Ökotox

mehr zum durchlesen, statt zum lernen

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Alex Stu
Diese Lernkarten behandeln die Auswirkungen von Chemikalien auf Organismen, insbesondere Fische, und sind für Studierende der Biologie an der Universität geeignet. Sie beleuchten die Wirkung von Stoffen wie Ethinylestradiol und Nonylphenol, die toxische Effekte auf die Geschlechtsentwicklung und Fortpflanzung von Fischen haben können. Die Karteikarten erklären, wie hormonaktive Substanzen die Bioakkumulation und den Abbau von Chemikalien beeinflussen und welche Konzentrationen in Gewässern kritisch sind. Für Biologen und Umweltwissenschaftler sind diese Informationen essenziell, um die Risiken von Umweltchemikalien besser zu verstehen und Maßnahmen zum Schutz der aquatischen Ökosysteme zu entwickeln.
Flashcards
253
Students
1
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
12.12.2013 / 13.04.2014

Flashcards

Vergleich in vitro - in vivo
Cytotoxizität

Cytotoxizität korreliert bei vielen Stoffen mit der akuten Toxizität in Fischen.
In-vitro-Testsysteme sind nicht nur im Sinne des Tierschutzes wichtig, sondern sind auch in der Chemikalienprüfung eine elegante und kostengünstige Screeningmethode
Zellkulturen sind damit wertvolle in-vitro-Systeme in der ökotoxikologie zum Studium der Zelltoxizität und Aufklärung biochemischer Mechanismen. Sie sind vor allem wichtig in der Forschung. Nach entsprechender Validierung sind diese Systeme im Screening von Chemikalien und bei der Prüfung von Umweltproben einsetzbar, was zur Reduktion von Fischversuchen beiträgt.
Tierversuche können jedoch nicht vollständig durch Zellkulturen ersetzt werden, denn bestimmte Parameter wie die Reproduktionswirkung oder die spezifische Wirkung von Chemikalien auf bestimmte Gewebe, die Pharmakokinetik und chronische Toxizität lassen sich nur im Versuch am Tier untersuchen

Bioakkumulation

Unter der Bioakkumulation verstehen wir die Anreicherung von Fremdstoffen in Organismen. Dies ist ein zentraler Prozess in der Ökotoxikologie.
Die Bioakkumulation von Umweltchemikalien wurde erst in den 1960er Jahren entdeckt, als hohe Rückstände an DDT und Organoquecksilber-Verbindungen an Fischen und Raubvögel, die an der Spitze von Nahrungsketten stehen, gefunden wurden .
Eine Anreicherung von Fremdstoffen erfolgt aus der unmittelbaren Umgebung (Medium) und /oder via Nahrung. Die Bioakkumulation steht in engerem Zusammenhang mit den physikalisch-chemischen Eigenschaften der Chemikalien, wird aber auch von biologischen und physiologischen Eigenschaften der Organismen mitbestimmt. Zusätzlich sind Umweltparameter von Einfluss. Die Fettlöslichkeit der Stoffe und eine schlechte Metabolisierung sind die wichtigsten Voraussetzung für eine Bioakkumulation lipophiler Stoffe.Letztlich sind schlechte Abbaubarkeit ( sowie Transport und Verteilung zwischen verschiedenen Umweltkompartiment), hohe Bioakkumulation und Biomagnifikation dafür verantwortlich, dass stark lipophile organische Fremdstoffe (DDT, PCB, Organochlor-Verbindungen, Flammschutzmittel) global verbreitet sind. Sie treten v.a. auch in Organismen in Polarregionen auf, wo sie negativ wirken. Organische Fluorverbindung sind amphiphil  und zeigen eine Bioakkumulation über andere Mechanismen.
Zu Anreicherung kommt es dann, wenn keine Vermeidungsmechanismen existieren und /oder wenn der Metabolismus und die Elimination schwer erfolgt.

Bioakkumulation Definition

 Anreicherung aus Umweltmedium
innerhalb der Nahrungsketten anreichern
Anreicherung einer Chemikalie im Organismus unabhängig von der Art der Aufnahme über die Nahrung oder direkt aus der Umwelt. Der Begriff gilt allgemein für die Akkumulation von Chemikalien in Organismen

Biomagnifikation:Defintion

Bioakkumulation entlang Nahrungskette

Biokonzentrationsfaktor BCF

Konzentration im Organismus/
Konzentration in Medium

Biokonzentration:

Biokonzentration: Direkte Anreicherung einer Chemikalie aus der abiotischen Umwelt (Medium) in den Organismus. Im Falle aquatischer Organismen erfolgt die Biokonzentration aus dem Wasser oder Sediment, bei terrestrischen aus der Luft oder dem Boden.
Die Biokonzentration bezieht sich damit spezifisch auf die Anreicherung aus dem umgegebenden Medium

Biokonzentrationsfaktor BCF

Verhältnis der Konzentration einer Chemikalie im Organismus im Vergleich zum umgebenden Medium. Auch das Verhältnis zwischen Organismus und Nahrung kann betrachtet werden. (Zooplankton im Verhältnis zu Algen deren Futter)
Der Faktor wird in der Regel experimentell bestimmt und bezieht sich auf einen Gleichgewichts- oder Sättigungszustand, bei der Aufnahme und Elimination der Chemikalie gleich gross sind.
Oft wird der Faktor aufgrund chemisch-analytischer Bestimmung definiert, indem das Verhältnis der Konzentration im Organismus im Vergleich der umgebenden Medium bestimmt wird. Der Faktor bezieht sich auf die Sättigung.
Der Faktor kann verschiedene Einheiten beziehen, auf das Nass-,Trocken- oder Lipidgewicht. Wasserkonzentration werden pro Liter angegeben. Da die Dichte der Biomasse nahe bei Eins liegt, können kg und L gleichgesetzt und in der Formel gekürzt werden. Damit wird der Faktor dimensionslos.

Bioakkumulation von Tributylzinn (TBT)

Charakteristisch für bioakkumulierende Stoffe
- Schnelle Akkumulation
- geringer Metabolisms
- langsame Elimination
viel höhere Konzentration in den Organismen als in der Umwelt
schnelle Anreicherung in den Fischlarven.
die Elimination ist langsam. Bleiben mind. 4 Tage.

Endgiftungsprodukte werden kaum gebildet.
keine Erhöhung der Metaboliten.
langsamer Fremdstoffwechsel.

TBT in Elritzenlarven:
Aufnahme erfolgt schnell und dauert auch nach 96 Stunden an, ohne eine Sättigung zu erreichen. Die Elimination im unkontaminierten Wasser ist gering und ein TBT- Metabolismus findet kaum statt.
Wichtige Eigenschaften von stark akkumulierenden Chemikalien sind damit: schnelle Aufnahme und Anreicherung, sowie geringer Metabolismus und Elimination.

Bioakkumuliernde Stoffe verteilen sich vor allem in lipidreiche Organe: z.B. TBT im Fisch

Nach der Aufnahme werden Chemikalien im Körper verteilt. Lipophile Chemikalien binden an Serumproteine und gelangen über Blut resp. Hämolymphe in die lipidreichen Kompartimente. Lipide und lipidhaltige Organe sind die primären Speicherorte organischer Chemikalien. Während des Transports, vor allem aber in der Leber, werden Fremdstoffe metabolisiert um schliesslich ausgeschieden zu werden. Der Metabolismus führt zu teilweisen oder vollständigen Reduktion der Bioakkumulation. Die Biokonzentrationsfaktoren sind dadurch geringer als sie aufgrund der Lipophilität erwartet werden.Metabolismus und Elimination wirken der Bioakkumulation entgegen
gehen gerne ins Fettgewebe

TBT:

reichern sich in lipidreichen Organen an. Höchste Konzentration finden sich in der Leber und Niere, sowie natürlich im Fettgewebe. Daneben reichern sich Schwermetalle bevorzugt in der Niere an.
 

Welche physikalisch-chemischen Parameter sind für die Bioakkumulation wichtig?

Konzentration gering--> höhere Bioakkumulation

grosse Unterschiede in der Fettlöslichkeit.
 

Welche Eigenschaften von Stoffen führen zur Bioakkumulation?

Welche Eigenschaften von Stoffen führen zur Bioakkumulation?
•Hohe Lipophilität: Octanol/Wasser-Verteilungskoeff. Log Kow
•Schlechter Metabolismus / Elimination
•Schlechter Abbau in der Umwelt (Persistenz)
meist gekoppelt

Der treibende Faktor der Bioakkumulation ist die Verteilung zwischen Wasser- und Lipidphase. Der 1-Octanol-Wasser-Verteilungskoeffizient ist die entscheidende Grösse. Eine Bioakkumulation kann ab einem log Kow > 3 gerechnet werden. Bei einem log Kow bis ca 4 findet sich eine lineare Beziehung zum log BCF. Bei stärker lipophilen Substanzen mit log Kow> 4-6 steigt die Bioakkumulation nicht mehr linear an.
Die Aufnhame und Akkumulation von Fremdstoffen durch die Doppellipidschicht der Zellmembran wird von ihrer hydrophoben Eigenschaften bestimmt. Dabei ist der Verteilungskoeffizient zwischen Wasser und Lipiden ausschlaggebend.
Der wirksame Verteilungskoeffizient müsste aus der Verteilung zwischen Membranphospholipiden und Zellwasser bestimmt werden.
--> schlecht durchfühbar
stattdessen: anhand von fettlöslichen, unpolaren organischen Lösungsmittel, die als Modelle für die Membranlipide dienen.
In der Ökotoxikologie dient als wichtigste Messgrösse der Lipophilität der Verteilungskoeffizient zwischen 1-Octanol und Wasser.
So trifft die lineare Beziehung zwischen log BCF und log Kow bei hohem Werten oft nicht mehr zu.
Bei stärker lipophilen Chemikalien steigt der log BCF nicht mehr linear mit den lg Kow an, da hier die molekulare Eigenschaften an Bedeutung zunehmen
Tendenz der Chemikalien, sich in einer Doppellipidschicht der Zellmembran zu lösen.
Von Wichtigkeit ist ferner ein geringer Ionisierungsgrad und eine geringe Molekülgrösse, die eine gute Durchlässigkeit durch biologische Membran erlaubt

Lipophilität

Je höher die Fettlöslichkeit (Lipophilität), desto höher die Bioakkumulation (bei Stoffen, die nicht schnell metabolisiert werden
100 000 mal stärker im Organismus metabolisiert
Neue Ergebnisse: bei höheren log Kow keine Linerarität mehr

Bioakkumulationsprozess

abhängig von:Rückstände in der Nahrung
b) über die Kieme aufnehmt
c) Elimination aus den Kiemen
d) Wachstum, je grösser wird die Menge verdünnt.
 

Wie kann Bioakkumulation modellmässig erfasst werden? Ein-Box-Modell

exp. Abfall übertrieben.
eher langsamerer
Lipid: Ectanol-System
 

Ein-Box-Modell bildet reale Situation gut ab

Das Ein-Kompartiment-Modell ist die Grundform des Bioakkumulationsprozesses und lässt meist eine genügend gute und generelle Abschätzung der Bioakkumulation zu
Ein-Kompartiment-Modell, wird der Organismus als homogenes Einzelkompartiment betrachtet. Die Bioakkumulation kann als Verteilungsprozess zwischen einer Wasser-und Lipidphase aufgefasst werden.
Der Organismus wird damit als ein einfaches Lipidgefäss betrachtet , in welches Chemikalien aufgrund thermodynamischer Gesetzmässigkeiten aufgenommen und wieder eliminiet werden. Dabei wird die Bioakkumulation als Resultat zweier kinetischer Prozesse gesehen, der Aufnahme und  der Elimination. Beide werden durch Geschwindigkeitskonstanten beschrieben.
Da die Bioakkumulation als kinetischer prozess 1. Ordnung verstanden wird, ist die Akkumulation zu Beginn direkt proportional zur Expositionskonzentration und schwächt sich dann erst ab.
Mit der Zunahme der Konzentration im Organismus nimmt auch die Bedeutung des Eliminationsprozesses zu. Der zeitliche Verlauf der Akkumulation eines Fremdstoffes beschreibt damit eine Sättigungskurve: In der Sättigung halten sich Aufnahme und Elimination die Waage,

Speziesunterschiede beruhen zum grossen Teil auf Unterschieden im Lipidgehalt

Fettgehalt spiel eine Rolle,
Beispiel : Lindan.

Fische mit meisten Fett in der Schweiz:
Aale

mehr Rückstände im Aal als im Lachs.
 

Nahrungskette

DDT nimmt innerhalb der Nahrungsstufe zu.
Kann nicht verloren gehen.
Müssen wesentlich an Biomasse zu sich nehmen.
D.h. mehr Rückstände werden sie aufsummiert,da sie nicht verloren gehen

Populationseinbruch Wanderfalke

Eischalendicke sind dünner geworden.
und haben weniger Eier gelegt.
DDT hat sich angereichert.
Wanderfalke frisst andere Vögel

Persistente organische KW (persistent organic pollutants POP)

•Chemikalien, die sich in Nahrungskette anreichern
•12 Stoffe wurden in POP-Konvention (Stockholm Konvention) reguliert/verboten, 2009 sind weitere Stoffe dazu gekommen
•PCB
–Etwa 40% der Produktion gelangte in Umwelt
–Heute Altlastenproblem: sehr langsamer Abbau
–Kontamination von Böden, Sedimenten
–Heute überall zu finden: vor allem in Lipiden von Organismen
–Verwendung bei Prozessen, wo grosse Hitze entsteht: schlecht entzündbar
–Elektroindustrie, vor allem Transformatorenöle
–Verwendung auch im Baubereich: Kittfugen, Aussenfarben etc.
–Bei 400-800 oC entstehen toxische Dibenzodioxine und –furane
–Vernichtung nur im Hochtemperaturofen (1200 oC)

POP Buch

2001 wurde in Stockholm unterzeichnet, die zum Ziel hat, ein weltweites Verbot von 12 gefährlichen Chemikalien zu realisieren. Sie strat 2004 in Kraft und wurde 2009 ergänzt.
Es handelt sich bei sog. Persistent Organic Pollutants (POP) um chlorierte Verbindungen wie die Pestizide Aldrin, Chlordran, DDT, Dieldrin, Endrin, Heptachlor, mirex und Torphen um die Industriechemikalien PCB und Hexachlorbenzol und um unerwünschte Nebenprodukte.
So wird die Herstellung und Verwendung von DDT zu Bekämpfung der Anophelesmücke, des Überträger des Malariaerregers, weiterhin einigen Entwicklungsländer zugestanden.
Bei den 12 POP handelt es sich um Stoffe, die auf Grund ihrer chemischen Beschaffenheit äusserst persistent sind und weder durch Sonnenlicht, noch Mikroorganismen zersetzt werden, sondern über Jahrzente in der Umwelt verbleiben.
POP wandern über grosse Distanzen, indem sie sich in warmen Gebiete verflüchtigen und so in die Atmosphäre gelangen, wo die mit den Winden über weite Strecken transportiert werden.
In den kalten Polarregionen kondensieren sie dann aus. Deshalb sind in Polargebiete oftmals deutlich höhere Konzentrationen an Pop zu finden als anderswo. Sie reichern sich zudem in Organismen an und dies ist nicht nur eine Gefahr für das Lebewesen selbst, sondern auch für andere Tiere, die sich von diesen oder von Pflanzen ernähren.
Alle POP zeigen eine Biomagnifikation. Die beiden Prozesse der Anreicherung in den Nahrungsketten sowie des Transports führen dazu, dass die Bevölkerung oder Eisbären viel stärker belastet sind als Mensch und Tier in anderen Gebieten.
POP haben eine chronische Toxizität. Zu den Wirkungen zählen Krebs, Immuntoxizität, Neurotoxizität, Deformationen von Embryonen, Entwicklungstoxizität und Störung des Hormonhaushaltes und z.T. der Fruchtbarkeit und Reproduktion.
 

PCB in Seen und Meeren: Geringer Abbau, jedoch Ablagerung in Sediment und Einbau in Organismen

....

PCB Biomagnifikation

....

Persistente organische Chemikalien in Umweltproben und Körperfett

Stoffe und Verwendung. Flammenschutzmittel in Kunststoffen von elektrischen Geräten sollen verhindern, dass Brände von aussen her auf die Geräte übergreifen oder diese sich selbst entzünden.
bis zu 1990 PBB(polybromierten Biphenyl) & PBDE(polybromierten Diphenylethern)
neuester Stoff: TBBA( Tetrabrombisphenol A)

TBBA gast weniger aus und weniger Gifstoffel dafür Antimontrioxid= krebserregend.
Bei der Müllverbrennung, insbesondere auch beim Verbrennen von Elektroschrott in China, Indien und Afrika.
polarer.
PBDE-Kongere mit vier, fünf, sechs Bromatomen haben das höchste Bioakkumulations- und Toxizitätspotenzial und sind wegen ihrer Persistenz am stärksten in der Umwelt verbreitet.
PBDE: atmosphärische Vebreitung. lipophil.log :6,5-10
hohe Stabilität gegen chemischen, mikrobiellen und metabolischen Abbau in Umwelt und Biota.
Halbwertzeit in Menschen sehr lange 10-20 Jahren
Toxizität ähnlich wie PCB
wirken antiandrogen.
Weniger bromierte PBDE Kongenere scheinen das endokrine und hepatische System und die Entwicklung der Nervensystems negativ zu beeinflussen.
Stören die Funktion der Schilddrüse,

BDE: Flammschutzmittel

z.B. Computer, Beamer, überall in Plastikgehäuse da wo kein Feuer entstehen soll

überall. Teppich, Gardine

sind lipophil, werden kaum metabolisiert

PCBs gehen zurück. Moschusduftstoffe und Flammschutzmittel (PBDE) steigen (Wale

Wale fressen Krebstiere.. Krebstiere fressen Plankton

Flammschutzmittel: Polybromierte Diphenylether

...

Folgen: Akkumulation in Muttermilch

Akkumulation in Körperfett und Muttermilch
•Fixierung in Nahrungskette
•Akkumulation in Polarregionen
•Hohe Belastung von Inuit (Eskimos) aufgrund ihrer Ernährungsweise
•Hinweise auf neurotoxische Effekte bei Kindern aufgrund von Methyl-Hg und PCB: Hyperaktivität, Lernschwierigkeiten

Wirkungen auf Zellorganellen und Biomoleküle

tierische Zelle

Chemicals in the Stockholm Convention (2001)

Initial 12 POPs (dirty dozen)
Pesticides
Aldrin
Chlordane
DDT
Dieldrin
Endrin
Heptachlor
Mirex
Toxaphene
Industrial chemicals
Polychlorinated biphenyls (PCB)
Hexachlorbenzene (HCB)
By-products
Polychlorinated dibenzodioxins
Polychlorinated dibenzofurans
Nine new POPs (2009) restr.
Pesticides
Chlordecone
Alpha hexachlorocyclohexane
Beta hexachlorocyclohexane
Lindane
Pentachlorobenzene
Industrial chemicals
Hexabromobiphenyl (PBB)
Hexabromodiphenyl ether and heptabromodiphenyl ether (PBDE)
Perfluorooctane sulfonic acid, its salts and perfluorooctane sulfonyl fluoride
Tetrabromodiphenyl ether and pentabromodiphenyl ether

Chemicals in the Stockholm Convention (2001)

Alle Stoffe sind sehr Bioakkumulativ.
Schädigen Immunsystem, Befruchtungssystem.

Grundlage der Wirkungen:

Grundlage der Wirkungen:
die direkte Interaktion von Umweltchemikalien mit Rezeptoren, sie es als Aktivatoren (Agonisten) oder Inhibitoren (Antagonisten)
Häufig sind auch Transkriptionsfaktoren Ziel der Wirkungen von Umweltchemikalien. Sie können damit Genexpressionen oder molekulare Prozesse in der Zelle wie z.B. Signalkaskaden verändern

Fremdstoffe Zelle

Fremdstoffe wirken auf zelluläre Prozesse und Funktionen, aber auch auf subzelluläre Strukturen.
Beide sind jedoch miteinander eng verknüpft. Zu den grundlegenden Wirkungsmechanismen, die auf Zellfunktionen gerichtet sind, gehören:
1. Störung des Calciums- und Ionenhaushalts
2. Hemmung der Energieproduktion ( ATP-Bildung, Photosynthese bei Pflanzen)
3. Störung ( Induktion und Hemmung) enzymatischer Prozesse und Biosynthese
4. Störung der Genexpression
5.Störung der Zellteilung resp. Wachstumsregulation

oft nicht auf isolierte Prozesse rückführbar ausser es handelt sich um eine spezifische Inhibition.

Organismeneinteilung

Organismen lassen sich in Prokaryoten (ohne Zellkern) und in Eukaryoten einteilen. Eukaryoten besitzen einen echten Zellkern, Mitochondrien und Chloroplasten(Pflanzen), sind ein-oder vielzellig und zeichnen sich durch weitere Unterschiede aus.
 

Zelle Aufbau:

Aufbau:
ist durch verschiedene Kompartimente und Organellen bestimmt, welche alle Ziel- und Wirkungsorte von Schadstoffen sein können. Die Zell- oder Plasmamembran wirkt als selektive Barriere. Sie umschliesst das Cytoplasma mit dem Cytosol, Cytoskelett, Zellorganellen und dem Zellkern.
Biologische Membran besteht aus einer Doppellipidschicht und aus Proteine, die die wichtigsten Membranfunktionen übernehmen. Dazu gehören insbesondere Transportprozesse. Im Gegensatz zu tierischen Zellen, weisen Pflanzenzellen eine Zellwand auf.
Doppelte Membran: Zellkern, Mitochondrien und Chloroplasten
einfache Membran1. endoplasmatisches Reticulum, der Golgi-Apparat. Lysosomen und Endosomen
Ribosomen: werden Proteine synthetisiert.

Cytoplasma, Cytosol, Cytoskelett

Cytoplasma: Cytosol, Organellen und Cytoskelett
Cytosol: Vielzahl von Enzymen für unterschiedlichste Funktionen.
Cytoskelett: aus Typen von Filamenten, die in der Zellmembran verankert ist. Actinfilamente und Mikrotubuli, die der Beweglichkeit dienen, sowie intermediäre Filamente, die hauptsächlich Stützfunktionen haben

Mitochondrien

Mitochondrien sind Energieproduzenten der Zelle, die im Rahmen der oxidativen Phosphorylierung ATP produzieren.
Sie bestehen aus einer Außen- und Innenmembran und der Matrix im zentralen Teil.
In der inneren Membran liegen die Enzyme der Atmungskette und der ATP-Synthase-Komplex, der durch den elektro-chemischen Gradienten angetrieben wird und in der Matrix ATP produziert, sowie die Transportproteine für Metaboliten. enthalten mehrere Kopien einer zirkulären DNA

Ribosomen

Ribosomen bestehen aus Proteine und rRNA und sind Ort der Proteinsynthese

Golgi-Apparat:

Golgi-Apparat:
liegt in der Nähe des Zellkern und besteht aus Stapeln scheibenförmig übereinanderliegender Membranzisternen, die mit zahlreichen Vesikeln assoziiert wird.
Hier werden Proteine und andere Moleküle, die z.B. ausgeschieden werden und aus dem ER stammen, modifiziert und an ihren Bestimmungsort weitergeleitet. Der Transport aus dem ER und vom Golgi-Apparat in die weiteren Zellkompartimente erfolg über Vesikel

Lyosomen

Lyosomen sind von einer Membran umhüllte Vesikel, die eine ganze Reihe von sauren Hydrolasen zur Spaltung verschiedenster Moleküle enthalten.
Sie sind die abfallverarbeitenden Organellen der Zellen. Enzyme werde nach dem Golgi-Apparat von den Lyosomen transportiert.

Zellkern

Zellkern: Träger der genetischen Information und das Steuerzentrum zellulärer Stoffwechselprozesse.
Er ist von einer Kernhülle umgeben. einer doppelten Membran, die das Kernplasma umschliesst,welches zur Hauptsache aus Chromatin, dem Nucleus als dem Bildungsort der Ribosomen und löslichen und partikulären Komponenten besteht.
Die äussere Membran geht ins ER rüber und trägt auch Ribosomen. Die Kernhülle ist von Kernporen durchsetzt, durch die ein intensiver Stoffaustausch zum Cytoplasma stattfindet

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