Naturgeografische Bausteine A - Geomorphologie
Passerellen Lehrgang
Passerellen Lehrgang
-
- 1 / 143
-
Lernkarten
Fazies
Im verfestigten Sedimentgestein dokumentierte physikalische, chemische, biologische und geografische Faktoren. Das Sedimentgestein erhält durch diese Faktoren sein charakteristischen Aussehen.
Fenster
In der Tektonik verwendeter Begriff für ein (meist durch ein Fließgewässer geschaffenes) Erosionsloch, das den Blick auf tiefere geologische Baueinheiten oder Gesteinsheiten eines Gebiets ermöglicht.
Findling
Auch erratischer Block genannt. Felsbrocken, der im Gebirge auf einen Gletscher herabstützte und anschließend vom Eis ins Zehrgebiet befördert wurde.
Firn
Zwischenprodukt beim Bildungsprozess (durch Verdichtung) von Schnee zu Gletschereis.
Flachbeben
Erdbeben mit einen Hypozentrum oberhalb von 100km Tiefe.
Flusskorrektionen
Massnahmen der Menschen um den Verlauf von Gewässern ihren Bedürfnissen anzupassen. Dabei werden Flüsse in ein künstliches Bett gelegt.
Flussterrasse
Ergebnis einer Talentwicklung, bei der Phasen der Tiefenerosion von Phasen der Seitenerosion unterbrochen wurden. Dabei entstehen abwechslungsweise ebene Talböden und steilere Böschungen.
Flysch
Tertiäres Meeressediment der entstehenden Alpen, das im Gebirge selbst abgelagert und später in die Alpenbildung einbezogen wurde.
Fraktionierte Kristallisation
Vorgang bei beginnender Abkühlung in einer Magmakammer. Die Mineralien mit hohen Schmelzpunkten beginnen auszukristallisieren und sinken aufgrund ihrer höheren Dichte auf den Grund der Magma Kammer. So trennen sich Kristalle und Schmelzanteil.
Fumarole
Vulkanischer Gas-/Dampfausstoss, 100-1000 C heiss. Aus Fumarolen entweicht v.a. Wasserdampf.
Geologische Zeittafel
Einordnung der Ereignisse der Erdgeschichte (4.6Mia Jahre) in eine Zeittafel verschiedener Detailstufen (Äon, Ära, Periode)
Gesteindeformation
Verformung von einzelnen Gesteinsmasse oder Gesteinspaketen innerhalb einer Platte. Dabei kann es zu Dehnungen, Stauchungen, Hebungen und Absenkungen kommen.
Geysir
Heiße Quelle, die periodisch ihr Wasser (Grundwasser, durch vulkanische Gase oder Erdwärme zum Sieden gebracht) springquellenartig auswirft.
Gleithang
Seiten eines Mäanders, an der das Flusswasser langsam vorbeigleitet und deshalb Material in Kies und Sandbänken abgelagert wird.
Gletschermühle
Strudelloch, das die mit feinen Sedimenten befrachteten Schmelzwasserströme des Gletschers aus dem Gestein heraushöhlen. Gletschermühlen entstehen an der Sohle des Gletschers.
Gletscherspalten
Spalten auf dem Gletscher, die durch unterschiedliche Fliessgeschwindigkeit und Gefälle entstehen. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen Längs- und Querspalten.
Gletschertypen
Unterscheidung nach Grösse und Vorkommen der vergletscherten Gebiete. Man unterscheidet: Talgletscher (Gletscherzunge bis ins Tal), Hänge oder Kargletscher (fast bis auf Nährgebiet zurückgeschmolzen) und Inlandeis (gewaltige Eisdecken in der Antarktis und Grönland)
Grabenbruch
Divergenz innerhalb einer kontinentalen Platte, wobei die Platte in einzelne Blöcke zerfällt, die im Zentrum der Divergenz absinken.
Grosslandschaften der Schweiz
Aus dem Reliefbild hervorgehende grobe Gliederung der Landschaft. In der Schweiz werden drei Grosslandschaften unterschieden: Jura, Mittelland und Alpen.
Hot Spot
Durch starke Temperaturerhöhung infolge Aufsteigens von Mantelmaterial aus der Kern-Mantelgrenze erzeugte und über lange Zeiträume existente örtliche Aufschmelzungszone im Erdmantel unterhalb einer Lithosphärenplatte.
Hypozentrum
Erdbebenherd. Stelle in der Erde, von der das Erdbeben ausgeht.
Inkohlung
Umbildungsprozess pflanzlicher Stoffe durch Druck- und Temperatureinfluss von Torf, über Braunkohle, Steinkohle zu Anthrazit. Zunehmende Anreicherung von Kohlenstoff
Insubrische LInie
Störungszone in den Alpen, die der geologischen Grenze zwischen Europa und Afrika entspricht.
Intensität
Mass für die bei einem Erdbeben angerichtete Zerstörung. Wird durch die Mercalli- (veraltet) oder die MSK-Skala angegeben.
Isostasie
„Eisbergprinzip“- Erreichen eines Schweregleichgewichtszustands.
Juratypen
Einteilung des Juras nach Aussehen und Entstehung: Tafeljura (ungefaltete Bruschollen) und Faltenjura (Ketten- und Plateaujura)
Kalkader
Phänomen in Karbonatgesteinen. Durch Gebirgsbildung entstehen Risse im Gestein. Wasser, das in den Rissen zirkulier, löst aus dem Gestein Stoffe aus und fällt sie später in den Rissen wieder aus.
Kar
Durch den Gletscher in seinem Nährgebiet erodiertes, halbkugelförmiges Becken. Beim Abschmelzen des Gletschers sammelt sich im Kar Wasser, ein Karsee entsteht.
Karsterscheinung
Sammelbegriff für alle Phänomene, die mit der Säureverwitterung von Gesteinen (v.a. Kalk) zusammenhängen. Beim oberirdischen Karst werden unterschieden: Karren/Schratten, Dolinen (Lösungs- und Einsturzdolinen), Poljen und Trockentäler. Beim unterirdischen Karst bilden sich in Höhlen Tropfsteine (Stalaktiten und Stalagmiten)
Klastische Sedimente
Sedimentgesteine, deren Material aus der mechanischen Zerstörung anderer Gesteine stammt. Je nach Form und Größe der darin enthaltenen Gesteinstrümmer werden unterschieden: Brekzie (eckig-kantig), Konglomerat oder Nagelfluh (gerundete Gerölle), Sandstein (0.063-2mm), Silt (0.002-0.063mm) und Ton (<0.002mm)
Klippe
In der Tektonik verwendeter Begriff für einen bei starker Abtragung zurückbleibenden, isolierten Deckenrest einer obenauf liegenden Deckeneinheit.
Klus
Enges Quertal im Kettenjura, durch das ein Fluss fliesst. Die Klus ist ein antezedentes Tal.
Konvergente Plattengrenze
Grenze von Lithospährenplatten, die sich aufeinander zu bewegen.
Kreislauf der Gesteine
Zusammenfassung der gesteinsbildenden Prozesse, die aufzeigt, wie durch dynamische Vorgänge Gesteine immer wieder aus anderen Gesteinen gebildet werden können. (Aufzeichnen können!)
Kristalgitter
Räumliche Anordnung der Bausteine (Atome, Ionen) eines Kristalls. Besitzt ein Mineral keine solche räumliche Ordnung, wird es als amorph („gestaltlos, formlos“) bezeichnet.
Kulmination
Grossräumige, nach oben gerichtete Verbiegung einer Faltenachse.
Lahar
Bei Vulkanausbrüchen durch Vermischung von vulkanischer Asche mit schmelzendem Schnee oder Eis oder mit den Wassern eines Flusses entstehender Schlammstrom
Lava
Bezeichnung für Magma, sobald es an der Erdoberfläche erscheint. Die Bezeichnung wird auf für das erkaltete Gestein verwendet. Dabei unterscheidet man: Fladen-, Strick- und Blocklava.
Lithospähre
Äusserste, ausfestem Gestein bestehende Schicht der Erde; aufgebaut aus der Erdkruste und der Mantellitosphäre (oberster Teil des oberen Erdmantels.)
Löss
Aus Wüsten und Moränen ausgeblasenes feines Sediment, das abgelagert die Grundlage fruchtbarer Böden (Schwarzerde)bildet.