Neurotransmitter und Neuroleptika
Neurotransmitter und Neuroleptika
Neurotransmitter und Neuroleptika
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Cartes-fiches
Unterschied zwischen Hormonsystem und Nervensystem
Nervensystem ist an zelluläre Übertragung gebunden, Hormonsystem: Übertragung über Blut
Neurotransmission
Weiterleitung von Signalen mit Hilfe von zellulären Ionenströmen und damit verbundenen Potentialänderungen in Neuronen
Funktion eines Autorezeptors an Präsynapse:
Feedback-Hemmung
Welche Neurotransmitter (NT) sind exzitatorisch wirksam?
Glutamat, Aspartat -> erhöhen Na+-Einstrom
Welche NT sind inhibitorisch wirksam?
Glycin und GABA (gamma-Aminobuttersäure) -> erhöhen Cl- Einstrom
Welche NT sind KEINE Aminosäuren /sind nicht von Aminosäuren abgeleitet?
Acetylcholin, Adenosin, Endocannabinoide
Welche NT sind richtig AS?
Glycin und Glutaminsäure
Welche NT sind biogene Amine? aus welchen AS stammen sie?
- Dopamin, L-Noradrenalin aus L-Tyrosin
- Serotonin und Melatonin aus L-Tryptophan
- Histamin aus L- Histidin
- γ-Aminobuttersäure (GABA) aus L-Glutaminsäure
(Mechanismen: Decarboxylierung, Hydroxylierung, Acetylierung)
NMDA-Rezeptor: Ausgeschrieben, NT, Funktion
N-Methyl-D-Aspartat
Aktivierung durch Glutamat und Glycin, wird von Mg2+ blockiert, Teildepolarisation des Neurons hebt den Rezeptorblock durch Mg2+ auf. Erregender Rezeptor
Long-Term-Potentiation oder Long-Term-Depression bei logischen Verknüpfungen
Übertragung von Schmerzsignalen
Überaktivierung bei Schlaganfällen, Epilepsie, und neurodegenerativen Erkrankungen
(hohe Durchlässigkeit von Ca2+ und damit Zelltod)
membranständig
a) an G-Proteine gekoppelte (GPCR) metabotrope (mGluR)
b) ionotrope, ligandgesteuerte Kationenkanäle (iGluR),
Wofür steht CB, wo werden CB1 und CB2 jeweils exprimiert? Welchr Typ?
Cannabinoidrezeptoren, beide Gi/0-gekoppelte GPCRs
CB1: ZNS (präsynaptisch)
CB2: Zellen des Immunsystems
ATP-Rezeptoren: Wie ist deren Abkürzung? Welche Typen? Welche Liganden?
P2X-Rezeptoren: Ligand-gesteuerte Ionenkanäle, 7 Subtypen (P2X1 –P2X7), im ZNS zur synaptischen Transmission durch Purine (angreifende Arzneistoffe: keine).
P2Y-Rezeptoren: GPCRs, 8 Subtypen (1, 2, 4, 6,11, 12, 13, 14), bilden 4 unterschiedliche Gruppen, aktivierbar durch: ATP, ADP, UTP und UDP, in vielen Geweben (Gehirn, Plazenta, Thrombozyten)
Welche NT sind amphoter?
Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin (und Serotonin) sind amphoter:
- schwach saure phenolische OH-Gruppe,
- primäre oder sekundäre (Adrenalin) Amine
Welche NT sind neutrale Zwitterionen?
Glycin und GABA
- saure COOH-Gruppe
- primäre Aminogruppe
Welche NT sind basisch?
Histamin und Adenosin sind basisch:
- prim. Aminogruppe
Welche NT sind sauer?
Glutaminsäure -> 2 COOH Gruppen vs. 1 NH2-Gruppe
Welche NT sind neutral?
Acetylcholin und Melatonin
Welche Klassen an Dopamin-Rezeptorantagonisten gibt es? Je ein Bsp.
Phenothiazin-Typ: Chlorpromazin,
Butyrophenon-Typ: Haloperidol,
Thioxanthen-Typ: Chlorprothixen,
Diphenylbutyl-piperidin-Typ: Pimozid,
7-Ring-Struktur-Typ: Olanzapin,
Benzamid-Struktur-Typ: Sulpirid,
Diverse: Risperidon
Welche Arzneistoffklasse gehören Dopamin-Rezeptorantagonisten an?
Neuroleptika
Neuroleptika: Indikation, Symptome der Krankheit, Wirkmechanismus
Schizophrenie!
Allg. Annahme des Wirkmechanismus der Neuroleptika: Blockade zentraler Dopaminrezeptoren (vor allem D2-Subrezeptoren)
• keine eindeutige biochemische Grundlage (Marker) der Schizophrenie
• Unterscheidung:
- Positivsymptomatik (Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Zerfahrenheit)
- Negativsymptomatik (Antriebsmangel, Affektarmut, Interessen- und Initiativverlust)
• (eine) allgemeine Hypothese: Überaktivität bzw. Dysregulation des dopaminergen Systems in einzelnen Hirnregionen.
• Neuroleptisch wirksame Arzneistoffe binden an Dopamin-Rezeptoren; Bindungsstärke korreliert mit der neuroleptischen Potenz.
Wie wird die Wirkstärke von Neuroleptika angegeben?
als Chlorpromazin-Äquivalenz
Angabe der Wirkstärke: als Chlorpromazin(CPZ)-Äquivalent
(1 mg Substanz entspricht x mg CPZ):
- hochpotent: CPZ-Äq. 2,5 – 75
- mittelpotent: CPZ-Äq. 1 – 2
- niedrig potent: CPZ-Äq. 0,2 – 0,8
Unter Neuroleptika werden AM zusammengefasst, die an folgenden Rezeptoren angreifen können: (nicht alle auf einmal unbedingt!)
• D1-, D2-, D3-Rezeptor
• 5-HT2A-Rezeptor
• Noradrenerge (1-) Rezeptoren
• Histamin H1-Rezeptor
• Aceylcholinerge (M1-) Rezeptoren
Welche Klassen sind als typische Neuroleptika zusammengefasst?
1. Phenothiazine
a) aliphatische Seitenkette
b) Piperidyl-alkyl-Seitenkette
c) Piperazinyl-alkyl-Seitenkette
2. Thioxanthen-Derivate
3. Butyrophenone und Diphenylbutyl-piperidine
Melatonin
Hormon der Epiphyse, biogenes Amin lt. Werz
- aus L-Tryptophan
- C2-Kette bis NH2
• Chemisches Dunkelsignal: Schlaf-Wach-Regulation, hohe Konz. in der Nacht, zirkadianer Rhythmus (kein Hypnotikum!)
• Produktion: Zirbeldrüse, Retina, Haut, Monozyten und Thrombozyten, GI-Trakt
• Rezeptoren: MT1 und MT2 (beides Gi-gekoppelte GPCR).
→ MT1: ZNS, Retina, Niere, Ovar, Herzgefäße, Lymphozyten.
→ MT2: ZNS und Retina.
• Funktionen auch im Immunsystem(?)
Serotonin, andere Bezeichnung
Neurotransmitter, biogenes Amin
5-HT
- aus L-Tryptophan
- C2-Kette bis NH2
Depression! bei Mangel
• peripher (Thrombozyten, Darm) und zentral (Neurotransmitter) wirksam
• Bindung an 14 GPCR: HT-Rezeptoren (meiste im ZNS), davon 13 GPCR, 1 Ionenkanal
• vielfältige Wirkungen: Thrombozytenaggregation, lokale Vasokonstriktion, Agonisten zur Migränetherapie, wichtiger Schmerzregulator
Adrenalin: Funktion, aus welcher Aminosäure synthetisiert, Struktur, Metabolisierung
Hormon, biogenes Amin, Catecholamin
- aus L-Tyrosin
- C2-Kette bis NH2
• peripher wirksam, Hormoncharakter, d.h. Bildung im Nebennierenmark und Freisetzung ins Blut
=> systemische Wirkung!
• Freisetzung bei Stress und körperlicher Belastung
• erhöht Herzfrequenz, steigert Blutdruck, erweitert Bronchien, Erhöhung der Bereitstellung der Energieträger (Glucose, Fettsäuren)
=> erhöht Leistungsfähigkeit des Organismus
• Aktivierung von sog. α1, α2, β1, β2, β3 ( alles G-Protein-gekoppelte Rezeptoren mit unterschiedlichen G Proteinen)
COMT überträgt Methyl auf 3 hydroxy (das obere)
Dopamin
Neurotransmitter, biogenes Amin, Catecholamin
- aus L-Tyrosin
fast immer C2-Kette bis NH2 bei allen biogenen Aminen
• peripher (Blutdruck und Niere) und zentral (Neurotransmitter) wirksam
• Mangel an Dopaminwirkung (verminderte Anzahl an funktionstüchtigen dopaminergen Neurone) führt zu Morbus Parkinson (Rigor und Tremor)
• Steuerung der Motorik und Milchproduktion
• Bindung an 5GPCR: D1- (Parkinson), D5-Gruppe (Gs, stimulatorisch) und D2-(Psychosen), D3-, D4-Gruppe (G0, inhibitorisch)
• Zuordnung zu physiologischen und pharmakologischen Wirkungen sind noch unklar
Glutaminsäure
essentielle Aminosäure, Neurotransmitter (exzitatorisch)
• Beteiligung an:Lernen und Gedächtnis, Willkürmotorik, afferente Impulse
• Bindung an NMDA-, AMPA- und Kainat-Rezeptoren (Ligandgesteuerte Kationenkanäle) und GPCR.
• NMDA = N-Methyl-D-Aspartat (therap. Bedeutung)
• AMPA = α-Amino-3-hydroxy-5-methyl-4-isoxazolpropionsäure