Anatomie

Anatomie für Ernährungswissenschaftler

Anatomie für Ernährungswissenschaftler


F. A.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Anatomie und Physiologie der Nieren, mit Fokus auf ihre Funktionen, Hormone wie Adiuretin und Aldosteron, sowie die Regulation des Wasser- und Elektrolythaushalts. Sie eignen sich besonders für Studierende der Biologie, die sich auf universitärem Niveau mit der Niere und ihrem Einfluss auf den Organismus vertraut machen möchten.
Flashcards
115
Students
2
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
09.02.2016 / 11.06.2021

Flashcards

Welche Struktur ist „Sensor“ beim monosynaptischen Reflex im motorischen System?

sensibler Nerv (Muskelspindel)

In welche drei Bereiche lassen sich die Aufgaben des sensorischen Nervensystems grob gliedern?

-          Aufnahme,

-          Weiterleitung und

-          Verarbeitung von Informationen

Welche Aufgaben hat das supraspinale motorische System? Welches Gehirnareal hat für die Feinsteuerung von Bewegungsabläufen besondere Bedeutung?

- Kleinhirn (Steuert: Haltungs- und Stützmotorik, Automatisierte Bewegungsabläufe, Zielmotorik)

In welche drei Untersysteme wird das vegetative Nervensystem gegliedert?

-          Sympathikus

-          Parasymphatikus

-          Darm-Nerven-System

Die Muskulatur wird durch welchen Neurotransmitter angeregt?

Welchen Strukturen sind Neurotransmitter zuzuordnen? 

Nennen Sie die wichtigsten Bestandteile des Zentralnervensystems.

Gehirn und Rückenmark

Welche der folgenden Strukturen sind nicht Teil des ZNS?

Welche der folgenden Strukturen sind nicht Teil des ZNS?

Geben Sie eine Definition des Begriffes „Reflex“.

Reflex: ,,stets gleichbleibende (stereotype) Reaktion des Organismus auf einen bestimmten Reiz’’

Flüssige und zelluläre Bestandteile des Blutes

Fest: Erythrozyten, Granulozyten, Leukozyten

Flüssig(Plasma): Wasser, Proteine, Glukose, Hormone, Ionen

Funktion der Blutplasmaproteine

-Aufrechterhaltung des onkotischen Drucks. Membran undurchlässig für große Moleküle

-Pufferfunktion, Abwehrfunktion, Blutgerinnung

- Nährfunktion durch Aufnahme und Phagozytose von Proteinen zu Aminosäuren

Hämoglobin(Aufbau und Funktion)

4 Häm-Atome(Liganden), Globin als Proteinanteil ( 2α Ketten, 2β Ketten(beim Fetus γ), FeII als Zentralatom.

Schema der Blutgerinnung

-          Blutplättchen heften sich an Kollagenfasern

-          Plättchen entleeren Granula (u.a. ADP)

-          ADP bewirkt Fortsatzbildung (lockerer Pfropf)

-          „tissue factor“ aktiviert die inaktive Form Prothrombin zu Thrombin

-          Fribrinogen bildet Fibrinfäden aus (Pfropf verstärkt)

                                -         Gleichzeitig veranlasst Thrombin, dass Plättchen sich dicht zusammenlegen.

 an der Blutgerinnung beteiligte Zellen, Proteine und andere Faktoren

Zellen: Thrombozyten(Blutplättchen)

Proteine: Thrombin(Enzym), Fibrinogen, Kollagenfasern

Sonstige: „tissue factor“

Aufgaben und Ebenen des Immunsystems

- physikalische Abwehr

- spezifische abwehr

- unspezifische Abwehr

 unspez. Abwehr: Zellen und humorale Faktoren (Funktionen)

Zellen: Granulozyten – Neutrophile (Phagozytose von Viren und Bakterien, enthalten versch. Enzyme)

                                    - Eosinophile (Abwehr von Parasiten, Granula enthält Proteasen, Katalasen etc.)

                                       - Basophile (enthält Histamin und Heparin zur Verhinderung der Blutgerinnung)

     Makrophagen/Monozyten

Humorale Faktoren: Lysozym (Enzym, baut Bakterienwände ab), Akute-Phase-Protein (C-reaktives Protein, Proteaseninhibitor), Interferone(Glykoproteine, verhindern Virusausbreitung), Komplementsystem(wirken komplementär zu Antikörpern à Lyse von Fremdzellen, aktivieren Granulozyten und Makrophagen)

spez. Abwehr: Zellen und humorale Faktoren (Funktionen)

Lymphozyten (zu 98% in lymphatischen Organen, Produktion von Antikörpern)

Zellen: T-Lymphozyten (T-Helferzelle, T-Gedächtniszelle, Zytotoxische T-Zelle)

                                         -> Stammen aus Thymus

Humorale Faktoren: B-Lymphozyten (Gedächtniszelle, Plasmazelle)

                                                                  -> Stammen aus Peyer Plaques

Definition Antigen

Jede Substanz, die sich mit einem Antikörper spezifisch bindet.

-        Einteilung der Antikörper (IgG, IgM, IgE, IgA, IgD)

IgG: höchste konz. Im Blut, Aktivierung des Komplementsystems

IgM: Wichtigstes Ig bei erster Immunantwort, Aktivierung des Komplementsystems

IgA: Verhindert Anheftung von Antigenen auf Körperoberfläche

IgE: gebunen an Rezeptor basophiler Gr. Oder Mastzellen, wichtig bei Parasiten und      Allergien, auf Körperoberfläche

IgD: als Rezeptor auf B-Lymphozyt, nicht bei allen Säugetieren

Proteo- bzw. Peptidhormone 

Insulin, Oxytocin, Prolaktin, Wachstumshormone, Releasinghormone, Gonadotropine

Hormone, Aminosäurederivate

Melatonin, Schilddrüsenhormone(T4, T3), Adrenalin

Steroidhormone

Cortisol, Aldosteron, Östradiol, Testosteron, Progesteron

Hormone, Fettsäurederivate

Prostaglandine, Thromboxane, Prostacycline

-        Endokrine Drüsen und Einteilung der Hormone nach produzierender Drüse (Bildungsstätte)

Epiphyse (Melatonin)

Hypothalamus (TRH Thyreotropin-releasing-Hormon, Oxytocin, Vasopressin)

Hypophyse (TSH Tyroidea-stimmulierendes-Hormon)

Schilddrüse (Thyroxin)

Nebennieren (Rinde: Cortisol, Mark: Adrenalin)

Pankreas (Insulin, Glucagon)

Eierstöcke/Hoden

-        Hypothalamus und Hyphophyse  und deren Hormone

Hypothalamus: - Aufrechterhaltung der Homeostase

                            - Regulation Nahrungs- und Wasseraufnahme

                            - Steuerung des Sexual- und Fortpflanzungsverhaltens

                            - TRH – Thyreotropin-releasing-Hormon

Hypophyse: - Reguliert Wachstum, Fortpflanzung und Stoffwechsel

                      - TSH – Tyroidea-stimulierendes-Hormon

-        Regulation des Blutzuckerspiegels

1.       Pankreas/Langerhans’sche Inseln registrieren hohen Blutzuckerspiegel

2.       Synthese von Insulin in Pankreas

3.       Insulin bindet an Rezeptor von Leber- und Muskelzelle und aktiviert Glucoseaufnahme der Zelle

4.       Umwandlung von Glucose in Glycogen(Speicherform der Glucose)

 

1.       Pankreas/Langerhans’sche Inseln registrieren niedrigen Blutzuckerspiegel

2.       Synthese von Glucagon in Pankreas

3.       Umwandlung von Glycogen in Glycose (Glycogenlyse, Glyconeogeneseà Laktat)

-        Wirkung von Schilddrüsenhormonen

Bei Freisetzung: - Herzfrequenz und –schlagkraft steigen

                                - Aufbauende Wirkung auf Skelettmuskulatur

                              - Körpertemperatur und Grundumsatz steigen

                              - ZNS-Wachstum und –reifung werden gefördert

-        Wirkung der Nebennierenhormone ( Mark und Rinde)

Nebennierenrinde:

Glucocorticoide(Cortisol, Corticosteron): Blutkonz. Von Glucose, freien Fett- und Aminosäuren und Gluconeogenese steigen. Glucoseverwertung sinkt.

Entzündungshemmend, antiallergisch

Mineralcorticoide(Aldosteron): reguliert Wasser- und Elektrolythaushalt

Sexualsteroide(Androgene, Östrogene): Hauptsekretion in Keimdrüsen hier unbedeutend

 

Mark: Adrenalin und Noradrenalin (Adrenalin und Glucocorticoide sind Stresshormone)

Definiton Chonotrope, Ionentrope und Domotrope Wirkung.

Chonotrope Wirkung: Wirkung auf Grund von Änderung der Herzfrequenz

Ionentrope Wirkung: Veränderung der Ca- und K-Permeabilität à Kontraktionskraft steigt

Domotrope Wirkung: Wirkungen des vegetativen Nervensystems, die sich auf Änderungen der Erregungsleitung am AV-Knoten beziehen

Herzregulation (Intra- und Extracardial)

Sinusknoten: Erregung erreicht als erstes am Sinusknoten = prim. Schrittmacher

Intracardiale Regulation: Pumpleistung wird unter beibehaltung der Frequenz verändert

                                              (Frank-sterling-Mechanismus) = Aufstehen

Extracardiale Regulation: Pumpleistung wird an veränderte Frequenz angepasst. = Sport

Herzregulation durch (Para-) Sympathikus

Parasympathikus: Inhibitor der Herzaktivität. Vermittelt Effekte über Acetylcholin. Wirkt direkt auf Schrittmacherzellen

Sympathikus: Stimuliert die Herzaktivität über Noradrenalin und Adrenalin

Aufgaben des Kreislaufsystems

- schneller Transport von Atemgasen, Stoffwechselsubstraten und –produkten, Wärme, Immunoglobuline, Botenstoffe

- Aufrechterhaltung der Homöostase

Unterschiede von Arterien und Venen

Arterie/Arteriole   :        Gefäßweite steuerbar, dicke Gefäßwand, Elastizität der Aorta verhindert Druckschwankungen, O2-reiches Blut, ca 27% im Körper

 

Kapillaren:      ca. 20% im Körper, Stoffaustausch durch regulierbare Permeabilität

 

Venolen/Venen:         ca. 49% im Körper, O2-armes Blut, Venenklappen!, deutlich dehnbarer als Arterien(Blutreservoir), fluss gegen Erdanziehungskraft

Blutverteilung im Gefäßsystem und Organen

Darm: 25%         Skelettmuskel: 22%       Niere: 19%         Gehirn: 14%       Haut: 6%       Herz: 5%

Venen: 49%       Arterien: 27%    Kapillaren: 20% vor allem in kleinen Gefäßen!

Aufbau der Epithelien(Luftröhre bis Alveolen)

Luftröhre: Glattes Epithel, Knorpelspangen

Bronchus: Viele Flimmerhäärchen und Schleinschicht zur Reinigung, Knorpelspangen, Mukusdrüse zur Schleimsezernierung, glatte Muskelzellen

Bronchiolus: Zielien von Flimmerzellen, Clara Zellen(Sekretion von Enzymen), Blutgefäße, glatte Muskelzellen

Alveole: Endothel der Kapillare grenzt an Alveolarepithel -> (zwei) Basallamina, viele Blutgefäße, surfactantfilm reduziert Oberflächenspannung

Funktionelle Einheit - Luftwege und Lunge

1 Luftröhre

2 Herzeinschnitt

3 Lymphknoten

a Spitzenlappen

b Mittellappen

c Zwerchfelllappen

d Anhangslappen

-        Alveolo-kapilläre Barriere der Lunge

Kapillarendothel(0,2 µm) – interstitieller Raum(0,2µm) – Alveolarepithel(0,3µm) – Oberflächenbekleidung(0,01µm)  à (zwei) Basallamina

 

Bennen der verschiedenen Gasaustauschsysteme

a

Gasaustausch und Transport

- CO2 und O2 liegen chemisch gebunden vor

- mus Physikalisch gelöst sein um Zellmembran zu passieren

- CO2 20x besser lösslich, deshalb schnellerer Austausch

- Theoretisch 4 O2 pro Fe. 1. O2 erleichtert Anlagerung weiterer (Des-/Oxygenierung)

- Bohr-Effekt: Zunahme an H+-Konz im Gewebe à begünstigt O2 Abgabe

- Haldane-Effekt: Desoxygeniertes Blut bindet besser CO2, deshalb CO2-Aufnahme in Geweben und CO2-Abgabe in Lunge begünstigt.

- CO: ca. 5% durch CO besetzt, bindet 300x stärker, verschiebt O2-Bndg-Kurve nach links

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