Naturgeografische Bausteine A
Passerellenlehrgang 14/15, Heft Bausteine A, St. Gallen ISME
Passerellenlehrgang 14/15, Heft Bausteine A, St. Gallen ISME
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Lernkarten
Pyroklastischer Strom
Auch Glutwolke genannt. Gemisch aus heisser vulkanischer Asche, Staub und Gasen, das sich mit hoher Geschwindigkeit die Hänge eines Vulkans hinunterbewegt.
Raumwellen
Erdbebenwellen, die sich durch den ganzen Erdkörper fortpflanzen. Zu den Raumwellen gehören die Primär- oder P-Wellen und die Sekundär- oder S-Wellen.
Rückschreitende Erosion
Durch Senkung der Erosionsbasis ausgelöster Erosionsimpuls, der flussaufwärts wirkt.
Rundhöcker
Erosionsform des Gletschereises. Ein Felsblock wurde vom Gletscher überfahren. Seine Luvseite ist lang, flach und durch Schrammspuren gekennzeichnet; die Leeseite ist kurz und steil.
Sander
Fluvioglazialer Schuttfächer, bestehend aus im Vorfeld des Gletschers abgelagertem, unsortiertem Schutt, Kies, Sand und Schlamm
Schichtvulkan
Auch Stratovulkan genannt. Vulkan, aufgebaut aus abwechselnden Schichten von Lava und Pyroplastika.
Schildvulkan
Vulkan, bei dem aus einem zentralen Krater immer wieder Lava ausfliesst- breiter, flacher Vulkan; nur aus Lavaströmen aufgebaut.
Schlucht
Auch Klamm genannt. in den festen Untergrund tief eingeschnittenes Erosionstal.
Schwarzerde
Auch Tschernosem genannt. Klimatypischer Boden. Der mächtige A-Horizont ist sehr nährstoffreich. Den Untergrund bildet Löss. Schwarzerde ist typisch für das Steppenklima und äusserst fruchtbar.
Schwemmfächer
Fächerförmige Ablagerungen anstellen, wo ein Fluss aus dem Gebirge in die Ebene eintritt. Dabei verliert er so viel an Gefälle, dass er einen Teil seiner Flussfracht ablagern muss.
Sedimentgesteine
Ablagerungsgesteine. Gesteine, die durch Ablagerung von Gesteinstrümmern oder Organismenresten oder durch Ausfällung aus übersättigten Lösungen entstanden sind.
Seismogramm
Durch Seismografen (erschütterungsempfindliche Geräte) grafisch aufgezeichnete Abfolge von Erschütterungen eines Erdbebens.
Seitenerosion
Einschneidende Wirkung fliessenden Wassers nach der Seite.
Sinterbildung
Chemische Bildung von Karbonatgesteinen. Veränderungen in Druck und Temperatur führen zur Ausfällung von Kalziumkarbonat.
Sohlental
Talform, bei der die Erosion vorwiegend seitwärts wirkte
Solfatare
Vulkanischer Gas-/Dampfausstoss; 90-300°C heiss, reich an Schwefelwasserstoff.
Spreading-Zone
Lithosphärenplatten werden auseinanderbewegt. Mantematerial quiltt auf. In den entstehenden Öffnungen zwischen den Platten wird laufend neue Erdkruste gebildet (konstruktive Plattengrenze).
Stoffgruppen
Gruppen von Mineralien. Es sind dies die Silikate (Verbindungen von Sauerstoff und Silizium), oxide, Halogenide, Karbonate, Sulfide und Sulfate.
Subduktionszone
Absinken einer ozeanischen Platte aufgrund ihres Eigengewichts in den Erdmantel beim Zusammenstoss mit einer anderen ozeanischen oder einer kontinentalen Platte.
Synklinale
Falte mit nach oben geöffneten Schenkeln. Wird nur in Zusammenhang mit der Altersfolge der betroffenen Gesteine verwendet; junge Gesteine im Kern, alte Gesteine am rand der Falte.
Tafelland
Landschaft aus horizontal übereinandergelagerten, ungestörten Gesteinsschichten aufgebaut, durch exogene Kräfte (Erosion) zerschnitten.
Tethys
Durch das Auseinanderbrechen des Grosskontinents Pangäa entstandener Ozean zwischen den Nordkontinenten (Nordamerika, Europa, Asien) und den Südkontinenten (Südamerika,Afrika, Australien, Antartika, Arbien und Indien).
Tiefenbeben
erdbeben mit einem Hypozentrum in mehr als 300km Tiefe.
Tiefenerosion
Einschneidende Wirkung fliessenden Wassers in die Tiefe.
Toteissee
Dieser entstand, als im Grundmoränengebiet grosse Gletscherteile vom fliessenden Eis abgespaltet und unter Schutt begraben wurden. Beim späteren Abschmelzen des Eises bildete sich ein See. Toteisseen sind keine grossen Seen, sondern eher kleine Weiher.
Transformstörung
Plattengrenze, die gebildet wird, wenn zwei Lithosphärenplatten horizontal aneinander vorbeibewegt werden. Hier wird weder neues Krustenmaterial gebildet noch wird welches zerstört (konservativer Plattenrand).
Trogtal
Durch die Erosion eines Gletschers entstandene Talform. Der Gletscher eordierte das vorgeprägte V-Tal v.a. seitlich. Es entsteht ein breitsohliges U-Tal mit relativ steilen Wänden.
Urstromtal
Breites Tal in Norddeutschland, in dem früher dem Eisrand entlang die Schmelzwasser abflossen, da im Norden Enmoränenwälle der nordischen Gletscher den direkten Abluss gegen Norden verunmöglichten.
Verwerfung
Gesteinspakete werden entlang einer Bruchlinie um einen bestimmten Betrag gegeneinander verschoben. Der Betrag, um den die Gesteinspakete gegeneinander verschoben werden, nennt man Sprunghöhe.
Verwitterung
Sammelbezeichnung für alle an Ort wirkenden zerteilenden und zersetzenden Tätigkeiten der exogenen Kräfte. Es wird hauptsächlich unterschieden zwischen chemischer und mechanischer Verwitterung.
V-Tal
Auch Kerbtal genannt. In Lockergestein tief eingeschnittenes Erosionstal.
Vulkanite
ERgussgesteine. Durch rasche Abkühlung an der Erdoberfläche entstandene, feinkörnige bis glasige magmatische Gesteine. Bsp: Basalt (feinkörnig, basisch,dunkel) und Bimsstein (porös, sauer, hellgrau bis weiss).
Vulkanruine
Erosionsrest eines erloschenen Vulkans; meist der ehemalige Schlot, der aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber Verwitterung und Erosion stehen geblieben ist.
Wüstentypen
Einteilung der Wüsten nach der Grösse Gesteinspartikel: Fels- und Blockwüsten, Sandwüsten, Ton- und Salzwüsten und Kies- und Geröllwüsten.
Zehrgebiet
Gebiet des Gletschers, in dem Gletschereis abschmilzt