Basics


R. S.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über neurologische Erkrankungen und deren Diagnostik sowie Therapie auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie Multiple Sklerose, Migräne, Cluster-Kopfschmerz, verschiedene Syndromen wie das Wallenberg-Syndrom und das Lambert-Eaton-Syndrom, sowie neurologische Störungen wie Dystonien und Tremor. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Ärzte, die sich auf neurologische Erkrankungen spezialisieren, da sie detaillierte Informationen zu Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten bieten.
Karten
51
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
23.11.2013 / 27.03.2020

Lernkarten

benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel

ageabhängige (bei Lagewechsel) Sekunden andauernde Drehschwindelattacken durch Ablösung von Utriculuspartikeln, die sich an der Cupula bzw. frei im Bogengang anlagern, Therapie: Befreiungsmanöver

Miller-Fisher-Syndrom

Variante des Guillain-Barré-Syndroms, vermutlich Autoimmunstörung durch virale Infekte ausgeöst, Kl.:Ophthalmoplegie + Areflexie + Ataxie ; Nachweis von Gangliosid GQ1b, Th: Ig, Plasmapherese, gute Prognose

Guillon-Barré-Syndrom

1)Ätiologie

2)Klinik

1)Autoimmun vermittelte Entzündung der Myelinscheiden; 2)Anfangs Sensibilitätsstörungen--> distal symmetrische Muskelschwäche --> aufsteigende Paresen, häufig Störungen des autonomen Nervensystems (Blutdruck, Herzyrhythmusstörungen)

Guillon-Barré-Syndrom

1)Diagnostik

2) Therapie

Liquorbefund: zytoalbuminäre Dissoziation (Eiweiß-, aber kaum Zellzahlerhöhung); Gangliosid-AK (anti-GM1); Elektrophysiologie: verzögerte Nervenleitgeschwindikeit; verlängerte F-Wellen-Latenz; 2) Gabe von Igs, Plasmaphorese, Steroide NICHT wirksam

Myasthenia gravis: Ät, Klinik

AK-Bildung gegen den nikotinergen Acetylcholinrezeptor; Anfangs Ptosis/Diplopie --> Generalisierung mit Schwäche der Ex u Atemmuskulatur

Myasthenia gravis: Diagnostik

Simpson-Test pathologisch (beim Blick nach oben Doppelbilder nach weniger als 60 sek); Endplattenbelastungstest: nach rep Reizung eines motorischen Nervs, kommt es zur Abnahme der Amplitude des Summenaktionspotenzials (Dekrement), Tensilon-Test, AChR-AK

Myasthenia gravis - Therapie

Pyridostigmin (Cholinesterasehemmer), Immunsuppression

Myasthenia gravis - Krisen

1) Akute myasthene Exzazerbation: resp. Insuffizienz, Aspiration; Th.:Igs iv oder Plasmaphorese; Cholinerge Krise durch Überdosierung der Cholinesterasehemmer, Th: Absetzen

Lambert-Eaton-Syndrom

häufig durch kleinzelliges Bronchial-Ca --> AK gegen präsynaptische spannungsabhängige Kalzium-Kanäle --> unzureichende AcH-Freisetzung; kl: proximal betonte Muskelschwache, veg Symptome (z.B. Stuhlverhalt), Pupillenstörung; T-Resektion, -Diaminopyridin

Multiple Sklerose

1)Ät

2) Klinik

1)Myelinscheiden des ZNS werden durch autaggressive T-Lymphozyten angegriffen; 2) häufig zunächst Retrobulbärneuritis; Symptome sehr vielfältig; z.B. zerebellär (Charcot); Dysasthesien, motorische Ausfälle; Zeichen zentralnervöser Schädigung, u.v.m.

Charcot-Trias

Zerebelläre Symptomatik bei MS:skandierende Sprache, Nystagmus, Intentionstremor)

MS - Diagnostik:

1) Liquor

2) MRT

1) oligoklonale Banden, intrathekale TgG-Bildung; 2)länglich-ovale Läsionen im MRT; akut: T1 hypotens/T2 hypertens/Kontrasmittel-Aufnahme; ältere Läsionen: T1hypotens/T2 nicht hypertens/kein kontrastmittel h

MS-Medikamente: Wirkung

1) Interferone

2)Glatirameracetat

3) Natalizumab

4) Fingolimod

1)Hemmung der zytotoxischen T-Zell-Aktivität; 2)Wahrscheinlich Hemmung der Produktion des Il b; 3) AK, der das Einwandern von T-Zellen ins ZNS verhindert; 4)Hemmung der Auswanderung von Lymphozyten aus LKs

Lambert-Eaton-Syndrom

AK gegen Kalziumkanäle im Bereich der neuromuskulären Synapse

Sinus cavernosus Syndrom

Ursachen: Tumore, Frakturen, ein Aneurysma der A. carotis interna, eine Sinus-cavernosus-Thrombose, basale Meningitis, Tolosa-Hunt-Syndrom; Kopfschmerzen, Augenmuskelstörungen (Doppelbilder) und Sensibilitätsstörungen V/1 und 2

Carotis-Sinus-cavernosus-Fistel

Sinus cavernosus-Syndrom, zudem pulsierender Exophthalmus und ein Strömungsgeräusch (subjektiv oft pulssynchrones Ohrgeräusch)

Sinus cavernosus

N. oculomotorius, N. trochlearis, N. abducens, 1./2. Ast des N. trigeminus (N. ophthalmicus und N. maxillaris), A. carotis interna

posturale Tachykardiesyndrom

Syndrom der orthostatischen Dysregulation; ungenügende Vasokonstriktion der Beinvenen im Stehen fürht dazu, dass das Blut beim Aufstehen in die Beine versackt --> Pulsanstieg nach dem Aufstehen bei konstantem RR,

Narkolepsie

Einschlafattacken, Kataplexien, hypnagoge (beim Einschlafen) oder hypnopompe (beim Aufwachen) Halluzinationen; Th: Modafinil (Sympathomimetikum); Ursache unbekannt

Dystonien

Tonische Musklekontraktionen, führen zu abnormen, manchmal schmerzhaften Haltungen und Bewegungseinschränkungen; Ursache Funktionsstörung der Basalganglien oder lokale Einflüsse (Verletzungen), fokale D. vs generalisierte D.

Generalisierte Dystonien

Torsionsdystonie: autosomal dominant vererbt; Drehbewegungen des Kopfes, Rumpfes, Extremitäten; Segawa-Syndrom: Gangstörung mit Parkinsonoid im Verlauf; Gen. D sprechen gut auf L-Dopa an

Blepharospasmus

Fokale Dystonie; Lidkrampf; durch Kontraktionen der Mm. orbicularis oculi und mm. corrugatores supercilii,

Meige-Syndrom

Fokale Dystonie; betrifft mimische, Kiefer- und Schlundmuskulatur

Torticollis spasmodicus

Fokale Dystonie; Pathol. Kontraktion des M. sternocleidomastoideus, oberer Trapezius; schmerzhafte Seitdrehung des Kopfes, kann durch gestes antagonistiques (Gegenhalten) vermindert werden, kann hereditär sein

Fokale Dystonie - Therapie

Lokale Injektionen mit Botulinomtoxin; Anticholinergika, Baclofen, Carbamazepin

Essenzieller Tremor

Halte- und Aktionstremor (4-10 Hz);Am häufigsten sind Hände (94%), Kopf (33%), Stimme (16%) betroffen; Besserung unter Alkoholeinfluss; autosomal-dominante Vererbung; Th: Propranolol und Primidon

orthostatischer Tremor

Tremor der Beine (13-18 Hz); tritt nur im Stand auf --> Standunsicherheit/Stürze;Th.: Clonazepam (Rivotril), Gabapentin, Primidon oder Valproat

flapping tremor (Asterixis)

plötzliche Pausen (Innervationspausen) bei einer willkürlichen Halteaktivität;Bei einseitiger Asterixis liegt meist eine fokale Läsion zugrunde, bei beidseitiger eine Intoxikation (z.B. hepatische Enzephalopathie

Holmes-Tremor

Unilateraler, langsamer Ruhe-, Halte und Aktionstremor; Ursache: Läsion von zerebellären Efferenzen und dopaminergen Projektionsbahnen der Substantia nigra; sehr therapieresistent, L-Dopa, Anticholinergika u Clonazepam können versucht werden

Locked-in-Syndrom

bei bilateralem Ponsinfarkt --> Ausfall der kortikobulbären und kortikospinalen Bahnen, Teilen der Formatio reticularis und der Hirnnervenkerne--> Tetraplegie, Lähmung der mot Hirnnervenkerne; erhalten sind vertikale Augenbewegungen, Lidschlag, Atmung

Muskeleigenreflexe

1)C5/6

Bizepssehnenreflex

Muskeleigenreflexe

C6/7

 

Trizepssehnenreflex

Muskeleigenreflexe

L3/4

PSR

Muskeleigenreflexe

S1/2

Achillessehnenreflex

Fremdreflexe

Th6-12

Bauchhautreflex

Fremdreflexe

L2

Kremasterreflex: Bestreichen der Oberschenkelinnenseite führt zum Hochzug des ipsilateralen Hodens (Ausfall bei Kaudasyndrom)

Fremdreflexe

S3-5

Analreflex: Bestreichen der Perianalregion führt zur Kontraktion des Schließmuskels

Restless-legs-Syndrom

Parästhesien, Unruhegefühl und häufig auch unwillkürliche Bewegungen der Beine; häufig nachts, deutliche Besserung bei Bewegung; Ursache nicht geklärt, vermutlich Störung der dopaminergen Übertragung in Basalganglien; Th: L-Dopa oder Dopaminagonisten

Meralgia paraesthetica

Kompression des N. cutaneus femoris lateralis im Bereich des Leistenbandes; z.B. bei Adipositas, sehr enge Kleidung, Krafttraining oder Überdehnung -->Parästhesien und Schmerzen, später auch Taubheitsgefühl auf der Oberschenkelaußenseite

Zeichen einer peripheren Störung (2. Motoneuron)

Muskelatrophie, Faszikulationen, schlaffe Lähmungen

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