Naturgeografische Bausteine A / Glossar

Geologie / Geomorphologie Erdkörper, Gesteine, Geologie der Schweiz, Denudation, Wasser, Glaziale Erosion, Erdbeben, Vulkanismus, Naturgefahren 3., überarbeitete Auflage 2014

Geologie / Geomorphologie Erdkörper, Gesteine, Geologie der Schweiz, Denudation, Wasser, Glaziale Erosion, Erdbeben, Vulkanismus, Naturgefahren 3., überarbeitete Auflage 2014


V. S.
Diese Karteikarten behandeln grundlegende Konzepte der physischen Geographie und sind für verschiedene Niveaus geeignet. Sie decken Themen wie Gesteinsarten, geologische Prozesse, Erosion, Vulkanismus und Plattentektonik ab, wobei Begriffe wie Gestein, Wasser, Gletscher und Erdbeben im Mittelpunkt stehen. Ideal für Studierende und Geographie-Interessierte, die ihr Verständnis der Erdformationen und natürlichen Kräfte vertiefen möchten.
Flashcards
130
Students
5
Language
German
Category
Geography
Level
Other
Created / Updated
25.12.2014 / 24.07.2021

Lernkarten

Orogenese

Gebirgsbildung durch plattentektonische Vorgänge.

Oberflächenwellen

Erdbebenwellen, die sich nur an der Erdoberfläche fortpflanzen. Zu den Oberflächenwellen gehören die Love-Wellen und die Rayleigh-Wellen.

Nebular-Hypothese

Vermutung, dass das Sonnensystem aus einer Materiewolke, einem solaren Nebel, entstanden ist, der sich unter Einfluss der Gravitationskräfte immer mehr verdichtet hat.

Moränen

Sammelbezeichnung für den von Gletschern mitgeführten unsortierten GEsteinsschutt. Nach ihrer Lage in Bezug auf den Gletscher werden unterschieden: Grungmoränen, Seitenmoränen, Mittelmoränen und End/Stirnmoränen.

Molase

Ablagerungsschutt von angrenzenden Gebirgen (Alpen), der sich im Vorland (Mittelland) eines sich bildenden Gebirgs ablagert. Molasse besteht aus Nagefluh, Sandstein und Mergel.

Mofette

Vulkanischer Gas-/Dampfaustoss, bis 100°C heiss, enthält hauptsächlich Kohlendioxid und Wasserdampf.

Mittelozeanischer Rücken

Abk. MOR. Untermeerische Schwellenzone mit Oberflächen in etwa 2000m Wassertiefe; Spreading-Zone ozeanischer Lithosphärenplatten.

Mineralien

Natürliche, anorgansiche, homogene Bestandteile der Erde mit einer klar definierten chemischen Zusammensetzung (meist Atome oder Ionen verschiedener Elemente). Minerealien sind meist kristallin aufgebaut, können aber auch amorph sein.

Mikrokristallin

Feinkörnig. Mineralkörner eines Gesteins sind von blossem Auge nicht unterscheidbar

Metamorphoseformen

Einteilung der Metamorphose aufgrund ihrer Ursachen. Es werden unterschieden: Regionalmetamorphose (bei konvergenten Plattenbewegungen, hoher Druck und hohe Temperatur, grossräumiges Phänomen), Kontaktmetamorphose (in unmittelbarer Umgebung einer Magmakammer, hohe Temp, lokales Phänomen)

Metamorphose

Gesteinsumwandlung im festen Zustand, unter Druck- und Temperatureinfluss. Je nach Intensität der Metamorphose spricht man von einem unterschiedlichen Metamorphosegrad.

Metamorphe Gesteine

Umwandlungsgesteine. Gesteine, die durch Einwirkung vonn Druck und Temperatur im festen Zustand umgewandelt wurden. Beispiele: Tonschiefer (bei mässiger M.) und Glimmerschiefer (bei starker M.) aus Tongestein, Gneis (bei starker M aus grobem Sedimentgestein oder Granit), Marmor ( bei mässiger bis starker M aus Karbonatgestein) und Quarzit (bei starker M aus Quarzsandstein).

Mantelkonvektion

Durch Wärmeunterschiede im Erdmantel entstehen Strömungen, die gemäss einer Hypothese auch als Ursache für die horizontale Bewegung der Lithosphärenplatten angesehen werden.

Makrokristallin

Grobkörnig. Mineralkörner eines Gesteins sind von blossem Auge gut unterscheidbar.

Magnitude

Mass für die bei einem Erdbeben freigesetzte Energie. Wird durch die Richter-Skala angegeben.

Magmatische Gesteine

ERstarrungsgesteine. Gesteine, die durch Erstarrung, Ausfällung von Mineralien aus Magma entstehen. Dabei unterscheidet man Plutonite und Vulkanite.

Magmatische Differenziation

Durch fraktionierte Kristallisation ausgelöster Änderungsprozess im Chemismus aufsteigenden Magmas zu immer kieselsäurereicheren Zusammensetzung.

Magma

Glutflüssiges Gesteinsmaterial aus dem Erdinnern.

Mächtigkeit

Dicke eines Gesteinspakets, d.h. der Abstand der Schichtflächen einer Gesteinsschicht.

Mäander

Bogenförmig geschwungene Krümmung eines Flusses.

Maar

Explosionstrichter; vulkanische Bildung, die auf Gas- und Wasserdampferuptionen (Kontakt von heissem Magma mit einem Grundwasserleiter) zurückzuführen ist.

Löss

Aus den Wüsten und Moränen ausgeblasenes feines Sediment, das abgelagert die Grundlage fruchtbarer Böden (Schwarzerde) bildet.

Lithosphäre

Äusserste, aus festem GEstein bestehende Schicht der Erde; aufgebaut aus der Erdkruste und der Mantellithosphäre (oberster Teil des oberen Erdmantels)

Lava

Bezeichnung für Magma, sobald es an der Erdoberfläche erscheint. Die Bezeichnung wird auch für das erkaltete Gestein verwendet. Dabei unterscheidet man: Fladen-, Strick- und Blocklava.

Lahar

Bei Vulkanausbrüchen durch Vermsichung von vulkansicher Asche mit schmelzendem Schnee oder Eis oder mit den Wassern eines Flusses entstehender Schlammstrom.

Kristallgitter

Räumliche Anordnung der Bausteine (Atome, Ionen) eines Kristalls. Besitzt ein Mineral keine solche räumliche Ordnung, wird es als amorph (gestaltlos, formlos) bezeichnet.

Kreislauf der Gesteine

zusammenfassung der gesteinsbildenden Prozesse, die aufzeigt, wie durch dynamsiche Vorgänge Gesteine immer wieder aus anderen Gesteinen gebildet werden können.

Konvergente Plattengrenze

Grenze von Lithosphärenplatten, die sich aufeinander zubewegen.

Klus

Enges Quertal im Kettenjura, durch das ein Fluss fliesst. Die Klus ist ein antezedentes Tal.

Klippe

In der Tektonik verwendetet Begriff für einen bei starker Abtragung zurückgbleibenden, isolierten Deckenrest einer obenauf liegenden Deckeneinheit.

Klastische Sedimente

Sedimentgesteine, deren Material aus der mechanischen Zerstörung anderer Gesteine stammt. Je nach Form und Grösse der darin enthaltenen Gesteinstrümmer werden unterschieden. Brekzie (eckig-kantig), Konglomerate oder Nagelfluh (gerundete Gerölle), Sandstein  (0.063-2mm), Silt (0.002-0.063mm) und Ton (<0.002mm)

Kar

Durch den Gletscher in seinem Nährgebiet erodiertes, halbkugelförmiges Becken. Beim Abschmelzen des Gletschers sammelt sich im Kar Wasser, ein Karsee entsteht.

Kalkader

Phänomen in Karbonatgesteinen. Durch Gebirgsbildung entstehen Risse im Gestein. Wasser, das in den Rissen zirkuliert, löst aus dem Gestein Stoffe aus und fällt sie inn den Rissen wieder aus.

Juratypen

Einteilung des Juras nach Aussehen und Entstehung: Tafeljura (ungefaltete Bruchschollen) und Faltenjura (Ketten- und Plateaujura)

Isostasie

Eisbergprinzip- erreichen eines Schwergleichgewichtszustands.

Intensität

Mass für die bei einem Erdbeben angerichtete Zerstörung. Wird mit der modifizierten Mercalli-Skala ausgedrückt.

Insubrische Linie

Störungszone in den Alpen, die der geologischen Grenze zwischen Europa und Afrika entspricht.

Inkoholung

Umbildungsprozess pflanzlicher Stoffe durch Druck- und Temperatureinfluss von Torf, über Braunkohle, Steinkohle zu Anthrazit. Zunehmende Anreicherung von Kohlenstoff.

Hypozentrum

Erdbebenherd. Stelle in der Erde, von der das Erdbeben ausgeht.

Hotspot

Durch starke Temperaturerhöhung infolge Aufsteigens von Mantelmaterial aus der Kern-Mantel-Grenze erzeugte und über lange Zeiträume existente örtliche Aufschmelzungszone im Erdmantel unterhalb einer Lithosphärenplatte.

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