OC Fakten

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H. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über organische Chemie auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Reaktionen, Gruppen und Strukturen. Sie decken Themen wie Carbonsäuren, Basen, Alkohole und deren Derivate ab, sowie die Bildung und Eigenschaften von Glykosiden und Nucleinsäuren. Enthalten sind auch Erklärungen zu Stereoisomerie, Chiralität und spezifischen chemischen Reaktionen. Ideal für Studierende der Chemie, die ihr Verständnis vertiefen und sich auf Prüfungen vorbereiten möchten.
Karten
175
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Chemie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
28.11.2015 / 16.12.2015

Lernkarten

Fischer-Veresterung

Aus Carbonsäure und Alkohol entsteht Carbonsäureester

-> Entspricht einer Additions-Eliminierungsreaktion

Carbonsäureester

Herstellung

Eigneschaften

Herstellung mittels Fischer-veresterung (oder durch Umsetzung von Carbonsäure-chloriden oder -anhydriden mit Alkoholen und Phenolen)

viele sind (natürlich vorokommende) Aromastoffe

Verseifung

Die .Alkalische Spaltung eines Esters

Bsp.: siehe Bild

Lactone

cyclische Ester

bevorzugt (wie üblich) 5- und 6- gliedrige Ringe

Bsp.: siehe Bild

Fette

Überbegriff

Biologische Verwendung

Struktur + Chemischer Name

Lipide

Dienen zur (langfristigen) Energiereserve und als Organfett

Struktur: Triacylglycerole: Drei Fettsäuren die über eine Ester-Bindung an einem Glycein-Molekül verknüpft sind

Bild: R entsprechen Alkyl- oder Alkenylresten

Cholesterol

= Cholesterin

Herstellung von Carbonsäure-amiden

Erfolgt durch die Umsetzung (von Säurechloriden, -anhydriden oder Thioestern) mit Ammoniak, primaären oder sekundären Aminen

Carbonsäuren + Amine

Produkt

Führt zu Salzen und nicht zu Carbonsäureamiden

Carbonsäure-amide

Eigenschaften

schwerflüchtig (insbesondere die un- und monosubstituierten, die H-Brücken ausbilden)

neutrale Verbindungen

Mesomeriestabilisiert, "Amidresonanz"

Carbonsäure-amide

können gespalten werden in

Carbonsäure und Ammoniumsalz 

(sowohl Säure- als auch Basenkatalysiert)

Kohlensäure

Zerfall

Salze

H2CO3 <-> CO2 + H2O

Ihre Salze heissen Hydrogencarbonate (HCO3 -) und Carbonate (CO3 2-)

Harnstoff

(Kohlensäurediamid)

Guanidin

(starke Organische Base)

(verwandt mit Harnstoff)

Guanidinum Ion

Mesomeriestabilisiert

(protoniertes Guanidin)

Thymin

Eine der vier DNA-Basen

Uracil

Ersetzt Thymin in der RNA (=RNA-Base)

Amine

polarität

flüchtigkeit

Eigenschaften

primär, ...

Können als Substitutionsprodukte des Ammoniaks betrachtet werden

polare Verbindungen

relativ flüchtig

Die Eigenschaften werden durch das freie Elektronenpaar des N bestimmt: Amine sind Basen und Nucleophile

Basizität von Aminen

wird beeinflusst durch

- Elektronendonatoren (erhöhren Basizität - Erniedrigen pKb)

- Konjugation des N-Elektrnenpaares (erniedrigt Basizität - erhöht pKb)

- Abhängig von der Hybridisierung des N-Atoms (Basizität: sp3 > sp2 > sp; pKb: sp3 < sp2 < sp)

Imine

Analogität

Acidität

Imine sind Stickstoffanaloge der Aldehyde und Ketone

Imine sind schwache Basen (schiffsche Basen)

Imine

Analogität

Acidität

Imine sind Stickstoffanaloge der Aldehyde und Ketone

Imine sind schwache Basen (schiffsche Basen)

Hydrazone

(werden aus Carbonylverbindungen und Hydrazinen gebildet)

Blausäure

siehe Bild

Nitrile

Herstellung

(= organische Cyanide)

- Durch Alkylierung von Cyanid-Ionen

- Durch Wasserabspaltung aus Amiden

Carbonsäureamide

Eigenschaft

Analogie

Acidität

Drehbarkeit

Mesomeriestabilisiert (siehe Bild)

Säureamide sind stickstoffanaloge der Ester

schwache Basen (pKa ca 15)

Partieller CN Doppelbindungscharakter -> Drehbarkeit ist gehindert

Lichtquant + Retinal

1. (11)-cis-Retinal geht in ein trans über = Konfigurationsänderung des Retinals

2. Konfigurationsänderung (des Retinals) bewirkt eine Konformationsänderung (im Opsin)

3. Dies setzt eine Kaskade (von Enzymreaktionen) in Gang, bei der das Signal verstärkt wird [= Amplifikation] (um Faktor ~10'000)

(zur reaktivierung der Sehzelle muss das 11-trans-retinal wieder ins 11-cis-retinal veränder werden)

4. Das Imin (am Übergang zwischen Retinal und Opsin) wird zum Aldehyd und Amin hydratisiert (und damit werden Retinal und Opsin getrennt)

5. Das Retinal wird (enzymatisch) zurück in dei cis-Form isomerisiert

(6. Die Aldehyd-Gruppe und die Amid-Gruppe reagieren wider zum Imin)

siehe Bild

Acidität Thiole

verglichen mit Alkoholen und Wasser

Thiole sind stärkere Säuren als Wasser und Alkohole

Thiole vs Alkohole

Siedeppunkte

Thiole bilden nur sehr schwache H-Brücken aus

 → Thiole sieden viel tiefer als entsprechende Alkohole

Quecksilber + Thiole

Thiole bilden leicht Komplexe mit Quecksilber 

QuecksilberIonen können Disulfid-Brücken aufbrechen (und damit z.B. Enzyme deaktivieren)

"aktivierte" Carbonsäuren

was bedeutet "aktiviert"?

Beispiel

"aktiviert": rhöhte Elektrophilie des C (im vergleich mit einem O-Ester)

Bsp.: Thioester; siehe Bild

Metylierungsmittel

Beispiel

Überträgersubstanzen von Methylgruppen auf geeignete Substrate

Bsp.: Methylsulfonium

Bild: Beispielreakton

Furanose Grundgerüst

 

5er Ring mit einem O
 

Pyranosen Grundgerüst

6er Ring mit einem O

Symmetrieelemente

Achirale Moleküle

Können Spiegelebenen, Iversionszentrm und Drehachsen enthalten

Symmetrieelemente

Chirale Moleküle

Enthalten keinse Spiegelebenenen und kein Inversionszentrum. Können Drehachsen enthalten.

Zusammenhang Chrialitätszentren  - maximale Anzahl Stereoisomere

n Chiralitätszentren führen zu Maximal 2n Stereoisomeren

meso-Form

Diastereomere die achiral sind

(sie besitzen zwar chiralitätszentren, sind aber dennoch nicht chiral)

Bsp.: meso-Weinsäure

Chemische & physikalische Eigenschaften

Enantiomere

Enantiomere haben gleiche cheische und zt auch physikalische Eigenschaften

(-> sie lassen sich nur durch Umwandlung in Diastereomere trennen)

Chemische & physikalische Eigneschaften

Diastereomere

Diastereomer lassen sich chemisch und physikalisch unterscheiden

Homotopie

(Zwei chemisch gleiche Liganden an einem C-Atom (="gepaarte Gruppen") lassen sich durch eine Drehung ineinander überführen)

-> sie lassen sich weder chemisch noch enzymatisch noch spektroskopisch unterscheiden

Bsp.: siehe Bild

Enatiotopie

 

(auch Prochiral)

(Die gepaarten Gruppen lassen sich durch Spiegelung an intramolekularer Ebene ineinander überführen)

3 verschiedene Substituenten; bzw. 2 identische Substituenten

-> Mit chiralen Molekülen [Enzymen] sind enantiotope Gruppen unterscheidbar (Entantiotope Gruppen: im Bsp. die beiden H)

Bsp.: siehe Bild

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