Nervensystem

Prüfungsvorbereitung NDS Anästhesiepflege

Prüfungsvorbereitung NDS Anästhesiepflege


M. H.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über das Nervensystem und seine Funktionsweisen, einschließlich der Auswirkungen von Hypothermie und verschiedenen Medikamenten. Sie behandeln Themen wie die Glasgow Coma Scale (GCS), Pupillenreflexe, Hirndruckregulation und die Folgen von Lagerungsschäden. Ideal für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen über neurologische Prozesse und klinische Anwendungen vertiefen möchten.
Flashcards
110
Students
14
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
23.04.2013 / 20.01.2026

Flashcards

Diclofenac, Dosierung und Maximaldosis

Ibuprofen, Dosierung und Maximaldosis

Dicolfenac, 3-4x25-75mg (1-2x100-150mg falls retard), Maximaldosis 200mg/d

Ibuprofen, 3-4x200-600mg (2-3x 800mg falls retard), Maximaldosis 2400mg/d

Welche Medikamentengruppe gehört in das WHO-Stufenschema I? Welche in Stufe II? Welche in Stufe III? Beispiele?

I: Nicht-Opioidanalgetika: Paracetamol, Metamizol, NSAID

II: Schwache Opioide: Tramadol, Tilidin

III: Fenta, Mo, Exycodon, Targin, Transtec, Durogesic

Welche 7 Gruppen von Co-Analgetika gibt es und wann benützt man sie?

Antikonvulsiva -> bei neuropathischen Schmerzen

Kortikostereoide -> antiödematös, antiphlogistisch

Antidepressiva -> neuropathische Schmerzen

Benzodiazepine -> anxiolyse

Spasmolytika -> bei krampf- und kolikartigen Schmerzen

Calcitonin -> bei Knochenmetastasen

Biphosphonate -> Hyperkalzämie

Warum wirken Muskelrelaxantien nur an der Quergestreiften Muskulatur (Muskeln)?

Sie wirken nur an der motorischen Endplatte, Herzmuskel und Glatte Muskulatur (Gi-Trakt, Bronchien) haben keine Endplatte.

Indikationen für den Einsatz von Muskelrelaxationen (3)

Chirurgische Eingriffe (Laparotomie, Kraniotomie, Reposition)

Therapeutisch (Tetanus)

Intubation

Kontraindikationen für Muskelrelaxantien

Depolarisierende (6)

Nicht depolarisierende (3) (nur relative Kontraindikationen)

Depolarisierende:

Hyperkaliämie

Verbrennung 

Maligne Hyperthermie

Lange Bettlägrigkeit

Atypische Cholinesterase

Neuromuskuläre Erkrankungen

 

Nicht depolarisierende

Lange Bettlägrikgeit

Atypische Cholinesterase

Neuromuskuläre Erkrankungen

Welche Depolarisierenden und welche Nicht Depolarisierenden Muskelrelaxantien gibt es? (1/6)

Depolarisierend: Succinylcholin

Nicht Depolarisierend:

Rocuronium / Vecuronium / Pancuronium

Cis-Atracurium / Atracurium / Mivacurium

Welches Relaxans bei/für:

Aspirationsrisiko

Kurze Wirkdauer gewünscht

RSI

Beste Steuerbarkeit

Niereninsuffizienz

Lange Wirkdauer gewünscht

 

Aspirationsrisiko: Succi

Kurze Wirkdauer gewünscht: Succi

RSI: Rocuronium

Beste Steuerbarkeit: Mivacurium

Niereninsuffizienz: Atracurium

Lange Wirkdauer gewünscht: Pancuronium

Succinylcholin:

Indikationen (3)

Kontraindikationen (7)

Elimination

Nebenwirkungen (3)

Dosierung

Wirkungseintritt

Wirkungsdauer

I: RSI / Notfalleinleitung / Kurze Wirkdauer gewünscht

KI: Hyperkaliämie / Myopathie / Atyp. Cholinesterase / Mal. Hyperthermie / Verbrennungen / Immobile Pat. / Offene Augenverletzung

E: Abbau durch Pseudocholinesterase

NW: Faszikulationen / Sinusbradykardie / Hyperkaliämie

D: 1mg/kg

E: 30-60 sek

D: 9-13 Min.

Was ist die Pseudochlinesterase? Wo gebildet?

Enzym aus der Leber. Spaltet die Esterverbindungen (Succi und Mivacurium) in ihre Abbauprodukte

Was ist die atypische Pseudochlinesterase?

Ein genetischer Defekt, die Pseudochlinesterase ist nicht in der Lage, die Esterverbindungen in normaler Zeit zu spalten. Es resultiert eine deutliche Verlängerung der Wirkung der betroffenen Muskelrelaxantien.

Was ist bei Succi für den Einsatz bei Kindern zu beachten? (5)

Bei Kindern Ersatzmedikament

Faszikulationen erst ab 6 Jahren

Bei kleinen Kindern ausgeprägtere parasympathische Reaktioen -> Sinusstillstand

Hyperkaliämie -> Herzrhythmusstörungen

Triggersubstanz für maligne Hyperthermie

Mivacurium:

Metabolismus

NW

Wirkdauer

Pro/Kontra:

Metabolismus: Pseudocholinesterase

NW: Histaminliberation

Wirkdauer: Kurz wirksam, 10-20 Min.

Pro/Kontra: +/- Kurz wirksam,

Atracurium und Cis-Atracurium:

Metabolismus

Nebenwirkungen

Pro/Kontra

Met: Hoffmannsche Elimination (organunabhängig)

NW: Histaminliberation

Pro/Kontra: + organunabhängig, - lange Anschlagzeit (4 Min)

Vecuronium:

Elimination

NW

Pro/Kontra

Eli: Leber

NW: praktisch keine

P/K: - schwere Leberinsuffizienz 

Rocuronium

Metabolismus

NW

Pro/Kontra

Met: Leber

NW: Inkompatibilität mit Propofol (falls gemischt)

Pro/Kontra: -Leberinsuffizienz, Inkompatibilität

+ gut steuerbar, rasche Anschlagzeit

Pancuronium

Metabolismus

NW

Pro/Kontra

Met: Niere

NW: Tachykardie

Pro/ Kontra: - sehr lange wirksam, Niereninsuffizienz, Tachykardie

Wie funktioniert das Prinzip der antagonisierung der nicht depolarisierenden Muskelrelaxantien?

Die Acetylcholinesterase baut das Acetylcholin im synaptischen Spalt ab. Bei der Antagonisierung werden Acetylcholinesterasehemmer verabreicht -> ACh-Konzentration nimmt zu -> Verdrängt Muskelrelaxans vom Rezeptor.

Welches sin die NW von Acetylchlinesterasehemmer? (2)

Wie wird dagegen interveniert?

ACh wird im gesamten Organismus erhöht -> Bradykardie, Speichelbildung.

Verabreichung eines parasympatholytikums (Robinul, alternativ Atropin)

Welches Kontrollzentrum beeinflusst die Körpertemperatur?

Hypothalamus

Ursachen der intraoperativen Hypothermie:

Womit beeinflussen Anästhetika die Hypothermie? (3)

Vasodilatation

Verminderte zerebrale Thermoregulation

Unterdrücktes Shivering

 

 

Ursachen der intraoperativen Hypothermie:

Womit beeinflusst die Regionalanästhesie die Hypothermie? (3)

Vasodilatation

Kein Muskelzittern

Beeinträchtigte zentrale Kontrolle

 

Ursachen der intraoperativen Hypothermie:

Womit beeinflussen weitere Faktoren die Hypothermie? (4)

Temperatur im OP

Operationsgebiet (Grösse)

Operationsdauer

Spüllösungen

Infusionen (menge und temperatur)

Auf welche Organsysteme / Körperfunktionen hat eine Hypertonie Einfluss? (7)

Vaskuläres System

Kardiales System

Pulmonales System

Renales System

ZNS

Hämatologisches System

Metabolisches System

Welche Folgen hat eine Hyperthermie auf das vaskuläre System? (3)

Vasokonstriktion mit Hypoperfusion bis Gewebshypoxie

Anstieg des SVR

Erschwertes SpO2-Monitoring

Welche Folgen hat eine Hyperthermie auf das kardiale System? (2)

Durch erhöhte SVR erhöhte kardiale Morbidität (o2-bedarf und afterload erhöht)

bei schwerer hypothermie abfall von HF und SF -> Arrhythmien bis Kammerflimmern.

Welche Folgen hat eine Hypothermie auf das pulmonale System? (5)

Erhöhter PVR (aufgrund Vasokonstriktion)

Verminderte hypoxische Vasokonstiktion möglich

V/Q Missmatch vergrössert

Verminderte CO2 Porduktion

Verminderter Atemstimulus

Welche Folgen hat eine Hypothermie auf das renale System? (5)

Verminderte Durchblutung der Niere

Reduzierte glomeruläre filtration

Verstärkte Diurese

Natriumverlust

Hypovolämie

Welche Folgen hat eine Hypothermie auf das ZNS? (2)

Verminderter zerebraler Blutfluss

Verminderter O2-Verbrauch (positiver Effekt)

Welche Folgen hat eine Hypothermie auf das Hämatologische System? (4)

Erhöhte Blutviskosität (zähflüssigeres Blut)

Verminderte Thrombozytenaggregation

Verminderte Aktivität der Gerinnungsfaktoren

Linkverschiebung auf der Dissoziationskurve (Weniger Abgabe ans Gewebe)

Welche Folgen hat eine Hypothermie auf den Metabolismus? (4)

Metabolische Azidose

Hyperglykämie

Verminderter Metabolismus

Verminderte Durchblutung der Leber

Welche weiteren Folgen hat eine Hypothermie (5)?

Verlängerte Medikamentenwirkung

Reduktion des MAC

Schlechte Wundheilung

Infektgefahr nimmt zu

Verlängerte Hospitalisation

Was ist bei Kindern in Bezug auf die Hypothermie zu beachten? (4)

Grössere Körperoberfläche -> grösserer Wärmeverlust möglich

Geringe Hautdicke, weniger subkutanes Fettgewebe

Effektives Muskelzittern erst ab 6 Jahren möglich

v.a. Frühgeborene haben eine erhöhte Normaltemperatur.

Welche beiden Medikamente werden bei Shivering verabreicht und in welcher Dosierung?

Pethidin 10-25mg bolusweise

Clonidin 75-150mcg langsam iv

Welche 3 Indikationen gibt es für eine protektive Hypothermie?

Neurochirurgie (Hirn)

SH-Trauma

Herzchirurgie und eingriffe an den grossen Gefässen

Welche 4 Patientengruppen können von einer akzidentiellen Hypothermie betroffen sein?

Trauma-patienten (lawine, etc)

Intoxikationen

Ältere Menschen (Kälteempfinden eingeschränkt, Demenz)

Kinder (kühlen rascher aus)

Beschreibe die Pathophysiologie eines Hitzeschlags

Flüssigkeitsverlust, Vasodilatation und Hypovolämie -> Zellschädigung. Bei Fortschreiten ZNS-Beteiligung bis zu Koma und Schock.

Welche klassischen Triggersubstanzen für maligne Hyperthermien gibt es? (2)

Depolarisierende Muskelrelaxantien

Volatile Anästhetika

Welches sind die Frühsymptome der malignen Hyperthermie' (7)

Herzrhythmusstörungen (tachykarde, bis asystolie)

Kreislaufinstabilitäten

Exzessiver CO2-Anstieg

Tachypnoe

Massenspasmus nach Succi

Generalisierter Rigor (Starre)

Zyanose

Welches sind die Spätsymptome der malignen Hyperthermie? (7)

Hyperthermie

Hypoxämie

Disseminierte intravasale Gerinnung

Krampfanfälle

Dilatierte Pupillen

Oligurie und anurie

Herzkreislaufversagen

Study