Naturgeografische Bausteine A / Glossar
Geologie / Geomorphologie Erdkörper, Gesteine, Geologie der Schweiz, Denudation, Wasser, Glaziale Erosion, Erdbeben, Vulkanismus, Naturgefahren 3., überarbeitete Auflage 2014
Geologie / Geomorphologie Erdkörper, Gesteine, Geologie der Schweiz, Denudation, Wasser, Glaziale Erosion, Erdbeben, Vulkanismus, Naturgefahren 3., überarbeitete Auflage 2014
-
- 1 / 130
-
Lernkarten
Zehrgebiet
Gebiet des Gletschers, in dem Gletschereis abschmilzt.
Wüstentypen
Einteilung der Wüsten nach der Grösse der Gesteinspartikel: Fels- und Blockwüsten, Sandwüsten, Ton- und Salzwüsten und Kies- und Geröllwüsten.
Vulkanruine
Erosionsrest eines erloschenen Vulkans; meist der ehemalige Schlot, der aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber Verwitterung und Erosion stehen geblieben ist.
Vulkanite
Ergussgesteine. Durch rasche Abkühlung an der Erdoberfläche entstandene, feinkörnige bis glasige magmatische Gesteine. Beispiele: Basalt (feinkörnig, basisch, dunkel) und Bimsstein (porös, sauer, hellgrau bis weiss.)
V-Tal
Auch Kerbtal genannt, In Lockergestein tief eingeschnittenes Erosionstal.
Verwerfung
Sammelbezeichnung für alle an Ort wirkenden zerteilenden und zersetzenden Tätigkeiten der exogenen Kräfte. Es wird hauptsächlich unterschieden zwischen chemischer und mechanischer Verwitterung
Urstromtal
Breites Tal in Norddeutschland, in dem früher dem Eisrand entlang die Schmelzwasser abflossen, da im Norden Endmoränenwälle der nordischen Gletscher den direkten Abfluss gegen Norden verunmöglichten.
Trogtal
Durch die Ersion eines Gletschers entstandene Talform. Der Gletscher erodierte das vorgeprägte V-Tal v.a. seitlich. Es entsteht ein breitsohliges U-Tal mmmit relativ steilen Wänden.
Transformstörung
Plattengrenze, die gebildete wird, wenn zwei Lithosphärenplatten horizontal aneinander vorbeibewegt werden. Hier wird weder neues Krustenmaterial gebildet noch wird welches zerstört (konservativer Plattenrand).
Toteissee
Dieser entstand, als im Grundmoränengebiet grosse Gletscherteile vom fliessenden Eis abgespaltet und unter Schutt begraben wurden. Beim späteren Abschmelzen des Eises bildete sich ein See. Toteisseen sind keine grossen Seen, sondern eher kleine Weiher.
Tiefenerosion
Einschneidende Wirkung fliessenden Wassers in die Tiefe.
Tiefenbeben
Erdbeben mit einem Hypozentrum in mehr als 300km Tiefe.
Tethys
Durch das Auseinanderbrechen des Grosskontinents Pangäa entstandener Ozean zwischen den Nordkontinenten (Nordamerika, Europa und Asien) und den Südkontiennten (Südamerika, Afrika, Australien, Antarktika, Arabien und Indien.
Tafelland
Landschaft aus horizontal übereinandergelagerten, ungestörten Gesteinsschichten aufgebaut, durch exogene Kräfte (Erosion) zerschnitten.
Synklinale
Falte mit nach oben geöffneten Schenkeln. Wird nur in Zusammenhang mit der Altersfolge der betroffenen Gesteine verwendet; junge Gesteine im Kern, alte Gesteine am Rand der Falte.
Subduktionsone
Absinken einer ozeanischen Platte aufgrund ihres Eigengewichts in den Erdmantel beim Zusammenstoss mit einer anderen ozeansichen oder einer kontinentalen Platte (destruktive Plattengrenze - konvergente Plattengrenze)
Stoffgruppen
Grupppen von Mineralien. Es sind dies die Silikate (Verbindungen von Sauerstoff und Silizium, Oxide (Verbindungen zwischen Sauerstoff und einem Metall), Halogenide (Verbindungen zwischen Metallen und Nichtmetallen), Karbonate (Verbindungen von Kalzium und Magnesium mit Kohlenstoff); Sulfide und Sulfate (basierend auf dem Element Schwefel)
Spreading-Zone
Lithosphärenplatten werden auseinanderbewegt. Mantelmaterial quillt auf. In den entstehenden Öffnungen zwischen den Platten wird laufend neue Erdkruste gebildet (konstruktive Plattengrenze)
Solfatare
Vulkanischer Gas - /Dampfausstoss; 90-300°C heiss, reich an Schwefelwasserstoff
Sohlental
Talform, bei der die Erosion vorwiegend seitwärts wirkte.
Sinterbildung
Chemische Bildung von Karbonatgesteinen. Veränderungen in Druck und Temperatur führen zur Ausfällung von Kalziumkarbonat.
Seitenerosion
Einschneidende Wirkung fliessenden Wasser nach der Seite
Seismogramm
Durch Seismografen grafisch aufgezeichnete Abfolge von Erschütterungen eines Erdbebens.
Sedimentgesteine
Ablagerungsgesteine. Gesteine, die durch Ablagerung von Gesteinstrümmern oder Organismenresten oder durch Ausfällung aus übersättigten Lösungen entstanden sind.
Schwemmfächer
Fächerförmige Ablagerungen anstellen, wo ein Fluss aus dem Gebirge in die Ebene eintritt. Dabei verliert er so viel an Gefälle, dass er einen Teil seiner Flussfracht ablagern muss.
Schwarzerde
Auch Tschernosem genannt. Klimatypischer Bodenn. Der mächtige A-Horizont ist sehr nährstoffreich. Den Untergrnd bildet Löss. Schwarzerde ist typisch für das Steppenklima und äusserst fruchtbar.
Schlucht
Auch Klamm genannt. In den festen Untergrund tief eingeschnittenes Erosionstal.
Schildvulkan
Vulkan, bei dem aus einem zentralen Krater immer wieder Lava ausfliesst - breiter, flacher Vulkan; nur aus Lavaströmen aufgebaut
Schichtvulkan
Auch Stratovulkan genannt. Vulkan, aufgebaut aus abwechselnden Schichten von Lava und Pyroklastika.
Sander
Fluvioglazialer Schuttfächer, bestehend aus im Vorfeld des Gletschers abgelagertem, unsrtiertem Schutt, Kies, Sand und Schlamm.
Rundhöcker
Erosionsform des Gletschereises. Ein Felsblock wurde vom Gletscher überfahren. Seine Luvseite ist lang, flach und durch Schrammspuren gekennzeichnet; die Leeseite ist kurz und steil.
Rückschreitende Erosion
Durch Senkung der Erosionsbasis ausgelöster Erosionsimpuls, der flussaufwärts wirkt.
Raumwellen
Erdbebenwellen, die sich durch den ganzen Erdkörper fortpflanzen. Zu den Raumwellen gehören die Primär- oder P-Wellen und die Sekundär- oder S-Wellen.
Pyroklastischer Strom
Auch Glutwolke genannt. Gemisch aus heisser vulkanischer Asche, Staub und Gasen, das sich mit hoher Geschwindigkeit die Hänge eines Vulkans hintunterbewegt.
Pyroklastika
Vulkansiches Lockermaterial (Blöcke, Bomben, Lapilli, Asche), das bei explosivem Vulkanismus ausgeworfen wird.
Prallhang
Seite eines Mäanders, an der das Flusswasser eine grössere Erosionskraft (Seitenerosion) ausübt.
Plutonite
Tiefengesteine. Durch langsame Abkühlung in der Tiefe der Erdkruste gebildetes, grobkörniges magmatisches Gestien. Beispiele: Gabbro (basisch, dunkel) und Granit (sauer, hell)
Plattentektonik
Theorie, die besagt, dass die feste Lithosphäre in grosse Platten aufgebrochen ist, die sich als feste Einheit über die Erdoberläche bewegen können. Jede Platte liegt direkt der zähplastischen Asthenosphäre auf. Durch die Theorie können Erdbeben, Vulkanismus und Gebirgsbildungen erklärt werden.
Petrografie
Wissenschaft, die sich mit dem Aussehen, den Eigenschaften, dem Vorkommen und den Bildungsbedingungen der versch. Gesteine beschäftigt.
Permafrost
Als Permafrost bezeichnet man dauerhaft gefrorenen Untergrund, d.h. der während mindestens einem oder 2 Jahren Temperaturen unter 0°C aufweist.