Naturgeografische Bausteine A - Geomorphologie
Passerellen Lehrgang
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Flashcards
Maar
Explosionstrichter; vulkanische Bildung, die auf Gas- und Wasserdampferuptionen (Kontakt von heißem Magma mit einem Grundwasserleiter) zurückzuführen ist.
Mäander
Bogenförmig geschwungene Krümmung eines Flusses.
Mächtigkeit
„Dicke“ eines Gesteinspakets, d. h. der Abstand der Schichtflächen einer Gesteinsschicht.
Magma
Glutflüssiges Gesteinsmaterial aus dem Erdinnern.
Magmatische Differenzation
Durch fraktionierte Kristallisation ausgelöster Änderungsprozess im Chemismus aufsteigenden Magmas zu immer Kieselsäure-reicherer Zusammensetzung.
Magmatische Gesteine
Erstarrungsgesteine. Gesteine, die durch Erstarrung, Ausfällung von Mineralien aus Magma entstehen. Dabei unterscheidet man Plutonite und Vulkanite.
Magnitude
Mass für die bei einem Erdbeben freigesetzte Energie. Wird durch die Richter-Skala angegeben.
Makrokristallin
Grobkörnig. Mineralkörner eines Gesteins sind von blossem Auge gut unterscheidbar.
Mantelkonvektion
Durch Wärmeunterschiede im Erdmantel entstehende Strömungen, die als Ursache für die horizontalen Bewegungen der Lithosphärenplatten angesehen werden.
Metamorphe Gesteine
Umwandlungsgesteine. Gesteine, die durch Einwirkung von Druck und Temperatur im festen Zustand umgewandelt wurden. Beispiele: Tonschiefer (bei mäßiger M.) und Glimmerschiefer (bei starker M.) aus Tongestein, Gneis (bei starker M. aus grobem Sedimentgestein oder Granit), Marmor (bei mäßiger bis starker M. aus Karbongestein) und Quarzit( bei starker M. aus Quarzsandstein).
Metamorphose
Gesteinsumwandlung im festen Zustand, unter Druck- und Temperatureinfluss. Je nach Intensität der Metamorphose spricht man von einem unterschiedlichen Metamorphose Grad.
Metamorphose Formen
Einteilung der Metamorphose aufgrund ihrer Ursachen. Es werden unterschieden: Regionalmetamorphose (bei konvergenten Plattenbewegungen; hoher Druck und hohe Temperatur; großräumiges Phänomen), kontakt Metamorphose (in unmittelbarer Umgebung einer Magmakammer; hohe Temperaturen; lokales Phänomen.
Mikrokristallin
Feinkörnig. Mineralkörner eines Gesteins sind von bloßem Auge nicht unterscheidbar.
Mineralien
Natürliche, anorganische, homogene (reine) Bestandteile der Erde mit einer klar definierten chemischen Zusammensetzung (meist Atome oder Ionen verschiedener Elemente). Mineralien sind meist kristallin aufgebaut, können aber auch amorph sein.
Mittelozeanischer Rücken
Abk. MOR. Untermeerische Schwellenzone mit Oberflächen in etwa 2000m Wassertiefe; Spreading-Zone ozeanischer Lithosphärenplatten.
Mofette
Vulkanischer Gas-Dampfausstoss, bis 100 C heiss, enthält hauptsächlich Kohlendioxid und Wasserdampf.
Molasse
Ablagerungsschutt von angrenzenden Gebirgen (Alpen), der sich im Vorland (Mittelland) eines sich bildenden Gebirges ablagert. Molasse besteht aus Nagelfluh, Sandstein und Mergel.
Moränen
Sammelbezeichnung für den von Gletschern mitgeführten unsortierten Gesteinsschutt. Nach ihrer Lage in Bezug auf den Gletscher werden unterschieden: Grundmoräne, Seitenmoräne, Mittelmoräne und End/-Stirnmoräne.
Nährgebiet
Gebiet des Gletschers, in dem Gletschereis gebildet wird.
Nebular-Hypothese
Vermutung, dass das Sonnensystem aus einer Materiewolke, einem solaren Nebel, entstanden ist, der sich unter Einfluss der Gravitationskräfte immer mehr verdichtet hat.
Oberflächenwellen
Erdbebenwellen, die sich nur an der Oberfläche fortpflanzen. Zu den Oberflächenwellen gehören die Love-Wellen und die Rayleigh-Wellen.
Orgenese
Gebirgsbildung durch plattentektonische Vorgänge.
Petrografie
Wissenschaft, die sich mit dem Aussehen, den Eigenschaften, dem Vorkommen und den Bildungsbedingungen der verschiedenen Gesteine beschäftigt.
Plattentektonik
Theorie, die besagt, dass die feste Lithosphäre in grossen Platten aufgebrochen ist, die sich als feste Einheiten über die Erdoberfläche bewegen können. Jede Platte liegt direkt der zähplastischen Asthenosphäre auf. Durch die Theorie können Erdbeben, Vulkanismus und Gebirgsbildungen erklärt werden.
Pleistozän
Zeitepoche der Eiszeiten. Sie begann vor etwa 1.5 Mia Jahren und endete vor ca. 10000 Jahren. Während des Pleistozäns, gab es mehrere Eiszeiten und Zwischeneiszeiten.
Plutonite
Tiefengesteine. Durch langsame Abkühlung in der Tiefe der Erdkruste gebildetes, grobkörniges magmatisches Gestein. Beispiele: Gabbro (basisch, dunkel) und Granit (sauer, hell)
Prallhang
Seite eines Mäanders, an der das Flusswasser eine grössere Erosionskraft (Seiteneriosion) ausübt.
Pyroklastika
Vulkanisches Lockermaterial (Blöcke, Bomben Lapilli, Asche), das bei explosivem Vulkanismus ausgeworfen wird.
Pyroklastischer Strom
Auch Glutwolke genannt. Gemisch aus heisser vulkanischer Asche, Staub und Gasen, das sich mit hoher Geschwindigkeit die Hänge eines Vulkans hinunterbewegt.
Raumwellen
Erdbebenwellen, die sich durch den ganzen Erdkörper fortpflanzen. Zu den Raumwellen gehören die Primär- oder P- Wellen und die Sekundär- oder S- Wellen.
Rückschreitende Erosion
Durch Senkung der Erosionsbasis ausgelöster Erosionsimpuls, der flussaufwärts wirkt.
Rundhöcker
Erosionsform des Gletschereises. Ein Felsblock wurde vom Gletscher überfahren. Seine Luvseite ist lang, flach und durch Schrammspuren gekennzeichnet; die Leeseite ist kurz und Steil.
Sander
Fluvioglazialer Schuttfächer, bestehend aus im Vorfeld des Gletschers abgelagertem, unsortiertem Schutt, Kies, Sand und Schlamm.
Schichtstufen-Landschaft
Charakteristische Landschaft, bei der weite, nur leicht geneigte Flächen plötzlich in steilen Stufen abfallen.
Schichtvulkan
Auch Stratovulkan genannt. Vulkan, aufgebaut aus abwechselnden Schichten Lava und Pyroklastika.
Schildvulkan
Vulkan, bei dem aus einem zentralen Krater immer wieder Lava ausfließt – breiter, flacher Vulkan; nur aus Lavaströmen aufgebaut.
Schlucht
Auch Klamm genannt. In den festen Untergrund tief eingeschnittenes Erosionstal.
Schwemmfächer
Fächerförmige Ablagerungen an Stellen, wo ein Fluss aus dem Gebirge in die Ebene eintritt. Dabei verliert er so viel an Gefälle, dass er einen Teil seiner Flussfracht ablagern muss.
Sedimentgesteine
Ablagerungsgesteine. Gesteine, die durch Ablagerung von Gesteins Trümmern oder Organismenresten oder durch Ausfällung aus übersättigten Lösungen entstanden ist.
Seismogramm
Durch Seismografen (erschütterungsempfindliche Geräte) grafisch aufgezeichnete Abfolge von Erschütterungen eines Erdbebens.