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Lernende 8 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 13.01.2013 / 17.06.2019
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Was ist die Indikation von AB-Augentropfen, welche mit Steroiden kombiniert sind?
FML-Neo (Neomycin, Fluorometholon). Entzündungen des vorderen Augenabschnittes, bei gleichzeitiger Infektion mit empfindlichen Erregern. Es tritt eine schnellere Linderung der Beschwerden ein. Oft wird nach Besserung der Symptomatik re-evaluiert und mit einem blossem Antibiotikum weitergefahren.
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Was sind Vorsichtsmassen bei AB-Steroid-Kombi Augentropfen?
• Kortikosteroide können Infektionen (viral, bakteriell oder mykotisch) maskieren/begünstigen. Gleich: Behandlung ändern, falls keine Besserung eintritt • Überempfindlichkeitsreaktionen können maskiert werden • Steroide erhöhen den Augeninnendruck: regelmässige Überprüfung des Augendrucks bei Dauertherapie erforderlich. • Verdünnung / Atrophie der Hornhaut bei längerer Anwendung • Vorsichtige Anwendung bei Katarakt, Diabetes mellitus, Herpesinfektionen und anderen viralen Infekten. Frei abgegeben sollten Kortikosteroidtropfen nicht, da die bei längerer Anwendung lokale Nebenwirkungen wie Erhöhung des Augeninnendrucks haben können.
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Was sind die UAW von AB-Steroid-Kombi Augentropfen?
• Brennen, lokale Irritationen, Überempfindlichkeitsreaktionen, verschwommenes Sehen nach der Instillation • Hintere subkapsuläre Linsentrübung Kararakt-Bildung • Erhöhter Augeninndruck und Glaukom (v.a bei Kurssichtigkeit) • Chloramphenicol-haltige Augentropfen: z.T. irreversible Blutdyskrasien beschrieben, allerdings sehr selten • systemische Steroid-UAW durch Resorption möglich • Risiko von sekundären Augeninfekten
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Was ist die Gefahr von ophthalmologisch angewenndeten NSAR?
längere topische Verabreichung von NSAR kann zu kornealen Veränderungen, Erosion, und Ulzeration führen.
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Nenne ein Beispiel für antiseptische Augentropfen, dessen Indikation und dessen Bedingung.
Desomedin mit Hexamidin bei Verdacht auf leichte bakterielle Konjunktivitis, Keratokonjunktivitis, Dakryozystitis (Infektion des Tränenkanals) und prä/post-operative Desinfektion. Die Anwendung sollte nur 2 bis 3 Tage erfolgen, dann ein Augenarzt aufgesucht werden falls keine Besserung, da Verdacht auf schlimmere bakterielle/virale Infektion. Christoph Meier ist von diesen Wässerchen nicht sehr überzeugt.
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Nenne generelle Hinweise für Augentropfen (13 Stück).
• Keine Kontaktlinsen bei Augeninfektion, Ausnahme: Tageslinsen • In der Regel Linsen raus, AT applizieren, mind. 5 Min. warten bevor Linsen wieder eingesetzt werden • In der Regel Tropfen tagsüber, Salben auf die Nacht • Bei Infekten 2 Tage über Beschwerdefreiheit therapieren (Rezidivgefahr) • Behandlung zeitlich eingrenzen, ansonsten Resistenzgefahr • Saubere Hände (Gefahr der Verschleppung) ! Cave Umgang mit Kunden. • Angebrochene Mehrfach-Dosen wegwerfen • Systemische UAW sind möglich; Druck auf Tränenkanal vermindert systemische Verfügbarkeit der Wirkstoffe. • Bakterielle Konjunktividen sind häufig, manchmal epidemisch • Antiseptika (OTC) in leichten Fällen einsetzbar • Topische Antibiotika auf Rezept abgeben. In Ausnahmefällen kann die Abgabe eines Antibiotikapräparates nach Abklärung der Symptome und unter Dokumentation der Situation vertretbar sein (Randzeiten, abgelegener Ort, kein Arzt verfügbar). • Kortikosteroidhaltige AT in aller Regel nicht ohne Rezept abgeben. • Unkomplizierte bakterielle Konjunktivitis kann selbstlimitierend sein, doch die Behandlung mit AB-haltigen AT lindert und führt zu schnellerem Abheilen. Ein unkritischer Einsatz von AB bei Verdachtsfällen ist aber abzulehnen.
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Inwiefern ist das Ermitteln des Auslösers einer allergischen Konjunktivitis relevant?
Die Unterscheidung hat keine Relevanz für die symptomatische Primärtherapie, jedoch für die Erforschung der Ursache und damit für das Vermeiden der Exposition (z.B. Milbenüberzüge über Matratzen, Entfernen von allergenen Stoffen im Haushalt…).
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Was sind die Symptome einer allergischen Konjunktivitis?
• Juckreiz und oberflächige Rötung des Auges mit Fremdkörpergefühl, Tränenfluss und Schwellung, oft beidseitig. • Initial kein Eiter, durch Reiben und Kratzen, aber Sekundärinfekt möglich. • Oftmals begleitet durch zusätzliche allergische Symptome (z.B. Rhinitis).