Netzbasierte Geschäftsmodelle
Grundlagen
Grundlagen
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Flashcards
Management von E-Communities
Im Vordergrund stehen: Online-Community-Produkt, -Teilnehmer und -Strategie
Produktanalyse:
- „Produkt“ besteht in der Vermittlungsleistung von Teilnehmern und deren Kommunikation untereinander
- Produktausrichtung: geografische / demografische / thematische /aktivitätsbezogene Communities
- Produktzugang: Grad der Zugangsbeschränkung
- Produktregeln: Zugangs-, Verwertungs-, Inhalts-, Nutzungs- und Freistellungsregeln
Mitgliederanalyse:
- Nicht nur Consumer, sondern auch öffentliche Institutionen und Unternehmen im Netzwerk
- Typisierung der Teilnehmer, da die Typen die Dynamik der Gemeinschaftsbildung beeinflussen, z.B. Achievers, Explorers, Socializers, Killers
- Mitgliederkopplung: lose (meistens der Fall) vs. enge (z.B. in SecondLife zu beobachten) Kopplung
- Mitgliederentwicklung: Mitglieder durchlaufen Entwicklungsstufen (z.B. Visitor, Newcomer, Regular, Expert)
Strategieanalyse
- Zielsetzungsebene
• Primäre Ziele: Kommunikationsziele, Finanzziele
• Sekundäre Ziele: Marktforschung, Produktpräsentation, Prestige, Produktentwicklung, Unterstützung
- Positionierungsebene
• Qualitätsvorsprung (Tiefe) vs. Quantitätsvorsprung (Breite)
• Bei Community-Wachstum: Kombination von homogenen Communities zu übergeordneter, heterogener Community möglich
- Crossingebene
• Nur reines Online-Modell oder „Kreuzung“ mit Offline-Modell (oder reines Offline)
• Bei Kreuzung noch Unterscheidung, ob erster Kontakt real (offline) oder virtuell (online)
Anbieter-Modell
Ein bzw. wenige Anbieter betreiben einen E-Marketplace
Nutzen für Nachfrager
- Abbau von Informationsasymmetrien und Verringerung Suchkosten
- Anbieter- und Produktpreistransparenz vergrößert Kostendruck auf Anbieterseite
- Anbieter versuchen Form und Ausrichtung von E-Marketplaces zu ihren Gunsten zu gestalten ->informationsorientierte E-Marketplaces
Produktdifferenzierung steht im Mittelpunkt
Extremum: geschlossener, individueller E-Marketplace (= E-Shop)
Angebotsseitige Markplätze meist in Märkten mit hoher Marktmacht und -konzentration der Anbieter
Beispiel: www.opodo.de
Nachfrager-Modell
Ein bzw. wenige Nachfrager betreiben einen E-Marketplace
Motivation: Marktplatzpartei versucht, durch größtmögliche Einflussnahme auf das Handelsgeschehen einen meist geldlichen Vorteil zu erzielen
Konstruktion von preisorientierten E-Marketplaces (Ziele: Nutzenmaximierung und Kostensenkung)
Adressierte Probleme: fehlende Marktpartner und fehlender Wettbewerb
Beispiel: Nachfragebündelung
Extremum: privater, geschlossener Nachfragermarktplatz (= E-Procurement)
Beispiel: www.pharmaplace.de
Makler-Modell
Unabhängiger Handelsvermittler betreibt den E-Marketplace
Entsteht in der Regel aus polypolistischen Situationen
Betreiber versucht durch unabhängige Vermittlungsleistung zwischen Angebot und Nachfrage (= das unternehmerische Produkt) größtmögliche Einflussnahme auf das Handelsgeschehen auszuüben und geldlichen Vorteil zu erzielen
Konstruktion von handelsorientierten E-Marketplaces
Unterscheidung nach Marktplätzen ohne bzw. mit aktivem, zentralen Makler
(Beispiele: shopping24.de bzw. immobilienscout24.de)
Marktplatzbetreiber signalisiert Neutralität und Unabhängigkeit ; steht nicht in eigentums-rechtlichen Verhältnissen zu den gehandelten Gütern oder Dienstleistungen)
-> Glaubwürdigkeit des Maklers als Erfolgsfaktor für den E-Marketplace
Aktive Marktleitung: Unterstützung der Transaktionen
(Seiteneffekt: Marktplatz wird transparent und v.a. steuerbar)
Beispiel: www.autoscout24.de
Schwarzes Brett
Einfachste Form der elektronischen Anbahnung von Transaktionsprozessen
Untergliedert nach Produktgruppen/ Produkten können Anbieter und Nachfrager Angebote und Ausschreibungen
veröffentlichen
Im Internet sind Schwarze- Brett-Seiten heute vor allem dort von Bedeutung, wo früher reale schwarze Bretter
erfolgreich eingesetzt wurden
Katalog
- Weit verbreitete Realisierungsform
- Beinhaltet das aggregierte Angebot von mehreren Anbietern
- Bietet die Möglichkeit zur Suche nach Kategorien/ Produkten sowie zum Produktvergleich
- Preise werden im Regelfall vom Anbieter festgelegt
Auktion
Eine Form des Börsenbetriebs
Eine der ältesten Marktformen
Typische Auktionsgegenstände: Kunstwerke, Blumen, Immobilien
Koordinationsmechanismus mit
- einem expliziten System von Regeln
- zur Bestimmung von Menge und Preis
- basierend auf den Geboten von Marktteilnehmern
Offener Preismechanismus (Preisbestimmung durch „Kräfte des Marktes“)
Börse
Weiterentwicklung der schwarzen Bretter
= zweiseitige Auktion: es bieten sowohl Käufer als auch Verkäufer und passende Gebote werden zusammengeführt
Handelsprozess wird anonymisiert
Käufer und Verkäufer kennen sich nicht
Ermittlung eines Marktpreises
Auktionsformen
Die einzelnen Auktionsformen unterscheiden sich nach den Bietregeln/den zu versteigernden Gütern
Unterscheidung nach Bietregeln:
- Einseitige Auktionen
• Englische Auktion
• Holländische Auktion
• Höchstpreisauktion
• Vickrey Auktion
- Zweiseitige Auktionen
• Clearing House Auktion
• Kontinuierliche Doppelauktion
Unterscheidung nach zu versteigernden Gütern
- Private Werte
- Gemeinsamer Wert