Anatomie
Anatomie für Ernährungswissenschaftler
Anatomie für Ernährungswissenschaftler
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Lernkarten
Welche Struktur ist „Sensor“ beim monosynaptischen Reflex im motorischen System?
sensibler Nerv (Muskelspindel)
In welche drei Bereiche lassen sich die Aufgaben des sensorischen Nervensystems grob gliedern?
- Aufnahme,
- Weiterleitung und
- Verarbeitung von Informationen
Welche Aufgaben hat das supraspinale motorische System? Welches Gehirnareal hat für die Feinsteuerung von Bewegungsabläufen besondere Bedeutung?
- Kleinhirn (Steuert: Haltungs- und Stützmotorik, Automatisierte Bewegungsabläufe, Zielmotorik)
In welche drei Untersysteme wird das vegetative Nervensystem gegliedert?
- Sympathikus
- Parasymphatikus
- Darm-Nerven-System
Die Muskulatur wird durch welchen Neurotransmitter angeregt?
Welchen Strukturen sind Neurotransmitter zuzuordnen?
Nennen Sie die wichtigsten Bestandteile des Zentralnervensystems.
Gehirn und Rückenmark
Welche der folgenden Strukturen sind nicht Teil des ZNS?
Welche der folgenden Strukturen sind nicht Teil des ZNS?
Geben Sie eine Definition des Begriffes „Reflex“.
Reflex: ,,stets gleichbleibende (stereotype) Reaktion des Organismus auf einen bestimmten Reiz’’
Flüssige und zelluläre Bestandteile des Blutes
Fest: Erythrozyten, Granulozyten, Leukozyten
Flüssig(Plasma): Wasser, Proteine, Glukose, Hormone, Ionen
Funktion der Blutplasmaproteine
-Aufrechterhaltung des onkotischen Drucks. Membran undurchlässig für große Moleküle
-Pufferfunktion, Abwehrfunktion, Blutgerinnung
- Nährfunktion durch Aufnahme und Phagozytose von Proteinen zu Aminosäuren
Hämoglobin(Aufbau und Funktion)
4 Häm-Atome(Liganden), Globin als Proteinanteil ( 2α Ketten, 2β Ketten(beim Fetus γ), FeII als Zentralatom.
Schema der Blutgerinnung
- Blutplättchen heften sich an Kollagenfasern
- Plättchen entleeren Granula (u.a. ADP)
- ADP bewirkt Fortsatzbildung (lockerer Pfropf)
- „tissue factor“ aktiviert die inaktive Form Prothrombin zu Thrombin
- Fribrinogen bildet Fibrinfäden aus (Pfropf verstärkt)
- Gleichzeitig veranlasst Thrombin, dass Plättchen sich dicht zusammenlegen.
an der Blutgerinnung beteiligte Zellen, Proteine und andere Faktoren
Zellen: Thrombozyten(Blutplättchen)
Proteine: Thrombin(Enzym), Fibrinogen, Kollagenfasern
Sonstige: „tissue factor“
Aufgaben und Ebenen des Immunsystems
- physikalische Abwehr
- spezifische abwehr
- unspezifische Abwehr
unspez. Abwehr: Zellen und humorale Faktoren (Funktionen)
Zellen: Granulozyten – Neutrophile (Phagozytose von Viren und Bakterien, enthalten versch. Enzyme)
- Eosinophile (Abwehr von Parasiten, Granula enthält Proteasen, Katalasen etc.)
- Basophile (enthält Histamin und Heparin zur Verhinderung der Blutgerinnung)
Makrophagen/Monozyten
Humorale Faktoren: Lysozym (Enzym, baut Bakterienwände ab), Akute-Phase-Protein (C-reaktives Protein, Proteaseninhibitor), Interferone(Glykoproteine, verhindern Virusausbreitung), Komplementsystem(wirken komplementär zu Antikörpern à Lyse von Fremdzellen, aktivieren Granulozyten und Makrophagen)
spez. Abwehr: Zellen und humorale Faktoren (Funktionen)
Lymphozyten (zu 98% in lymphatischen Organen, Produktion von Antikörpern)
Zellen: T-Lymphozyten (T-Helferzelle, T-Gedächtniszelle, Zytotoxische T-Zelle)
-> Stammen aus Thymus
Humorale Faktoren: B-Lymphozyten (Gedächtniszelle, Plasmazelle)
-> Stammen aus Peyer Plaques
Definition Antigen
Jede Substanz, die sich mit einem Antikörper spezifisch bindet.
- Einteilung der Antikörper (IgG, IgM, IgE, IgA, IgD)
IgG: höchste konz. Im Blut, Aktivierung des Komplementsystems
IgM: Wichtigstes Ig bei erster Immunantwort, Aktivierung des Komplementsystems
IgA: Verhindert Anheftung von Antigenen auf Körperoberfläche
IgE: gebunen an Rezeptor basophiler Gr. Oder Mastzellen, wichtig bei Parasiten und Allergien, auf Körperoberfläche
IgD: als Rezeptor auf B-Lymphozyt, nicht bei allen Säugetieren
Proteo- bzw. Peptidhormone
Insulin, Oxytocin, Prolaktin, Wachstumshormone, Releasinghormone, Gonadotropine
Hormone, Aminosäurederivate
Melatonin, Schilddrüsenhormone(T4, T3), Adrenalin
Steroidhormone
Cortisol, Aldosteron, Östradiol, Testosteron, Progesteron
Hormone, Fettsäurederivate
Prostaglandine, Thromboxane, Prostacycline
- Endokrine Drüsen und Einteilung der Hormone nach produzierender Drüse (Bildungsstätte)
Epiphyse (Melatonin)
Hypothalamus (TRH Thyreotropin-releasing-Hormon, Oxytocin, Vasopressin)
Hypophyse (TSH Tyroidea-stimmulierendes-Hormon)
Schilddrüse (Thyroxin)
Nebennieren (Rinde: Cortisol, Mark: Adrenalin)
Pankreas (Insulin, Glucagon)
Eierstöcke/Hoden
- Hypothalamus und Hyphophyse und deren Hormone
Hypothalamus: - Aufrechterhaltung der Homeostase
- Regulation Nahrungs- und Wasseraufnahme
- Steuerung des Sexual- und Fortpflanzungsverhaltens
- TRH – Thyreotropin-releasing-Hormon
Hypophyse: - Reguliert Wachstum, Fortpflanzung und Stoffwechsel
- TSH – Tyroidea-stimulierendes-Hormon
- Regulation des Blutzuckerspiegels
1. Pankreas/Langerhans’sche Inseln registrieren hohen Blutzuckerspiegel
2. Synthese von Insulin in Pankreas
3. Insulin bindet an Rezeptor von Leber- und Muskelzelle und aktiviert Glucoseaufnahme der Zelle
4. Umwandlung von Glucose in Glycogen(Speicherform der Glucose)
1. Pankreas/Langerhans’sche Inseln registrieren niedrigen Blutzuckerspiegel
2. Synthese von Glucagon in Pankreas
3. Umwandlung von Glycogen in Glycose (Glycogenlyse, Glyconeogeneseà Laktat)
- Wirkung von Schilddrüsenhormonen
Bei Freisetzung: - Herzfrequenz und –schlagkraft steigen
- Aufbauende Wirkung auf Skelettmuskulatur
- Körpertemperatur und Grundumsatz steigen
- ZNS-Wachstum und –reifung werden gefördert
- Wirkung der Nebennierenhormone ( Mark und Rinde)
Nebennierenrinde:
Glucocorticoide(Cortisol, Corticosteron): Blutkonz. Von Glucose, freien Fett- und Aminosäuren und Gluconeogenese steigen. Glucoseverwertung sinkt.
Entzündungshemmend, antiallergisch
Mineralcorticoide(Aldosteron): reguliert Wasser- und Elektrolythaushalt
Sexualsteroide(Androgene, Östrogene): Hauptsekretion in Keimdrüsen hier unbedeutend
Mark: Adrenalin und Noradrenalin (Adrenalin und Glucocorticoide sind Stresshormone)
Definiton Chonotrope, Ionentrope und Domotrope Wirkung.
Chonotrope Wirkung: Wirkung auf Grund von Änderung der Herzfrequenz
Ionentrope Wirkung: Veränderung der Ca- und K-Permeabilität à Kontraktionskraft steigt
Domotrope Wirkung: Wirkungen des vegetativen Nervensystems, die sich auf Änderungen der Erregungsleitung am AV-Knoten beziehen
Herzregulation (Intra- und Extracardial)
Sinusknoten: Erregung erreicht als erstes am Sinusknoten = prim. Schrittmacher
Intracardiale Regulation: Pumpleistung wird unter beibehaltung der Frequenz verändert
(Frank-sterling-Mechanismus) = Aufstehen
Extracardiale Regulation: Pumpleistung wird an veränderte Frequenz angepasst. = Sport
Herzregulation durch (Para-) Sympathikus
Parasympathikus: Inhibitor der Herzaktivität. Vermittelt Effekte über Acetylcholin. Wirkt direkt auf Schrittmacherzellen
Sympathikus: Stimuliert die Herzaktivität über Noradrenalin und Adrenalin
Aufgaben des Kreislaufsystems
- schneller Transport von Atemgasen, Stoffwechselsubstraten und –produkten, Wärme, Immunoglobuline, Botenstoffe
- Aufrechterhaltung der Homöostase
Unterschiede von Arterien und Venen
Arterie/Arteriole : Gefäßweite steuerbar, dicke Gefäßwand, Elastizität der Aorta verhindert Druckschwankungen, O2-reiches Blut, ca 27% im Körper
Kapillaren: ca. 20% im Körper, Stoffaustausch durch regulierbare Permeabilität
Venolen/Venen: ca. 49% im Körper, O2-armes Blut, Venenklappen!, deutlich dehnbarer als Arterien(Blutreservoir), fluss gegen Erdanziehungskraft
Blutverteilung im Gefäßsystem und Organen
Darm: 25% Skelettmuskel: 22% Niere: 19% Gehirn: 14% Haut: 6% Herz: 5%
Venen: 49% Arterien: 27% Kapillaren: 20% vor allem in kleinen Gefäßen!
Aufbau der Epithelien(Luftröhre bis Alveolen)
Luftröhre: Glattes Epithel, Knorpelspangen
Bronchus: Viele Flimmerhäärchen und Schleinschicht zur Reinigung, Knorpelspangen, Mukusdrüse zur Schleimsezernierung, glatte Muskelzellen
Bronchiolus: Zielien von Flimmerzellen, Clara Zellen(Sekretion von Enzymen), Blutgefäße, glatte Muskelzellen
Alveole: Endothel der Kapillare grenzt an Alveolarepithel -> (zwei) Basallamina, viele Blutgefäße, surfactantfilm reduziert Oberflächenspannung
- Alveolo-kapilläre Barriere der Lunge
Kapillarendothel(0,2 µm) – interstitieller Raum(0,2µm) – Alveolarepithel(0,3µm) – Oberflächenbekleidung(0,01µm) à (zwei) Basallamina
Gasaustausch und Transport
- CO2 und O2 liegen chemisch gebunden vor
- mus Physikalisch gelöst sein um Zellmembran zu passieren
- CO2 20x besser lösslich, deshalb schnellerer Austausch
- Theoretisch 4 O2 pro Fe. 1. O2 erleichtert Anlagerung weiterer (Des-/Oxygenierung)
- Bohr-Effekt: Zunahme an H+-Konz im Gewebe à begünstigt O2 Abgabe
- Haldane-Effekt: Desoxygeniertes Blut bindet besser CO2, deshalb CO2-Aufnahme in Geweben und CO2-Abgabe in Lunge begünstigt.
- CO: ca. 5% durch CO besetzt, bindet 300x stärker, verschiebt O2-Bndg-Kurve nach links