Ökologie 1.3 UI13 2. Semester LZ 10
Ökologie UI13 ZHAW Wädenswil 2. Semester (FS14) Lernziele 10
Ökologie UI13 ZHAW Wädenswil 2. Semester (FS14) Lernziele 10
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Lernkarten
Beschreibe die dominante Wuchsform, klimatische Bedingungen und typische Merkmale der Savanne
Savanne
Gräser, zerstreut vorkommende kleine Bäume
Saisonelle Regenfälle, Trockenheit
Weidende Herbivore, behindern die Regeneration von Bäumen
Feuer: schlecht für Bäume, gut für mehrjährige Gräser
Aber auch:
Staunässe, starke Trockenheit, oder Mineralstoffmangel -> Gräser
Beschreibe die dominante Wuchsform, klimatische Bedingungen und typische Merkmale des Graslandes
Grasland
Gräser
Prärie: moderate Niederschläge, nährstoff-reiche Böden
Steppe Eurasien: semiaride Bedingungen.
Überall: Saisonale Trockenheit
Weidende Tiere, grosse Populationen von Wirbellosen (z. B. Heuschrecken)
Grosse Teile in Kultur genommen
Beschreibe die dominante Wuchsform, klimatische Bedingungen und typische Merkmale der Wüste
Wüste
Zwergsträucher, (kurzlebige Krautpflanzen?),
Sukkulenten
Heiss, trocken
Zwei Lebenszyklen:
- Regen bringt Samen zum Keimen, wachsen schnell, leben nur wenige Wochen
- Langlebigkeit, langsame physiolog. Prozesse (Kakteen, ertragen physiologische Inaktivität über lange Zeit)
Beschreibe die dominante Wuchsform, klimatische Bedingungen und typische Merkmale des Laubwaldes der gemässigten Breiten.
Laubwald der gemässigten Breiten
Immergrüne Laubbäume,
mehrjähr. Kräuter (wachsen im Frühling schnell)
Starke Ausprägung der Jahreszeiten, kurze Wintertage. Frostperiode teils lang.
Heterogenität, da Bäume sterben und Lücken für neue Arten schaffen
Vögel sind meist Zugvögel, Böden reich an organischem Material, von vielen Detritivoren (Org. die v. toter org. Subst. leben) abgebaut und verarbeitet. Tiefer pH und Staunässe hindern Abbau teils und lassen Rohhumus akkum.
Beschreibe die dominante Wuchsform, klimatische Bedingungen und typische Merkmale des nördlichen Nadelwaldes (Taigra)
Nördlicher Nadelwald (Taiga)
Wenig immergrüne Bäume (Kiefern), viele laubabwerfende Bäume
Kurze Vegetationsperioden, starke winterliche Kälte
Permafrost, permanente Trockenheit
Geringe Diversität -> ideale Voraussetzungen für Krankheiten und Schädlinge
Beschreibe die dominante Wuchsform, klimatische Bedingungen und typische Merkmale der Tundra.
Tundra
Zwergsträucher, Seggen, Gräser, kleinwüchsige Kräuter
Moose, Flechten
Kurze Vegetationsperioden, starke winterliche Kälte
Starke Winde
Geringe Diversität.
Lemmingzyklus: Wenn Schnee schmilzt Population im Maximum, bilden Nahrungsgrundlage für wandernde Raubvögelpopulationen und Säugetiere.
Erläutere die Lebensbedingungen in Wasserläufen.
Wasserläufe
- Unterschiedliche chemische und physikalische Umweltbedingungen: z. B. Sauerstoffkonzentrationen im Wasserlauf (turbulente Stellen sauerstoffreich) –> unterschiedliche Lebensgemeinschaften (Europäische Forelle hat hohen Sauerstoffbedarf und Hecht kann auch geringen tolerieren)
- Ufervegetation: Beschattung kann Primärproduktion im Bach lebender Algen reduzieren. Laubfall kann zur Nährstoffversorgung beitragen. Flüsse mit Ursprung in bewaldeten Gebieten: Externe Zufuhr organischer Stoffe. Flussabwärts, wo Beschattung weniger intensiv ist, können Wirbellose häufiger auftreten und Algen von Steinen abweide -> Zerkleinerung -> Nahrungsmenge für Sammler und Filtrierer nimmt flussabwärts zu.
- Veränderung der Ufervegetation hat grosse Folgen
- Überschwemmungen: massive Einträge von Mineralstoffen und organischem Material in den Fluss.
Erläutere die Lebensbedingungen in Seen
Seen
- Vertikale Schichtung des Wassers (oben wärmer, höherer Sauerstoffgehalt, produktiv, hohe Dichte an pflanzlichem und tierischem Leben)
- In tiefen Seen drei Schichten (Epilimnion, Termokline, Hypolimnion. Strömungen durchmischen die Schichten und bringen z. B. abgebautes org. Material von der untersten Schicht an die Seeoberfläche).
- Hoch gelegene Seen haben einen hohen Anteil Niederschlagswasser, tief gelegene eher Grundwassereintrag -> unterschiedliche Ionenkonzentrationen.
- Das Flachwasser in Ufernähe (Litoral) hat eine reichhaltige Flora. Zone reich an Sauerstoff, Licht, Nahrungsressourcen und Rückzugsorten.
- Salzseen: fruchtbar und hohe Dichte an Cyanobakterien, ernähren z. B. planktonfilternde Flamingos
Erläutere die Lebensbedingungen in Ozeanen.
Ozeane
- Photosynthese auf oberste 100m beschränkt (Euphotische Zone, kann auch getrübt sein in Küstennähe)
- Ozeane haben eher niedrige biologische Aktivität, da sie durch Knappheit an mineralischen Nährstoffen eingeschränkt ist.
- Grösste Produktivität dort, wo verlässliche Zufuhr von Mineralstoffen (N und P, teils Fe): Auswaschung aus Landflächen über Flüsse und Mündungsbereiche, Tiefenströme treten an die Oberfläche
- Lebensgemeinschaften im Ozean werden hauptsächlich von der Verfügbarkeit mineralischer Nährstoffe bestimmt!
- Unterste Schicht (Abyssal) lebt von absinkenden sterbenden und toten Lebewesen. Viele Wirbellose in dieser Schicht haben geringe Stoffwechselraten.
- Hydrothermale Vulkanschlote: Grosse Diversität, da hohe Sulfidkonzentrationen und hohe Temperaturen -> thermophile Bakterien und Fauna aus Polychaeten, Krabben und grossen Mollusken (Weichtiere).
Erkläre die Lebensbedingungen an Küsten
Küsten
- Einflüsse: Nährstoffeinträge, Gezeiten, starke Wellenbewegung
- Steilküsten: Zonierung komprimiert, Flora und Fauna durch physikalische Kraft stark beeinflusst. Anemonen, Seepocken und Muscheln heften sich fest und filtern pflanzliches und tierisches Plankton, wenn sie von der Flut bedeckt sind. Andere bewegen sich mit den Gezeiten. Flora unter der Niedrigwasserlinie: Seetang (Kelp)
- Flachküsten: Gezeiten wühlen Sand und Schlick auf. Viele Mollusken und Polychaeten im Substrat eingegraben, filtern Wasser aus bei Flut. Frei von Seetang, da kein Haftpunkt. Selten auch Blütenpflanzen (in stabileren, schlickigen Flächen)
Erkläre die Lebensbedingungen an Mündungen (Flüsse - Meer)
Mündungen
- Süss- und Salzwasser trifft aufeinander. Salzwasser als Keil am Grund da höhere Dichte.
- Steile Gradienten der Salinität, räumlich und zeitlich -> spezialisierte Fauna. Manche sind angepasst, andere graben sich ein oder schliessen die schützenden Schalen oder weichen aus in andere Bereiche um Salzkonzentrationen zu vermeiden.