Naturgeografische Bausteine A
Passerellenlehrgang 14/15, Heft Bausteine A, St. Gallen ISME
Passerellenlehrgang 14/15, Heft Bausteine A, St. Gallen ISME
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Cartes-fiches
Magma
Glutflüssiges Gesteinsmaterial aus dem Erdinnern.
Magmatische Differenziation
Durch fraktionierte Kristallisation ausgelöster Änderungsprozess im Chemismus aufsteigenden Magmas zu immer kieselsäurereicherer Zusammensetzung.
Magmatische Gesteine
Erstarrungsgesteine. Gesteine, die durch Erstarrung, Ausfällung von Mineralien aus Magma entstehen. Dabei unterscheidet man Plutonite und Vulkanite.
Magnitude
Mass für die bei einem Erdbeben freigesetzte Energie. Wird durch die Richter-Skala angegeben.
Makrokristallin
Grobkörnig. Mineralkörner eines Gesteins sind von blossem Auge gut unterscheidbar.
Mantelkonvektion
Durch Wärmeunterschiede im Erdmantel entstehende Strömungen, die gemäss einer Hypothese auch als Ursache für die horizontale Bewegung der Lithosphärenplatten angesehen werden.
Metamorphe Gesteine
Umwandlungsgesteine. Gesteine, die durch Einwirkung von Druck/Temperatur im festen Zustand umgewandelt wurden. Bsp: Toschiefer, Glimmschiefer, tongestein, Gneis, Marmor, Quarzit.
Metamorphose
Gesteinsumwandlung im festen Zustand, unter Druck-und Temperatureinfluss. Je nach Intensität der Metamorphose spricht man von einem unterschiedlichen Metamorphosegrad.
Metamorphoseformen
Eintelung aufgrund ihrer Ursachen. Es werden unterschieden: Regionalmetamorphose, Kontaktmetamorphose
Mikrokristallin
Feinkörnig. Mineralkörner eines Gesteins sind von blossem Auge nicht unterscheidbar.
Mineralien
Natürliche, anorganische homogene Bestandteile der Erde mit einer klar definierten chemischen Zusammensetzung. Mineralien sind meist kristallin aufgebaut, können aber auch amorph sein.
Mittelozeanischer Rücken (MOR)
Untermeerische Schwellenzone mit Oberflächen in etwa 2000m Wassertiefe; Spreading-Zone ozeanischer Lithosphärenplatten.
Mofette
Vulkanischer Gas-/Dampfausstoss, bis 100°C heiss, enthält hauptsächlich Kohlendioxid und Wasserdampf.
Molasse
Ablagerungsschutt von angrenzenden Gebirgen (Alpen), der sich im Vorland (Mittelland) eines sich bildenden Gebirges ablagert. Molasse besteht aus Nagelfluh, Sandstein und Mergel.
Moränen
Sammelbezeichnung für den von Gletschern mitgeführten unsortierten Gesteinsschutt. Nach ihrer Lage in Bezug auf den Gletscher werden unterschieden: Grundmoräne, Seitenmoräne, Mittelmoräne und End-/Stirnmoräne.
Nebular-Hypothese
Vermutung, dass das Sonnensystem aus einer Materiewolke, einem solaren Nebel, entstanden ist, der sich unter Einfluss der Gravitationskräfte immer mehr verdichtet hat.
Oberflächenwellen
Erdbebenwellen, die sich nur an der Erdoberfläche fortpflanzen. Zu den Oberflächenwellen gehören die Love-wellen und die Rayleigh-Wellen.
Orogenese
Gebirgsbildung durch plattentektonische Vorgänge.
Permafrost
Dauerhaft gefrorener Untergrund, dh. während mindestens einem oder zwei Jahren Temperaturen unter 0°C aufweist.
Petrografie
Wissenschaft, die sich mit dem Aussehen, den Eigenschaften, dem Vorkommen und den Bildungsbedingungen der verschiedenen Gesteine beschäftigt.
Plattentektonik
Theoie, die besagt, dass die feste Lithosphäre in grosse Platten aufgebrochen ist, die sich als feste Einheiten über die Erdoberfläche bewegen können. Jede Platte liegt direkt der zähplastischen Asthenosphäre auf.
Plutonite
Tiefengesteine. Durch langsam Abkühlung in der Tiefe der Erdkruste gebildetes, grobkörniges magmatisches Gestein. Bsp.: Gabbro (basisch,dunkel) und Granit (sauer,hell).
Prallhang
Seite eines Mäanders, an der das Flusswasser eine grössere Erosionskraft (Seitenerosion) ausübt.
Pyroklastika
Vulkanisches Lockermaterial (Blöcke,Bomben, Lapilli, Asche), das bei explosivem Vulkanismus ausgeworfen wird.
Pyroklastischer Strom
Auch Glutwolke genannt. Gemisch aus heisser vulkanischer Asche, Staub und Gasen, das sich mit hoher Geschwindigkeit die Hänge eines Vulkans hinunterbewegt.
Raumwellen
Erdbebenwellen, die sich durch den ganzen Erdkörper fortpflanzen. Zu den Raumwellen gehören die Primär- oder P-Wellen und die Sekundär- oder S-Wellen.
Rückschreitende Erosion
Durch Senkung der Erosionsbasis ausgelöster Erosionsimpuls, der flussaufwärts wirkt.
Rundhöcker
Erosionsform des Gletschereises. Ein Felsblock wurde vom Gletscher überfahren. Seine Luvseite ist lang, flach und durch Schrammspuren gekennzeichnet; die Leeseite ist kurz und steil.
Sander
Fluvioglazialer Schuttfächer, bestehend aus im Vorfeld des Gletschers abgelagertem, unsortiertem Schutt, Kies, Sand und Schlamm
Schichtvulkan
Auch Stratovulkan genannt. Vulkan, aufgebaut aus abwechselnden Schichten von Lava und Pyroplastika.
Schildvulkan
Vulkan, bei dem aus einem zentralen Krater immer wieder Lava ausfliesst- breiter, flacher Vulkan; nur aus Lavaströmen aufgebaut.
Schlucht
Auch Klamm genannt. in den festen Untergrund tief eingeschnittenes Erosionstal.
Schwarzerde
Auch Tschernosem genannt. Klimatypischer Boden. Der mächtige A-Horizont ist sehr nährstoffreich. Den Untergrund bildet Löss. Schwarzerde ist typisch für das Steppenklima und äusserst fruchtbar.
Schwemmfächer
Fächerförmige Ablagerungen anstellen, wo ein Fluss aus dem Gebirge in die Ebene eintritt. Dabei verliert er so viel an Gefälle, dass er einen Teil seiner Flussfracht ablagern muss.
Sedimentgesteine
Ablagerungsgesteine. Gesteine, die durch Ablagerung von Gesteinstrümmern oder Organismenresten oder durch Ausfällung aus übersättigten Lösungen entstanden sind.
Seismogramm
Durch Seismografen (erschütterungsempfindliche Geräte) grafisch aufgezeichnete Abfolge von Erschütterungen eines Erdbebens.
Seitenerosion
Einschneidende Wirkung fliessenden Wassers nach der Seite.
Sinterbildung
Chemische Bildung von Karbonatgesteinen. Veränderungen in Druck und Temperatur führen zur Ausfällung von Kalziumkarbonat.
Sohlental
Talform, bei der die Erosion vorwiegend seitwärts wirkte
Solfatare
Vulkanischer Gas-/Dampfausstoss; 90-300°C heiss, reich an Schwefelwasserstoff.