Grundlagen


U. E.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über verschiedene netzbasierte Geschäftsmodelle auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Auktionen, Börsen, Kataloge, Makler- und Nachfrager-Modelle sowie Online-Communities ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit den Prozessen und Strategien im E-Business vertraut machen möchten, um effektiv im digitalen Markt agieren zu können.
Karten
170
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
11.06.2015 / 23.05.2017

Flashcards

Management von E-Communities

 Im Vordergrund stehen: Online-Community-Produkt, -Teilnehmer und -Strategie

Produktanalyse:
- „Produkt“ besteht in der Vermittlungsleistung von Teilnehmern und deren Kommunikation untereinander
- Produktausrichtung: geografische / demografische / thematische /aktivitätsbezogene Communities
- Produktzugang: Grad der Zugangsbeschränkung
- Produktregeln: Zugangs-, Verwertungs-, Inhalts-, Nutzungs- und Freistellungsregeln

Mitgliederanalyse:
- Nicht nur Consumer, sondern auch öffentliche Institutionen und Unternehmen im Netzwerk
- Typisierung der Teilnehmer, da die Typen die Dynamik der Gemeinschaftsbildung beeinflussen, z.B. Achievers, Explorers, Socializers, Killers
- Mitgliederkopplung: lose (meistens der Fall) vs. enge (z.B. in SecondLife zu beobachten) Kopplung
- Mitgliederentwicklung: Mitglieder durchlaufen Entwicklungsstufen (z.B. Visitor, Newcomer, Regular, Expert)

 Strategieanalyse
- Zielsetzungsebene
• Primäre Ziele: Kommunikationsziele, Finanzziele
• Sekundäre Ziele: Marktforschung, Produktpräsentation, Prestige, Produktentwicklung, Unterstützung

- Positionierungsebene
• Qualitätsvorsprung (Tiefe) vs. Quantitätsvorsprung (Breite)
• Bei Community-Wachstum: Kombination von homogenen Communities zu übergeordneter, heterogener Community möglich

- Crossingebene
• Nur reines Online-Modell oder „Kreuzung“ mit Offline-Modell (oder reines Offline)
• Bei Kreuzung noch Unterscheidung, ob erster Kontakt real (offline) oder virtuell (online)

Horizontale vs. vertikale E-Marketplaces

siehe Bild

Anbieter-Modell

 Ein bzw. wenige Anbieter betreiben einen E-Marketplace
Nutzen für Nachfrager

  • Abbau von Informationsasymmetrien und Verringerung Suchkosten
  • Anbieter- und Produktpreistransparenz vergrößert Kostendruck auf Anbieterseite
  •  Anbieter versuchen Form und Ausrichtung von E-Marketplaces zu ihren Gunsten zu gestalten ->informationsorientierte E-Marketplaces

 Produktdifferenzierung steht im Mittelpunkt
 Extremum: geschlossener, individueller E-Marketplace (= E-Shop)
Angebotsseitige Markplätze meist in Märkten mit hoher Marktmacht und -konzentration der Anbieter
Beispiel: www.opodo.de

Nachfrager-Modell

 Ein bzw. wenige Nachfrager betreiben einen E-Marketplace


Motivation: Marktplatzpartei versucht, durch größtmögliche Einflussnahme auf das Handelsgeschehen einen meist geldlichen Vorteil zu erzielen

 Konstruktion von preisorientierten E-Marketplaces (Ziele: Nutzenmaximierung und Kostensenkung)

Adressierte Probleme: fehlende Marktpartner und fehlender Wettbewerb

 Beispiel: Nachfragebündelung

 Extremum: privater, geschlossener Nachfragermarktplatz (= E-Procurement)

Beispiel: www.pharmaplace.de

Makler-Modell

 Unabhängiger Handelsvermittler betreibt den E-Marketplace

 Entsteht in der Regel aus polypolistischen Situationen

Betreiber versucht durch unabhängige Vermittlungsleistung zwischen Angebot und Nachfrage (= das unternehmerische Produkt) größtmögliche Einflussnahme auf das Handelsgeschehen auszuüben und geldlichen Vorteil zu erzielen

 Konstruktion von handelsorientierten E-Marketplaces

 Unterscheidung nach Marktplätzen ohne bzw. mit aktivem, zentralen Makler

(Beispiele: shopping24.de bzw. immobilienscout24.de)

 Marktplatzbetreiber signalisiert Neutralität und Unabhängigkeit ; steht nicht in eigentums-rechtlichen Verhältnissen zu den gehandelten Gütern oder Dienstleistungen)
-> Glaubwürdigkeit des Maklers als Erfolgsfaktor für den E-Marketplace

Aktive Marktleitung: Unterstützung der Transaktionen
(Seiteneffekt: Marktplatz wird transparent und v.a. steuerbar)

 Beispiel: www.autoscout24.de

Schwarzes Brett

 Einfachste Form der elektronischen Anbahnung von Transaktionsprozessen

 Untergliedert nach Produktgruppen/ Produkten können Anbieter und Nachfrager Angebote und Ausschreibungen
veröffentlichen

 Im Internet sind Schwarze- Brett-Seiten heute vor allem dort von Bedeutung, wo früher reale schwarze Bretter
erfolgreich eingesetzt wurden

Katalog

  •  Weit verbreitete Realisierungsform
  •  Beinhaltet das aggregierte Angebot von mehreren Anbietern
  • Bietet die Möglichkeit zur Suche nach Kategorien/ Produkten sowie zum Produktvergleich
  • Preise werden im Regelfall vom Anbieter festgelegt

Auktion

 Eine Form des Börsenbetriebs
 Eine der ältesten Marktformen
 Typische Auktionsgegenstände: Kunstwerke, Blumen, Immobilien
Koordinationsmechanismus mit

  • einem expliziten System von Regeln
  •  zur Bestimmung von Menge und Preis
  •  basierend auf den Geboten von Marktteilnehmern

Offener Preismechanismus (Preisbestimmung durch „Kräfte des Marktes“)

Börse

Weiterentwicklung der schwarzen Bretter
 = zweiseitige Auktion: es bieten sowohl Käufer als auch Verkäufer und passende Gebote werden zusammengeführt

 Handelsprozess wird anonymisiert

 Käufer und Verkäufer kennen sich nicht

 Ermittlung eines Marktpreises

Auktionsformen

 Die einzelnen Auktionsformen unterscheiden sich nach den Bietregeln/den zu versteigernden Gütern

 Unterscheidung nach Bietregeln:
- Einseitige Auktionen
• Englische Auktion
• Holländische Auktion
• Höchstpreisauktion
• Vickrey Auktion
- Zweiseitige Auktionen
• Clearing House Auktion
• Kontinuierliche Doppelauktion

Unterscheidung nach zu versteigernden Gütern
- Private Werte
- Gemeinsamer Wert

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