Ökotox

mehr zum durchlesen, statt zum lernen

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Alex Stu
Diese Lernkarten behandeln die Auswirkungen von Chemikalien auf Organismen, insbesondere Fische, und sind für Studierende der Biologie an der Universität geeignet. Sie beleuchten die Wirkung von Stoffen wie Ethinylestradiol und Nonylphenol, die toxische Effekte auf die Geschlechtsentwicklung und Fortpflanzung von Fischen haben können. Die Karteikarten erklären, wie hormonaktive Substanzen die Bioakkumulation und den Abbau von Chemikalien beeinflussen und welche Konzentrationen in Gewässern kritisch sind. Für Biologen und Umweltwissenschaftler sind diese Informationen essenziell, um die Risiken von Umweltchemikalien besser zu verstehen und Maßnahmen zum Schutz der aquatischen Ökosysteme zu entwickeln.
Karten
253
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
12.12.2013 / 13.04.2014

Cartes-fiches

Ökotoxikologie

historisch aus der Umweltchemie und Toxikologie entwickelt. Beschäftigt sich primär mit der Analyse und dem Verständnis der Auswirkung von chemischen Stoffen ( neu auch Nanomaterialien) auf die belebte Natur. Dabei werden alle biologischen Ebenen betrachtet.

Umweltchemie

Umweltchemikalien in Oekosystemen

Toxikologie:

Paracelsus auch für die Umwelt:
Dosis ist wichtig

Oekologie:

Oekologische Prinzipien gelten auch
Für Umweltchemikalien

Umweltprobleme

Klima

Co2 hängt mit der Industrialisierung zusammen
Seit 1860 ist eine weltweite mittlere Erhöhung der Temperatur von 0.6 Grad C nachweisbar
Prognose: globale Erwärmung von 1.5 bis 2.0 Grad C bis 2050.
Die Erwärmung der Atmosphäre erfolgte v.a. durch Anhebung der Minimaltemperaturen und Abschwächung des Tag-und Nachttemperatur-Unterschieds, weil die Nachttemperaturen stark erhöht wurden.
Dabei werden die Landflächen in der kalten Jahreszeit stärker erwärmt. grösste Erwärmung = hohen nördlichen Breiten.
Höhere Minimaltemperaturen, weniger kalte Tage und Frost reduzierte Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht.
 

Umweltprobleme

Human population

Überpopulation in der ganzen Welt
Ressourcen müssen dabei aber auch beachtet werden
 

Umweltprobleme CO2

Die atmosphärische Konzentration von Kohlendioxid ( CO2) und Methan (CH4) steigt kontinuierlich an
Hauptfaktoren der anthropogenen Emissionen von CO2: Verbrennung fossiler Energierohstoffe und Veränderungen in der Landnutzung (Waldrodung),
Treibhauseffekt 64%
Führt zu Ansäuerung der Meere, so sank der ph-Wert bereits um 0,1.
negative Folgen : Probleme bei der Kalkbildung bei Tieren wie Korallen,

 

Umweltprobleme

Nitrogen

Stickstoffmoibiliserung durch Dünger

Umweltprobleme

Species Extinctions

Elimination von Arten.
Biodiversität,Rückgang
Landwirtschaft hat extreme Folgen darauf.Aber sie ist auch notwendig Arten zu erhalten z.B.in den Bergen
 

Umweltprobleme

Landcover

Bedarf an Wohnraum hat extrem zugenommen
 

Umweltverschmutzung

1.Erhöhung von Material-Kreisläufen:
•Metalle, Erdöl, Chemikalien
2.Verschmutzung von Luft, Wasser, Böden, Sedimenten
3.Abfälle in Oekosystemen
4.Bioakkumulation in Organismen und Nahrungsketten
Wir beschleunigen die Metallcyklen sehr schnell.. durch Verbrauch (Handy, Laptop)
 

Luftschadstoffe in der Schweiz

siehe Bild

Luftschadstoffemissionen nach Hauptverursacher

Ammoniak von den Kühen/viehhaltung verantwortlicht,
Landwirtschaft Stäube

Luftschadstoffe in der Schweiz

Jahresemission

westlichen Industrieländer = Luftschadstoffe = Stickoxide (NOx) und Ozon
schwere Luftverschmutzung in Städten von Schwellen- und Entwicklungsländern,; Stickstoffdioxid und Stickoxide,
Hauptverursacher: motorisierte Strassenverkehr, Haus- und Industriefeuerungen und Kraftwerke.
 

Ozon

Ozon (O3) Sekundärschadstoff

der bei Sonneneinstrahlung zu 80% aus Stickoxiden und zu 19% aus flüchtigen organischen Verbindungen gebildet wird.
aggressives Reizgas.
Mensch, Tier --> Reizen von Schleimhäuten von Augen, Nase und Atemwege, sowie Bronchien der Lungen angreifen und die Atmung erschweren
Pflanzen--> Blattschädigen (akute Effekte) und Ertragseinbusse (chronische Effekte)

Schwefeldioxid

Schwefeldioxid (SO2)= Reizgas, das beim Verbrennen von schwefelhaltigen Brennstoffen, vor allem Kohle entsteht. Durch entsprechenden Umweltschutzmassnahmen ( schwefelarmes Heizöl, Ersatz von Kohle, Abluftentschwefelung) konnten gesenkt werden

Organische Verbindungen

Flüchtige organische Verbindungen (VOC) stammen vor allem aus Gewerbe und Industrie, verwendet als Lösungsmittel.auch  in Strassenverkehr und Haushalte.
Gelangen durch Verdunstung in die Luft oder entstehen beim unvollständigen Verbrennen von Brennstoffen
Wichtige Verbindungen: Alkane, Alkene, Aldehyde und aromatische Kohlenwasserstoffe

Schwebestaub

Schwebestaub (PM10) wird nicht rausgefiltert von der Nase und gelangt in die feinsten Verästelungen der Lunge.
Hauptverursacher: motorisierter Strassenverkehr
Kann Träger von Sulfaten, Nitraten, Schwermetallen und Kohlenwasserstoffen sein

Stickstoff

Stickstoffprobleme; Intensivierung der Landwirtschaft und die Mobilität.
Kunstdünger,
seit 1960 zugenommen
 

1960-1975 Schweizer Flüsse Heute Problem in China, Indien

Schäume in Bächern vom Waschmittel
Teeranlage,
Wc-DesinfektionsmittelBiocide Pestizide
Stickstoffeinträge=Landwirtschaft
Mineraldünger -> gesteigerte Produktivität-> mehr Futtermittel-> Viehdichte erhöht wird.
-> grösserem Hofdüngeranfall, der Hauptquelle von Ammoniak.
Weitere Folgen: erhöhte Auswaschung von Ammonium und Nitrat aus dem Boden in Oberflächen und Grundwasser.
Stickstoff-Verbindung aus der Atmosphäre durch Deposition in terrestrische und aquatische ökosysteme.

wichtigste toxische Wirkung: Nitrat-Zunahme in Trinkwasser und der damit verbundene Gefahr der Bildung von Methämoglobin, was bei Säuglingen zu Sauerstoffunterversorgung führen kann.
Erhöhtes Krebsrisiko durch Nitrosamine, die im Magen gebildet werden.Erhöhter Blasenkrebs-Rate.



 

Abwasserbelastung und Verbauungen: Verlust von Fischpopulationen

Giftig = Ammoniak (NH3) und Nitrit (NO2-)--> Fliessgewässer zu Fischsterben.
Fischtoxizität beruht hauptsächlich auf den Ammoniak, Kiemen und weitere Organe werden geschädigt.
Nitrit führt zu Sauerstoffarmut, infolge der Methämoglobin-Bildung die Sauerstoff-Versorgung reduziert wird.

Abwasser Schweiz

...

Ökotoxikologie befasst sich mit

Umweltchemikalien
Nanopartikeln
Natürliche Toxine (Algentoxine)
Jedoch:
• Eintrag von zu vielen Nährstoffen hat wichtige ökolog. Effekte
• Nährstoffe werden toxisch in hohen Konzentrationen

Harmlose Nährstoffe können ökologisch bedenklich sein

Eutrophierung:
Überdüngung mit Phosphaten (Süsswasser) und
Stickstoffverbindungen (Nitrate) führen zu starken ökolog.
Veränderungen
Erhöhung von Treibhausgasen: Global warming Veränderung des Klimas und der Ökosysteme Die Kombination mit Umweltchemikalien ist noch gravierender

Eutrophierung durch Phosphate (Süsswasser) und Stickstoffverbindungen (Küsten, Meere)

Quellen: Landwirtschaftsdünger, Abwasser
•Erhöhung von Algenbiomasse: Algenblüte
•Absterbende Algen sinken in die Tiefe
•Bakterien, welche diese abbauen verbrauchen den Sauerstoff
•Sauerstoffloses Tiefenbereich
ohne Tiere
•Giftige Faulgase

Phosphor

Phosphor liegt in Gewässer in verschiedener Formen vor, teil gelöst, teils als Partikel, in der Biomasse eingebaut oder an Partikel adsorbiert.
Die gelösten Anteile, hauptsächlich Phosphat (Po4 hoch 3-) werden von partikulären Verbindungen unterschieden.
Die Summe beider Fraktionen ergibt den gesamten Phosphor..
Die Biomassenbildung von Planktons ist abhängig vom Angebot der Elemente von Planktons im Wasser.
Phosphor ist das Element, das im Verhältnis am wenigsten zur Verfügung steht, daher ist es ein wachstumsbegrenzende Faktor.
Er ist als freies Phosphat-Ion im Wasser gelöst.
Im Sommer in den oberen Wasserschichten eines Sees wenig gelöstes Phosphat,
neue Algenbiomasse kann nur gebildet werden, wenn Phosphat aus bereits bestehender Biomasse durch Abbau freigesetzt oder eingetragen wird.
Phosphat= wachstumslimitierenden Nährstoff = entscheidenden Einfluss auf das Gewässerökosystem.

1960-1980 aus Waschmittel stammendes Phosphat.
--> wesentliche Rolle bei der überdüngung ( Eutrophierung) eines Sees.

Phosphor-Zyclus

....

Phosphat im See

Sie sind zum Glück stark zurückgegangen. Phosphatverbindungen in Waschmittel verboten.

Aber es gibt auch aufgrund von der Landwirtschaft, von den Düngungsmittel

langsames Wasseraustausch

Sauerstoff im Pfäffikersee

Es gibt sauerstofflose Seen im unteren Bereich.In der Tiefe.

Algen sterben ab. Werden durch Bakterien "aufgefressen", die brauchen Sauerstoff, deswegen gibt es keine mehr unten im tiefen See

Folgen Sauerstoff

Rote Algen kann zu Fischsterben führen

Stickstoffkreislauf

Intensiver Austausch von N-Verbindungen zwischen Luft, Boden

Erhöhte Ammonium- und Stickstoffeinträge

Bäume haben grosse Wachstumsprobleme, aufgrund der Stickstoffbelastung.

Mangel an Mineralstoffe = zeigt sich an Blattverfärbung
Pilz ermöglicht eine bessere Aufnahmen von Nährstoffen. Stirbt der Pilz aus, haben die Bäume Mangelerscheinung

Führung zu einer Ansäuerung des Regen.
Regen wird sauer, Böden wird auch saurer.
Ansäuerung führt dazu dass die Pilze absterben
Waldsterben “Vitalitätsschwund”
Erhöhte atmosphärische Ammonium-Konzentrationen sind für die Stickstoff-überdüngung und Versauerung von terrestrischen Ökosysteme mitverantwortlich.
nährstoffzeigende Arten wachsen besser und verdrängen jene, die wenig Stickstoff benötigen.
Die neuartigen Waldschäden die durch einen Vitalitätsschwund des Waldes gekennzeichnet sind, stehen vermutlich mit der Luftbelastung und durch die Luft antransportierten Stoffe in Beziehung.
Schadstoffe: Protonen (H+), Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOx), Ozon (O3), Ammonium (NH4+) und Kohlenwasserstoffe.
Stickstoff= wachstumsbegrenzende Faktor ( ins. Nadelbäume),
Atmosphärisches Nitrat und Ammonium gelangen mit den Niederschlägen auf den Boden.
verstärkte Baumwachstum-> atmosphärische Stickstoffdüngung-> Folgewirkung--> auf die Nährstoffbilanz.
Neben Nährstoffmangelerscheinungen, führt dies zu einer Reduktion der Mykorrhiza ( symbiontische Pilze im Wurzelbereich) und vorallem zu einer reduzierten Stresstoleranz gegenüber Witterungseinflüsse und Schädlingen.
Durch das angeregt Wachstum müssen Bäume vermehrt Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium, sowie Wasser aufnehmen. --> ev. Mangelsituation.
Krankheitssymptome: vergilben, Abwurf von Nadelblättern -- > Indizien für ein Trockenstress,

Waldschäden auf reversible, physiologischen Stressreaktionen und Ernährungsstörungen zurückgeführt werden.

 

Negative Wirkungen von Nitrat (NO3-)

Effekte beim Menschen
–Nitrat im Trinkwasser: Erhöhters Krebsrisiko. Bei Säuglingen Sauerstoffarmut
–Stickoxide in der Luft und Bidung von Ozon mit Folgen für Lunge,Aus der Verbrennung, Motoren,

•Ökotoxikologische Effekte
–Waldsterben
–Eutrophierung von Küsten/Meeren

Stickstoffbilanz in CH

•Landwirtschaft
–Dünger
–Viehhaltung
–>90% des Ammoniaks von Tieren
•Verbrennungsprozesse
–Autoverkehr: Stickoxide
•CH: Emission jährlich ca. 254‘000 t N
–Landwirtschaft: 47‘000 t NH3 and 20‘000 t NOx
–Verbrennung: 56‘000 t
•Erhöhte Belastung von Gewässern 120‘000 t N/a. 38% Landwirtschaft, 35% Abwasser, 8% Verbrennung

Wirkungen auf Fische
Ammoniak

Fischsterben: Ammoniak am giftigsten (NH3)
Nitrit (N02), Ammonium (NH4+) weniger toxisch
–Schädigung der Kiemen
–Nitrit verursacht Sauerstoffarmut
•Akute Toxizität: LC50 Fische: 0.04 - 4.2 mg/L NH3,
–Forelle: LC50 (96h): 0.25 - 0.41 mg N/L für NH3 0.14 - 12.1 mg N/L für NO2
•Chronische Effekte: 0.01 - 0.1 mg/L NH3: Wachstumsverzügerungen, Kiemenschäden etc.
0.002-0.25 mg/L: Kiemenschäden
• NOEC: 0.005 - 0.014 mg/L


Schweizerhalle 1986

Cyanide aus Stausee in Goldbergwerk, Rumänien, 2002: Alles tierische Leben vernichtet, Fischsterben über 200 km. Langfristiges Problem sind Schwermetalle im Sediment
Lagerhalle =Brand = Pestizide gelagert. Löschwasser ist in den Rhein gelangt, der Rhein wurde vergiftet, Aale wurden ausgeschwemmt.
in Rumänien gibt es Goldabbau, da braucht es Cyanide. (Gold herauszulösen)

Wie wirken Cyanide?

Cyanid wird sehr schnell aufgenommen und kann bei geringen Konzentrationen entgiftet werden.
•Cyanide sind hochtoxische Atemgifte
•Toxisch ist CN-
•Atemgift: Hemmt die Zellatmung (oxidative Phorphorylierung) in den Mitochondrien
•Hemmt selektiv die Cytochromoxidase in der oxidativen Phosphorylierung in der inneren Mitochondrienmembran
•Energie-benötigende Nervenzellen gehen zuerst zugrunde

Dammbruch führt am 4. Oktober 2010 zur grössten Umweltkatastrophe in Ungarn

ätzender Schlamm (pH 13) aus Natronlauge, kontaminiert mit giftigen Schwermetallen, verbreitet sich wie eine Flutwelle über ein Gebiet von 40 Quadratkilometern
•Grösstes ökologisches Desaster in Ungarns Geschichte
Allein in Europa nach Aznalcóllar bei Sevilla, Spanien (1998), und Baia Mare, Rumänien (2000), schon 3. derartige Katastrophe
10 cm hoch steht die braunrote Masse (Bauxitschlamm) in den Strassen einiger Dörfer rund 165 km westlich von Budapest. Am 4.10.2010 platzte das Rückhaltebecken mit Schlamm einer Aluminiumfabrik in Ajka. 1,1 Millionen Kubikmeter sind ausgelaufen.
•2 Flüsse tot, Donau pH-Wert 9

Dammbruch führt am 4. Oktober 2010 zur grössten Umweltkatastrophe in Ungarn
Was ist daran gefährlich?

7 Todesopfer, 140 Verletzte
•pH-Wert des Schlamms 13!
•Al-Gewinnung mit Natronlauge
•kann nur durch 100‘000-1 Mio-fache Verdünnung mit Wasser neutralisiert werden. Bei 1 Mio. m3 ausgelaufenen Schlamm ist das unmöglich.
•Hoher Gehalt an Chrom,Vanadium Quecksilber und Arsen
•Quecksilber: Neurotoxin
•Arsen: mobil, gelangt ins Grundwasser. Giftig und kanzerogen
•Vergiftung von Böden und Fliessgewässer
•Kurzfristig: Lauge toxisch
•Langfristig: Schwermetalle
•Staub in Luft: Schädigung Mensch

Ölverschmutzung der Flüsse Lambro und Po, Februar 2010

•Willentliche Oeffnung von Ventilen in stillgelegter Raffinerie
•600 000 Liter Öl in den Lambro > Po
•Starke Verschmutzung bis nach Mündung des Po in die Adria: Absaugen des Oels an Oberfläche
•Vogelsterben: Hunderte von Kormoranen und Stockenten verendet
•Fischsterben unspektakulär

Étudier