

Werden durch die innovative Leistungserstellung bestimmt.

Étudier