Naturgeografische Bausteine A / Glossar
Geologie / Geomorphologie Erdkörper, Gesteine, Geologie der Schweiz, Denudation, Wasser, Glaziale Erosion, Erdbeben, Vulkanismus, Naturgefahren 3., überarbeitete Auflage 2014
Geologie / Geomorphologie Erdkörper, Gesteine, Geologie der Schweiz, Denudation, Wasser, Glaziale Erosion, Erdbeben, Vulkanismus, Naturgefahren 3., überarbeitete Auflage 2014
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Cartes-fiches
Orogenese
Gebirgsbildung durch plattentektonische Vorgänge.
Oberflächenwellen
Erdbebenwellen, die sich nur an der Erdoberfläche fortpflanzen. Zu den Oberflächenwellen gehören die Love-Wellen und die Rayleigh-Wellen.
Nebular-Hypothese
Vermutung, dass das Sonnensystem aus einer Materiewolke, einem solaren Nebel, entstanden ist, der sich unter Einfluss der Gravitationskräfte immer mehr verdichtet hat.
Moränen
Sammelbezeichnung für den von Gletschern mitgeführten unsortierten GEsteinsschutt. Nach ihrer Lage in Bezug auf den Gletscher werden unterschieden: Grungmoränen, Seitenmoränen, Mittelmoränen und End/Stirnmoränen.
Molase
Ablagerungsschutt von angrenzenden Gebirgen (Alpen), der sich im Vorland (Mittelland) eines sich bildenden Gebirgs ablagert. Molasse besteht aus Nagefluh, Sandstein und Mergel.
Mofette
Vulkanischer Gas-/Dampfaustoss, bis 100°C heiss, enthält hauptsächlich Kohlendioxid und Wasserdampf.
Mittelozeanischer Rücken
Abk. MOR. Untermeerische Schwellenzone mit Oberflächen in etwa 2000m Wassertiefe; Spreading-Zone ozeanischer Lithosphärenplatten.
Mineralien
Natürliche, anorgansiche, homogene Bestandteile der Erde mit einer klar definierten chemischen Zusammensetzung (meist Atome oder Ionen verschiedener Elemente). Minerealien sind meist kristallin aufgebaut, können aber auch amorph sein.
Mikrokristallin
Feinkörnig. Mineralkörner eines Gesteins sind von blossem Auge nicht unterscheidbar
Metamorphoseformen
Einteilung der Metamorphose aufgrund ihrer Ursachen. Es werden unterschieden: Regionalmetamorphose (bei konvergenten Plattenbewegungen, hoher Druck und hohe Temperatur, grossräumiges Phänomen), Kontaktmetamorphose (in unmittelbarer Umgebung einer Magmakammer, hohe Temp, lokales Phänomen)
Metamorphose
Gesteinsumwandlung im festen Zustand, unter Druck- und Temperatureinfluss. Je nach Intensität der Metamorphose spricht man von einem unterschiedlichen Metamorphosegrad.
Metamorphe Gesteine
Umwandlungsgesteine. Gesteine, die durch Einwirkung vonn Druck und Temperatur im festen Zustand umgewandelt wurden. Beispiele: Tonschiefer (bei mässiger M.) und Glimmerschiefer (bei starker M.) aus Tongestein, Gneis (bei starker M aus grobem Sedimentgestein oder Granit), Marmor ( bei mässiger bis starker M aus Karbonatgestein) und Quarzit (bei starker M aus Quarzsandstein).
Mantelkonvektion
Durch Wärmeunterschiede im Erdmantel entstehen Strömungen, die gemäss einer Hypothese auch als Ursache für die horizontale Bewegung der Lithosphärenplatten angesehen werden.
Makrokristallin
Grobkörnig. Mineralkörner eines Gesteins sind von blossem Auge gut unterscheidbar.
Magnitude
Mass für die bei einem Erdbeben freigesetzte Energie. Wird durch die Richter-Skala angegeben.
Magmatische Gesteine
ERstarrungsgesteine. Gesteine, die durch Erstarrung, Ausfällung von Mineralien aus Magma entstehen. Dabei unterscheidet man Plutonite und Vulkanite.
Magmatische Differenziation
Durch fraktionierte Kristallisation ausgelöster Änderungsprozess im Chemismus aufsteigenden Magmas zu immer kieselsäurereicheren Zusammensetzung.
Magma
Glutflüssiges Gesteinsmaterial aus dem Erdinnern.
Mächtigkeit
Dicke eines Gesteinspakets, d.h. der Abstand der Schichtflächen einer Gesteinsschicht.
Mäander
Bogenförmig geschwungene Krümmung eines Flusses.
Maar
Explosionstrichter; vulkanische Bildung, die auf Gas- und Wasserdampferuptionen (Kontakt von heissem Magma mit einem Grundwasserleiter) zurückzuführen ist.
Löss
Aus den Wüsten und Moränen ausgeblasenes feines Sediment, das abgelagert die Grundlage fruchtbarer Böden (Schwarzerde) bildet.
Lithosphäre
Äusserste, aus festem GEstein bestehende Schicht der Erde; aufgebaut aus der Erdkruste und der Mantellithosphäre (oberster Teil des oberen Erdmantels)
Lava
Bezeichnung für Magma, sobald es an der Erdoberfläche erscheint. Die Bezeichnung wird auch für das erkaltete Gestein verwendet. Dabei unterscheidet man: Fladen-, Strick- und Blocklava.
Lahar
Bei Vulkanausbrüchen durch Vermsichung von vulkansicher Asche mit schmelzendem Schnee oder Eis oder mit den Wassern eines Flusses entstehender Schlammstrom.
Kristallgitter
Räumliche Anordnung der Bausteine (Atome, Ionen) eines Kristalls. Besitzt ein Mineral keine solche räumliche Ordnung, wird es als amorph (gestaltlos, formlos) bezeichnet.
Kreislauf der Gesteine
zusammenfassung der gesteinsbildenden Prozesse, die aufzeigt, wie durch dynamsiche Vorgänge Gesteine immer wieder aus anderen Gesteinen gebildet werden können.
Konvergente Plattengrenze
Grenze von Lithosphärenplatten, die sich aufeinander zubewegen.
Klus
Enges Quertal im Kettenjura, durch das ein Fluss fliesst. Die Klus ist ein antezedentes Tal.
Klippe
In der Tektonik verwendetet Begriff für einen bei starker Abtragung zurückgbleibenden, isolierten Deckenrest einer obenauf liegenden Deckeneinheit.
Klastische Sedimente
Sedimentgesteine, deren Material aus der mechanischen Zerstörung anderer Gesteine stammt. Je nach Form und Grösse der darin enthaltenen Gesteinstrümmer werden unterschieden. Brekzie (eckig-kantig), Konglomerate oder Nagelfluh (gerundete Gerölle), Sandstein (0.063-2mm), Silt (0.002-0.063mm) und Ton (<0.002mm)
Kar
Durch den Gletscher in seinem Nährgebiet erodiertes, halbkugelförmiges Becken. Beim Abschmelzen des Gletschers sammelt sich im Kar Wasser, ein Karsee entsteht.
Kalkader
Phänomen in Karbonatgesteinen. Durch Gebirgsbildung entstehen Risse im Gestein. Wasser, das in den Rissen zirkuliert, löst aus dem Gestein Stoffe aus und fällt sie inn den Rissen wieder aus.
Juratypen
Einteilung des Juras nach Aussehen und Entstehung: Tafeljura (ungefaltete Bruchschollen) und Faltenjura (Ketten- und Plateaujura)
Isostasie
Eisbergprinzip- erreichen eines Schwergleichgewichtszustands.
Intensität
Mass für die bei einem Erdbeben angerichtete Zerstörung. Wird mit der modifizierten Mercalli-Skala ausgedrückt.
Insubrische Linie
Störungszone in den Alpen, die der geologischen Grenze zwischen Europa und Afrika entspricht.
Inkoholung
Umbildungsprozess pflanzlicher Stoffe durch Druck- und Temperatureinfluss von Torf, über Braunkohle, Steinkohle zu Anthrazit. Zunehmende Anreicherung von Kohlenstoff.
Hypozentrum
Erdbebenherd. Stelle in der Erde, von der das Erdbeben ausgeht.
Hotspot
Durch starke Temperaturerhöhung infolge Aufsteigens von Mantelmaterial aus der Kern-Mantel-Grenze erzeugte und über lange Zeiträume existente örtliche Aufschmelzungszone im Erdmantel unterhalb einer Lithosphärenplatte.