BB Pflege HF


M. F.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Niereninsuffizienz und deren Behandlung, geeignet für medizinisches Fachpersonal. Sie decken Themen wie Diuretika, ihre Wirkungen, Nebenwirkungen und Anwendungen, sowie die verschiedenen Stadien und Therapien der Niereninsuffizienz ab. Besonders relevant sind die pflegerischen Aufgaben und Ernährungsempfehlungen für Patienten, einschließlich der Dialysearten wie Hämodialyse und Peritonealdialyse. Diese Karteikarten sind ideal für Ärzte und Pfleger, die Patienten mit Nierenproblemen betreuen, um fundierte Entscheidungen zu treffen und die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.
Karten
28
Lernende
26
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
22.04.2014 / 11.12.2025

Lernkarten

Wie wird eine Nierenerkrankung diagnostiziert?

  • Anamnese:
    • Beschwerden? Nierenerkrankungen in der Familie? Medikamente? Vorerkrankungen, OP’s
  • Körperliche Untersuchung:
    • Anämie? Ödeme? Art. Hypertonie? Hautfarbe? Klopfschmerzen
  • Urin- Status:
    • pH- Wert? (Gicht, Azidose: HWI, Medikamente, Alkalose)
    • Protein- und Zuckergehalt, evt. Ketonkörper (bei Diabetikern)?
    • Sediment (=div. Zellen, sog. „Zylinder“, Kristalle)
  • Blutuntersuchung:
    • Nierenwerte
    • Kalium, Phosphat?
    • pH- Wert? (renale Azidose-> chron. Niereninsuffizenz?)
  • Kreatinin- Clerance (Clearance= Klärung, Reinigung)
    • Direkte Messung der „Glomerulären Filtrationsrate“ (GFR, Gemessen in ml/min -> Plasmamenge, die pro Zeiteinheit in den Glomerula beider Nieren filtriert wird = ca. 180 l Primärharn/ Tag bzw. ca. 120 ml/min)
    • Drückt aus, wie viel Blutplasma pro Zeiteinheit von einer bestimmten Substanzmenge befreit wird -> Mass für das Vermögen der Niere, Stoffe auszuscheiden
    • Methode (rel. Aufwändig): 24 Std- Urin sammeln, Bestimmung der Kreatinin- Konzentration im Urin und Serum, Berechung des Urin- Minuten- Volumens, Berechnung der KC nach Formel (-> macht der Arzt)

Bildgebend:

  • Sonographie
    • Nicht invasiv, nicht schmerzhaft
    • Keine Strahlenbelastung
    • Lage, Form, Grösse der Nieren
    • Zysten, Tumoren, Steine
    • Abflusshindernisse/ Stauung
    • Durchblutung (Farbdoppler
  • Röntgen
    • Eher schlechte Darstellung von Weichgeweben aber: Nieren- und Harnleitersteine sichtbar (verkalkt)

Was für Funktionen/ Aufgaben hat die Niere?

Eine gesunde Niere erfüllt eine Reihe lebensnotweniger Aufgaben im Körper:

  • Regelung des Flüssigkeitshaushaltes
  • Reglung des Elektrolythaushaltes
  • Regelung des Säure- Basen- Haushaltes
  • Entfernung von harnpflichtiger und giftiger Stoffe aus dem Körper
  • Abgabe von Hormonen ins Blut:
    • Renin-> Blutdruck
    • Erythropoetin -> Bildung roter Blutkörperchen
    • Vitamin D3 -> Knochenstoffwechsel
  • Bei Menschen mit chronischer Nierenkrankheit sind eine oder mehrere dieser Funktionen der Niere gestört.

Definition von Niereninsuffizienz

Als Niereninsuffizienz wird bezeichnet:

  • Die Unterfunktion einer oder beider Nieren
  • Es kommt im Rahmen einer Niereninsuffizenz zur Erhöhung der konzentration von harnpfichtigen Substanzen im Blut
    • Kreatinin
    • Harnstoff
    • Harnsäure
    • Phosphat
    • Etc.

Was für Arten der Niereninsuffzienz gibt es und wie äussert sich diese?

Akutes Nierenversagen

  • Ein plötzlicher Verlust der Nierenfunktion (Azotämie und Oligurie) durch eine Verletzung oder Vergiftung
  • Ein Akutes Nierenversagen kann bei rascher Behandlung im Normalfall innerhalb einiger Wochen behoben werden

Chronischen Niereninsuffizenz

  • Ein allmähliches Nachlassen der Nierenfunktion aufgrund einer langwierigen Erkrankung. Dies ist die häufigere Variante des Niereninsuffizenz, die zwar nicht heilbar ist, aber behandelt werden kann

Terminales Nierenversagen (ESRD- End stage renal disease)

  • Ein Zustand, bei dem die Niere nicht mehr oder nur sehr schwach arbeiten
  • Oligurie bis Anurie, Azotämie, Hyperkaliämie
  • In diesem Fall wird eine Dialysebehandlung oder Transplantation unbedingt erforderlich

Was sind die Ursachen einer Niereninsuffizienz (akut und chronisch)?

Akut

  • Blutverlust
  • Herzinsuffizienz
  • Ischämie durch Schock
  • Glomerulonephritis
  • Pyelonephritis
  • Nephrotoxische Substandzen
  • Urolithisasis (bei Einzelniere) (Nierensteine)
  • Prostatahypertrophie

 

Chronisch

  • Diabetische Nephropathie
  • Hypertonie
  • Veranlagung
  • Infektionen
  • Vergiftungen
  • Nephrosklerose

Was sind Leitsymptome einer Niereninsuffizienz?

Einige Symptome der Urämie:

  • Müdigkeit bzw. Schwächegefühl
  • Ödembildung Augenlid und Beine
  • Kurzatmigkeit
  • Appetitlosigkeit, schlechter Geschmack im Mund, Übelkeit, Erbrechen, Gewichtsverlust, erosive Gastritis
  • Schlafprobleme, Juckreiz, Muskelkrämpfe, gelbliche Verfärbung der Haut, Gerinnungsstörungen
  • Azotämie (Anstieg von Säure)
  • Oligurie (weniger als 500 ml/24h)

Wie ist der Verlauf eines akuten Nierenversagens?

Akutes Nierenversagen

  • 3. Phasen
    • Oligurische- Stunden bis Wochen
    • Diuretische- einige Tage
    • Phase der Restitution- Monate
  • Oligureie/ Anurie und Azotämie im zeitlichen Zusammenhang mit dem auslösenden Ereignis
  • Anstieg der Plasmakaliumkonzentration bis zur lebensbedrohlichen Hyperkaliämie
  • Metabolische Azidose

 

  • Die meisten akuten Nierenversagen sind reversibel!

Es gibt bei der Niereninsuffizienz 5 Stadien, wie lautet das 1. Stadium und wie ist dies gekennzeichnet?

Stadium 1:

  • GFR grösser 90 ml/min
  • Meist Zufallsbefund im Rahmen einer Hypertonieabklärung
  • Harnpflichtige Substanzen noch im Normbereich
  • Möglicherweise wird bereits Eiweiss vermehrt im Urin ausgeschieden

 

Ziel der Behandlung

  • Durch die Behandlung der Krankheitsursache einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion vorzubeugen

Es gibt bei der Niereninsuffizienz 5 Stadien, wie lautet das 2. Stadium und wie ist dies gekennzeichnet?

Stadium 2:

  • GFR zwischen 60-89 ml/min
  • Oberflächlich betrachtet funktionieren die Niere weiterhin ausreichend
  • Erkennbar nur durch Blutuntersuchung
  • Abklärung und Behandlung von Hypertonie und Diabetes mellitus

 

Ziel der Behandlung:

  • Oberstes Ziel muss es sein, einer Verschlechterung der Nierenfunktion entgegenzuwirken oder den Zustand zumindest zu stabilisieren

 

Es gibt bei der Niereninsuffizienz 5 Stadien, wie lautet das 3. Stadium und wie ist dies gekennzeichnet?

Stadium 3:

  • GFR zwischen 30 bis 59 ml/min
  • Nierenschädigung ist nun soweit fortgeschritten
  • Auffällig erhöhte Kreatinin- und Harnstoffwerte im Blut
  • Anstieg des Kaliums bei weniger als 1000 ml/d Urinausscheidung
  • Metabolische Azidose
  • Betroffene klagen über Hypertonie (renale Hypertonie), Leistungsminderung und rasche Ermüdbarkeit
  • Risiko von Herz-Kreislauf- Erkrankungen steigt

Medikamente, die normalerweise über die Niere wieder ausgeschieden werden, müssen in ihrer Dosis reduziert werden, damit sie keine Nebenwirkungen verursachen

Es gibt bei der Niereninsuffizienz 5 Stadien, wie lautet das 4. Stadium und wie ist dies gekennzeichnet?

Stadium 4:

  • GFR zwischen 15 bis 29 ml/min
  • Verschlechtert sich die Niereninsuffizienz weiter, nehmen auch die Beschwerden zu- unter anderem Appetitlosigkeit, Erbrechen, Übelkeit, Nervenschmerzen, Juckreiz und Knochenschmerzen, Kurzatmigkeit
  • Der Körper kann über die Niere weniger Salze und Wasser ausscheiden und dadurch entstehen Ödeme
  • Die Niere verliert bei einem Nierenversagen zunehmend die Fähigkeit Kalium auszuscheiden
  • Neurologische Störungen treten auf (Delirium, Tremor, epileptische Krämpfe)

Es gibt bei der Niereninsuffizienz 5 Stadien, wie lautet das 5. Stadium und wie ist dies gekennzeichnet?

Stadium 5:

  • GFR unter 15 ml/min
  • Die Nieren fallen vollständig aus
  • Unbehandelt vergiftet der Körper
  • Betroffener wird Dialysepflichtig
  • Alternative ist eine Nierentransplantation

Wie ist die Therapie bei Beginn eines akuten Nierenversagens?

Bei Beginn eines akuten Nierenversagens

  • Ursache abklären (prä-, postrenal) und wenn möglich beheben
  • Reduziere oder absetzen von nephrotoxischen Medikamenten
  • Volumengabe bei zu niedrigem ZVD
  • Ausgleich der Elektrolyte, Gabe von Diuretika
  • Gabe von Dopamin in niedriger Dosis?

Wie ist die Therapie bei fortschreitenden akutem Nierenversagen?

Bei fortschreitenden akutem Nierenversagen:

  • Kalium senken
  • Über die Niere ausgeschiedene Medikamente, durch Serumbestimmung angleichen (z.B. Antibiotika, Herzglykoside, Schmerzmittel)
  • Flüssigkeits- Elektrolytstörung regulieren
  • Säure- Basen- Haushalt regulieren
  • Hämofiltration, Hämodialyse

Nenne Pflegerische Massnahmen bei einem akuten Nierenversagen

Akut- Therapie

  • Überwachung der Vitalzeichen allgemein
  • Kontrolle des ZVD
  • Herzrhythmus beachten auf Zeichen von Hyperkaliämie
  • Blutdrucküberwachung- Hypotonie und Hypertonie vermeiden
    • Keine BD- Messung an Armen mit Dialysezugängen
  • Kontrolle der Atmung, da Gefahr des Lungenödems
  • Bilanzierung- Einfuhr wird über die Ausfuhr bestimmt
  • Stündlich Urinausscheidung kontrollieren, bei Restharn
  • Tägliches Wiegen
  • Ernährung anpassen – Reduktion von Eiweiss, Natrium und Kalium, erhöhtes Bedarf von Gluccose bei Katabolie
  • Regelmässige BZ- Messung
  • Gabe von Elektrolyten und Diuretika und deren Überwachung
  • Blutentnahme für Elektrolyte, Hast, Krea, ph-Wert im Blut
  • Wirksamkeit von Medikamenten kontrollieren und Überdosierungserscheinungen erkennen
  • Pflege und Überwachung des Dialysekatheters
  • Pflege und Überwachung des Blasenverweilkatheters
  • Gute Hautpflege, Patienten leiden unter trockener und juckender Haut
  • Alle Prophylaxen
  • Unterstützung in den LA’s
  • Neurologische Überwachung (urämisches Koma)

Nenne pflegerische Massnahmen bei der chronischen Niereninsuffizienz bei den jeweiligen Stadien

Chronische Therapie:

  • Verbesserung der Therapie bei Diabetes mellitus Typ 2 und Hypertonie
    • Und deren Früherkennung

Stadium 1 und 2:

  • Diagnose der Grunderkrankung
  • Therapie von Komorbiditäten
  • Redkuktion von kardiovaskulären Risikofaktoren
  • Abschätzung der Progression

Stadium 3:

  • Diagnose und Therapie von Komplikationen z.B. Anämie

Stadium 4 und 5:

  • Vorbereitung für Nierenersatztherapie
  • Nierenersatztherapie
  • Nierentransplantation

Was geschieht bei der Dialyse? Was für Arten gibt es und wie wird dies durchgeführt?

  • Bei der Dialyse wird ein Teil der Aufgaben der Niere von künstlichen Hilfsmitteln übernommen
  • Hierbei lassen sich zwei Arten der Dialyse unterschieden: Perionealdialyse (PD) und Hämodialyse (HD)
  • Die Peritonealdialyse kann entweder kontinuierlich am Tag (CAPD) oder automatisch in der Nacht (APD) durchgeführt werden, vom Patient selbst
  • Die Hämodialyse wird entweder in einem Spital bzw. im Dialysezentrum (HD im Spital) oder als Heim- Hämodialyse (HD zuhause) durchgeführt

Nenne Vor und Nachteile von der Hämodialyse und Peritonealdialyse

PD

Vorteile:

  • Kostengünstig
  • Mehr Freiraum
  • Privatsphäre
  • Dialyse ohne Aufsuchen eines Zentrums
  • APD dialysiert in der Nacht

Nachteile:

  • Mehrmals Lösungen auszutauschen
  • Schulung benötigt
  • Kunststoffschlauch im Bauch
  • Therapie kann sich auf das Familienleben auswirken
  • Es wird ein Lagerraum benötigt
  • Im Schlafzimmer steht bei APD ein Gerät

HD

Vorteile:

  • Pflegepersonal übernimmt
  • Kein Gerät, kein Material für Zuhause notwendig

Nachteile:

  • Festgelegte Termine im Spital oder Dialysezentrum
  • Normale Arbeitszeiten nicht mehr möglich
  • Chirurgisches Anlegen eines Shunts
  • Einführen von zwei Kanülen bei jeder Sitzung

Was ist die kontinuerliche ambulante Peritonaldialyse (CAPD), was gibt es dabei zu beachten?

  • Die CAPD wird manuell vom Patienten selbst zuhause, am Arbeitsplatz oder auch in den Ferien durchgeführt
  • Die meisten CAPD- Patienten benötigen vier Beutelwechsel pro Tag
  • Die Diayseflüssigkeit verbleibt 4 bis 6 Stunden in der Bauchhöhle
  • Während dieser Zeit kann sich der Patient seinem gewohnten Tagesablauf widmen
  • Nach Ablauf dieser Verweildauer wird die Flüssigkeit ausgewechselt
  • Dieser Vorgang wird „Wechsel“ genannt
  • Es gibt keine festgelegten Zeiten für den Beutelwechsel

Was ist die automatische Peritonealdialyse (APD) und was ist bei dieser zu beachten?

  • Wie es der Name APD bereits verrät, wird bei der Durchführung des Flüssigkeitsaustausches ein Gerät- Cycler genannt- eingesetzt.
  • Die Dialyse wird nachts durchgeführt, das heisst in 8 bis 10 Stunden, wenn der Patinet schläft
  • Das Gerät kontrolliert den zeitlichen Ablauf der Wechsel, leitet die verbrauchte Lösung ab und füllt die Bauchhöhle mit frischer Lösung auf
  • Die APD ist ideal für Kinder und Patienten, die einer regelmässigen beruflichen Tätigkeiten nachgehen

Was sind pflegerische Aufgaben bezüglich der Betreuung  von Patienten mit einer Niereninsuffizienz?

  • Shuntmanagment
    • Funktionsprüfung des Shunts
    • Shuntpflege
    • Prävention vor Infektionen

 

  • Wenig Eiweiss und Phosphat
    • Empfehlung für tägliche Eiweisszufuhr
    • Patient mit HD= 1,2 g/kg Körpergewicht
    • Patient mit PD =1,4 g/kg Körpergewicht
  • Bei Patienten mit PD ist die Eiweisszufuhr aufgrund der im Vergleich zur HD grösseren Eiweissverluste höher

 

  • Achtung vor Hyperkaliämie
    • Bei einer Hyperkaliämie (erhöhter Kaliumspiegel >4,8 mmol/l im Blut) sollte die tägliche Zufuhr auf 2000 mg Kalium pro Tag (=ca. 70 g Eiweiss) eingeschränkt werden.
  • Eine Hyperkaliämie kann lebensbedrohlich sein: Sie kann zu Muskellähmungen und Herzrhythmusstörungen, bis hin zum Herzstillstand führen.

 

  • Salz: maximal 5-6 g pro Tag
    • Kochsalz bewirkt eine Salz- und Wasserretention in der Niere und führt damit zu einer Blutdruckerhöhung
    • Bei salzempfindlichen Patienten mit essentieller Hypertonie bewirkt der salzinduzierte Anstieg von systolischem und diastolischem Blutdruck eine Zunahme der Eiweissausscheidung im Urin
  • Trinkmenge: Einschränkung grösste Belastung für den Patienten
    • Faustregel für Trinkmenge: Menge des 24- Urins puls 800ml
    • Bei dialysepflichtigen Patienten wird die Trinkmenge und die erlaubte tägliche Gewichtszunahme vom Arzt festgelegt

WAs ist bezüglich der Ernährung bei Niereninsuffizienz zu beachten?

Für wenig Kalium

  • Äpfel, Birnen, Karotten, Peperonis, Spargeln

Vermeiden

  • Nüsse, Trockenobst, Kartoffeln, Bananen, Feigen, Avocados, Schokolade

Für wenig Phosphat

  • Truthahn, Rindfleisch (mager)

Vermeiden

  • Milch, Milchpulver, Hühnereigelb, Schmerzkäse oder Emmentaler (45% Fett i.Tr.) Parmesan, Wurstwaren, Pilze, Weizenkleie

Tipps bei Durst:

  • Eiswürfel (in Massen), Zitronenschnitze, zuckerfreie Bonbons sind ideale Durstlöscher
  • Warme statt eiskalte Getränke

Wieso sind Patienten mit einer Niereninsuffizienz Malnutrition gefährdet?

  • Patienten die regelmässig während oder nach der Dialyse unter Übelkeit und Brechreiz klagen haben meist am Dialysetag eine verminderte Nahrungsaufnahme
  • Bei starkem dialyseinduziertem Durst verzichten manche Patienten aus Furcht vor einer zu grossen Gewichtszunahme im dialysefreien Intervall eher auf die Nahrungsaufnahme als auf das Trinken.
  • Zu wenig Aufnahme von Proteinen
  • Begleiterkrankungen (Komorbidität) wie Magen- Darm Erkrankungen, Diabetes mellitus, Alkoholismus, Herzinsuffizienz, Demenz und Tumorerkrankungen

Wann wird Diuretika angewendet?

  • Stauungsödem bei Herzinsuffizienz
  • Hirnödem nach Traumatischen Ereignissen, Tumoren und Operationen
  • Ödeme bei Eiweissmangelzuständen
  • Aszites
  • Nierenerkrankungen
  • Hypertonie

Was ist die Wirkung von Diuretika?

Beeinflussen hauptsächlich die Nieren als Hauptorgan der Ausscheidung

  • Hemmung der Rückresoption von körpereigenen Salzen (Natrium, Kalium, Chlorid)
    • Thiazide und Abkömmlinge (Esidrex, Hygroton)
    • Schleifendiuretika (Lasix, Torem)
  • Hemmung der Ausschüttung von Aldosteron
    • Kaliumsparende Diuretika (Aldactone) (Ausschwemmung von Natrium)

Was sind mögliche Nebenwirkungen von Diuretika?

  • Störungen des Wasser- Elektrolyt Haushaltes
    • Im Vordergrund steht der Kaliumverlust
      • Schwächegefühl, Schläfrigkeit, Brechreiz, Obstipation -> Herzrhythmusstörungen

 

  • Kaliumsparende Diuretika können zu erhöhten Kaliumspiegel führen ->Herzrhythmusstörungen

 

  • Können Gicht auslösen
  • Steigern Thormboseneigung
  • Können infolge Hypotonie zu einem orthostatischen Schwindel führen

Was ist für uns PP wichtig zu beobachten, wenn einem Patienten Diuretika verabreicht wird?

  • (tgl.) BD messen, Puls evtl. EKG Kontrollen
  • Gewichtskontrolle (2-3 mal pro Woche)
  • Thrombosenprophylaxe (bei zu schneller Ödemausschwemmung)
  • Exsikkose- Zeichen
  • Diuretika morgens verabreichen – Nachtruhe
  • Kaliummangel (Muskelkrämpfe/ Herzrhythmusstörungen/ Obstipation)

Was sind mögliche Interaktionen bei Diuretikagabe?

  • Verstärken die Wirkung von Herzglykosiden (Kalium tief)
  • NSAR vermindern die Wirkung von Diuretika
  • Erhöhen die Nephrotoxizität von Aminoglykosid- Antibiotika
  • In Kombination mit Glucocortioiden und Laxanzien erhöhte Hypokaliämiegefahr

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