Naturgeografische Bausteine B / Glossar

Klima / Wetter Klimaelemente, Luftdruck, Klimafaktoren, Wetterinformation, Wind, Klimaveränderungen, Wetterbericht, Ozonloch, Treibhauseffekt 3., überarbeitet Auflage 2014

Klima / Wetter Klimaelemente, Luftdruck, Klimafaktoren, Wetterinformation, Wind, Klimaveränderungen, Wetterbericht, Ozonloch, Treibhauseffekt 3., überarbeitet Auflage 2014


V. S.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte der Naturgeografie, insbesondere Wetter- und Klimaphänomene, und richten sich an fortgeschrittene Lerner. Sie decken Themen wie Luftdruck, Wolkenbildung, Niederschlag und atmosphärische Prozesse ab, wobei spezifische Phänomene wie Zyklonen, Fronten und Wetterlagen in Mitteleuropa erklärt werden. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Geografie oder Meteorologie, die ihr Verständnis der komplexen Wechselwirkungen in der Atmosphäre vertiefen möchten.
Cartes-fiches
124
Utilisateurs
12
Langue
Allemand
Catégorie
Géographie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
26.12.2014 / 11.08.2022

Cartes-fiches

Reflexion

Klimafaktor. Eigenschaft von hellen, glänzenden Körpern, einfallendes Licht zu reflektieren, zu spiegeln

Radiosonde

Messgerät der Meteorologie, das an einen Ballon befestigt, beim Aufstieg fortlaufend Luftdruck, Temperatur und Feuchtigkeit über einen eingebauten Kurzwellensender zur Bodenstation übermittelt.

Polarfront

Grenzfläche zwischen polarer Kaltluft und subtropischer Warmluft.

Planetarisches Druck- und Windsystem

Allgemeines Zirkulationssystem der Atmosphäre. Wird vom Äquator bis zu den Polen hin unterteilt in: 1. äquatoriale Tiefdruckrinne mit allgemein aufsteigender Luftbeweggung (inntertropische Konvergenzzone); 2. Passatzone (Nordostpassat auf der Nordhalbkugel, Südostpassat auf der Südhalbkugel); 3. subtropischer Hochdruckgürtel (Rossbreiten), Ursprung der Passate; 4. Westwindzone der mittleren Breiten; 5. subpolare Tiefdruckrinne mit wandernden Tiefdruckgebieten; 6.polare Ostwinde (Nordostwind auf der Nordhalbkugel, Südostwind auf der Südhalbkugel); 7.Hochdruckgebiete über den Polen.

Passat

Beständiger, auf beiden Erdhalbkugeln das ganze Jahr hindurch auftretender Wind, der vom subtropischen Hochdruckgürtel zum Äquator weht. Durch die Corioliskraft wird der Wind jedoch abgelenkt, sodass er auf der Nordhalbkugel als Nordostpassat, auf der Südhalbkugel als Südostpassat auftritt.

Ozonschicht

Teil der Stratosphäre in 20-30km Höhe mit hohem Ozonanteil; Ozon wird gebildet aus Sauerstoff unter Einwirkung ultravioletter Strahlung, aber zerstört durch Treibgase.

Ozonloch

Während das bodennahe Ozon (Sommersmog) durch menschliche Aktivitäten zunimmt, nimmt das stratosphärische Ozon ab. Diese Abnahme wird insbesondere durch den Ozonkiller FCKW hervorgerufen.

Ozeanografie

Die Ozeanografie hat die Aufgabe, die in den Ozeanen ablaufenden Vorgänge zu untersuchen, deren Ursachen zu finden und die grundlegenden Gesetzmässigkeiten aufzudecken.

Okklusion

Vereinigung einer Kaltfront mit einer Warmfront, wobei die schneller ziehende Kaltfront die vorangehende Warmfront einholt. Der zwischen den Fronten liegende Warmsektor wird dabei immer mehr eingeschnürt und die Warmluft schliesslich vom Boden abgehoben.

Niederschlag

Klimaelement. Entsteht durch verschiedene Prozesse, bei denen kleine schwebende Wolkentröpfchen zu grossen Tropfen anwachsen, aus der Wolke ausfallen und den Erdboden erreichen. Der Niederschlag kann in versch. Form aus der Wolke fallen: Regen, Nieselregen, Schnee, Graupel oder Hagel.

Nebel

Eine am Boden aufliegende Wolke aus kleinen Wassertröpfchen mit Sichtweite unter 1km. Nebel entsteht, wenn sich feuchte Luft, die auch ausreichend Kondensationskerne enthält, unter den Taupunkt abkühlt, also mit Wasserdampf gesättigt ist.

Monsun

Grossräumige Luftströmung, die jahreszeitlich in ihre Richutung wechselt. Auf der Nordhalbkugel strömt der Sommermonsun als ursprünglicher SE-Passat lange Strecken über offene Meeresflächen, nimmt Feuchtigkeit auf und fliesst nach der Äquatorüberquerung als SW-Monsun in die weit nördlich, meist landeinwärts liegende ITC. Der Sommermonsun bringt oft starke Niederschläge bis weit ins Landesinnere. Der Wintermonsun, ein NE-Passat aus dem Landesinnern, strömt als trockener, oft kalter Wind aufs Meer hinaus Richtung der jetzt auf der Südhalbkugel liegenden ITC.

Meteorologie

Meteorologie ist die Lehre von den physikalischen Erscheinungen und Vorgängen in der Lufthülle der Erde.

Meeresströmungen

Klimafaktor. Horizontale Verfrachtung von Wassermassen, in den oberen Lagen v.a. durch die Winde hervorgerufen. Warme Meereströmungen fliessen vom Äquator polwärts und wirken sich in höheren Breiten erwärmend auf das Klima aus. Umgekehrt kühlen die von den Polen kommenden kalten Meereströmungen die Küstengebiete ab.

Luv

Bezeichnung für die dem Wind zugewandte Seite eines Geibrges, die allgemein reichliche Wolkenbildung und Niederschläge aufweist. Gegensatz: Wolkenarmut auf der im Lee liegenden Gebirgsseite.

Luftverschmutzung

Gesamtbegriff für die Verunreinigung der Atmosphäre mit einer Vielzahl verschciedener chemischer Substanzen, die umwelt- und gesundheitsgefährdend sein können.

Lufttemperatur

Klimaelement. Wärmezustand der Luft, abhängig von Sonnenstand, Höhe über Meer, Wind und Luftfeuchtigkeit sowie der Beschaffenheit der Erdoberfläche. Die mittlere Lufttemperatur über die gesamte Erdoberfläche beträgt etwa 15°C.

Luftfeuchtigkeit

Klimaelement. Wasserdampfgehalt der Luft. Angegeben als relative Feuchtigkeit (in Prozent) und absolute Feuchtigkeit (in Gramm Wasserdampf pro Kubikmeter Luft)

 

Luftdruck

Klimaelement. Der Druck, den die Luft infolge der Schwerkraft auf eine Fläche ausübt. Der Druck ist in der Physik als Kraft pro Fläche definiert. Eine gedachte vertikale Luftsäule also, die vom Erdboden bis an den Rand der Atmosphäre reicht, übt auf eine Einheitsfläch eim Durchschnitt das Gewicht von 1013.2 hPa aus. 1hPa = 100Pa, 1Pa = 1 Newton/Quadratmeter. 1 Newton ist die Kraft, die der Masse von 1kg die Beschleunigung von 1 Meter pro Sekundenquadrat erteilt.

Lee

Ein der Seemanssprach entnommener Begriff für die dem Wind abgewandte (windgeschützte) Seite eines Gebirges oder Hindernisses, im Gegensatz zum Luv, der dem Wind zugewandten (windoffenen) Seite.

Landwind

Nachts bei Schönwetter auftretender Wind, der vom sich abkühlenden Land nach der relativ warmen Wassermasse (See, Meer) weht.

Landregen

Lang anhaltender Regen, durch Aufgleiten von warmer auf kühler Luft verursacht, i.d.R. an der Warmfront auftretend. Gegensatz: kurzzeitige Regenschauer (in oder nach einer Kaltfront)

Köppens Klimatypen

Es werden die folgenden 12 Typen unterschieden: Tropisches Regenwaldklima (Af), Tropisches Monsunklima mit Regenwald (Am), Savannenklima (Aw), Steppenklima (BS), Wüstenklima (BW), warmes wintertrockenes Klima (Cw), warmes sommertrockenes Klima (Cs), feuchtgemässigtes Klima (Cf), wintertrockenkaltes Klima (Dw), winterfeuchtkaltes Klima (Df), Tundrenklima (ET), Klima ewigen Frosts (EF).

Köppens Klimaklassifikation

Beruht auf der Systematisierung klimatologischer Beobachtungsergebnisse. Die Grundlage bildet der mittlere zustand der bodennahen Troposphäre, hauptsächlich geprägt von Temp. und Niederschlag, denn diese wirken sich direkt auf die  Vegetation aus.

Kontinentalität

Klimafaktor. Klimatischer Gegensatz zwischen Meer und Festland. Wirkt sich auf die Durchschnittstemp. und die Niederschlagsmengen aus

Kondensation

Umwandlung des (unsichtbaren) Wasserdampfs zu Wassertröpfchen, die bei Vorhandensein von Kondesnationskernen eine Wolke oder Nebel bilden. Ursache: Abkühlung der Luft bis zum Taupunkt, d.h. bis zur vollständigen Sättigung der Luft mit Wasserdampf (100% Luftfeuchtigkeit)

Kohlenstoff-Kreislauf

Durch die Fotosynthese binden die Pflanzen Kohlenstoff und setzen Sauerstoff frei. Auch wird durch Sedimentation und die Bildung fossiler Brennstoffe Kohlenstoff gebunden. Dagegen binden Verbrennungsprozesse, Atmung und Verwesung Sauerstoff und setzen Kohlenstoff frei. Die beiden Stoffe befinen sich also in einem Kreislauf. 

Klimazone

Geografischer Grossraum, in dem möglichst viele Klimaelemente über Jahre hinweg weitgehend ähnlichen Verlauf aufweisen.

Klimavorhersage

Versuch, das Klima der Zukunft aufgrund der Klimaentwicklung der Vergangenheit vorherzusagen

Klimatypisierung

Zusammenfassung, Systematisierung und übersichtliche Darstellung der sich während der Jahreszeiten in einem geografischen Raum ähnelnden Wetterabläufe. Siehe auch Witterung.

Klimatologie

Lehre vom Klima der Erde. Beschäftigt sich mit der Witterung im Jahrsverlauf, um daraus eine Aussage über den mittleren Zustand der Atmosphäre abzuleiten.

Klimafaktoren

Naturräumliche Gegebenheiten, von denen die Klimaelemente beeinflusst werden. Es sind dies: Breitenlage, Exposition, Bodenbeschaffenheit, Höhenlage, Kontinentalität, Meereströmungen

Klimaelemente

Sechs grundlegende, durch meteorologische Messinstrumente erfassbare Grössen: Sonnenstrahlung, Lufttemp., Luftdruck, Wind, Luftfeuchtigkeit und Niederschlag.

Klimadiagramm

Grafische Darstellung der durchschnittlichen Monatswerte von Temp. und Niederschlag eines Orts.

Klima

Mittlerer Zustand der Atmosphäre über einem grösseren Gebiet mit ähnlichen Wetterabläufen während eienr längeren Zeitepoche (30Jahre)

Kaltfront

Grenzfläche zwischen warmen und kalten Luftmassen, wenn kälterre Luft die wärmere Luft am Boden verdrängt und zum Aufsteigen bringt. Beim Durchzug einer Kaltfront dreht der Wind unter Auffrischen meist von SW auf NW, die Lufttemperatur sinkt plötzlich (Temperatursturz) und der Luftdruck beginnt zu steigen.

Kalmen

Die Kalmengürtel sind Schwachwindzonen auf den Weltmeeren im Bereich der subtropischen Hochdruckzellen. siehe auch Rossbreiten.

Jetstream

In der oberen Troposphäre der Suptroen und der gemässigten Breiten auftretendes Band sehr hoher Windgeschwindigkeiten aus westlicher Richtung (Wird auch als Strahlstrom bezeichnet)

Isothermen

Linien gleicher Lufttemperatur

Isohyeten

Linien gleicher Niederschlagshöhe

Étudier