Neurologie I
Basics
Basics
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Cartes-fiches
benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel
ageabhängige (bei Lagewechsel) Sekunden andauernde Drehschwindelattacken durch Ablösung von Utriculuspartikeln, die sich an der Cupula bzw. frei im Bogengang anlagern, Therapie: Befreiungsmanöver
Miller-Fisher-Syndrom
Variante des Guillain-Barré-Syndroms, vermutlich Autoimmunstörung durch virale Infekte ausgeöst, Kl.:Ophthalmoplegie + Areflexie + Ataxie ; Nachweis von Gangliosid GQ1b, Th: Ig, Plasmapherese, gute Prognose
Guillon-Barré-Syndrom
1)Ätiologie
2)Klinik
1)Autoimmun vermittelte Entzündung der Myelinscheiden; 2)Anfangs Sensibilitätsstörungen--> distal symmetrische Muskelschwäche --> aufsteigende Paresen, häufig Störungen des autonomen Nervensystems (Blutdruck, Herzyrhythmusstörungen)
Guillon-Barré-Syndrom
1)Diagnostik
2) Therapie
Liquorbefund: zytoalbuminäre Dissoziation (Eiweiß-, aber kaum Zellzahlerhöhung); Gangliosid-AK (anti-GM1); Elektrophysiologie: verzögerte Nervenleitgeschwindikeit; verlängerte F-Wellen-Latenz; 2) Gabe von Igs, Plasmaphorese, Steroide NICHT wirksam
Myasthenia gravis: Ät, Klinik
AK-Bildung gegen den nikotinergen Acetylcholinrezeptor; Anfangs Ptosis/Diplopie --> Generalisierung mit Schwäche der Ex u Atemmuskulatur
Myasthenia gravis: Diagnostik
Simpson-Test pathologisch (beim Blick nach oben Doppelbilder nach weniger als 60 sek); Endplattenbelastungstest: nach rep Reizung eines motorischen Nervs, kommt es zur Abnahme der Amplitude des Summenaktionspotenzials (Dekrement), Tensilon-Test, AChR-AK
Myasthenia gravis - Therapie
Pyridostigmin (Cholinesterasehemmer), Immunsuppression
Myasthenia gravis - Krisen
1) Akute myasthene Exzazerbation: resp. Insuffizienz, Aspiration; Th.:Igs iv oder Plasmaphorese; Cholinerge Krise durch Überdosierung der Cholinesterasehemmer, Th: Absetzen
Lambert-Eaton-Syndrom
häufig durch kleinzelliges Bronchial-Ca --> AK gegen präsynaptische spannungsabhängige Kalzium-Kanäle --> unzureichende AcH-Freisetzung; kl: proximal betonte Muskelschwache, veg Symptome (z.B. Stuhlverhalt), Pupillenstörung; T-Resektion, -Diaminopyridin
Multiple Sklerose
1)Ät
2) Klinik
1)Myelinscheiden des ZNS werden durch autaggressive T-Lymphozyten angegriffen; 2) häufig zunächst Retrobulbärneuritis; Symptome sehr vielfältig; z.B. zerebellär (Charcot); Dysasthesien, motorische Ausfälle; Zeichen zentralnervöser Schädigung, u.v.m.
Charcot-Trias
Zerebelläre Symptomatik bei MS:skandierende Sprache, Nystagmus, Intentionstremor)
MS - Diagnostik:
1) Liquor
2) MRT
1) oligoklonale Banden, intrathekale TgG-Bildung; 2)länglich-ovale Läsionen im MRT; akut: T1 hypotens/T2 hypertens/Kontrasmittel-Aufnahme; ältere Läsionen: T1hypotens/T2 nicht hypertens/kein kontrastmittel h
MS-Medikamente: Wirkung
1) Interferone
2)Glatirameracetat
3) Natalizumab
4) Fingolimod
1)Hemmung der zytotoxischen T-Zell-Aktivität; 2)Wahrscheinlich Hemmung der Produktion des Il b; 3) AK, der das Einwandern von T-Zellen ins ZNS verhindert; 4)Hemmung der Auswanderung von Lymphozyten aus LKs
Lambert-Eaton-Syndrom
AK gegen Kalziumkanäle im Bereich der neuromuskulären Synapse
Sinus cavernosus Syndrom
Ursachen: Tumore, Frakturen, ein Aneurysma der A. carotis interna, eine Sinus-cavernosus-Thrombose, basale Meningitis, Tolosa-Hunt-Syndrom; Kopfschmerzen, Augenmuskelstörungen (Doppelbilder) und Sensibilitätsstörungen V/1 und 2
Carotis-Sinus-cavernosus-Fistel
Sinus cavernosus-Syndrom, zudem pulsierender Exophthalmus und ein Strömungsgeräusch (subjektiv oft pulssynchrones Ohrgeräusch)
Sinus cavernosus
N. oculomotorius, N. trochlearis, N. abducens, 1./2. Ast des N. trigeminus (N. ophthalmicus und N. maxillaris), A. carotis interna
posturale Tachykardiesyndrom
Syndrom der orthostatischen Dysregulation; ungenügende Vasokonstriktion der Beinvenen im Stehen fürht dazu, dass das Blut beim Aufstehen in die Beine versackt --> Pulsanstieg nach dem Aufstehen bei konstantem RR,
Narkolepsie
Einschlafattacken, Kataplexien, hypnagoge (beim Einschlafen) oder hypnopompe (beim Aufwachen) Halluzinationen; Th: Modafinil (Sympathomimetikum); Ursache unbekannt
Dystonien
Tonische Musklekontraktionen, führen zu abnormen, manchmal schmerzhaften Haltungen und Bewegungseinschränkungen; Ursache Funktionsstörung der Basalganglien oder lokale Einflüsse (Verletzungen), fokale D. vs generalisierte D.
Generalisierte Dystonien
Torsionsdystonie: autosomal dominant vererbt; Drehbewegungen des Kopfes, Rumpfes, Extremitäten; Segawa-Syndrom: Gangstörung mit Parkinsonoid im Verlauf; Gen. D sprechen gut auf L-Dopa an
Blepharospasmus
Fokale Dystonie; Lidkrampf; durch Kontraktionen der Mm. orbicularis oculi und mm. corrugatores supercilii,
Meige-Syndrom
Fokale Dystonie; betrifft mimische, Kiefer- und Schlundmuskulatur
Torticollis spasmodicus
Fokale Dystonie; Pathol. Kontraktion des M. sternocleidomastoideus, oberer Trapezius; schmerzhafte Seitdrehung des Kopfes, kann durch gestes antagonistiques (Gegenhalten) vermindert werden, kann hereditär sein
Fokale Dystonie - Therapie
Lokale Injektionen mit Botulinomtoxin; Anticholinergika, Baclofen, Carbamazepin
Essenzieller Tremor
Halte- und Aktionstremor (4-10 Hz);Am häufigsten sind Hände (94%), Kopf (33%), Stimme (16%) betroffen; Besserung unter Alkoholeinfluss; autosomal-dominante Vererbung; Th: Propranolol und Primidon
orthostatischer Tremor
Tremor der Beine (13-18 Hz); tritt nur im Stand auf --> Standunsicherheit/Stürze;Th.: Clonazepam (Rivotril), Gabapentin, Primidon oder Valproat
flapping tremor (Asterixis)
plötzliche Pausen (Innervationspausen) bei einer willkürlichen Halteaktivität;Bei einseitiger Asterixis liegt meist eine fokale Läsion zugrunde, bei beidseitiger eine Intoxikation (z.B. hepatische Enzephalopathie
Holmes-Tremor
Unilateraler, langsamer Ruhe-, Halte und Aktionstremor; Ursache: Läsion von zerebellären Efferenzen und dopaminergen Projektionsbahnen der Substantia nigra; sehr therapieresistent, L-Dopa, Anticholinergika u Clonazepam können versucht werden
Locked-in-Syndrom
bei bilateralem Ponsinfarkt --> Ausfall der kortikobulbären und kortikospinalen Bahnen, Teilen der Formatio reticularis und der Hirnnervenkerne--> Tetraplegie, Lähmung der mot Hirnnervenkerne; erhalten sind vertikale Augenbewegungen, Lidschlag, Atmung
Muskeleigenreflexe
1)C5/6
Bizepssehnenreflex
Muskeleigenreflexe
C6/7
Trizepssehnenreflex
Muskeleigenreflexe
L3/4
PSR
Muskeleigenreflexe
S1/2
Achillessehnenreflex
Fremdreflexe
Th6-12
Bauchhautreflex
Fremdreflexe
L2
Kremasterreflex: Bestreichen der Oberschenkelinnenseite führt zum Hochzug des ipsilateralen Hodens (Ausfall bei Kaudasyndrom)
Fremdreflexe
S3-5
Analreflex: Bestreichen der Perianalregion führt zur Kontraktion des Schließmuskels
Restless-legs-Syndrom
Parästhesien, Unruhegefühl und häufig auch unwillkürliche Bewegungen der Beine; häufig nachts, deutliche Besserung bei Bewegung; Ursache nicht geklärt, vermutlich Störung der dopaminergen Übertragung in Basalganglien; Th: L-Dopa oder Dopaminagonisten
Meralgia paraesthetica
Kompression des N. cutaneus femoris lateralis im Bereich des Leistenbandes; z.B. bei Adipositas, sehr enge Kleidung, Krafttraining oder Überdehnung -->Parästhesien und Schmerzen, später auch Taubheitsgefühl auf der Oberschenkelaußenseite
Zeichen einer peripheren Störung (2. Motoneuron)
Muskelatrophie, Faszikulationen, schlaffe Lähmungen