Naturgeografische Bausteine A / Glossar
Geologie / Geomorphologie Erdkörper, Gesteine, Geologie der Schweiz, Denudation, Wasser, Glaziale Erosion, Erdbeben, Vulkanismus, Naturgefahren 3., überarbeitete Auflage 2014
Geologie / Geomorphologie Erdkörper, Gesteine, Geologie der Schweiz, Denudation, Wasser, Glaziale Erosion, Erdbeben, Vulkanismus, Naturgefahren 3., überarbeitete Auflage 2014
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Lernkarten
Grosslandschaften
Aus dem Reliefbild hervorgehende grobe Gliederung der Landschaft. In der CH werden drei Grosslandschaften unterschieden: Jura, Mittelland und Alpen.
Grabenbruch
Divergenz innerhalb einer kontinentalen Platte, wobei die Platte in einzelne Blöcke zerfällt, die im Zentrum der Divergenz absinken.
Gletschermühle
Strudelloch, das die mit feinen Sedimenten befrachteten Schmelzwasserströme des Gletschers aus dem Gestein heraushöhlen. Gletschermühlen entstehen an der Sohle des Gletschers.
Gleithang
Seite eines Mäanders, an der das Flusswasser langsam vorbeigleitet und deshalb Material in Kies und Sandbänken abgelagert wird.
Geysir
Heisse Quelle, die periodisch ihr Wasser (Grundwasser, durch vulkansiche Gase oder Erwärmung zum Sieden gebracht) springquellenartig auswirft.
Gesteinsdeformation
Verformung von einzelnen Gesteinsmassen oder Gesteinspaketen innerhalb einer Platte. Dabei kann es zu Dehnungen, Stauchungen, Hebungen und Absenkungen kommen.
Geologische Zeittafel
Einordnung der Ereignisse der Erdgeschichte (4.6Mia. Jahre) in eine Zeittafel versch. Detailstufen (Äon, Ära, Periode)
Fumarole
Vulkanischer Gas-/Dampfausstoss, 100-1000°C heiss. Aus Fumarolen entweicht v.a. Wasserdampf.
Fraktionierte Kristallisation
Vorgang bei beginnender Abkühlung in einer Magmakammer. Die Mineralien mit hoher Schmelzpunkten beginnen auszukristallisieren und sinken aufgrund ihrer höheren Dichte auf den Grund der Magmakammer. So trennen sich Kristalle und Schmelzanteil.
Flysch
Tertiäres Meeressediment der entstehenden Alpen, das im Gebirge selbst abgelagert und später in die Alpenbildung einbezogen wurde.
Flussterrasse
Ergebnis einer Talentwicklung, bei der Phasen der Tiefenerosion von Phasen der Seitenerosion unterbrochen wurden. Dabei entstehen abwechslungsweise ebene Talböden und steilere Böschungen.
Flusskorrektionen
Massnahmen der Menschen, um den Verlauf von Gewässern ihren Bedürfnissen anzupassen. Dabei werden Flüsse in ein künstliches Bett gelegt.
Flachbeben
Erdbeben mit einem Hypozentrum oberhalb von 100km Tiefe.
Firn
Zwischenprodukt beim Bildungsprozess (durch Verdichtung) vom Schnee zu Gletschereis.
Findling
Auch erratischer Block genannt. Felsbrocken, der im Gebirge auf einen Gletscher herabstürzte und anschliessend vom Eis ins Zehrgebiet befördert wurde.
Fenster
In der Tektonik verwendeter Begriff für ein (meist durch ein Fliessgewässer geschaffenes) Erosionsloch, das den Blick auf tiefere geologische Baueinheiten oder Gesteinseinheiten eines Gebiets ermöglicht.
Fazies
Im verfestigten Sedimentgestein dokumentierte physikalische, chemische, biologische und geografische Faktoren. Das Sedimentgestein erhält durch diese Faktoren sein charakteristisches Aussehen.
Faltentektonik
Tektonik (Lehre vom Bau der Erdkruste und den Bewegungen und Kräften, die damit zusammenhängen) in Bezug auf Bauformen der Falten und des Deckenbaus.
Falte
Wellenartige Verkrümmung einer ehemals geraden Gesteinsschicht.
Explosiver Vulkanismus
Auswurf von Pyroklastika, unter Mitwirkung von mehr oder weniger starken Explosionen.
Exogene Kräfte
Von aussen auf die Erdoberfläche einwirkende Kräfte. Dazu werden gezählt: Sonne, Wind, Wasser, Eis, Schwerkraft.
Erosionsbasis
Höhenlage der Mündung eines Fliessgewässers. Die Haupterosionsbasis oder absolute Erosionsbasis ist das Meeresniveau. Mündet ein Fluss in einen Strom oder einen See, ist die regionale Erosionsbasis ausschlaggebend.
Erosion
Sammelbegriff für alle Prozesse, die Gesteine zerteilen oder zersetzen und die Gesteinskomponenten durch Wasser, Eis oder Wind transportieren.
Erdölfall
Ansammlung von Erdöl und Erdgas an speziellen geologischen Strukturen wie Falten, die durch eine undurchlässige Schicht nach oben abgeschlossen sind.
Erdmantel
Schicht zwischen Erdkruste und Erdkern, die den grössten Volumenanteil des ganzen Erdkörpers ausmacht. Bestehend aus dem oberen (bis 670km Tiefe) und unteren (bis 2900km Tiefe) Erdmantel. Der obere Erdmantel ist aufgeteilt auf die feste Mantellithosphäre und die zähflüssige Asthenosphäre.
Erdkruste
Dünne, feste äussere Schale der Erde. Die kontinentale Kruste ist durchschnittlich 35km mächtig, die ozeanische Kruste nur etwa 5-10km.
Erdkern
Zentraler Teil und Schwerezentrum des Erdkörpers; ab einer Tiefe von 2900km. Aufgeteilt in einen flüssigen äusseren (bis 5100km Tiefe) und einen festen inneren Kern, der hauptsächlich aus den Elementen Eisen und Nickel aufgebaut ist.
Erdbebenarten
Unterteilung der Erdbeben aufgrund ihrer Ursache. Es werden unterschieden: tektonische Beben, vulkanische Beben, Einsturzbeben und Beben durch Atombombenversuche.
Epizentrum
Stelle ander Erdoberfläche, senkrecht über dem Hypozentrum.
Endogene Kräfte
Von innen wirkende, aufbauende Kräfte der Erde. Sie erklären Gebirgsbildungsprozesse, Erdbeben, Vulkanismus und andere geologische Phänomene.
Eigenschaften von Mineralien
Physikalische Eigenschaften von Mineralien, die zur Unterscheidung der Mineralien dienen. Die wichtigsten Eigenschaften sind: Härte, Spaltbarkeit, Glanz, Farbe und Dichte.
Effusiver Vulkanismus
Ruhiges Ausfliessen grosser Lavaströme, ohne stärkere Mitwirkung von Explosionen.
Dünen
Durch Wind aufgeschüttete Sandwälle. Es werden unterschieden: Querdünen, Sicheldünen, Längsdünen und Parabeldünen.
Drumlin
Lang gestreckter, stormlinienförmiger Hügel, bestehend aus Grundmoränenmaterial und Schotter. Bei einem späteren Überfliessen durch den Gletscher wurde die typische Form (kurze, steile Luvseite und lange, flache Leeseite) geschaffen.
Dom
Kuppelartige geologische Struktur, kreisrunde roder elliptischer Grundriss. Die beulenartige Aufwölbung entsteht durch eine Hebung im Zentrum.
divergente Plattengrenze
Grenze von Lithosphärenplatten, die sich in entgegengesetzte Richtung auseinanderbewegen.
Diagenese
Umbildung lockerer Sedimente (Gesteinsfragmente) zu festen Gesteinen, durch die Einwirkung von Druck, Temperatur und chemischer Vorgänge. Die wichtigsten diagenetischen Prozesse sind die Kompaktion und die Zementation.
Desertifikation
Verwüstung. Durch Klimaveränderungen oder Einwirkungen des Menschen (Raubbau oder falsche Nutzung) verursachte Bildung von Wüsten.
Denudation
Flächenhafte Abtragung von Teilen der Erdoberfläche. Die hauptsächliche Kraft der Denudation ist die Schwerkraft.
Delta
Schwemmfächer, der in einem stehenden Gewässer (See oder Meer) abgsetzt wurde.