Netzbasierte Geschäftsmodelle
Grundlagen
Grundlagen
-
- 1 / 170
-
Lernkarten
Context
… klassifiziert und systematisiert die im Internet verfügbaren Informationen
Erst durch die Internetökonomie entstanden
Ziel: Die Markttransparenz und die Orientierung der Nutzer sollen verbessert
werden
Geschäftsmodellvarianten:
- E-Search (Suchmaschinen)
- Diese verwalten große Datenbanken, in welchen sich Anbieter von Websites
eintragen lassen können
- Bei einer Suchanfrage eines Nutzers muss lediglich die Datenbank
durchsucht werden
- Metasuchmaschinen stellen eine Verknüpfung mehrerer Suchmaschinen dar
- Beispiele: google.de, yahoo.de, metager.de
- E-Catalogs (Web-Kataloge)
- Adressenverzeichnisse, die von Redakteuren erstellt wurden
- Redakteure bewerten die Qualität einer Website, bevor sie in den
Schlagwortkatalog eingeordnet werden
- Beispiele: web.de, yahoo.de
- Zumeist haben Webkataloge auch eine angeschlossene Suchmaschine und
umgekehrt
- E-Bookmarking
- Gemeinschaftliche Indexierung von im Internet verfügbaren Informationen
durch die Nutzer: in Web Browsern können Schlagwörter vergeben werden (-
> schnelleres Auffinden von Informationen bei Suchanfragen auch für andere
Nutzer)
- Mit Web 2.0 entstanden
- V.a. bei gut abgrenzbaren, „homogenen“ Nutzergruppen erfolgreich
- Beispiele für Social Tagging: del.icio.us, citeulike.org
Connection
… verfolgt die Herstellung eines Informationsaustausches privater Konsumenten
bzw. zwischen privaten Konsumenten und Unternehmen
Verbindungen können technologischer, kommerzieller und/oder kommunikativer
Art sein
Ziel: Schaffung von Verbindung in einer vom Kunden präferierten Weise
Geschäftsmodelle:
- Intra-Connection
- Angebot innerhalb des Internets
- Z.B. Community (Customer Networks (StudiVZ, XING, …), Customer
Messages (Skype, …), Customer Exchanges (flickr, …), Customer Opinion
Portal (ciao.de,…) und Mailing Services (GMX, …)
- Inter-Connection
- Anbieter sorgen nicht nur für Kommunikationsmöglichkeiten im Internet,
sondern stellen auch Zugang zu den physischen Netzwerken bereit (->
Internet Service Provider)
- Beispiele: T-Online, Arcor, …
Hybride Geschäftsmodelle
Gründe:
- Verbundeffekte (Economies of Scope) → Cross Selling, Skaleneffekte,
Netzwerkeffekte
- Multiple Kundenbindung → Lock In-Effekte
- Preisbündelung: Kombination von Einzelleistungen zu Leistungsbündeln
- Diversifikation der Erlösquellen → Risikostreuung/-minderung; neue
Erlösquellen (bspw. neben Werbung) verbreitern Erlösstrom
Sourcing
Anbahnung und/oder Abwicklung von B2B-Geschäftstransaktionen vom Buyer
zum Seller
Ziel: Geschäftstransaktionen des Beschaffungsmanagements durch Unterstützung
des Internets abwickeln
Geschäftsmodellvarianten:
- Private B2B-Exchange (One to One)
Extranet / EDI
- Buy Side B2B- Exchange (One to Many)
Buy side E-Marketplace
Intranet
Sales
Gestaltung und Abwicklung von direkten B2B-Geschäftstransaktionen vom
Seller zum Buyer
Ziel: Geschäftstransaktionen des Verkaufsmanagements durch Unterstützung
des Internets abwickeln
Geschäftsmodellvarianten:
- Private B2B-Sale (One to One)
Extranet
- Sell Side B2B Exchange (One to Many)
Sell Side E-Marketplace
B2B- Storefront
Supportive Collaboration
Unterstützung der Collaborative Value Generation
Ziel: gemeinsame Wertgenerierung von mehreren Unternehmen in den
Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion und Verkauf
Geschäftsmodellvarianten:
- Collaborative R&D
Netzwerk-Innovation
- CollaborativeProduction
Partnernetzwerke
- Collaborative Sale
Konsortium Trading Exchange
Service Broker
Unterstützung von B2B-Geschäftstransaktionen durch die Bereitstellung von
Informationen und Marktplätzen
Bereitstellung der Services durch Drittanbieter und Intermediäre, daher keine
direkte Beziehung zwischen den betroffenen B2B-Unternehmen
Geschäftsmodellvarianten:
- E-Informations
E-Directories
- E-Marketplaces
E-Exchanges
E-Auctions
Entwicklungen in der Informationstechnik
Entwicklung der Rechnerleistung
- Basis: Leistungsvermögen der Computer- und Informationstechnik
- Entwicklungstendenzen: Speicherchips, Logikchips und Taktfrequenzen
- Technologieaspekte: Miniaturisierung, Integration und Rechnerleistung
Kraft der Digitalisierung
- Große Datenmengen schnell und ohne Qualitätsverlust bearbeiten, kopieren, übertragen
und anzeigen
- Datenarten in elektronischen Geschäftsprozessen: Text, Bild und Ton
- Datenkomprimierung (Speicherplatz/Datenvolumen bei Datenübertragung)
- Definierte Methoden und Standards zur Datenkompression
z.B. Bild [JPG, GIF], Ton [MP3, WMA] und Video [WMV, MPEG]
- Elektronische Erfassung, Verarbeitung und Weitergabe von 0/1-Daten bringt erhebliche
Skalen- und Kostenvorteile (nur First Copy Costs) -> Kostendegressionseffekte
Zunahme der Vernetzung
- Lässt neue Freiheitsgrade der elektronischen Kommunikation zu
- Veränderte Kommunikationsformen, schwindende Marktgrenzen und fortschreitende Globalisierung
- „Globales Informationsnetz“
- Elektronische Datenwelt als neue Dimension des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenlebens
- In Bezug auf die Datennetze gilt: „Geschwindigkeit ist alles“
- Geschwindigkeiten im Gigabitbereich bereits möglich
- Derzeit weniger durch technische Restriktionen als durch hohe Einführungskosten gebremst
E-Business
… ist die Anbahnung, Unterstützung, Abwicklung und Aufrechterhaltung von Leistungsaustauschprozessen zwischen ökonomischen Partnern mittels Informationstechnologie (elektronischer Netze).
Informationstechnologie
- Internet
- UMTS und LTE
- Protokolle
Informationstechnik
- Hardware und -entwicklung
- Digitalisierung
- Daten und -menge
Grundprinzip des Internets
Als Internet bezeichnet man heute die Gesamtheit aller autonomen Netze und Rechner, die
über TCP/IP-Verbindungen erreichbar sind.
Merkmale des Internets
- Riesiges, weltweit offenes Rechnernetz
- Allgemein zugänglich
- Jeder kann seine Rechnernetze oder Einzelrechner anschließen
- Kommunikation mit allen verbundenen Benutzern möglich
- Keine zentrale Rechnerleitstelle, sondern dezentrale Daten- und Rechnerstruktur
- Kein zentraler Punkt (Flaschenhals)
- Kommunikation kann im Notfall aufrechterhalten werden, selbst wenn Teile des Netzes zerstört sind
Intranet
• Unternehmensinternes Netzwerk
• Bei mehreren (verteilten) Unternehmensstandorten ist WAN (Wide Area Network) erforderlich
• Realisierung mittels „eigener“ Leitungen oder unter Nutzung (geschützter) Internetverbindungen
• I.d.R. auch über TCP/IP
Extranet
• Gemeinsames Netzwerk kooperierender Unternehmen
• Realisierung mittels „eigener“ Leitungen oder unter Nutzung (geschützter) Internetverbindungen
Internet
• Besteht aus vielen Subnetzen
• Gemeinsame, offene Protokolle
• Einheitliche Adressierung,aber keine zentrale Aufsicht
• Dienste, z.B.
- Dateitransfer
- Elektronische Post
- World Wide Web
Virtual Private Network (VPN)
Ein logisches privates Netzwerk auf einer öffentlich zugänglichen Infrastruktur.
Nur die Kommunikationspartner, die zu diesem privaten Netzwerk gehören, können miteinander kommunizieren und Informationen und Daten austauschen.
Remote-Access-VPN: Heimarbeitsplätze/Aussendienst an Unternehmensnetzwerk angebunden
Branch-Office-VPN: Zusammenschaltung von Netzwerken (z.B: Filialnetz), wenn Standleitung teuer
Extranet-VPN (s. Folie vorher)
Gesicherte Verbindung über „Tunneling“
Voice-over-IP (VoIP)
Greift auf das Internet Protokoll (IP) zur Sprachübertragung zurück
Ermöglicht die Konvergenz von Telefon- und Datennetzen
Durch die Integration von Sprach- und Datenübertragung wird die Einbindung weiterer Anwendungen (Videotelefonie, Dateitransfer) möglich
Gateways bieten Anschluss an das klassische Telefonnetz.
Mobile Business als Teil des E-Business
… bezeichnet sämtliche Kommunikationsvorgänge sowie den Austausch von Informationen, Waren und Dienstleistungen über mobile Endgeräte.
Datenfluss über mobile Kommunikationsnetze → Mobile Business kann als Teilmenge des
E-Business verstanden werden
Mobile Netze ermöglichen i. V. m. dazugehörigen Endgeräten neue Anwendungsbereiche,
die über Festnetz nicht möglich sind
Technologien für das Mobile Business
Grundlage für Anwendungen im M-Business: leistungsfähige mobile Endgeräte und schnelle Datenübertragungstechnologien
Weitere Enabling-Technologien:
- Mobile Software: Betriebssystem (iPhone OS, Android, …) und Applikationen
- Mobile Browsing
- Mobile Navigation, Location Based Services
- Augmented-Reality-Anwendungen
- Mobile Communication
- Mobile Payment
- usw.
Universal Mobile Telecommunications System (UMTS)
… ist ein Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G), mit dem deutlich höhere Datenübertragungsraten.
- Gewährleistet die interaktive und multimediale mobile Kommunikation mit hohen Bandbreiten
- Versteigerung der UMTS-Lizenzen im Jahr 2000
- Seit 2004 sind die Netze flächendeckend im Einsatz
- Laut Vodafone sind 8/10 verkauften Geräten heute UMTS-fähig
- Langfristiger Erfolg abhängig von innovativen Geschäftsmodellen
Cloud Computing
… nutzt Virtualisierung und das Internet zur dynamischen Bereitstellung von ITRessourcen.
Bezeichnet sowohl Anwendungen als auch Hard- und Software
Architekturvarianten
- Infrastructure-as-a-Service (IaaS)
- Platform-as-a-Service (PaaS)
- Software-as-a-Service (SaaS)
Positive Aspekte
• Elastische Skalierbarkeit
• Materielle Wertverluste
• Höhere Wirtschaftlichkeit
Bedenken
• Fehlende Standards
• Anbieter Lock-In
• Sicherheit
• Rechtliche Aspekte
• Zuverlässigkeit
Begriff der Beschaffung
Teils synonyme Verwendung der Begriffe Beschaffung, Einkauf, Logistik, Materialwirtschaft
Beschaffung im weiteren Sinne (Wirtz, 2013)
- Alle Prozesse zur Versorgung der Bedarfsträger mit Inputfaktoren, die von der
Unternehmung (Abnehmer) nicht selbst erstellt werden
- „Inputfaktoren“ als weit gefasster Begriff: Material, Anlagen, Energie, Rechte,
Dienstleistungen, Arbeitskräfte, Informationen, Kapital
-> andere Unternehmensbereiche übernehmen auch Beschaffungsfunktionen
(Personalwesen, Finanzabteilung, …)
Beschaffung im engeren Sinne (Fieten, 1992)
- Alle Aktivitäten, die darauf gerichtet sind, den Bedarfsträgern in der Unternehmung die
von diesen benötigten, nicht von der Unternehmung selbst produzierten Verbrauchsgüter
(Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Kaufteile und Energie), Gebrauchsgüter (Anlagen,
Werkzeuge) sowie Dienstleistungen (z.B. Transport- und Bauleistungen) aus den
Beschaffungsmärkten verfügbar zu machen
Ausgangssituation - Probleme in der realen Beschaffung
Routinearbeiten
- Einkaufsabteilung verwendet viel Zeit für wiederkehrende Aufgaben (70%)
- Fehlende Zeit für die Durchführung von Aufgaben höherer Wertschöpfung
Einkaufsregularien
- Bis zu 30% aller beschafften Güter und Dienstleistungen werden außerhalb der der formalen
Beschaffung eingekauft
- Missachtung bestehender Rahmenverträge
- Zum Teil fehlende Regularien à Einzelfallentscheidungen
Beschaffungszeit
- Abwicklung von Beschaffungsprozessen durch reale Mitarbeiter zeitintensiv
- Beschaffungsprozesse dauern bis zu 9 Tagen
Beschaffungskosten
- Reale Beschaffungsprozesse sehr kostspielig
- 50% aller Bestellungen heute noch papierbasiert
- Gesamtkosten für einen Beschaffungsvorgang im Durchschnitt zw. 70 – 300 USD
Begriff E-Procurement
Die Integration von netzwerkbasierter Informations- und Kommunikationstechnologie zur
Unterstützung der operativen Tätigkeiten und strategischen Aufgaben in den
Beschaffungsbereich von Unternehmen (Wirtz, 2013)
Neben den allgemeinen Zielen der Beschaffung (Kostenreduktion, Qualitäts-/
Leistungsverbesserung, Zeitvorteile, Autonomie, …) spezifisch für E-Procurement:
- Zeit- und Kosteneffizientere Gestaltung der Beschaffungstätigkeiten, um eine
Konzentration auf strategische Aufgaben mit höherem Wertschöpfungsanteil zu
ermöglichen
- Reduktion Personalbedarf, Einsparung materielle Ressourcen (Papier, …), usw.
- Ggf. Qualitätsvorteile in der Produktion (da höhere Qualität von angelieferten
Ausgangsprodukten)
Aufgaben des Einkaufs
Das Ziel von E-Procurement als Teil einer Gesamtstrategie ist es, die Integration der Lieferanten zu unterstützen
und Kosten-, Zeit- und Qualitätsverbesserungen für alle Aufgaben des Einkaufs zu erzielen.
Einsparungspotentiale im operativen Einkauf
(Prozess-) Kostenreduzierung insgesamt durch:
- Verringerung der manuellen administrativen Tätigkeiten
- Beschleunigung (Verkürzung) des Beschaffungsprozesses
- Einsparungen von bis zu 20% jährlich
Reduktion der Übertragungsfehler
Dezentrale Bestellung am Arbeitsplatz und/oder bei Geschäftspartnern
LagerbestandsreduktionSenkung der Einkaufspreise durch Markttransparenz
Hohe Aktualität und Transparenz durch Anbindung an Online-Kataloge
Einsparungspotentiale im strategischen Einkauf
Verbesserung der Kontroll- und Auswertungsmöglichkeiten
Erweiterte Beschaffungsmöglichkeiten (elektronische Marktplätze, Auktionen, Generierung öffentlicher und nicht-öffentlicher Ausschreibungen)
Besser Konditionen durch (Single-)Sourcing bzw. Konsolidierung von Lieferanten und Vereinbarungen (Defragmentierung von Lieferanten)
Verlagerung von operativen Tätigkeiten auf den Bedarfsträger (Self Service), dadurch Entlastung des Einkaufs und Konzentrierung auf strategische Ziele (Lieferantenauswahl, Rahmenverträge)
Produktanalyse
E-Procurement eignet sich nicht pauschal für alle Güter und Dienstleistungen
Nur sinnvoll, wenn substanzielle Einsparpotentiale bzgl. Preis und Beschaffungskosten zu erwarten sind
Geeignete Güter: geringe Erklärungsbedürftigkeit, hohe Standardisierbarkeit, hohe Beschaffungsprozesskosten, große Bestellvolumina, geringer Materialwert, geringe strategische Bedeutung
Erfordert unternehmensinterne Produktanalyse
Direkte Güter
- Fließen in die direkte Wertschöpfungskette des Unternehmens (in die Produktion oder
Bereitstellung höherwertiger Produkte bzw. Dienstleistungen ein)
- Rohstoffe, Hilfsstoffe (Leim, …), Bauteile
Indirekte Güter
- Tragen nur mittelbar zum Unternehmensziel bei, ermöglichen aber die primäre Wertschöpfungskette
- Sog. Gebrauchs- und Verbrauchsmaterial oder MRO-Materialien (Maintenance, Repair and Operations)
E-Procurement für direkte vs. indirekte Güter
E-Procurement für indirekte Güter:
- Schaffung von Vergleichbarkeit und Unabhängigkeit
- Niedrigere Prozesskosten durch Prozessautomatisierung zwischen Lieferanten und Bedarfsträgern
- Internetbasierte Beschaffung eignet sich sehr gut für MRO-Güter
E-Procurement für direkte Güter:
- Detailliertere Produktanalyse notwendig, um die Anforderungen (und Eignung) an die elektronische Beschaffung ableiten zu können – daraus ergibt sich dann die zu implementierende Systemlösung
Systematiken zur Produktanalyse
ABC-Analyse
Wert/Risiko-Matrix
Strategie/Automatisierungspotenzial-Matrix
ergänzend: Lieferantenanalyse
ABC-Analyse
In Abhängigkeit von Beschaffungskomplexität, -volumen und –häufigkeit
unterscheidet man drei verschiedene Güterarten:
- A-Güter
- Hoher Wertanteil, aber in geringen Mengen und relativ selten beschafft
- Höchste Wirksamkeit der Einkaufsinstrumente; elektronische Lösungen zielen auf höhere
Markttransparenz, breitere Lieferantenbasis und intensivere Lieferantenbeziehungen
- B-Güter
- Alles „mittel“
- Selektive Vorgehensweise in Einkauf/Beschaffung (teils wie A, teils wie C)
- C-Güter
- Niedriger Einzelbestellwert, hohe Bestellmenge und –häufigkeit
- Anforderungen ähnlich wie bei MRO-Gütern; Beschaffung standardisiert, aber hoher
Prozesskostenanteil
- Ziele: Vereinfachung der Einkaufs-/Versorgungsprozesse und niedrigere Prozesskosten
Wert/Risiko-Matrix
Systematisierung der Beschaffungsgüter über die Mengen/Wert-Relation (der ABCAnalyse) hinaus
Wert/Risiko-Matrix kategorisiert nach Bedeutung (Kosten/Wert) und Komplexität (Risiko) des Beschaffungsgutes -> Indizien für die Eignung von E-Procurement
v.a. Kategorien „taktische Objekte“ und „Hebelobjekte“, also indirekte Güter, eignen sich für E-Procurement
technische Lösung: Desktop Purchasing System (DPS) (Bestellung über einheitliche Schnittstelle in Form eines elektronischen Katalogs, Bezahlung und Lieferung)
Strategie/Automatisierungspotenzial-Matrix
Direkte Güter haben i.d.R. höhere strategische Bedeutung; es gibt aber auch indirekte Güter, die strategisch relevant sind
Gleiches gilt für den Automatisierungsgrad: hohe Standardisierung bedeutet i.d.R. auch hohe Automatisierung, aber es kann auch für wenig standardisierte Produkte nach erstmaliger Spezifikation eine Automatisierung über E-Procurement erreicht werden (z.B. reine Wiederholungsbestellungen)
Matrix ergibt vier Einkaufstypen und zugehörige sinnvolle E-Procurement-Lösungen
Lieferantenanalyse
Bei E-Procurement höhere Flexibilität in der Auswahl von Online-Lieferanten (Wechsel weniger aufwendig) -> Aufbau eines Online-Lieferantenstammes
Häufig müssen Lieferanten erst einen Freigabeprozess durchlaufen, bevor sie sich an Anfragen und Ausschreibungen beteiligen dürfen (Request for Information)
Aufforderung zur Abgabe von Angeboten: Request for Quotation
Vorauswahl; Verhandlungen mit Lieferanten, Einladung zu Bieterverfahren (Request for Bid)
Auch Bewertung aktueller Lieferanten (Qualität, Zeit, ..)
Online-Lieferantenportfolio mit Kriterien, die auch technische Aspekte berücksichtigen (gibt es elektronischen Produktkatalog, wie ist Datenqualität, etc.)