Neurotransmitter und Neuroleptika

Neurotransmitter und Neuroleptika

Neurotransmitter und Neuroleptika


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Neurotransmitter und Neuroleptika, geeignet für Studierende der Medizin. Sie behandeln die Wirkungen und Bindungen von Neuroleptika an Rezeptoren, insbesondere D2-Rezeptoren, sowie deren Einteilung in Gruppen wie atypische und typische Neuroleptika. Die Karteikarten erklären die Pharmakokinetik und Pharmakodynamik dieser Substanzen, einschließlich ihrer Metabolismuswege und Nebenwirkungen. Sie sind besonders nützlich für Medizinstudierende, die sich auf Prüfungen vorbereiten und ein tiefes Verständnis der Neuropharmakologie benötigen.
Flashcards
92
Students
2
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
21.07.2016 / 08.03.2023

Flashcards

Übersicht Affinität an D1/D2-Rezeptoren der Neuroleptika

hochpotente Neuroleptika: Eigenschaften, Beispiele

Ausgeprägte antipsychotische und psychomotorisch dämpfende Wirkung; keine oder geringe sedierende, schlafanstoßende und vegetativ beruhigende Wirkung:
Benperidol (z.B. Glianimon®)
Bromperidol (z.B. Impromen®, Tesoprel®)
Flupentixol (Fluanxol®)
Fluphenazin (z. B. Dapotum®, Lyogen®)
Fluspirilen (z. B. Imap®)
Haloperidol (z. B. Haldol®-Janssen)
Perphenazin (z. B. Decentan®)
Pimozid (z. B. Orap®)
Trifluoperidol (Triperidol®)

mittelpotente Neuroleptika: Eigenschaften und Beispiele

Mittelstarke antipsychotische und gute psychomotorisch dämpfende Wirkung; ausgeprägte sedierende, schlafanstoßende und vegetativ beruhigende Wirkung:
Clopenthixol (Ciatyl®)
Perazin (z. B. Taxilan®)
Zuclopenthixol (Ciatyl®-Z)

niedrigpotente Neuroleptika: Eigenschaften und Beispiele

Milde bis sehr geringe antipsychotische Wirkung; gut ausgeprägte sedierende, schlafanstoßende und vegetativ beruhigende Wirkung:
Chlorprothixen (z. B. Truxal®)
Levomepromazin (z. B. Neurocil®)
Melperon (Eunerpan®)
Pipamperon (Dipiperon®)
Promazin (Protactyl®)
Promethazin (z. B. Melleril®)

Depot-Neuroleptika: welche Indikation, Beispiele

Vor allem indiziert für die Langzeittherapie chronisch schizophrener Psychosen

Clopenthixoldecanoat (Cityl®-Z Depot)
Flupentixoldecanoat (Fluanxol® Depot)
Fluphenazindecanoat (z. B. Dapotum® D, Lyogen® Depot)
Fluspirilen (z. B. Imap®)
Haloperidoldecanoat (Haldol®-Janssen-Decanoat)
Perphenazindecentan (Decentan®-Depot)

Substanzen mit keiner bzw. reduzierter Inzidenz von EPMS und erweitertem antipsychotischen Wirkungsspektrum (zusätzlich günstige Beeinflussung von schizophrener Minussymptomatik)

Clozapin (Leponex®)
Olanzapin (Zyprexa®)
Quetiapin (Seroquel®)
Risperidon (Risperdal®)
Ziprasidon
Zotepin (Nipolept®)

Pharmakokinetik der Neuroleptika

• meist lipophile, basische Wirkstoffe:
- gute Wasserlöslichkeit im Magen (pH 1-2): Protonierung und damit polare Kationen
- gut resorbierbar im Dünndarm (pH 7-8): Deprotonierung und damit lipophile Form
- aufgrund der Lipophilie: ausgeprägter First-Pass-Effekt!
• meist hepatische Elimination (Emulgierung mit Gallensäuren), kaum über die Niere, da schlecht wasserlöslich (Ausnahme: die Benzamide Sulpirid und Amisulpirid)
• Beteiligte Enzyme am Metabolismus: CYP1A2 und CYP3A4
- Raucher: starke Induktion des CYP1A2 => Wirkungsverlust!!

Pharmakokinetische Daten verschiedener Neuroleptika

Beträchtliche Unterschiede in HWZ!

Clozapin

atypisches Neuroleptikum

keine EPMS- NW

4 Brückenatome bis zum basischen Stickstoff, Di-Benzodiazepin-Struktur

•am 5-HT2 gleich stark oder stärker wirksam als am D2-Rezeptor
• bessere Wirkung auf Minus-Symptome
•„Fast-Off-D2“: niedrige Aff. zu D2 und damit schnelle Dissoziation von D2 Rezeptor

NW: tödlich verlaufende Agranulozytosen

Metabolismus: durch CYP3A4, CYP2D6, CYP1A2

Quetiapin

atypisches Neuroleptikum: Siebenring-Struktur

Dibenzothiazepin, wirkt stark an 5-HT2A

Metabolismus: CYP3A4

Olanzapin

atypisches Neuroleptikum: Siebenring-Struktur

Di-Benzodiazepin-Struktur

Wozu führt ein Dopamin-Überschuss im ZNS?

Psychosen

Study