Neurotransmitter und Neuroleptika

Neurotransmitter und Neuroleptika

Neurotransmitter und Neuroleptika


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Neurotransmitter und Neuroleptika, geeignet für Studierende der Medizin. Sie behandeln die Wirkungen und Bindungen von Neuroleptika an Rezeptoren, insbesondere D2-Rezeptoren, sowie deren Einteilung in Gruppen wie atypische und typische Neuroleptika. Die Karteikarten erklären die Pharmakokinetik und Pharmakodynamik dieser Substanzen, einschließlich ihrer Metabolismuswege und Nebenwirkungen. Sie sind besonders nützlich für Medizinstudierende, die sich auf Prüfungen vorbereiten und ein tiefes Verständnis der Neuropharmakologie benötigen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
21.07.2016 / 08.03.2023

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Unterschied zwischen Hormonsystem und Nervensystem

Nervensystem ist an zelluläre Übertragung gebunden, Hormonsystem: Übertragung über Blut

Neurotransmission

Weiterleitung von Signalen mit Hilfe von zellulären Ionenströmen und damit verbundenen Potentialänderungen in Neuronen

Ionenkonzentrationen intra- und extrazellulär

Funktion eines Autorezeptors an Präsynapse:

Feedback-Hemmung

Welche Neurotransmitter (NT) sind exzitatorisch wirksam?

Glutamat, Aspartat -> erhöhen Na+-Einstrom

Welche NT sind inhibitorisch wirksam?

Glycin und GABA (gamma-Aminobuttersäure) -> erhöhen Cl- Einstrom

Welche NT sind KEINE Aminosäuren /sind nicht von Aminosäuren abgeleitet?

Acetylcholin, Adenosin, Endocannabinoide

Welche NT sind richtig AS?

Glycin und Glutaminsäure

Welche NT sind biogene Amine? aus welchen AS stammen sie?

- Dopamin, L-Noradrenalin aus L-Tyrosin
- Serotonin und Melatonin aus L-Tryptophan
- Histamin aus L- Histidin
- γ-Aminobuttersäure (GABA) aus L-Glutaminsäure

(Mechanismen: Decarboxylierung, Hydroxylierung, Acetylierung)

Synthese von Serotonin und Melatonin aus Tryptophan

Erst mut Tryptophan in para Stellung hydroxyliert werden

NMDA-Rezeptor: Ausgeschrieben, NT, Funktion

 N-Methyl-D-Aspartat

Aktivierung durch Glutamat und Glycin, wird von Mg2+ blockiert, Teildepolarisation des Neurons hebt den Rezeptorblock durch Mg2+ auf. Erregender Rezeptor
Long-Term-Potentiation oder Long-Term-Depression bei logischen Verknüpfungen
Übertragung von Schmerzsignalen
Überaktivierung bei Schlaganfällen, Epilepsie, und neurodegenerativen Erkrankungen
(hohe Durchlässigkeit von Ca2+ und damit Zelltod)

membranständig

a) an G-Proteine gekoppelte (GPCR) metabotrope (mGluR)

b) ionotrope, ligandgesteuerte Kationenkanäle (iGluR),

Wofür steht CB, wo werden CB1 und CB2 jeweils exprimiert? Welchr Typ?

Cannabinoidrezeptoren, beide Gi/0-gekoppelte GPCRs

CB1: ZNS (präsynaptisch)
CB2: Zellen des Immunsystems

ATP-Rezeptoren: Wie ist deren Abkürzung? Welche Typen? Welche Liganden?

P2X-Rezeptoren: Ligand-gesteuerte Ionenkanäle, 7 Subtypen (P2X1 –P2X7), im ZNS zur synaptischen Transmission durch Purine (angreifende Arzneistoffe: keine).
P2Y-Rezeptoren: GPCRs, 8 Subtypen (1, 2, 4, 6,11, 12, 13, 14), bilden 4 unterschiedliche Gruppen, aktivierbar durch: ATP, ADP, UTP und UDP, in vielen Geweben (Gehirn, Plazenta, Thrombozyten)

Synthese von Dopamin, NA und Adrenalin aus Tyrosin

Synthese von Histamin aus Histidin

Synthese von GABA aus Glutaminsäure

Welche NT sind amphoter?

Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin (und Serotonin) sind amphoter:
- schwach saure phenolische OH-Gruppe,
- primäre oder sekundäre (Adrenalin) Amine

Welche NT sind neutrale Zwitterionen?

Glycin und GABA

- saure COOH-Gruppe
- primäre Aminogruppe

Welche NT sind basisch?

Histamin und Adenosin sind basisch:
- prim. Aminogruppe

Welche NT sind sauer?

Glutaminsäure -> 2 COOH Gruppen vs. 1 NH2-Gruppe

Welche NT sind neutral?

Acetylcholin und Melatonin

Welche Klassen an Dopamin-Rezeptorantagonisten gibt es? Je ein Bsp.

Phenothiazin-Typ: Chlorpromazin,

Butyrophenon-Typ: Haloperidol,

Thioxanthen-Typ: Chlorprothixen,

Diphenylbutyl-piperidin-Typ: Pimozid,

7-Ring-Struktur-Typ: Olanzapin,

Benzamid-Struktur-Typ: Sulpirid,

Diverse: Risperidon

 

Welche Arzneistoffklasse gehören Dopamin-Rezeptorantagonisten an?

Neuroleptika

Neuroleptika: Indikation, Symptome der Krankheit, Wirkmechanismus

Schizophrenie!

Allg. Annahme des Wirkmechanismus der Neuroleptika: Blockade zentraler Dopaminrezeptoren (vor allem D2-Subrezeptoren)

• keine eindeutige biochemische Grundlage (Marker) der Schizophrenie
• Unterscheidung:

- Positivsymptomatik (Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Zerfahrenheit)
- Negativsymptomatik (Antriebsmangel, Affektarmut, Interessen- und Initiativverlust)
• (eine) allgemeine Hypothese: Überaktivität bzw. Dysregulation des dopaminergen Systems in einzelnen Hirnregionen.
• Neuroleptisch wirksame Arzneistoffe binden an Dopamin-Rezeptoren; Bindungsstärke korreliert mit der neuroleptischen Potenz.

Wie wird die Wirkstärke von Neuroleptika angegeben?

als Chlorpromazin-Äquivalenz

Angabe der Wirkstärke: als Chlorpromazin(CPZ)-Äquivalent
(1 mg Substanz entspricht x mg CPZ):
- hochpotent: CPZ-Äq. 2,5 – 75
- mittelpotent: CPZ-Äq. 1 – 2
- niedrig potent: CPZ-Äq. 0,2 – 0,8

Unter Neuroleptika werden AM zusammengefasst, die an folgenden Rezeptoren angreifen können: (nicht alle auf einmal unbedingt!)

• D1-, D2-, D3-Rezeptor
• 5-HT2A-Rezeptor
• Noradrenerge (1-) Rezeptoren
• Histamin H1-Rezeptor
• Aceylcholinerge (M1-) Rezeptoren

Auswirkungen der unterschiedlichen Rezeptorblockaden durch Neuroleptika

Dopamin-Stoffwechsel an der Synapse

Dopamin wird aus L-Tyrosin über L-Dopa hergestellt, wird bei Aktionspotential freigesetzt, bindet an D-Rezeptoren an der Postsynaptischen Membran, einige durch Dopamin-Rezeptor wieder in die Präsynapse aufgenommen, wird durch COMT und MAO B abgebaut

Dopamin Rezeptoren: Welche GPCR-Typen, welche Funktion, welche Substanzklassen bei welcher Indikation?

Bindungsstelle von Dopamin an D2

Starke Bindung:

an Ser-193 und Ser-197: mit den beiden OH Gruppen eine Wasserstoffbrücke zu der COO- Gruppe von Serin

Asp-114(Aspartat, Asparaginsäure): mit der NH2-Gruppe an der Säuregruppe


- moderat via diverse Phe, Met, Cys, Val Trp, His

Klassifizierung der Neuroleptika nach neuroleptischer Potenz und Nebenwirkungen

Je höherpotent, desto mehr extrapyramidalmotorische Nebenwirkungen

je niedriger potent, desto mehr Sedierung und vegetative Nebenwirkungen

Welche Klassen sind als typische Neuroleptika zusammengefasst?

1. Phenothiazine
a) aliphatische Seitenkette
b) Piperidyl-alkyl-Seitenkette
c) Piperazinyl-alkyl-Seitenkette
2. Thioxanthen-Derivate
3. Butyrophenone und Diphenylbutyl-piperidine

Was ist das gemeinsame Strukturmerkmal von Neuroleptika?

Aromat, im Abstand von 4 Brückenatomen basischer Stickstoff

Melatonin

Hormon der Epiphyse, biogenes Amin lt. Werz

- aus L-Tryptophan

- C2-Kette bis NH2

• Chemisches Dunkelsignal: Schlaf-Wach-Regulation, hohe Konz. in der Nacht, zirkadianer Rhythmus (kein Hypnotikum!)
• Produktion: Zirbeldrüse, Retina, Haut, Monozyten und Thrombozyten, GI-Trakt
• Rezeptoren: MT1 und MT2 (beides Gi-gekoppelte GPCR).
→ MT1: ZNS, Retina, Niere, Ovar, Herzgefäße, Lymphozyten.
→ MT2: ZNS und Retina.
• Funktionen auch im Immunsystem(?)

 

Serotonin, andere Bezeichnung

Neurotransmitter, biogenes Amin

5-HT

- aus L-Tryptophan

- C2-Kette bis NH2

Depression! bei Mangel

• peripher (Thrombozyten, Darm) und zentral (Neurotransmitter) wirksam
• Bindung an 14 GPCR: HT-Rezeptoren (meiste im ZNS), davon 13 GPCR, 1 Ionenkanal
• vielfältige Wirkungen: Thrombozytenaggregation, lokale Vasokonstriktion, Agonisten zur Migränetherapie, wichtiger Schmerzregulator

Adrenalin: Funktion, aus welcher Aminosäure synthetisiert, Struktur, Metabolisierung

Hormon, biogenes Amin, Catecholamin

- aus L-Tyrosin

- C2-Kette bis NH2

• peripher wirksam, Hormoncharakter, d.h. Bildung im Nebennierenmark und Freisetzung ins Blut

=> systemische Wirkung!
• Freisetzung bei Stress und körperlicher Belastung
• erhöht Herzfrequenz, steigert Blutdruck, erweitert Bronchien, Erhöhung der Bereitstellung der Energieträger (Glucose, Fettsäuren) 

=> erhöht Leistungsfähigkeit des Organismus
• Aktivierung von sog. α1, α2, β1, β2, β3 ( alles G-Protein-gekoppelte Rezeptoren mit unterschiedlichen G Proteinen)

COMT überträgt Methyl auf 3 hydroxy (das obere)

Noradrenalin

Neurotransmitter des Sympathikus und ZNS und Hormon, biogenes Amin, Catecholamin

- aus L-Tyrosin

fast immer C2-Kette bis NH2 bei allen biogenen Aminen

- In sympathischen Nervenendigungen gespeichert und bei neuronaler Erregung freigesetzt
• Aktivierung von α1, α2, β1  (kaum an β2, β3)

Dopamin

Neurotransmitter, biogenes Amin, Catecholamin

- aus L-Tyrosin

fast immer C2-Kette bis NH2 bei allen biogenen Aminen

• peripher (Blutdruck und Niere) und zentral (Neurotransmitter) wirksam
• Mangel an Dopaminwirkung (verminderte Anzahl an funktionstüchtigen dopaminergen Neurone) führt zu Morbus Parkinson (Rigor und Tremor)
• Steuerung der Motorik und Milchproduktion
• Bindung an 5GPCR: D1- (Parkinson), D5-Gruppe (Gs, stimulatorisch) und D2-(Psychosen), D3-, D4-Gruppe (G0, inhibitorisch)
• Zuordnung zu physiologischen und pharmakologischen Wirkungen sind noch unklar

Glutaminsäure

essentielle Aminosäure, Neurotransmitter (exzitatorisch)

• Beteiligung an:Lernen und Gedächtnis, Willkürmotorik, afferente Impulse
• Bindung an NMDA-, AMPA- und Kainat-Rezeptoren (Ligandgesteuerte Kationenkanäle) und GPCR.
• NMDA = N-Methyl-D-Aspartat (therap. Bedeutung)
• AMPA = α-Amino-3-hydroxy-5-methyl-4-isoxazolpropionsäure

Glycin

essentielle Aminosäure, Neurotransmitter

- inhibitorischer Neurotransmitter an Glycin-Rezeptor: postsynaptischer Chlorid-Ionen-Kanal

- exzitatorischer NT an NMDA-Rezeptor

Étudier