O&F ZF
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Flashcards
5.1 Strategien, Strategieformulierung, strategische Manöver
Basisfähigkeiten der Organisation:
- Handlungsfähigkeit:
Fähigkeit, auf wahrgenommene Probleme angemessen zu reagieren - Lernfähigkeit:
Fähigkeit, systematische Handlungen durchzuführen, die die Gewinnung und Nutzung von Wissen betreffen - Responsiveness (Empfänglichkeit, Sensibilität für):
Fähigkeit, empfänglich gegenüber Bedürfnissen der Betroffenen zu sein.
—> Jemand kann es wahrnehmen, wenn sich Bedürfnisse verändern
Strategie - Definition
Handlungsorientierung mit Prinzipiencharakter, die Fähigkeiten signifikant betreffend
(Orientierungsmuster "im Hinterkopf", nur aus der Binnenperspektive erfassbar)
Strategisches Manöver
- beobachtbare Handlungsmuster
--> aus der Aussenperspektive erfassbar
Bezug zwischen Strategien und strategischen Manövern - mögliche Einflussrichtungen
- Strategie —> Strategisches Manöver: klassisch, Strategie führt zum strategischen Manöver. Wir haben eine Strategie im Hinterkopf und sehen dann ein entsprechendes Handlungsmuster.
- Strategie <— Strategisches Manöver: Strategisches Manöver führt zur Strategie, wie geht das? Man hat per Zufall ein Handlungsmuster, welches erfolgreich ist und danach zur Strategie gemacht wird.
- Strategie <—x—> Strategisches Manöver: Wenn die Strategie und das Strategische Manöver nichts mit einander zu tun haben.
Strategieformulierung
- Schriftlich oder mündlich kommunizierte Beschreibung von Strategie
—> Sphäre der Kommunikation: Was sage ich über die Strategie; ist niedergeschrieben
Bezug zwischen (formierten) Strategien und Strategieformulierungen - mögliche Einflussrichtungen:
- formierte Strategie <— Strategieformulierung: klassisch, geschriebene Strategie setzt sich in den Köpfen der Mitarbeiter fest
- formierte Strategie —> Strategieformulierung: Ich habe eine Idee im Kopf und schreibe sie nieder
- formierte Strategie <—x—> Strategieformulierung: formierte Strategie hat nichts mit Strategieformulierung zu tun, z.B. wenn man kurzfristig eine Strategie angeben muss und diese schnell aufschreibt, nur um etwas zu haben.
Taktischer Umgang mit Strategieformulierungen - Verwendung von irreführenden Strategieformulierungen
- Externe Irreführung:
z.B. Konkurrenten sollen über tatsächliche Strategie getäuscht werden, um Überraschungseffekt zu erzielen. - Interne Irreführung:
z.B. interne Mitarbeiter sollen über tatsächliche Strategie getäuscht werden, um vorübergehend positive Motivationseffekte zu erzielen.
—> ethisch problematisch!
5.2 Genese (Entstehung) und Wirksamkeit von Strategien
- Genese: wie entstehen eigentlich diese Handlungorientierungen im Kopf?
- Wirksamkeit: wie wirken sie sich aus?
Prozess der Strategiegenese
- Basisprozess: Prozess des alltäglichen Handelns in der Organisation
- (1: Entfaltung) innerhalb dieses routinemässigen Handelns taucht ab und zu eine Reflexion auf: was tun wir eigentlich? warum tun wir es? was steht für ein Prinzip dahinter? macht es Sinn? gäbe es Alternativen? —> Man reflektiert über generalisierende Orientierungsmuster
—> erster Schritt wie Strategien entstehen - ist noch keine Strategie, was fehlt noch?
(2: Erweiterung) —> man beginnt darüber nachzudenken, wie sich die Regeln auf die Fähigkeit der Organisation auswirken („die Fähigkeiten signifikant betrifft“) —> jetzt formiert sich eine Strategie - (3: Entscheidungsepisoden) Strategien entstehen im Basisprozess (ongoing process) aber es ist beeinflusst von dem, was in den Entscheidungsepisoden abläuft
- (4: Managementsysteme) Das ganze ist auch noch mal unterstützt durch Managementsysteme (Planungs- und Kontrollsysteme) —> beeinflussen wie entschieden wird und wie im Basisprozess reflektiert wird
Zentral:
- Strategien entstehen aus der Reflexion im ongoing process, nicht in Entscheidungsepisoden/Managementsystemen
- diese sind trotzdem relevant, weil sie die Reflexionsprozesse beeinflussen
5.3 Strategische Führung und strategische Gemengelage
--> was macht eine Führung strategisch?
Merkmale einer strategischen Führung:
- notwendiges Merkmal „Strategierelevanz“:
- „die Fähigkeiten signifikant betreffend“
- d.h. strategische Führung muss die Fähigkeiten der Organisation betreffen
—> es reicht nicht aus zu sagen: „die Führung wirkt sich aus auf die Fähigkeiten…“
- Hinreichendes Merkmal „irgendwie gearteter Strategiebezug“
- d.h. Effekt auf die Fähigkeit der Organisation durch strategische Führung muss intendiert sein
—> „… sondern sie muss auch intendiert sein.“
- d.h. Effekt auf die Fähigkeit der Organisation durch strategische Führung muss intendiert sein
Die strategische Gemengelage:
- Gemengelage an strategierelevanten Aspekten
- Strategische Führung heisst oft nicht hinzufügen von Strategie, sonder oft wegnehmen und hervorheben von vorhandenen Strategien, um das ganze stärker auszurichten.
- Dabei wird sie von Managementsystemen unterstützt, Ordnung in die Gemengelage zu bringen
Zentral: Strategische Führung, um Ordnung in das Vorhandene zu bringen